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Dateisystem-Fehler auf SSD, aber Smart-Werte völlig in Ordnung
Hallo zusammen, ich bekomme auf einer OCZ Vertex2 immer wieder Dateisystem-Fehler, die Windows 10 gerne korrigieren möchte. Anhand der Smart-Werte gibt es aber keine echten Fehler auf der Platte, die geschätzte verbleibende Lebenszeit der Platte (Wear Out) wird noch mit 97,4% angegeben.
Kann die SSD trotzdem defekt sein und "merkt" es nur nicht? Gibt es dafür ein Testtool?
Hatte Windows 10 neu auf die Platte gespielt, danach war 2 Tage Ruhe und nun treten wieder Fehler auf.
Werde mal zum Test das System auf eine normale HDD aufspielen.
Hast du mal ein Firmwareupdate der Platte gemacht? Die OCZ SSDs waren in der Vergangenheit nicht gerade für Zuverlässigkeit bekannt. Wie es speziell mit der Vertex2 aussieht weiß ich allerdings nicht.
Poste bitte mal den Screenshot von CrystalDiskInfo (die Portable Standard Edition reicht und ist frei von Werbung, einfach auf den Link der Portable klicken, eine ganze Weile warten bis die zip Datein automatisch downgeloaded wird, die zip speichern und irgendwohin komplett entpacken, dann DiskInfo.exe/DiskInfoX64.exe dort starten). Ziehe aber bitte das Fenster soweit auf, dass alle Attribute und auch die Rohwerte vollständig sichtbar sind und poste das ganze Fenster von CDI aber bitte nicht gleich den ganzen Bildschirm, mit Alt+Druck erstellt Windows einen Screenshot nur des aktiven Fensters!
Dann mache den RAM Test mit Memtest86 oder Memtest86+, denn korrupte Dateien sind ein typisches Zeichen für RAM Fehler. Teste alle Riegel so wie sie eingebaut sind, ändere da nichts und lass auch die BIOS Einstellungen so wie sie unter Windows betrieben werden, genau so müssen sie ja auch fehlerfrei laufen. Wenn es keine Fehler gibt, warte 6 PASS ob es so bleibt und wenn es Fehler gibt, teste die Riegel einzeln um zu sehen ob einer defekt ist oder ggf. eine andere Ursache vorliegt warum die fehlerfreien Riegel nicht fehlerfrei zusammenarbeiten wollen.
Es dürfte noch einige geben, aber mit den obigen Tool bist du gut versorgt.
Du kannst die Daten auch auf der SSD lassen und nach einigen Tagen noch einmal testen.
h2testw schreibt einfach nur Dateien und liest dieser aus, dabei prüft es anhand der Prüfsummen innerhalb der Dateien ob diese korrekt gelesen wurden. Mache aber vorher den RAM Test, denn wenn Fehler bei h2testw gemeldet werden, könnten auch RAM Fehler die Ursache dafür sein, es muss nicht die SSD defekt sein, da kann man sich nicht sicher sein, wenn man seinem RAM nicht trauen kann.
Habe jetzt mal h2testw laufen lassen, gibt keinen Fehler.
Allerdings steigen die Werte 0x01 und 0xC3 = Lesefehlerrate (roh) und ECC On-the-fly-Anzahl beim prüfen immer weiter an. Auf ner SSD sollte das ja sicher nicht sein.
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(2) OCZ-VERTEX2
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Model : OCZ-VERTEX2
Firmware : 1.37
Serial Number : f2340000e
Disk Size : 60,0 GB (8,4/60,0/60,0/60,0)
Buffer Size : Unbekannt
Queue Depth : 32
# of Sectors : 117231408
Rotation Rate : ---- (SSD)
Interface : Serial ATA
Major Version : ATA8-ACS
Minor Version : ATA8-ACS version 6
Transfer Mode : ---- | SATA/300
Power On Hours : 3343 Std.
Power On Count : 2009 mal
Host Reads : 8064 GB
Host Writes : 3712 GB
Temperature : 30 C (86 F)
Health Status : Gut (100 %)
Features : S.M.A.R.T., 48bit LBA, NCQ, TRIM
APM Level : ----
AAM Level : ----
Die Werte sinken wieder? Wie kann das?
01 116 _99 _50 00000008471AAC Lesefehlerrate (roh)
C3 116 _99 __3 00000008471AAC ECC On-the-fly-Anzahl
Ergänzung ()
Könnte die Ursache auch damit zusammenhängen, dass der PC an einer schaltbaren Steckdosenleiste hängt und damit ganz ausgeschaltet wird? Natürlich nur, wenn er auch runtergefahren ist.
Keine Ahnung wie das mit den sinkenden Werten sein kann, die S.M.A.R.T. Werte bei einigen SSDs sind leider geschönt und oft schlecht bis gar nicht dokumentiert. Es gibt beim Sandforce auch eine Variante für die Rohwerte von 01 die dem Ansatz von Seagate ähnelt, da werden also in den verschiedenen Bytes/WORDs die Fehler und Vorgänge getrennt gezählt. Nur weiß ich nicht, ob es Livetime Zählerstände sind oder sie bei jedem Powerzyklus von 0 beginnen. Im letzteren Fall wäre es ja dann nicht ungewöhnlich, wenn die Werte später mal kleiner sind.
Bzgl. der Steckdosenleiste: 270 unterwartete Spannungsabfälle (Rohwert von AE) sind nicht wenig, bei 2009 Einschaltungen aber auch nicht sehr viel.
Möglicherweise lag es wirklich an der Steckerleiste. Ich habe jetzt zufälligerweise gemerkt, dass der PC noch gar nicht ausgeschaltet ist, wenn beim runterfahren der Monitor ausgeht. Da ich ja zum Test Windows auf der HDD hatte, habe ich noch die Aktivität der Platte gehört. Bei der SSD gab es ja nichts zu hören. Wenn mitten im Runterfahren einfach der Strom weg ist, bekommt das der SSD sicher nicht so gut und es gibt kaputte Dateien
Unerwartete Spannungsabfälle sind Gift für SSD, vor allem während Schreibvorgängen. Wenn man den PC runterfährt, dann sollte er von selbst ausgehen und das sieht man gewöhnlich an der Power-LED, vorher sollte man dem PC den Saft nicht abdrehen. Das RAM solltest Du aber trotzdem mal testen!
Das Problem lag offensichtlich echt an der abgeschalteten Spannungsversorgung. Bei einer SSD scheint das Dateisystem echt sehr schnell kaputtzugehen, wenn mitten im Betrieb der Strom ausfällt. Bei einer HDD konnte ich diesen Effekt noch nicht festelllen. Nachdem der Rechner jetzt immer am Strom hängt, sind keine weiteren Probleme mehr aufgetreten.