BKW Wechselrichter für DIY Akku gesucht.

Performator

Lieutenant
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Hatte mich eigentlich für den Lumentree SUN 800 entschieden. Leider hat der keine Zertifizierung.
Ich suche eine Alternative für 48V Akku und finde nix wirklich überzeugendes.
Es gibt reichlich Bastler die ihre Wechselrichter über MPPT an den Akku angeschlossen haben, mit teilweise reichlich Problemen.
Ist da eine Strombegrenzung durch das Daly BMS auf ca. 20A die Lösung?

Ich möchte die erlaubten 2kW peak voll nutzen über ca. 15kWh Akku.
Die Solarpanels stehen im Garten, Ost/West Ausrichtung.
Der Ferrarie soll erstmal mit Höchstgeschwindigkeit rückwärts drehen bis er durch einen Smart ersetzt wird.
Dann soll Nulleinspeisung folgen, möglichst ohne irgendeine Cloud.

Hat jemand einen Tip?
 
wie ist das rechtlich, wenn durch so einen DIY-bau irgendwas brennt? zahlt dann die versicherung?
 
Ich musste bei der Anmeldung meines BKW im MaStR ein Datenblatt des Akkus einreichen damit die Anmeldung genehmigt wurde. Dürfte bei Eigenbau schwierig werden.

Mit 2kWp bekommt man die 15kWh niemals voll. Schon gar nicht bei Ost-West Ausrichtung. Da kannst du im Sommer mit Glück 10kWh am Tag "ernten". Abzüglich Eigenverbrauch.

Ich habe bei mir 1,7kWp und bekomme den 4kWh Akku nur selten voll. Habe allerdings auch 10 - 12kWh Verbrauch am Tag bei 6,5kWh Grundlast.

Für die geplante Nulleinspeisung benötigst du ja einen Wechselrichter der openDTU kompatibel ist.
 
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Ich werde den Wechselrichter anmelden und fertig.
Im Freundeskreis haben wir etliche fette DIY Akkus in PV Anlagen laufen.
Ca. 15kWh weil die fetten Zellen so preiswert sind und so ein Akku keine 1000€ kostet. Halten sie halt länger.

openDTU hat schon der olle HMS 800.
 
Naja, die Frage war aber ob die Versicherung zahlt wenns brennt, nicht was im Freundeskreis läuft. Aber musst du wissen...

Wenn du nicht vom Fach bist, sprich gelernter Elektriker, würde ich persönlich immer die Finger lassen von sowas, auch wenn du viel Einsparpotential siehst. Die Kosten die entstehen, wenn etwas dumm läuft, was im Leben ja öfters passiert, sind ungleich höher und können einen ruinieren.
 
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Die Frage war welcher Wechselrichter ….
Und nicht welche Versicherung….

Bedenkenträger halten sich bitte raus, ich weiß was ich tue und besitze auch die notwendige berufliche Qualifikation.
 
Performator schrieb:
openDTU hat schon der olle HMS 800.
Aber nur der ohne W ;)

Wie soll denn dein Aufbau sein? Wie bei klassichen Komplettsets auch? Solarmodule -> Akku -> Wechselrichter -> Hausnetz?

Und der Akku gibt 48V Gleichstrom ab?

Die Wechselrichter begrenzen i.d.R. selbst den Eingangsstrom. Der genannte HMS-800-2T bei max 25A je Eingang. Bei 48V müsste der sogar auf 8,6A je Eingang drosseln.

Wenn du dazwischen noch zusätzlich eine Drossel baust könnte das eventuell die Lebensdauer des WR verlängern.

Performator schrieb:
Halten sie halt länger.
Wenn der Akku nie voll wird, haut aber das Cell-Balancing nicht wirklich hin. Ob das zuträglich ist?
https://de.shieldenchannel.com/blogs/battery/lifepo4-battery-balancing
 
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thrawnx schrieb:
Wenn du nicht vom Fach bist, sprich gelernter Elektriker
Da hat aber eine DIY Batterie nichts mit zu schaffen. Elektriker ist für 230V Verkabelung und Netze. Für die 48V Batterie reicht Laienwissen, soweit ich weiß. Heißt nicht, dass mehr Wissen nicht besser hilft, aber eben nicht der Elektriker.

