Bitte um Rat: Was mache ich mit meinen Auto?

bart1983

Commander
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Hallo,

ich habe eine Frage an euch KFZ Experten.

Habe meinen Wagen August 2004 als Jahreswagen mit knapp 20.000km gekauft.

Details:
Opel Corsa C 1.0, Hubraum 973ccm, Euro4, Bj 2003, 3-Türer, Schiebedach, EZ: September 2003, ca. 85.000km bis heute, TÜV bis August 2010, Garagenwagen.


Der Wagen ist zwar ein bissel schwachbrüstig (58PS), dass hat mich aber bisher nicht gestört.
Hauptsache war für mich immer: Zuverlässigkeit. Und die hat er innerhalb der 4 Jahre und 60.000km nie vermissen lassen :D
Nur 2006 musste er repariert werden, als ein LKW auffuhr.
Heckklappe, Stossstange wurden ersetzt.

Soweit zur Vorgeschichte. Nun habe ich aber bedenken, da er in ein Alter kommt, wo vielleicht Reparaturen und solche Geschichte anfangen könnten.

Was würdet ihr machen, den Wagen verkaufen (Schwacke ca. 2500-3400€) und einen neuen presigünstigen Wagen holen oder den Wagen behalten?

Es geht mir nicht um Statussymbole oder sonstiges. Ich will nur die vernünftigeste und preisgünstigeste und wirtschaftlichste Lösung haben.
Autos sehe ich nur als Gebrauchsgegenstand.

Pendeln muss ich jeden Tag 44km einfach.

Gruß
 
wieso willst du einen wirtschaftlichen wagen der gut läuft präventiv verkaufen? das macht absolut keinen sinn...

1. läuft er gut, wie du sagst und probleme hattest du auch noch keine mit ihm
2. verbraucht wenig
3. ist günstig im unterhalt
4. und bringt dich von A nach B

das einzige was mir imho einfällt ist, dass der zahnriemen gewechselt werden müsste. und das ist nicht so teuer...

was will man mehr? der wird noch weitere 100.000 km laufen.... ;)

mach dich nicht verrückt und behalte ihn...
 
Tja genau mit diesem Wagentyp hab ich doch etwas mehr Erfahrung :)

Fangen wir erst einmal an, was bisher schon gemacht wurde?
Wie oft Ölwechsel und in welchen Intervallen? Zündkerzen? Luftfilter? Bremsen (Beläge und Scheiben)? usw.
Inspektionen beim Händler?

Typische Corsa C Probleme bis Bj 03:
-> Scheibenwischergestänge frisst sich aufgrund Kalkablagerungen fest
-> Schaltumlenkung bis Bj 03 aus Plastik, defekt vorhersehbar ...

Allgemein typisches Problem bei Opel
-> Opel verbaut glaube ich heute bei fast allen Motoren eine Steuerkette, die sich mit der Zeit ausdehnt. Anfangs kann der Kettenspanner dieses noch ausgleichen. Mit der Zeit jedoch stellt sich ein leichtes Motorrasseln ein (Motor starten - Leerlauf anhören, kurz aufs Gas treten und ruckartig verlassen --> gut zu hören). Um einen Austausch kommt man leider nicht herum. Rechnen kannst du damit ab 90tkm [kann auch erst bei 120-130tkm losgehen - schwer zu sagen] - kostet etwa 800-900€. Ist leider so teuer, da hierzu der Motor komplett seitlich aufgemacht werden muss, zusätzlich von unten die Ölwanne raus muss (somit auch Öl ablassen, + Ölwechsel) um da dran zu kommen. Ein leidiges Thema :(

Ansonsten ist der Z10XE/Z10XEP ein hervorragender 3-Zylinder Motor, der schon im Corsa B eingesetzt wurde. Sehr robust und langlebig
 
Zuletzt bearbeitet:
was will man mehr? der wird noch weitere 100.000 km laufen....
mach dich nicht verrückt und behalte ihn...
Desdo älter ein Auto wird, umso mehr Probleme treten oftmals auf.
Habe ich bei einem Bekannten gesehen. Der hat eine Reparatur nach der anderen an seinem 5 jahre alten
Ford machen müssen, am Ende hätte er viel Ärger und Geld gespart, wenn er sich zeitig getrennt hätte.

