Zu viel oder zu wenig? Kann ich dir nicht sagen.
Die Konzentration des Komplexes hängt nicht unbedingt damit zusammen, wie viel Korrosionsschutz drin ist.
Das Löslichkeitsprodukt gibt lediglich an, wieviele Komplexe sich in Wasser lösen können, ohne das diese ausfallen. Gibst du zum Beispiel zu viel Zucker in Wasser und rührst wie blöde und es löst sich trotzdem nicht, hast du das Löslichkeitsprodukt von Zucker in Wasser überschritten.
Zum Verständnis:
Hydroxyphosphonoessigsäure bildet mit Metallionen einen Komplex (es bindet sie sozusagen ab, es kommt zu keinen Reaktionen zwischen Kupfer- und Alukühlkörpern). Bilden sich durch viel Ionen viele Komplexe, bekommst du den Schlamm. Würdest du weniger KS in das destill. Wasser geben, würde das Wasser - nachdem als HPES-Moleküle, die mal vorhanden waren, abgebunden haben - nach und nach deine Kühler auflösen, zuerst die Alukühler (bildet als unedleres Metall die Opferanode im Kreislauf).
Ich muss sagen, ich hantiere nicht mit destilliertem Wasser rum, sondern mit der Anwendungsmischung von Innovatek. Ich weiß auch nicht so recht, welche Vorteile HPES gegenüber Ethylenglykol haben soll, außer das geringfügig die Wärmekapazität des Wasser erhöht. Ethylenglykol dagegen behindert bereits die Bildung der Ionen (oxidiert selbst) und fällt im Gegensatz dazu nicht aus, ergo würde sich die Gesamtmenge des Zusatzes im Wasser auch durch Verdunstung nicht ändern.
Ich würde sagen: Erst mal alles gründlich mit Wasser spülen (destilliertes nach Möglichkeit). Dann einfach mal die entsprechende Mischung herstellen und zum Nachfüllen lagern. Das Problem ist, dass das ein ziemlich filligranes Gleichgewicht ist, was sich immer in einem bestimmten Bereich befinden sollte. Das exakt wieder einzustellen und zu halten wird schwierig. Das Zeug wird auch nur noch von einem Händler vertrieben --> benutz lieber KS auf Basis von Ethylenglykol.