Claude, Cursor, Codex & Co - wie nutzt ihr die Tools beruflich?

Clausewitz

Lieutenant
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Jan. 2006
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Hi :-)

In meiner Arbeit bzw. unter meinen Peers bin ich nun ein early adopter, und es bringt mir berufliche Vorteile, weil ich nun Dinge tun kann, die vorher für meine Rolle unmöglich waren. Zum Kontext: Ich bin Kundenbetreuer bei einem IT-Dienstleister.

Mich würde interessieren ob wir uns austauschen können was für Ideen & Use-Cases wir umgesetzt haben. Weil... das berufliche Vorteile bringt.

Habt ihr Lust? Ist das hier erlaubt?

Ich fange mal an:
  • bestimmte unangenehme Tickets aus Jira in ein Spreadsheet übertragen, mit einer "Refresh" Funktion im Spreadsheet (so machen wir bei uns derzeit Problem Management, aus Gründen)
  • Jira Tickets gegen Kundenverträge matchen, um herauszufinden, ob ein Ticket im Kundenvertrag enthalten ist oder der Bearbeiter einen kostenpflichtigen Change eröffnen soll.
  • (mein derzeitiges Projekt) automatisch meine Aktivitäten erfassen, um sie später in das Zeiterfassungssystem einzuspielen. Ich haaasse time-tracking.


Was habt ihr für Projekte gemacht?
Gerne auch die eher nicht development-spezifischen. :-)
 
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Gerne, gutes Thema! :-)

Mein Projekt (bin kein Entwickler, Excel-Basics, null Access-Erfahrung vorher): Wir hatten eine über Jahre gewachsene Excel, in der Versand/Lager getrackt wurde – irgendwann haben Leute angefangen, Notizen in irgendwelche freien Spalten zu quetschen, weil nichts mehr passte. Auswertungen waren praktisch unmöglich.


Mit KI-Unterstützung (Claude) daraus gemacht:

• Die ~1.000 Excel-Zeilen bereinigt und in eine MS Access-DB migriert (Kunden, Produkte, Bewegungen, Produktions-Chargen als saubere Tabellen mit Beziehungen)


• Eingabeformulare mit Dropdowns statt Freitext → keine Tippfehler/Schreibvarianten mehr


• Hauptmenü mit Buttons, Parameterabfragen (“Kundenname eingeben → alle Lieferungen”), Chargen-Rückverfolgung bis zum Kunden


• Excel-Dashboard mit Datenverbindung zur DB: Pivots/Charts fürs Management, ein Klick auf “Aktualisieren” statt Zahlen abtippen


• Bedienungsanleitung (DE/EN) für Kollegen gleich mitgeneriert


Der eigentliche Gewinn: Die KI hat nicht nur Code/SQL geliefert, sondern mich Schritt für Schritt durch Access geführt (inkl. Screenshots von Fehlermeldungen hochladen → Diagnose). Hätte ich alleine nie gemacht – Schätzung wären 6–10 Wochen Lernkurve gewesen, so waren es ein paar Tage nebenbei. Und ich kann das System jetzt selbst warten statt für jede Änderung jemanden zu brauchen.
 
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fuer all das habe ich vor ~1.5-2 Jahren eigenes tooling gebaut. ich habe Whisper und Modelle Lokal laufen.
Ich nutze Postgres+(Pgvector+PGAI+..) fuer RAG. Darin liegen Daten aus Mails, Todos, Tickets, Kalender,...
Whisper uebernimmt die Spracherkennung und ich tede ganz gerne damit.
Das hilft mir beim Ordnen von Todos, Dependencies aus Vertraegen, Selbstorganisation und vor allem beim verhassten TImetracking ungemein
 
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Beruflich sowie Privat.