Fangen wir erst einmal an, was bisher schon gemacht wurde?
- Das Scheibenwischergestänge mussten wirklich schonmal ausgewechselt werden (Autobahn -> Regen -> Scheibenwischer haben sich nicht mehr bewegt -> Adrenalienschub ;))
- Bremsscheiben habe ich erst vor einem Jahr erneuern lassen.
- Inspektion wird immer gemacht, wenn InSP im Display aufleuchtet, bei einer Opel-Werkstatt. Entweder nach einer bestimmten Km-Stand oder nach einer bestimmten Zeit.
Dort wird immer ein Ölwechsel gemacht, zumindest steht das auf der Rechnung ;)
- Motorrasseln ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen.

kostet etwa 800-900€.
Aber gut zu wissen, dass soetwas auf mich zukommen könnte. Werde sicherheitshalber 1000 € für das zurücklegen.


-> Schaltumlenkung bis Bj 03 aus Plastik, defekt vorhersehbar .
Nun bin ich KFZ-Technisch nicht sonderlich fit (hat mich auch nie interessiert :(). Wie kann man das merken und wieviel würde das ungefähr kosten?
 
bartio schrieb:
Desdo älter ein Auto wird, umso mehr Probleme treten oftmals auf.
hab ich auch gehört...

bartio schrieb:
Der hat eine Reparatur nach der anderen an seinem 5 jahre alten
Ford machen müssen, am Ende hätte er viel Ärger und Geld gespart, wenn er sich zeitig getrennt hätte.
hmm, ich würde opel nicht mit ford vergleichen.
von derartigen problemen hast du nichts geschrieben, im gegenteil.
du liebäugelst also mit einem neuen auto und willst wissen ob du deinem abstoßen sollst... :D
 
Das Scheibenwischergestänge mussten wirklich schonmal ausgewechselt werden
Ist leider ein typisches Problem...
Vorne am Plastik unter der Scheibe ist ein Ablauf für Wasser (wenns regnet). Und genau darunter befindet sich im Motorraum ein Scharnier fürs Wischergestänge. Opel hatte bei der Konstruktion wohl geschlafen. Wasser tropft immer auf das Gelenk, und wischt das Schmierfett mit der Zeit weg. Kalk lagert sich ab und schwups es frisst sich fest. Meistens geht der Wischermotor gleich mit kaputt :(
Glücklicherweise bin ich bisher davon noch verschont geblieben, ich fette auch öfters nach.

Wenn der Wagen doch immer in Inspektion kommt, ist er doch top gepflegt. Würde ihn keinesfalls verkaufen ;)

Das mit der Schaltumlenkung hat Opel ab Baujahr 04 geändert, und hat das Teil wieder aus Metall gefertigt. Wenn dir die Schaltumlenkung kaputt geht, merkst du das ganz einfach. Du kannst den Schaltknüppel wie ein Kochlöffel im Kreis bewegen. Es gibt keine schaltbaren Gänge mehr
Entweder passiert das von jetzt auch nachher, oder die Gänge fangen an sich schwer zu schalten. Das Plastik für die Umlenkung ist nicht stabil genug und nutzt sich über die Jahre ab.
Falls dir das kaputt geht, bestehe auf einen Kulanzantrag bei Opel. Das ist ein ganz klarer Fertigungsfehler gewesen, ... zwar wird Opel sicherlich nicht die kompletten Kosten tragen, aber vielleicht in der Richtung 20-30%. Das wäre immerhin etwas. Reparatur kostet glaube ich ~150€.

Ansonsten ist der C Corsa wirklich ein gutes Auto - bei mir war bisher nur die Lamdasonde kaputt. Habe in der Bucht ein Originalteil für 1/4 des Preises gekauft und selbst gewechselt.
 
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Der Corsa C scheint also wirklich ein robustes Blechle zu sein. Wenigstens habe ich damals nichts falsches gekauft ;)

Bohemund schrieb:
hmm, ich würde opel nicht mit ford vergleichen.
von derartigen problemen hast du nichts geschrieben, im gegenteil.
du liebäugelst also mit einem neuen auto und willst wissen ob du deinem abstoßen sollst... :D
Nein so ist es nicht. Ich liebäugle mit Nichten mit einem PKW-Neukauf. Ich habe auch keinen Upgradewahn wie Manche hier.
ich will nur das es funktioniert und wirtschaftlich ist. Wie alt oder wie neu und wie es aussieht ist mir eigentlich relativ egal.

Ich möchte eben nur nicht, dass ich viel Geld in die Reparatur stecken muss, wenn das Auto nach und nach mit den Verschleißerscheinungen kommt.
Wenn erstmal die Krankheiten anfangen, wird man idR. leider zu einem regelmäßigen Werkstattkunden.
Und irgendwann kauft man sich entnervt doch einen neuen Wagen.

