Dateimanager im root-Modus

Hoeze

Lieutenant
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Ich versuch jetzt seit über einer Stunde, herauszufinden, wie zum Teufel ich Dolphin, Nautilus oder Konqueror unter KDE in den Root-Modus bekomme, um endlich an Systemdateien rumspielen zu können.
Unter Gnome hats immer wunderbar geklappt, einfach Nautilus, Gedit, etc. als root auszuführen.
Wenn ich das unter KDE mache, sagt er mir:
# dolphin
No protocol specified
dolphin: cannot connect to X server :0

Das kann doch nicht sein...
Ich bin jetzt echt so weit, dass ich nur noch per sftp:/root@localhost arbeite... :P
 
Code:
$ kdesudo dolphin

oder

Code:
$ kdesu dolphin

schon probiert?
 
An Systemdateien Spielt man nicht mit Grafischen Editoren rum.


su -

vi oder mv / cp.
 
Hoeze schrieb:
# dolphin
No protocol specified
dolphin: cannot connect to X server :0
Damit grafische Programme für X (sog. X-Clients) auf Linux was anzeigen können, müssen sie:
a) sie wissen, wohin die grafische Augabe (also auf welchen X-Server) gehen soll. Dies legt man entweder mit der Variable $DISPLAY fest oder muß dem Programm einen Parameter mitgeben ("dolphin -display :0" oder sowas)
b) Zugriffsrecht auf den X-Server haben. Sonst könnte ja jeder auf deinem Bidlschirm rumschreiben und -lesen. Wie genau man das macht, mag ich nicht ausführlich erklären. Doku lesen. ("man Xsecurity" und "man xauth" sind gute Startpunkte)

In deinem Fall ist a) wohl erfüllt (er will auf Display ":0" schreiben) was aber mangels b) fehlschlägt.

Du kannst nun a) + b) manuell sicherstellen oder Programme nutzen, die das transparent für dich erledigen. "ssh -X root@rechnername programmname" ist neben den genannten Varianten ein weitere.

Übrigens ist es Blödsinn, immer mit sudo o.ä. rumzuhampeln, wenn man viel Arbeit als root zu erledigen hat. Dann besser eine rootshell aufmachen und bequem arbeiten, wie von Revolution beschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Versuch mal im KDE --> ALT+F2 --> in der Eingabemaske --> kdesu dolphin oder kdsudo dolphin (je nach Distri).

Der "Umweg" über das Terminal klappt unter Gnome, bei KDE machts manchmal probleme. Ruf dann die Anwendung besser aus der KDE Eingabe auf.
 
Revolution schrieb:
An Systemdateien Spielt man nicht mit Grafischen Editoren rum.


su -

vi oder mv / cp.
mv, cp und besonders rm sind hochbrisante Dinger. Ein falsches Zeichen und schwupp... Da ist ein grafisches Frontend doch um einiges angenehmer.
Das schlimmste Tool von allen ist aber wohl dd: dd if=/dev/sda1 of=/dev/sdb1 ... so. und nun verschreib dich mal bei if und of. Ist nur eine Taste entfernt...

Und auch bei größeren Änderungen an Configs arbeitet es sich mit gedit, geany und Co um Welten angenehmer als im Vim oder *grusel* Nano. Copy/Paste/Cut, perfekte Maus-Unterstützung, wirklich einfaches Scrollen, Strg+Z,...
 
Daaron schrieb:
mv, cp und besonders rm sind hochbrisante Dinger. Ein falsches Zeichen und schwupp... Da ist ein grafisches Frontend doch um einiges angenehmer.
Das schlimmste Tool von allen ist aber wohl dd: dd if=/dev/sda1 of=/dev/sdb1 ... so. und nun verschreib dich mal bei if und of. Ist nur eine Taste entfernt...

Und auch bei größeren Änderungen an Configs arbeitet es sich mit gedit, geany und Co um Welten angenehmer als im Vim oder *grusel* Nano. Copy/Paste/Cut, perfekte Maus-Unterstützung, wirklich einfaches Scrollen, Strg+Z,...

Endlich mal jemand, der die Vorzüge grafischer Texteditoren zu schätzen weiß :daumen:
Ergänzung ()

iceview schrieb:
Versuch mal im KDE --> ALT+F2 --> in der Eingabemaske --> kdesu dolphin oder kdsudo dolphin (je nach Distri).

Der "Umweg" über das Terminal klappt unter Gnome, bei KDE machts manchmal probleme. Ruf dann die Anwendung besser aus der KDE Eingabe auf.

Wenn ich das mache, fragt er mich noch nach dem root-Passwort, macht dannach aber nichts mehr...
 
Da es kdesu nicht mehr gibt, hatte ich kdesudo installiert.
Hat allerdings genauso wenig geholfen.
Ich bin jetzt dazu übergegangen, Gnome als Standardoberfläche und Dolphin als Dateimanager zu nutzen Da funktioniert der root-Modus.
Ich picke mir einfach das beste der beiden Desktops zusammen :P

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, irgendwie Nautilus komplett durch Dolphin zu ersetzen?
Das reine "Öffnen mit" reicht mir nicht...

Jetzt wirds philosophisch :D
Ich finde es wirklich schade, dass bei den Linux-Desktops immer solche Kleinigekiten nicht funktionieren, das nervt einfach.
An sich würde mir Linux wesentlich besser als Windows gefallen, wären da nicht diese Kleinigkeiten wo man Stunden damit verbringt eine Lösung finden und dann doch keinen Erfolg hat. Konkret war es mir bspw. unmöglich, Dolphin-ähnlich ein Terminal in Nautilus reinzubekommen oder zumindest ein "Hier Terminal öffnen" im Rechtsklick-Menü. Umgekehrt konnte ich bei Dolphin seltsamerweise bei dem einem von zwei identischen Fremd-Servern kein sftp nutzen, was bei Nautilus/über ein Terminal schon funktionierte.
Könnte ich die Windowsoberfläche mit einem Linux unter der Haube bekommen, wäre das mein Traumsystem :P
 
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