DHCP - Keine festen Arbeitsplätze?

speedcOre

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Hallo!
Bin nicht ganz sicher, ob meine Anfrage wirklich hier rein gehört, habe aber kein passenderes Unterforum gefunden.

Es geht darum, dass wir in der Firma (kleine Marktforschungsagentur aus Köln) keine festen, personenbezogene Arbeitsplätze mehr haben, sondern sich jeder an jedem beliebigen PC bei uns anmelden kann und dann nicht lediglich seine Benutzeroberfläche sieht, sondern auch seine eMails und einfach alles was zum Arbeiten nötig ist.

Ich bin mir nicht sicher ob soetwas möglich ist, und wenn ja, wie viel Geld man dafür einzuplanen hat, deshalb würde ich mich über Eure Hilfe sehr freuen.

Besten Dank im Voraus!

Gruß
Sebastian
 
Das was du suchst, nennt man Domain Controller. Kannst du auf Windows und (wozu ich raten würde) auf Linux aufsetzen. Die Benutzerprofile sind dann alle auf dem zentralen Server gespeichert. Beim Login am Arbeitsplatz wird dann das entsprechende Benutzerprofil an den Clientcomputer gesendet.

Ich würde mir das von einem Profi einrichten lassen. Wenn du keine Ahnung davon hast, machst du mehr kaputt als richtig ("Schuster bleib bei denen Leisten"). Die Kosten für den variieren stark nach Aufwand und Qualifikation. Dann brauchst du noch ein paar hundert Euro für nen Server (und evtl. Infrastruktur wie z.B. BDC, etc). Linux und der eigentliche PDC sind kostenlos.

Das ist im Grunde überhaupt nicht komplex und wird so ziemlich in jedem professionellen Umfeld eingesetzt.

Grüße

Edit: Richtig, DHCP ist hier nicht das Schlüsselwort^^
 
Das was er sucht nennt sich "serverbasierte Profile". Abhängig vom Anwendungsportfolio was ausgeführt werden muss wäre evtl auch gleich ein Terminal Server interessant, den man nach Möglichkeit übrigens NICHT auf einen Domänen-Controller betreibt. Natürlich dürfen aktuelle Buzzwords wie "Desktop Virtualisation" etwas von VMware nicht fehlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mag ja sein das Linux OS nichts kostet, aber der Support dafür schenkt sich zu MS garnichts.
Vorallem, wenn es zig Tausend Meinungen dazu gibt wie man was bei Linux einstellt, ist es bei MS schon sehr viel einfacher auf der Linie zu bleiben.

Linux ist nicht kostenlos, zumindest im Buisness Umfeld. Das sollte man schon deutlich sagen und nicht jemand der sich nicht auskennt einfach das Blaue vom Himmel erzählen.
 
Wo ist denn Linux im Businessumfeld nicht kostenlos?!

Windowsserver ist ein Widerspruch in sich. Ich bin kein Verfechter von "nur Linux ist gut", aber ich habe noch nie verstanden, warum man auf einem Server eine GUI braucht. Vor einem Server sollten nur Leute sitzen, die sich damit auskennen und die brauchen keine graphische Oberfläche, die nur Resourcen frisst.
 
Okay, vielen Dank schonmal für die Antworten.

Wie funktioniert das dann, wenn ich - und das ist wirklich wichtig - die eMails in jedem Profil geladen haben möchte. Öffnet man dann wie gewohnt Outlook und hat dann je nach Profil die entsprechenden eMails geladen? Denn wie gesagt, nur um die Benutzoberfläche geht es mir dabei nicht. Es MUSS so sein, als würde man sich an seinem komplett eigenen PC einloggen, und das für jeden und überall in der Firma.

Wenn das geklärt ist wäre meine nächste Frage, wie ich das angehen soll, wenn ich mich dazu entschließe.
Kennt ihr gute Anlaufadressen um soetwas in Auftrag zu geben?

Vielen Dank für Eure Mühen!
 
Dafür braucht man einen Mailserver wie beispielsweise Exchange. Oder man richtet sich Postfächer bei einem ISP ein und bindet dieses in Outlook per POP/IMAP ein.

Exchange Postfächer sind an Domänenkonten gebunden und somit hättest du an jedem Arbeitsplatz, egal von wo man sich einloggt, überall die entsprechenden Mails.

Wozu ist das ganze hier denn eigentlich gut, wenn ich fragen darf?
 
Das IST so.

Die Daten sind Bestandteil des Benutzerprofiles und dieses wird mit "serverbasierter Profilen" zu jedem Client bei Anmeldung hin ge-"roamt" (Roaming Profiles). Auf einem Terminal-Server arbeit man direkt via RDS/RDP, da können dann alle Arbeitnehmer auf demselben Server zur gleichen Zeit arbeiten, zum Zugang reicht ein Thin-Client. Admins Liebling, muss er hier im Idealfall z.B. Office/Adobe Reader etc. nur auf einer Maschine patchen/aktualisieren statt auf jedem PC.

Ansonsten steht Dir jedes Systemhaus in Deiner Region für eine kompetente Analyse vor Ort zur Verfügung. -> http://www.microsoft.com/germany/kmu/default.mspx (Händlersuche/Kontakt) auf der rechten Seite.
 
Fang blos nicht damit an Windows Clients an einen Linux Domaincontroller anzubinden. Je nachdem wie groß eure Firma ist solltet ihr euch hier einen Small Business Server zulegen und von nem Fachmann entsprechend einrichten lassen.
 
