Bitwarden vs. Keepass XC

larska

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Liebe Community,

auch wenn es hierzu bestimmt schon einige Threads gibt...

Bisher habe ich meine Passwärter mit Keepass XC verwaltet. Mir war es wichtig, die Passwörter nur lokal zu speichern. Im Browser habe ich dann für "unwichtige" Passwörter die Verwaltung des Browsers genutzt. Die Nutzung der Keepass-Erweiterung war mir immer zu umständlich.

Jetzt habe ich Bidwarden entdeckt. Hier kann man die Browser Erweiterung ja per PIN entsperren und die Passwörter könnte man dann leichter an verschiedenen Geräten nutzen und der Desktop Client muss nicht laufen...
Das geht mit Keepass XC ja so nicht, oder?

Jetzt frage ich mich nur, und habe ein Ungutes Gefühl, dass meine ganzen Passwörter in der "Bidwarden Cloud" liegen...

EInfach mal so als Frage: Welche Verwaltung nutzt ihr? Und ist Bidwarden "unsicherer" als Keepass XC?

besten Dank!
 
larska schrieb:
Das geht mit Keepass XC ja so nicht, oder?

Klar. Mit Browser Plugin und die Datei in der Nextcloud.


larska schrieb:
Welche Verwaltung nutzt ihr?

Vaultwarden selbst in Docker gehostet.

Bin weg von den Passwort Dateien und habe das Speichern im Browser komplett deaktiviert.
 
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JumpingCat schrieb:
Klar. Mit Browser Plugin und die Datei in der Nextcloud.
ok, das war mir nicht klar... d.h. der Client muss nicht laufen, sondern man sagt dem Plugin wo die Datei liegt? Wie entsperrt man dann? Mit PIN oder mit Masterpasswort?
 
larska schrieb:
Jetzt frage ich mich nur, und habe ein Ungutes Gefühl, dass meine ganzen Passwörter in der "Bidwarden Cloud" liegen...

EInfach mal so als Frage: Welche Verwaltung nutzt ihr? Und ist Bidwarden "unsicherer" als Keepass XC?
Ich benutze Sticky Password und bin damit zufrieden. Ist ein europaeisches Produkt und bietet neben Cloud Synchronisation auch lokale WiFi Synchronisation an, d.h. die Daten werden nur lokal auf den Geraeten vorgehalten (beide Geraete muessen eingeschaltet und im gleichen Netzwerk erreichbar sein). Gibt es auch immer wieder recht guenstig als Lifetime Lizenz.
Inwieweit (amerikanische) Passwort-Manager mit Cloudzugriff unsicher oder fuer Deine Nutzung nicht geeignet sind musst Du selber entscheiden. Es gab letzthin einen Bericht der ETH Zuerich zu diesem Thema bei dem auch Bitwarden untersucht wurde. Dabei wurden durchaus Schwachstellen gefunden. Allerdings war eine der Grundvoraussetzungen dass die Server bereits kompromittiert waren. Gemaess Bitwarden sind die gefundenen Schwachstellen vor dem Release des Berichts beseitigt worden.
Keepass XC hat den Vorteil dass Du die komplette Datenhoheit hast und selber entscheidest was damit passiert. Der “Nachteil” sind weniger Komfortfunktionen resp. Aufwand diese zu ergaenzen.
 
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Also ich habe beides (KeepassXC, Bitwarden bzw. Vaultwarden als Selbstgehostete Variante) hier und komme immer wieder auf KeepassXC zurück, weil der alles kann was die anderen auch können und einfach funktioniert ohne Docker.
Du kannst auch zwischen Geräten Passwörter teilen mittel Keeshare. Gruppe anlegen, Syncthinc auf beiden Geräten installieren, den Ordner teilen, fertig, da brauch man auch keine Cloud zu, egal welche. Du kannst natürlich auch die ganze KepassXC-Datei teilen. Mache ich aber nicht, da ich auf dem Telefon nicht alle Passwörter brauche und haben will, also Gruppe per Keeshare teilen. KeepassXC kann aber noch viel mehr. Desweiteren benutze ich ihn als SSH-Agent (kann Bitwarden auch) aber ich kann ihn auch für Cryptomator einsetzen um alle Daten in der Cloud zu verschlüsseln, Dropbox, iCloud, usw. (kann Bitwarden nicht). Als zweiten Faktor mit Yubikey abgesichert fertig. Wenn das einmal eingerichtet ist, ist KeepassXC genauso komfortabel wie alle anderen.
 
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JumpingCat schrieb:
Vaultwarden selbst in Docker gehostet.

Bin weg von den Passwort Dateien und habe das Speichern im Browser komplett deaktiviert.
Dito. Keepass ist zwar sicher, aber mir ist das zu aufwändig, denn man sollte ja gleichzeitig auch an die 3-2-1-Backups denken... Dann kann ich auch gleich einen Dienst wie Bitwarden oder Vaultwarden (oder Yubi) nehmen. Und auch bei Yubi braucht man ja ein Ersatzgerät, für den Falle eines Falles (auch wenn natürlich äußerst robust)... Ansonsten nehmen sich beide wohl nicht viel.
 
Ich bleibe lieber bei Keepass, die Passwörter werden verschlüsselt Lokal gespeichert und die Datenbox wird mit einem sicheren Masterpasswort geschützt, Sicherer geht es gar nicht.
Und für unterwegs kann man sich die portable Version holen.
 
Kronos61 schrieb:
die Passwörter werden verschlüsselt Lokal gespeichert
Das Lustige ist ja gerad, dass die "Tresordatei" überall sein kann (auch in einer Cloud...) - weil ohne das Kennwort wegen der Verschlüsselung niemand etwas damit anfangen kann.

Btw. Ich habe mich ein wenig mit Bitwarden beschäftigt... gewissermaßen sind das nur (sehr stark) verschlüsselte .sqlite3-Dateien.
 
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