Crucial MX500 4TB - schlagartiger Datenverlust, aber unproblematische SMART-Werte

DJMadMax

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Heyho liebe Forengemeinde,

vielleicht könnt ihr hier ja ein wenig Licht ins Dunkel bringen, ich bin ehrlich gesagt etwas ratlos.

Ich bin Erstbesitzer einer Crucial MX500 4TB seit ca. Mitte 2023 und nutze die SSD gelegentlich zum Zwischenspeichern oder auch als NAS an der Fritzbox. Faktisch wird das Laufwerk also nie intern direkt an einem SATA-Controller, sondern in der Regel an verschiedenen SATA to USB-Adaptern verwendet.

Anfang dieser Woche war es dann so weit: schlagartig konnten einige Dateien nicht mehr geöffnet werden, eine Analyse mittels HEX-Editor ergab: inhaltlich ist überall "NULL" geschrieben, obwohl die Datei noch ihre ursprüngliche Größe besaß.

Auch mit einem Rettungstool waren diese Daten nicht mehr herzustellen (GetDataBack Pro).

Nach mehrfachem Herumprobieren, ohne dass ich dabei auch nur einmal etwas auf die SSD geschrieben hätte (von den sich im Betrieb ändernden SMART-Werten abgesehen) wurde die SSD plötzlich gar nicht mehr erkannt bzw. besaß plötzlich nur noch ein RAW-Datenformat. Auch hier war es mit bekannten Mitteln (Testdisk, DMDE, etc.) nicht mehr möglich, das ursprüngliche NTFS-Dateiformat in einer einzelnen GPT-Partition wiederherzustellen.

Letztlich habe ich die SSD nun wieder komplett geplättet und erneut als GPT / NTFS-Laufwerk partitioniert über die gesamte Datengröße hinweg.

Ein anschließender Test mit h2testw ergab:
1792677733739.png


Ja, hmm ... nichts?! Alles sieht gut aus.

CrystalDiskInfo offenbart folgendes:
1792677763027.png


Auffällig ist hier für mich lediglich der "Unexpected Power Loss Count", der dezimal-umgerechnet bei 53 liegt. Tatsächlich ziehe ich die SSD immer erst damm vom jeweiligen Hostsystem ab, wenn dieses heruntergefahren ist (z.B. Laptop oder PC). Es sollten zu diesem Zeitpunkt also keinerlei Lese- oder Schreibvorgänge mehr durchgeführt werden.

Das wäre auch der einzige Grund, den ich mir für den Datenverlust herleiten könnte.

Habt ihr noch irgend eine Idee? Die Firmware ist oll - ebenfalls von 2023 (Auslieferungszustand), wenn ich nicht irre. Die wollte ich gerade mal updaten, aber Crucial hat wohl aktuell auch die Homepage runtergenommen aus vermutlich bekannten PHP-Gründen :D
 
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DJMadMax schrieb:
...nutze die SSD gelegentlich zum Zwischenspeichern...
Welche Zeiträume muss man sich da vorstellen? Liegt sie auch mehrere Monate ungenutzt rum?

Ich empfehle meinen Kunden immer, eine externe SSD wirklich regelmäßig, so alle 3 bis 4 Monate, zumindest mal an den PC anzuschließen und den Explorer zu öffnen, so daß mal Strom auf die SSD kommt.
 
Die Probleme hatte ich mit der C300-Serie auch, weshalb ich diese SSDs (hatte 3 davon) nach mehreren Vorfällen aussortierte. Ja, es gab Firmwareupdates, aber das Problem hatte sich irgendwie auf den Nachfolger MX400-Serie weitervererbt.
Ergänzung ()

Ltcrusher schrieb:
Ich empfehle meinen Kunden immer, eine externe SSD wirklich regelmäßig, so alle 3 bis 4 Monate, zumindest mal an den PC anzuschließen und den Explorer zu öffnen, so daß mal Strom auf die SSD kommt.
Brauchst Du nicht. Hier hab hier SSDs liegen gehabt, die mehrere Jahre ohne Strom waren. Ich hatte vor einigen Monaten mal einige getestet, die liefen alle noch, und ich konnte alles lesen.
 
