Die T-Com und die "Internetdrossel" bei allen Tarifen - Lösungen und Eure Meinung

muss die Flatrate sterben?

  • Es sollte jedem genau das berechnet werden was er verbraucht, wie bei Strom und Gas

    Stimmen: 5 5,7%
  • Es sollte so bleiben wie bisher, mit Flatrates und Volumentarifen

    Stimmen: 56 64,4%
  • Es sollte eine gratis-Grundversorgung mit Aufpreis für schnellere Versorgung geben

    Stimmen: 10 11,5%
  • Wer zuerst kommt... keine Begrenzung gleich welcher Art, für alle Transportwege (LTE/DSL/KABEL/SAT)

    Stimmen: 11 12,6%
  • Die jetzt anstehende Änderung ist gut und richtig, passt so

    Stimmen: 1 1,1%
  • Keine der Lösungen ist hier hilfreich

    Stimmen: 4 4,6%

  • Umfrageteilnehmer
    87

Fallaxia

Lieutenant
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Okt. 2012
Beiträge
693
Hallo Leute,

Ihr habe es ja sicher in den Nachrichten und auch hier im Forum mitbekommen:

Die T-Com als größter Provider führt ab Mai flächendeckend für alle Tarife in den AGBs eine Trafficbegrenzung ein, bei der nach dem Erreichen der Begrenzung pauschal auf 384 Kbit gedrosselt wird, ausgenommen T-Com Dienste wie Entertain etc.

Jetzt hat sicher fast jeder dazu seine Meinung, aber ändern wird das wohl nichts daran, dass die T-Com ihren Plan nach Gewinnmaximierung umsetzen wird. Es geht technisch gesehen ja nicht darum die "Netzqualität" zu sichern indem der Traffic kontrollierbar gemacht wird wie es die T-Com immer wieder schön vorgibt, sondern darum "Datenpakete" ind handlicher Stückelung z.B. a 5 GB beim Erreichen des Inklusivvolumens an den Mann/die Frau zu bringen, gegen Entgelt natürlich - so wie es Vodafone im LTE Bereich heute schon sehr gut vormacht:

Da hat man z.B. 30 GB / Monat im größten Tarif, was einem am Freitag Abend, 21 Uhr aber trotzdem nur 0,5 Mbit bringt und erst um 4 Uhr morgens die beworbenen 50 Mbit - ich habe selber so ein Mist gehabt...

Was ist Eure Meinung dazu? Kann man etwas gegen das "Sterben der Flatrate" machen oder sollte man sich schonmal auf einen 1 Gbit Anschluß mit 45 Minuten FullSpeed-Laden im Monat einrichten?

Ich freue mich auf Eure Ideen und Meinungen dazu.

LG
Fallaxia
 
Hi!!

Es war ja klar das sowas irgendwann kommt denn wir sind die Kühe die es zu melken gilt. Die Telekom will einfach ihre Premium Angebote an die leute bringen denn die sind natürlich davon ausgenommen.
Wer jetzt denkt ach da wechsle ich einfach den Anbieter oder juchu ich bin Gott sei Dank nicht bei der Telekom der irrt. Auch die werden mit der Drosselung nachziehen.


wader
 
Die T-Com ist im Moment gerade für die mini-Provider, die kurz vor dem Aussterben sind vermutlich jetzt der Rettungsanker - ich denke dass sich sehr viele Kunden mit dem Schlagwort "keine Volumenbegrenzung" von T-Com und Co. abwerben lassen.

Ich meine, wenn man bedenkt, dass Traffic momentan die Provider zumindest im verkabelten Bereich praktisch nichts kostet, so kann man davon ausgehen dass nun viele mini und mikro Provider gezielt mit "ohne Grenzen" Traffic auf Kundenfang gehen werden, somit kann die Ankündigung doch etwas Gutes haben und nach vielen Jahren tatsächlich für massenhafte Konkurrenz sorgen. Oder?
 
Also ich bin jetzt seit 6:02 online und mein Traffic beläuft sich bis jetzt auf 662MB Youtube und 700MB Download bei chip.de....Ich trau mich gar nicht hochzurechenen....
 
