Codec eurer Wahl für Plattensammlung?

RoccoMD

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Ich möchte meine Schallplatten demnächst aufnehmen. Ich dachte daran, die Platten mit AUDACITY als WAVE aufzunehmen:

1. Welches Tool wäre für so einen Zweck eure erste Wahl?
2. Welchen Codec würdet ihr für eure Sammlung nehmen?
3. Welches Tool würdet ihr zum umwandeln empfehlen ? (Gibt ja ein paar)

Ich dachte da an den verlustfreien FLAC Codec oder an den AAC. MP3 wäre die letzte Wahl gewesen.
Zum Umwandeln WinLAME (weiß nur noch nicht ob der FLAC Codec kann oder nachrüstbar ist)

Wenn ich von Tools spreche, meine ich eigentlich OpenSoure oder Freeware. Ich bin aber auch Bezahlsoftware nicht abgeneigt! ;)

Gruß
 
Wenn du deine Platten archivieren willst auf jeden Fall FLAC oder WAV nehmen, dann hast du einen verlustfreien Codec für den bestmöglichen Klang.

Wichtig beim Aufnehmen ist auch eine gute Soundkarte um einen guten Klang vom Plattenspieler auf deinen PC zu bekommen.

Meines Wissens kannst du mit Audacity auch nach FLAC exportieren, ggf. musst du dir den FLAC Codec noch installieren.

Edit: Habe grade nachgeschaut: Bei Audacity kann man nach FLAC exportieren. Also brauchst du kein extra Tool um von WAV nach FLAC zu konvertieren ;)
 
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Für den Codec würde ich auch FLAC empfehlen, von verlustbehafteten Codecs würde ich absehen - verlustfreie Formate kannst du auch in Jahren noch hin und her konvertieren ohne das es der Qualität schadet, allein deswegen würde ich nur auf FLAC, APE und Co setzen, von der Audioqualität mal ganz abgesehen.

Deine aufgenommenen Wav in FLAC umwandeln kannst du mit so ziemlich jedem Audio-Bearbeitungsprogramm oder selbst mit jedem anständigen Player, beispielsweise foobar.
 
Ich mache es auch genau so. Über Chinch - Klinke in den Rechner und dann mit Audacity aufnehmen und in WAV exportieren. Nutze WAV anstatt flac, da ich die Musik später noch bearbeite. Wenn du nur archivieren willst, nimm flac.
 
Willst du dir das echt antun?

Der Zeitaufwand ist enorm, da du in Echtzeit abspielen musst, und du musst anschließend manuell die Spuren auseinander schnippeln und benennen. Zudem solltest du nach jeder Aufnahme prüfen ob Fehler aufgetreten sind (Knackser, Sprünge), darfst also schlimmstenfalls alles nochmal durchhören. Für grobe Fehler reicht möglicherweise das Begutachten der Signaldarstellung im Wave editor.

Das würde ich nur für Werke machen die man nicht anderweitig in CD Qualität neu beschaffen kann.

Ansonsten ist Audacity schon ein gutes Gratis Werkzeug.
Was du als Abspiel- und Aufnahmehardware verwendest ist nochmal ein extra Thema.
Wenn du keinen guten analogen Eingang hast, dann wird die Aufnahme auch nicht gut klingen. Dieses Gerät sollte dir da sehr gute Dienste leisten, aber es gibt sicher auch preiswertere Alternativen.

Ansonsten gibt es auch USB Plattenspieler für diesen Zweck.

Welche Ausgänge hat denn dein Plattenspieler?
 
Ich würde auch zu FLAC raten, denn dann hat man die Aufnahme in einem Format ohne Qualitätsverlust gespeichert. Der einzige Nachteil ist der Speicherbedarf, aber in Zeiten von erschwinglichem Speicherplatz dürfte das kein Problem darstellen. Selbst wenn man mit 400 MB pro Schallplatte rechnet, dann passen über 1000 Schallplatten auf eine Festplatte mit 500 GB (oder 10 Stück auf eine DVD-R).

Strittig wären höchstens Samplerate und Bittiefe bei der Aufnahme. Für die beste Überspielqualität wäre evt. eine zusätzliche Soundkarte empfehlenswert, weil die Onboard-Karten oft nur gute D/A-Wandler haben, aber selten wirklich gute A/D-Wandler.
Ich hatte bei Onboardsound auch schon Probleme wie Brummen oder Knacken (erlebt).

Theoretisch sollten 48 kHz und 16 Bit für Schallplatten reichen. Abhängig davon was die Soundkarte kann kann man auch höher gehen mit den Einstellungen. Ich kenne allerdings niemanden der da einen besseren Klang hören kann. Die Qualität der Soundkarte selber hat - meiner eigenen Erfahrung nach - einen bedeutenden Einfluss.
 
Lol FLAC bei ner LP. Das würd ich vielleicht mit Sammler LP´s machen die wie Schätze gehütet wurden und die auf nem 2000€ Spieler + adäquatem Verstärker ->DAC zum PC kommen. Da ist ja jedes Hintergrundrauschen "heilig" und muss mit archiviert werden.

Ne ernsthaft, da reicht Lame MP3 192kb VBR VÖLLIGST.
Zum bearbeiten würd ich irgendwas "gut getestetes" nehmen das die Knackser automatisch erkennt und behebt. Manuell ist das ne fiese Arbeit.

Lossless würde ich nur bei digitalem Ausgangsmaterial in mindestens CD Qualität benutzen.
Bei analogem Material ists eher unsinnig und wohl nur zum beruhigen der Nerven wenn man ultrahighendiges Analoggerät hat.
 
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Mess mal Zeit wie lang die Geschichte pro Platte dauert...wenn du in der Zeit arbeiten gehst und dann die CDs vom verdienten Geld kaufste gehste wahrscheinlich mit Geld + Klanggewinn raus.
 
Was hat die Qualität eines analogen Quellmaterials denn bitte mit der anschließenden Kompression zu tun?
Das sind zwei volkommen unterschiedliche Qualitätsmerkmale.

Ein hässliches Bild speichert man ja nicht auch noch mit schlechterer Auflösung ab, weils ja eh verwackelt, überbelichtet oder schon ausgeblichen ist.

Edit: Und der zusätzliche Speicherbedarf bei Lossless ist heutzutage ja wohl volkommen ohne Bedeutung. Und wenn man dann schon so geizig mit dem Speicherplatz ist, kann man dann wenigstens die beste MP3 Einstellung nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss ja auch nicht die komplette Plattensammlung "auf einen Schlag" digitalisieren. Das kann man nebenbei machen wenn man die Platte sowieso hört.
Platten die man nicht mehr hört braucht man auch nicht zu digitalisieren.
Gerade bei Platten die man oft hört lohnt sich das digitalisieren da sich diese dadurch weniger abnutzen.

Wenn es in ein paar Jahren besser Methoden gibt die Schallplatten zu entknistern und -knacken dann ist man froh wenn man die Aufnahme in einem verlustfreien Format vorliegen hat, denn mp3s nachträglich (auf diese Weise) zu bearbeiten ist ziemlicher Quatsch.
 
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