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Firmware aktualisieren - die hatten einige bugs in 045/46
 
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Ltcrusher schrieb:
Ich empfehle meinen Kunden immer, eine externe SSD wirklich regelmäßig, so alle 3 bis 4 Monate, zumindest mal an den PC anzuschließen und den Explorer zu öffnen, so daß mal Strom auf die SSD kommt.

Das alleine bewirkt nur nicht automatisch, dass da irgendwas neu geschrieben bzw. die Ladung wiederaufgefrischt wird. SSDs haben bestimmte Marker bzw. Grenzwerte dafür. Einfach am Strom für kurze Zeit reicht da leider nicht.

nutrix schrieb:
Brauchst Du nicht. Hier hab hier SSDs liegen gehabt, die mehrere Jahre ohne Strom waren. Ich hatte vor einigen Monaten mal einige getestet, die liefen alle noch, und ich konnte alles lesen.

Das ist einfach Glücksspiel. Je nach NAND und Abnutzung können SSDs Daten schon einige Jahre gut halten, das würde ich auch sagen. Aber ne Garantie gibt es nie.

Zum eigentlichen Thema hier würde ich auch sagen Firmware-Bug. Theoretisch evtl. vielleicht auch ein schwerer Dateisystemfehler, wo die Metadaten bzw. Dateiinformationen noch da sind, aber auf falsche bzw. leere Blöcke verwiesen wird.
 
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Thx für eure Antworten.

E1M1:Hangar schrieb:
falls du noch was machen kannst in Sachen Backup -> MACH EIN BACKUP
Das ist ja immer der Klassiker und auch ich predige das ja immer bei Betroffenen :D Viele der Daten auf dieser Platte hatte ich schon zuvor gesichert. Sie diente, wie gesagt, immer so als "Zwischenstep", also erstmal dort draufladen, dann später, wenn ich Zeit habe, in mein 3-2-1-Backup integrieren.

Leider habe ich diesen letzten Step schon eine Weile nicht mehr durchgeführt gehabt. Naja, lesson learned :)

Ltcrusher schrieb:
Welche Zeiträume muss man sich da vorstellen? Liegt sie auch mehrere Monate ungenutzt rum?
Das kann schonmal passieren, aber in den letzten Wochen war sie beinahe täglich abends im Einsatz und lief stets vollkommen unproblematisch. Der beschriebene Fehler trat schlagartig und mitten im Betrieb auf.

Ich hau mal neue Firmware drauf und schau, wie sich das Laufwerk in den nächsten Tagen so verhält, aber aktuell traue ich dem Braten nicht mehr über den Weg, bzw. würde die SSD nur noch als Fritz-Musik-NAS verwenden, ohne dass das Laufwerk in irgend einer Form als Backup fungieren muss.
 
Mein 2TB Variante von MX500 wird nicht mehr erkannt nach dem Firmware Update hat noch paar Tage funktoniert aber vor dem Tod waren die Smartwerte von dem Crucial & CrystalDiskInfo 1a aber seit dem macht das SSD nichts mehr

Also ich würd Sicherheitshalber einen Backup machen bevor es ausstirbt
 
nutrix schrieb:
Brauchst Du nicht. Hier hab hier SSDs liegen gehabt, die mehrere Jahre ohne Strom waren. Ich hatte vor einigen Monaten mal einige getestet, die liefen alle noch, und ich konnte alles lesen.

Es ist wie immer: relativ.

Habe eine 850 evo aus einem aussortierten Laptop, der zwei bis drei Jahre ungenutzt rumstand, zur Weiterverwendung ausgebaut, die hatte beim Auslesen Fehler.

Eine alte ocz-Vertex 3, wo ich auf die Idee gekommen bin sie als cache-laufwerk für Festplatten zu verwenden, waren alle Daten nach Jahren noch vorhanden.

Also einmal 3d-TLC der ersten Generation und einmal alter 2d-MLC Nand mit großen Speicherzellen (Nanometer), hochgerechnet dürfte eine QLC-SSD kaum noch erkannt werden wenn man sie wieder anschließt und muss komplett neu formatiert werden, also alle Daten weg.
 
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