Die T-Com ist im Moment gerade für die mini-Provider, die kurz vor dem Aussterben sind vermutlich jetzt der Rettungsanker - ich denke dass sich sehr viele Kunden mit dem Schlagwort "keine Volumenbegrenzung" von T-Com und Co. abwerben lassen.

Das können besagte MiniProvider gar nicht weil sie auf die Leitungen der Telekom oder deren großer Konkurrenten angewiesen sind, d.h. es sind einfache Reseller. Und die Reseller werden die im wesentlichen gleichen Volumenbeschränkungen haben weil sie von der Telekom dazu gezwungen werden: ohne Telekom DSLAMs keinen Kundenzugang.

Das Problem sind nicht die annähernd kostenlosen Backbones sondern wie immer die letzte Meile zum Kunden. Da hat die Telekom ihre Macht und die spielt sie dort auch aus
 
[x] Keine der Lösungen ist hilfreich

Grund dafür ist hauptsächlich, dass sich das Problem hier nicht mit einer Anpassung im Bereich der Tarife lösen lässt.

Stattdessen muss man einfach in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Das werten die üblichen Verdächtigen ja immer sofort als Maximalforderung, weil man das ja parallel zu günstigen Internetanschlüssen haben will. Das die Argumentation da nicht konsistent ist haben die noch nicht gemerkt. Hier merkt man mal wieder was passiert, wenn man kritische Infrastruktur bzw. deren Betreiber privatisiert.
Die Telekom hat im Moment genug Probleme bzgl. maximaler Bandbreite in der Infrastruktur und glaubt jetzt, dass Drosselung eine Lösung wäre. Ist es technisch gesehen vielleicht sogar, aber bestenfalls temporär. Das ist gedanklich irgendwie bei denen noch nicht angekommen. Und im Sinne des Kunden ist es keinesfalls.

Netzneutralität spielt da mit rein, ist im Moment aber noch nur ein Nebenkriegsschauplatz.

Das mit der Gratis-Grundversorgung und Aufpreis für schnellere Verbindungen hab ich mir neulich übrigens auch mal überlegt. Das klingt eigentlich recht sinnig, weil es der Telekom Argumentation mit den Traffickosten entspricht bzw. sich als Konsequenz daraus ergibt. Natürlich ist das eine Lüge mit den Traffickosten und daher wird die Telekom sich auf sowas auch nicht einlassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Prinzipiell habe ich nichts gegen eine Drosselung, allerdings sollte die sehr sensibel umgesetzt werden - nicht einfach stur bei x GB Volumen - und auch nur solche Leute betreffen, die rund um die Uhr saugen. Allerdings erreicht man auch als Normalnutzer schnell sehr große Volumina, vor allem wenn man Videostreaming nutzt oder Computerspiele über Steam&Co. lädt. Ich habe mit meinem 2-Personenhaushalt im laufenden Monat 58,5 GB Traffic, und noch eine Woche übrig.

Und die Hauptsache für mich wäre, dass eine Drosselung nicht ins "nichts" führen sollte, sondern von mir aus auf 10% der beworbenen Geschwindigkeit. 384kBit sind einfach zu wenig...

mfg
 
was ich an der ganzen Sache zur Zeit lächerlich finde, sind die ganzen Rechnungen die man z.B. im Radio hört...
Da kann man so und soviel machen usw.
Fehler in der ganzen rechnerei ist aber ein ganz gravierender!
Die ganzen Rechnungen werden immer für EINE Person gemacht!!!
(Hier jedenfalls im Radio seit 2 Tagen)
Was bitte macht jetzt aber ein 4 Personen Haushalt ?
Sollen die sich dann pro Person einen Anschluss legen lassen oder was?
 
Also ich muss sagen ich finde die ganze aufregung ein wenig übertrieben... Die (geplanten) Drosselungen mal im einzelnen:

Tarife bis 16mbit/s: Drosselung ab 75GB
Tarife bis 50mbit/s: Drosselung ab 200GB
Tarife bis 100mbit/s: Drosselung ab 300GB

Ich wohn in einer 2er-WG mit einem 50mbit-Anschluss. Mein Mitbewohner spielt relativ viel online, ich surfe normal, gucke aber einige Filme und Serien übers Apple TV. In den letzten zwei Jahren haben wir höchstens 1-2 mal die 50GB/Monat überschritten!