Zum Thema: Für 48V Systeme habe ich mich persöhnlich für Victron entschieden. Da gibt es Kombigeräte mit WR, Batterielader und (2-4x) MPPT integriert, sogar Dreiphasig. Oder die 'Spargeräte' die nur WR und Batterieladen integriert haben. Soweit mir bekannt, kann jeder WR auf einen maximalen Strom begrenzt werden und die Einspeiseleistung für alle noch mal festgelegt. Die meisten Geräte können auch 12V, 24V und 36V. Mögen etwas teuerer sein, kommen dafür aber aus Deutschland und sind vielen Netzbetreibern schon bekannt, z.B. gibt es einen 5kVA WR der Einpahasig normal nicht betrieben werden darf. Er kann aber per SW auf 4,5kVA gedrosselt werden und wird damit auch aktzeptiert.
Meine geplante Strategie für die Anmeldung: Erst das komplett BKW anmelden. Danach umbauen und nur die Batterie nachmelden. WR Umbau nicht ummelden, solange die 800W pro Anschluß nicht überschritten werden sollte es kein Problem darstellen.
Und für die Versicherung: Dokumentieren, dokumentieren und dokumentieren. Was, wann, wie und womit. Drehmomente, Übergangswiderstände, Kabelplan.
 
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Samurai76 schrieb:
Erst das komplett BKW anmelden. Danach umbauen und nur die Batterie nachmelden.
So hatte ich es gemacht. Module + WR als BKW angemeldet und später dann den Akku.
Da kam dann nach ein paar Wochen der Netzbetreiber und wollte Spezifikationen und Datenblätter.

Da ich "was von der Stange" habe, ging das dann auch anstandslos durch.
 
SaxnPaule schrieb:
Aber nur der ohne W ;)

Wie soll denn dein Aufbau sein? Wie bei klassichen Komplettsets auch? Solarmodule -> Akku -> Wechselrichter -> Hausnetz?

Ja

SaxnPaule schrieb:
Die Wechselrichter begrenzen i.d.R. selbst den Eingangsstrom. Der genannte HMS-800-2T bei 25A je Eingang. Bei 48V müsste der sogar auf 8,6A je Eingang drosseln.
Scheint aber nicht immer zu funktionieren. Es gibt etliche Totalverluste im Netz
SaxnPaule schrieb:
Wenn du dazwischen noch zusätzlich eine Drossel baust könnte das eventuell die Lebensdauer des WR verlängern.
Wie geht das?
SaxnPaule schrieb:
Wenn der Akku nie voll wird, haut aber das Cell-Balancing nicht wirklich hin. Ob das zuträglich ist?
Da kümmer ich mich drumm wenn es so weit ist.
Der Daly informiert mich umd kümmert eigentlich arum
 
SaxnPaule schrieb:
Da ich "was von der Stange" habe, ging das dann auch anstandslos durch
In der Theorie kann der Netzbetreiber echt viel verlangen, was die 230V Netzseite angeht und was daran angeschlossen wird. Theoretisch hat er aber nichts mehr zu sagen, was nach dem WR an das nicht 230V-Netz angeschlossen wird, denn die Kleinspannungsseite wirkt sich bei einem zugelassen WR nicht auf die Netzseite aus.
Ergänzung ()

SaxnPaule schrieb:
Wenn der Akku nie voll wird, haut aber das Cell-Balancing nicht wirklich hin. Ob das zuträglich ist?
Es gibt Balancer, die gleichen die Spannung bei Batterie voll ab. Dann gibt es welche, die machen das bei Batterie low. Und die dritte Variante macht es immer. Das wäre mein Favorit und am besten mit Strömen über 2A. Soll ja auch irgendwann mal fertigwerden mit Ausgleichen der Zellen.
 
Samurai76 schrieb:
Theoretisch hat er aber nichts mehr zu sagen, was nach dem WR an das nicht 230V-Netz angeschlossen wird, denn die Kleinspannungsseite wirkt sich bei einem zugelassen WR nicht auf die Netzseite aus.
Theorie. Ich kann nur von dem berichten, was im MaStR gefordert wird und wie es mir ergangen ist.
Im Gegensatz zur Steckersolaranlage ist für den Speicher eine Netzbetreiberprüfung vorgesehen.

1750329080664.png


1750329089673.png


Das hier ist das Formular für die Anmeldung eines Speichers:

1750328641774.png


Performator schrieb:
Du hast doch in deinem Eingangspost eine Drossel vorgeschlagen. Daher ging ich davon aus, dass du wüsstest ob/wie das geht. Ich bezog mich nur darauf.
 