  • Lokaler LLM Stack angebunden an diverse VPS/Root Server
  • OpenRouter angebunden für Modelltest / Quertests mit diversen Scopes + Verifizierung Frontier
  • GitHub Projekte (Community Projekte)
  • Redis, Postgres, Rust, React, Tailwind, Next.js, NeoQuant/Quant, StreamLit, Python, PyTorch, Astro, FastAPI, TypeScript, nginx, Docker, CUDA (Hab bestimmt einige Vergessen)
  • Agentic Workflows mit n8n sowie OpenSource (SEO, Bug Hunting, Development + Coding, Wettbewerbsvergleiche, Social Media Content Generierung, ERP Prozesse, Custom sowie Customer Projekte)
  • ERP / RAG Stacks + AI Agenten
  • RailGuard, EVAL und Harness Workflows
  • ComfyUI sowie Kling.AI + ElevenLabs + OpenArt
  • OnPrem Projekte
  • DSGVO, EU AI Act, Schrems
  • Godot, Roblox, UE5 + OpenSource Spieleprojekte
  • Claude ist mein Main Frontier
  • AI Operations Stacks (z.B. AI Telefon Assistenten usw)
  • AI Trainings (vom Blutigen Anfänger bishin zu Expert)
  • FullService halt
 
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BloodReaver87 schrieb:
Der eigentliche Gewinn: Die KI hat nicht nur Code/SQL geliefert, sondern mich Schritt für Schritt durch Access geführt (inkl. Screenshots von Fehlermeldungen hochladen → Diagnose). Hätte ich alleine nie gemacht – Schätzung wären 6–10 Wochen Lernkurve gewesen, so waren es ein paar Tage nebenbei. Und ich kann das System jetzt selbst warten statt für jede Änderung jemanden zu brauchen.
Ich kann das alles sowas von nachvollziehen. Es ist megagut, wenn man genau die Anforderungen versteht - weil man selbst damit arbeiten, oder die Leute zwei Tische weiter, und man dann 100% (oder 95%) diese Anforderungen abdecken kann. Und gleichzeitig das Erleben, wie "mächtig" man auf einmal mit den neuen Werkzeugen ist. Danke fürs Teilen!!

madmax2010 schrieb:
fuer all das habe ich vor ~1.5-2 Jahren eigenes tooling gebaut. ich habe Whisper und Modelle Lokal laufen.
Ich nutze Postgres+(Pgvector+PGAI+..) fuer RAG. Darin liegen Daten aus Mails, Todos, Tickets, Kalender,...
Whisper uebernimmt die Spracherkennung und ich tede ganz gerne damit.
Das hilft mir beim Ordnen von Todos, Dependencies aus Vertraegen, Selbstorganisation und vor allem beim verhassten TImetracking ungemein
Danke man. Ich struggle damit dass bei uns die Daten in diversen Cloud Diensten liegen und ich am liebsten Bord-Mittel (z.B. "Gemini Enterprise Agent Designer") verwenden würde. Aber da gibt es so viele Lücken. Konnektoren die nicht existieren, oder welche wo ich der Qualität mißtraue (MCP).

Coole Idee, einfach alles lokal zu machen. --- Du hast nicht zufällig ein git, wo man sich das anschauen/ziehen kann? ;-)

Ich glaube auch, wenn man sich sowas gut baut, dass man es von Arbeitgeber zu Arbeitgeber mitnehmen kann.
 
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Clausewitz schrieb:
Coole Idee, einfach alles lokal zu machen. --- Du hast nicht zufällig ein git, wo man sich das anschauen/ziehen kann? ;-)
auf gar keinen fall :'D.
Das ist ein haufen morgens um 3 zusammengehackter code. Sehr mies strukturiert und ungeplant gebaut und das sieht man dem code auch an.
Zwischendurch ist Clawd / Openclaw raus gekommen, was defintiv weite Kreise um meinen eigenen stack zieht. Gabs halt damals noch nicht, waere aber meine Empfehlung.

Zzum betreiben von whisper / sehr kleinen lokalen modellen kann ich Rockchip hardware mit NPU empfehlen
 
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madmax2010 schrieb:
auf gar keinen fall :'D.
Das ist ein haufen morgens um 3 zusammengehackter code. Sehr mies strukturiert und ungeplant gebaut und das sieht man dem code auch an.
LoL ... mit der KI befinden wir uns in den Wegwerf-Code-Zeiten. ;)
 
@oicfar Es ist schon genau so. Es gibt ein Problem das mich nervt, ich schau ob ich lieber ein paar Stunden die KI bemühe, anstatt dass ich ein SaaS-Produkt suche.

Denn das SaaS Produkt gibt es im Zweifel nicht, oder wenn es das gibt, nervt es. Es gibt so viele Wege, wie SaaS-produkte nerven.


Bestimmt hat sich die Zahl der github-repos in 2 Jahren verzehnfacht mit solchem Wegwerfcode.
 
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