Was ist nun Requantisierung? Ganz einfach: MPEG erreicht seine sehr hohe (verlustbehaftete) Kompression dadurch, dass nach diversen Vorbereitungen (DCT) das Eingangssignal quantisiert wird - auf einen relativ kleinen Bereich von Messwerten, z.B. 128 oder 256. Danach wird das quantisierte Signal entropiecodiert und genau hier gehen die "überflüssigen" Daten über den Jordan. Wenn man einen MPEG-Stream also nachträglich noch stärker komprimieren will, dekodiert man ihn nicht komplett, sondern nur bis hin zu den bereits quantisierten DCT-Koeffizienten und quantisiert diese dann erneut, aber stärker (wenn es 256 Schritte waren, z.B. auf 128). Voila - es gehen nochmals Informationen verloren, die erneute Entropiecodierung verdichtet den Stream also noch etwas mehr und das Resultat ist kleiner. Der wesentliche Vorteil liegt darin begründet, dass die Quantisierung und Entropiecodierung beim MPEG-Encoding vom Zeitaufwand her ein Klacks sind, wenn man sie der Suche nach Motion Vectors gegenüberstellt. Diese muss nicht neu erfolgen, genausowenig wie die DCT - und damit ist eine Requantisierung deutlich performanter als eine komplette Dekodierung mit anschließendem Neuencoding.