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SaxnPaule schrieb:
Im Gegensatz zur Steckersolaranlage ist für den Speicher eine Netzbetreiberprüfung vorgesehen.
Hab was dazu gefunden, hier und hier. Kurzfassung: Zertifkate füe Batterien erst, wenn der WR damit integriert ist. Da deine DIY Batterie aber per DC eingekoppelt wird, braucht es dafür keine Zertifikate. Wie die Anmeldung im MaStR durchgeführt werden muss, kann ich im Detail nicht sage.
 
Wieso Sinnfrei? Es hat immer eine Berechtigung, dies zu prüfen etc.

Was darf man denn:
Nutzung von zertifizierten Wechselrichtern (z. B. mit VDE-AR-N 4105 Zulassung)
Anschluss eines 48V Akkus, wenn die Komponenten zugelassen und sicher installiert sind
Nulleinspeisung, wenn diese technisch korrekt und nach Vorschrift realisiert ist

Wo hast du Probleme:
Betrieb von nicht zertifizierten Wechselrichtern am Stromnetz
Manipulation oder Rückwärtslauf des Zählers (egal aus welchem Grund)
Eigenbau-Lösungen ohne Einhaltung der geltenden Normen (z. B. VDE) und Vorschriften des Netzbetreibers
Einspeisen ohne Anmeldung beim Netzbetreiber und ohne geeigneten Zähler

Alles was du beachten musst:
Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
VDE-AR-N 4105
Mess- und Eichgesetz (MessEG)
Strafgesetzbuch §268 (Fälschung technischer Aufzeichnungen)
Technische Anschlussbedingungen (TAB) des Netzbetreibers
 
@Samurai76 ich sprach nicht von Zertifikaten. Da geht es dem vermutlich um den NA Schutz.

In meinem Fall genügten Specs und Datenblatt. WR ist nicht integriert.
Ergänzung ()

duAffentier schrieb:
Rückwärtslauf des Zählers (egal aus welchem Grund)
Das ist seit dem Solarpaket 1 (Mai 2024) geduldet. Dafür gibt es ja die vereinfachte Anmeldung. Ist dann Sache des Netzbetreibers.
 
duAffentier schrieb:
Eigenbau-Lösungen ohne Einhaltung der geltenden Normen (z. B. VDE) und Vorschriften des Netzbetreibers
Wir diskutieren über einen 48V Eigenbau ohne WR. Da hat der Netzbetreiber kein Wort mitzureden oder gar Anforderungen zu stellen. Und selbst in den einschlägigen VDE Normen zu Sicherheitskleinpsannungen steht nicht wirklich etwas drin. Es ist ja nicht mal ein Berürungsschutz gefordert. Bis 50V AC oder 120V DC gibt es quasi nichts zu regeln, die VDE ist sich sicher, dass diese Spannungen keine Gefahr für den Menschen darstellen.
Der größte Fehler, der bei DIY Batterien gemacht wird, ist sich zu wenig Gedanken über die Fehlerfälle zu machen. Eine größere Batterie mit meintwegen 10kWh Kapa kann durchaus Kurzschußströme bis über 10kA entwickeln. Da kommt die Handelsübliche Überstromsicherung an ihre Grenzen. Diese können diese Ströme im Normalfall nicht mehr trennen, da braucht man eine Hochstromsicherung für. Und bei LiFePo Zellen hält sich bei ausreichender Belüftung auch die Brandgefahr (bzw. Explosions~) in Grenzen bzw. brennen LiFePo Zellen nicht. Sie gasen aber evtl. Wasserstoff aus, deswegen die Belüftung.
 
Performator schrieb:

"...ich weiß was ich tue und besitze auch die notwendige berufliche Qualifikation" <- Bist du dir wirklich sicher? Klingt eher als ob du dir Halbwissen im Freundeskreis und Foren angesammelt hast.

Aber okay, halte mich mal raus. Viel Glück!
 
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Ich suche eine Alternative für 48V Akku und finde nix wirklich überzeugendes.
Was würde Dich denn überzeugen?
Es gibt ja eine ganze Reihe von zertifizierten Geräten/Systemen.
Das Dich da keines überzeugen konnte, kann eigentlich nicht sein.
Es sei denn, man hat unrealistische Vorstellungen.
Bastler die ihre Wechselrichter über MPPT an den Akku angeschlossen haben..
Ach was, das soll funktionieren? Hast Du mal bitte einen link dazu!
 
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