Drachton schrieb:
Ist leider ein typisches Problem...
Vorne am Plastik unter der Scheibe ist ein Ablauf für Wasser (wenns regnet). Und genau darunter befindet sich im Motorraum ein Scharnier fürs Wischergestänge. Opel hatte bei der Konstruktion wohl geschlafen. Wasser tropft immer auf das Gelenk, und wischt das Schmierfett mit der Zeit weg. Kalk lagert sich ab und schwups es frisst sich fest. Meistens geht der Wischermotor gleich mit kaputt :(
Glücklicherweise bin ich bisher davon noch verschont geblieben, ich fette auch öfters nach.
Muss ich wirklich einmal schauen, ob ich das selbst auch machen kann.
Die Reparatur war zwar nicht so teuer (sogar samt Wischermotor), dennoch sollte man die etwaige Gefahr eines Wischerausfalls während der Fahrt vermeiden. Habe ich schonmal erlebt und ist wirklich kein gutes Gefühl.

Kam bei mir übrigens nach knapp 2 Jahren.
Wollte auch auf Kulanz von Opel gehen (begründung: Herstellerfehler), wurde aber leider nicht anerkannt :(

Das mit der Schaltumlenkung hat Opel ab Baujahr 04 geändert, und hat das Teil wieder aus Metall gefertigt. Wenn dir die Schaltumlenkung kaputt geht, merkst du das ganz einfach. Du kannst den Schaltknüppel wie ein Kochlöffel im Kreis bewegen. Es gibt keine schaltbaren Gänge mehr
Entweder passiert das von jetzt auch nachher, oder die Gänge fangen an sich schwer zu schalten. Das Plastik für die Umlenkung ist nicht stabil genug und nutzt sich über die Jahre ab.
Falls dir das kaputt geht, bestehe auf einen Kulanzantrag bei Opel. Das ist ein ganz klarer Fertigungsfehler gewesen, ... zwar wird Opel sicherlich nicht die kompletten Kosten tragen, aber vielleicht in der Richtung 20-30%. Das wäre immerhin etwas. Reparatur kostet glaube ich ~150€.
Ah verstehe.

Hatte Anfang 2006 einen neuen (Bj 2004 glaube ich) Ersatzwagen, als mein Alter in Reparatur war (wegen LKW, s.o.).
Da kam mir die Schaltung schwergängiger vor (also nicht soviel Spiel).
Dagegen war und ist meine schwammiger und leichtgängiger. Gänge gehen ohne Probleme rein. Richtig "fest" war es aber nie
Ist das ein Zeichen für die Abnutzung, oder ist das eben bei diesem Modell einfach so?

Und ist es eher ratsam im Vorfeld dieses Teil umzutauschen? (nicht das ich irgendwo an der Ampel den Gang nicht mehr reinbekomme ;))
 
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Bei deinem Auto kannst du dir wenigstens sicher sein welche Mängel er hat und was daran gemacht wurde.
Auch wenn es passieren kann das einige Reparaturen auf dich zukommen würde ich ihn behalten.
Wer sagt dir denn ob der neue Wagen nicht viel mehr Mängel hat.
 
Wollte auch auf Kulanz von Opel gehen (begründung: Herstellerfehler), wurde aber leider nicht anerkannt

Und genau da ist es manchmal gut, wenn man sich mit dem Modell etwas besser auskennt.
Ist ganz sicher ein Entwicklungsfehler einen Wasserblauf direkt über nem Scharnier zu platzieren. Ich kenne viele denen das genauso passiert ist, ..

Habe auch einen 03er, mit Schaltumlenkung aus Plastik.
Schaltung war schon immer leichtgängig, .. hoffe daher, dass sich das Problem vorher ankündigt. Ein plötzlicher defekt wäre wohl richtig schlimm. Gute Frage wie man den Wagen noch zum Händler "fahren" sollte :o
Beobachte das ganze aktiv mit, .. so fallen dir vll. Veränderungen auf, aber wechseln würd ichs jetzt nicht lassen.

Glaube auch kaum, dass Opel einem Kulanzantrag zustimmt, wenn das Plastikteil noch funktionieren sollte. Aber auch das Problem ist wie das Wischergestänge bei Opel längst bekannt. Fehler kann man vorm Serienstart nie ganz beseitigen. Viele Sachen zeigen sich erst in den ersten 2 Jahren. Still und heimlich merzt man diese dann aus - natürlich werden Käufer "bei solch kleinen Kunstruktionsfehlern" nicht informiert. Dies wäre ja mit immens hohen Kosten verbunden. Aber das ist natürlich nicht nur bei Opel soll - das machen alle!

Daher würd ich mir auch niemals nen nagelneues Modell holen, dass gerade auf dem Markt erschienen ist. 1-2 Jahren bis die Krankheiten ausgemerzt sind, dann kann man zugreifen. Generell ist auch das letzte Baujahr eines Modells am Besten ... [auch wenn man dann nicht das "neue Modell" hat]
 
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