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In diesem Thema geht es nicht um den Sensor selber, sondern speziell, falls jemand allergisch auf den Klebstoff des Sensors reagiert. Denn hierzu habe ich in letzter Zeit einiges versucht und getestet.
Vorwort
Diese Sensoren sind sehr gut und meine Messwerte passen sehr gut, mit der Blutmessung.Aber in diesem Thema geht es nicht um die Nutzung und Anwendung, dieser Sensoren, sondern um ein großes Problem, was ich damit habe. Denn ein Sensor fängt bei mir am 3 oder 4 Tag an stark zu jucken und das geht sogar so weit, dass sich die Haut darunter so stark entzündet, dass der Sensor sich ablöst.
Daher habe ich hierzu unterschiedliche Lösungsansätze versucht und auch wenn diese Hautschutzbarriere mit dem Cavilon Reizfreier Hautschutz 3M anfangs gut funktionierte, klappt es damit mittlerweile bei mir auch nicht mehr. Daher habe ich noch weiter getestet und habe für mich eine Lösung gefunden. Aus diesem Grund möchte ich dieses hier mit bereitstellen und weitergeben.
Hautschutzpflaster
Habe unterschiedliche Pflaster ausgetestet und nicht alle sind zielführend gewesen. Denn ein Klebstoff haben ja alle und daher habe ich mir das Leukoplast® Fixomull® skin sensitive 5 cm x 5 m gekauft.
Mit ca. 40 Euro ist dieses Pflaster zwar nicht günstig, aber es soll für sensible Haut verträglich sein. Zumindest habe ich damit schon mehrere Sensoren volle 10 Tage ohne allergische Reaktion durchbekommen. Das Pflaster ist so dünn, sodass der Sensor auch direkt darauf angesetzt werden kann. Also zunächst ein Pflaster dazu rund scheiden und dann auf die Haut kleben. Der Messfaden wird aber mit einer Nadel in die Haut gestochen und daher nutze ich bei mir eine andere Methode.
Schablone anfertigen
Habe mir hierzu zunächst eine Schablone angefertigt. Daraus schneide ich mir dann einen runden Pflaster. Auf der Rückseite hat das Pflaster eine Klebefolie, die bereits mittig durchtrennt ist und so einfach mit dem Abziehen der Folie ist. Meine Empfehlung ist aber, die Folie selber mit einem Skalpell durchzutrennen, denn was original durchtrennt ist, scheint nicht gut genug zu sein.
In einem bereits gebrauchten Applikator ist eine Nadel drin und wenn seitlich hineingedrückt wird, dann kommt diese Nadel heraus. Vorsicht, nicht auf dem Bereich drücken, wo normalerweise der Sensor und dessen Messfaden sich befindet, da man sich mit der Nadel verletzen könnte. Denn wird nun mit der Schablone das Plastikteil heruntergedrückt, durchsteckt die Nadel die genaue Position, wo später das Loch im Pflaster hinkommen soll.
Diese Vorgehensweise wird aber nur zum Erstellen einer Schablone benötigt. Ist einmal eine Schablone angefertigt, muss dieser Schritt nicht mehr unternommen werden. Aus diesem Grund hebe ich die Schablone auf und nutze für weitere Hautschutzpflaster später immer dieselbe Schablone.
Hautschutzpflaster ausschneiden
Jetzt wird mittels Schablone ein rundes Pflaster ausgeschnitten und auch das Loch dazu bereits mit hineingemacht. Vor dem Loch wird dann noch mit einem Skalpell eine Kerbe in die Folie geschnitten. Zum besseren Erkennen kennzeichne ich die Stelle auch mit einem Strich. Aber Vorsicht, das Pflaster ist so dünn, dass es sich auch mit durchtrennen kann.
Applikator + Hautschutzpflaster
Dieser Pflaster wird mit einem neuen Applikator, wo noch der Sensor darin sitzt, hineingeklebt. Durch das Loch muss natürlich der Messfaden hindurchgeführt werden und es muss bevor es komplett aufgelegt wird, bereits korrekt positioniert sein. Nachdem es dann auf dem Sensor klebt, mit dem Finger etwas andrücken und dann mit einer Pinzette die Folie vorsichtig abziehen.
Das Bild habe ich jetzt mit einem gebrauchten Applikator gemacht, normalerweise sitzt der Pflaster noch weiter drin, wenn der Applikator noch nicht ausgelöst wurde. Daher wird es etwas fummeliger, aber es geht mit einer ruhigen Hand.
Nachtrag: Habe jetzt einen neuen Sensor vorbereitet und gesetzt und konnte nun auch ein paar Bilder dazu machen.
Das erste Bild ist nach dem entfernen des Deckels vom Applikators. Das zweite Bild mit dem eingesetzten Hautschutzpflaster und das dritte Bild, nachdem die Folie abgezogen wurde. Mit dem abziehen der Folie arbeite ich mich von der Mitte vorsichtig zu den äußeren Ränder hin, damit sich das Hautschutzplaster nicht mit ablöst.