Masamune2 schrieb:
Fang blos nicht damit an Windows Clients an einen Linux Domaincontroller anzubinden. Je nachdem wie groß eure Firma ist solltet ihr euch hier einen Small Business Server zulegen und von nem Fachmann entsprechend einrichten lassen.

Damit könnte es dann auch ein BWLer "verwalten" -.-

*Niemand*, der auch nur einen Hauch Ahnung von der Materie hat, würde einen Windows"server" verwenden.
 
Was hat das eingesetzte Produkt bitte mit Ahnung zu tun?

Als wären alle Windows Server (Produkte) so einfach zu administrieren. Man kann auch Linux einsetzen und keine Ahnung davon haben.

Wenn man keine Ahnung hat, laufen weder Windows Server, noch Linux Server. Man muss immer wissen, was man da tut, auch bei Windows.
 
ShaÐe45 schrieb:
Man muss immer wissen, was man da tut, auch bei Windows.

Keine Frage. Ich meine aber Ahnung vom Anwendungsbereich, nicht vom eingesetzten Produkt.
 
Ja, auch Microsoft kann Serverbetriebssysteme bauen^^ Linux ist nicht alles....

Wenn es um AD und Exchange geht hat MS nun mal eindeutig die Nase vorn, trotzdem kann man ohne Ahnung mit beiden wenig anfangen. Es hat auch niemand behauptet das es ein BWLler administrieren soll, dafür soll sich der Threadersteller ein Systemhaus in seiner Nähe suchen.
 
speedcOre schrieb:
Okay, vielen Dank schonmal für die Antworten.

Wie funktioniert das dann, wenn ich - und das ist wirklich wichtig - die eMails in jedem Profil geladen haben möchte. Öffnet man dann wie gewohnt Outlook und hat dann je nach Profil die entsprechenden eMails geladen? Denn wie gesagt, nur um die Benutzoberfläche geht es mir dabei nicht. Es MUSS so sein, als würde man sich an seinem komplett eigenen PC einloggen, und das für jeden und überall in der Firma.
Wenn der local store von outlook in dem User seinen Profil Ordnern (User/USERNAME/...) gespeichert ist dann ja.

speedcOre schrieb:
Wenn das geklärt ist wäre meine nächste Frage, wie ich das angehen soll, wenn ich mich dazu entschließe.
Kennt ihr gute Anlaufadressen um soetwas in Auftrag zu geben?

Vielen Dank für Eure Mühen!

Das kannst du in jedem guten Systemhaus in Auftrag geben.

mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
petap schrieb:
Damit könnte es dann auch ein BWLer "verwalten" -.-

*Niemand*, der auch nur einen Hauch Ahnung von der Materie hat, würde einen Windows"server" verwenden.

Windowsserver ist ein Widerspruch in sich. Ich bin kein Verfechter von "nur Linux ist gut
Das ist doch mal ein Widerspruch.

Oh man, wie ich dieses Fanboy Gequatsche hasse... Man könnte auch mal Argumente anführen, nicht nur auf Windows schimpfen. Daß ein Server keine GUI braucht, ist ja wohl kein Argument.
 
Wenn der local store von outlook in dem User seinen Profil Ordnern (User/USERNAME/...) gespeichert ist dann ja.

Und wenn das pst dann irgendwann mal ein paar Gig hat wird es bei jeder An- und Abmeldung übers Netz kopiert... *Daumen hoch* ^^

Ne sowas sollte besser mit einem Exchange Server gelöst werden denn dann bleiben die Mails auch auf selbigem und dein Profil wird nicht riesen groß. Außerdem werden .pst Dateien auf Netzwerklaufwerken von Microsoft nicht unterstützt.
 
Masamune2 schrieb:
Und wenn das pst dann irgendwann mal ein paar Gig hat wird es bei jeder An- und Abmeldung übers Netz kopiert... *Daumen hoch* ^^

Ne sowas sollte besser mit einem Exchange Server gelöst werden denn dann bleiben die Mails auch auf selbigem und dein Profil wird nicht riesen groß. Außerdem werden .pst Dateien auf Netzwerklaufwerken von Microsoft nicht unterstützt.

Da das Profil kein Netzordner ist sondern kopiert wird greift das Argument nicht ganz.
Prinzipiell hast du zwar recht aber er will ja keine Enterprise Lösung mit 10GiB pro Postfach haben sondern für Normale Arbeitnehmer, welche nach meiner Erfahrung, ca. 200 MB im Postfach liegen haben. Außerdem werden die Profile nicht komplett
kopiert sondern sychronisiert. Im Lokalen Netzwerk mit 12 MB pro Sekunden (100 MBit) dauert das < 20 Sekunden. Das ist ok.

Für mehr als Mails oder größerer Postfächer ist Exchange/IMAP pflicht.

Aber ich gehe davon aus das dass zu beauftragende Systemhaus auch eine brauchbare Beratung abdeckt.

mfg
merfu
 
Zuletzt bearbeitet:
Normale Arbeitnehmer 200 MB Postfächer? Das ist aber ziemlich eng bemessen...kommt natürlich auch auf die Branche an, aber grade in der Verwaltung kommst du damit lange nicht hin. Bei uns haben die Leute im Backoffice teilweise 2 GB Postfächer, trotz Archivierung mit Enterprise Vault.

Im letzten Satz stimme ich dir allerdings zu, der TE sollte einfach zu einem Anbieter seiner Wahl und sich dort beraten lassen. Die meisten haben ja davon auch Ahnung. ;)
 
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