Diese Vorbereitung mache ich unmittelbar vor dem setzen eines neuen Sensors. Damit der Kleber nicht vorzeitig austrocknen kann. In meinem Fall habe ich auch immer in der Mitte beim schwarzen Strich zuvor mit einem Skarpell die Folie vorgetrennt, weil die Kerbe was original mit dem Pflaster vorhanden ist, nicht gut durchtrennt ist.
Applikator ansetzen
Nachdem die Folie abgezogen wird, lässt sich der Sensor wie gewohnt auf den Arm platzieren und setzen. Wenn der Plaster wie mit meiner Schablone fast komplett im Applikator eingesetzt wird, steht es nach dem Aufsetzen auf der Haut etwas über, sodass der original Pflaster des Sensors komplett vom Hautschutzpflaster überdeckt wird.
Überpflaster
Mit dem Sensor wird ein Überpflaster mit geliefert und das klebe ich auch auf dieses Hautschutzpflaster darauf. Schneide dann die Ränder rund ab und in der Mitte schneide ich auch das Loch für den Sensor aus.

Denn auch dieser Überpflaster hat bei mir früher eine Hautreaktion ausgelöst. Mit diesem Schutzpflaster hält auch dieser Überpflaster bei mir die ganzen 10 Tage aus.

Mit dem ausschneiden des Hautschutzpflaster muss man auch kein Schönheitswettbewerb gewinnen, daher zählt nur, das der Sensor und der Überpflaster keinen direkten Hautkontakt hat.
Andere Überpflaster, die es zu kaufen gibt, habe ich auch versucht und es war keiner dabei, der bei mir keine Hautreaktion ausgelöst hat. Aber bei mir hilft dieser Hautschutzpflaster sehr gut mit dem Sensor selber und auch mit dem Überpflaster.
FreeStyle Libre 3
Habe es auch mit dem FreeStyle Libre 3 versucht und diese Methode funktioniert auch hiermit sehr gut. 👍Anmerkung
Mit Überplaste muss man aber aufpassen, wenn sie mal gewechselt werden müssen. Denn diese Pflaster kleben nicht ganz so stark wie der originale Kleber des Sensors und so besteht die Gefahr sich beim Abziehen des Überpflasters auch den Sensor mit abzuziehen.Natürlich lässt sich dieses mit jedem Pflaster machen, nur hatte ich kein so gutes Ergebnis mit günstigeren Hautschutzpflaster. Eine Gewährleistung gibt es natürlich nicht, weil jeder anders empfindlich ist und natürlich auch anders drauf reagieren kann.
Disclaimer + Schlusswort
Bevorzuge die Methode mit dem Hautschutzpflaster, was ich vor dem Ansetzen des Applikators intern einklebe und so vorbereite. Denn mit der Methode, das Hautschutzpflaster vorher auf dem Arm zu setzen und mit dem Applikator selber durchstechen zu lassen, kann dazu führen, dass der Messfaden nicht gut durchkommt.Dieser Hautschutzpflaster klebt auch nicht ganz so stark, wie der originale Kleber, sodass zum Beispiel beim Duschen oder Schwimmen der Sensor sich ablösen könnte. Daher nutze ich auch besondere Vorkehrungen beim Duschen, damit der Pflaster vom Sensor nicht nass wird. Gehe nicht in ein Schwimmbad, daher kann ich hierzu nichts mit dazu beitragen.
Zudem klebt der Sensor auf dem Hautschutzpflaster auf der Stoffseite und hier wird keine so hohe Klebekraft stattfinden. Aber wenn man sorgfältig und vorsichtig vorgeht, sollte es mit 10 Tage gut klappen. Zumindest habe ich selber bereits mehrere Sensoren hiermit 10 Tage durchbekommen.
Da solch ein G7 Sensor nicht billig ist, muss jeder solch eine Modifikation deshalb selber verantworten.
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