Also liebe Leute, bevor ihr gleich jämmert, beobachtet doch erst mal den monatsverbrauch. Wenn es dann tatsächlich soo weit übers Limit schießt könnt ihr ja immer noch zu anderen anbietern wechseln.

MfG Tim
 
Flatrate! Von mir aus auch mit Drosselung, aber nicht so krass 384kbit/s ist zu wenig, runter auf 1 oder 2 Mbit/s und gut ist, das reicht dann noch für flüssiges Surven oder mal einen Stream. Nur was will ich mit einem DSL, dass schon bei normalem Browsen in die Knie geht.

Was die Drosselzeitpunkte angeht, die jetzigen Werte sind schon arg niedrig, normale Familie, also 3 bis 4 Personen, Surfen, gelegentlich ein HD-Videostream, bisl Youtube allgemein, Own-Cloud/NAS für mobilen Zugriff und zwei oder drei Games im Monat bei Steam laden, da sind 75GB schnell durch. Und die schnelleren Tarife mit mehr Volumen bekommt ja auch nur da, wo sie verfügbar sind. Der aktuelle Stand der Drosselung ist halt schon arg Kundenfeindlich.
 
Ich bin ganz klar dafür, dass jeder genau das berechnet bekommt was er auch tatsächlich verbraucht. Das wäre die fairste Lösung.

Dann muss man sich auch mal Gedanken darüber machen was man herunterlädt/hochlädt und wie man das Internet nutzt.
Zu Hause hat ja wohl auch niemand den Wasserhahn voll aufgedreht wenn er gerade kein Wasser benötigt oder den Fernseher nonstop an wenn er gar nicht davor sitzt. Bei allem was einem selbst zu teuer ist, überlegt man auch mal wo man einsparen kann nur beim Thema Internet geht das natürlich nicht.
 
Ich fine die ganze Aufregung etwas übertrieben. Ich habe zuhause LTE, auf dem Land keine andere Chance und das ist auch ab 30GB gedrosselt....

Für normales surfen reicht das, nur bei mehreren Games per Steam etc wirds eng. Wenn man natürlich den ganzen Tag im Netz ist und Youtube fertigsehen möchte hat man ein Problem. Mindestens Einses
 
auf der einen Seite geht der Trend zur Cloud und alle finden das super - wird ja auch so beworben
und auf der anderen Seite dann sowas...

kann mich noch gut daran erinnern als es noch nirgends DSL gab und man schön mitm Modem bzw. ISDN unterwegs war.
Da gabs auch die Telekom Flatrate - hatte ich auch, bis die einfach abgeschafft wurde und man auf Volumentarife umsteigen musste. (Volumen meint hier die Zeit! 60 Stunden = 59DM)
Genauso kommt mir das jetzt auch vor.
Die meisten hier werden das aber ja gar nicht mehr kennen oder?

Aber erst mal abwarten, gilt ja laut AGB dann nur für Neukunden...
 
DunklerRabe schrieb:
Stattdessen muss man einfach in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Das werten die üblichen Verdächtigen ja immer sofort als Maximalforderung, weil man das ja parallel zu günstigen Internetanschlüssen haben will. Das die Argumentation da nicht konsistent ist haben die noch nicht gemerkt. Hier merkt man mal wieder was passiert, wenn man kritische Infrastruktur bzw. deren Betreiber privatisiert.
Ein staatlicher Betrieb kann das auch nicht günstiger realisieren, eher das Gegenteil ist der Fall. Vor allem wenn er Auflagen bekommt, was alles zu versorgen ist, während die Provider Rosinen picken können, wird es sogar noch teurer. Wie sollen dann günstige Anschlüsse möglich sein?
Natürlich ist das eine Lüge mit den Traffickosten und daher wird die Telekom sich auf sowas auch nicht einlassen.
Es ist für dich nur deswegen eine Lüge, weil du das Problem der Provider nicht verstanden hast und glaubst die Transportkosten allein seien das Problem. Teilweise wird es zwar so kommuniziert, aber auf einem bestehenden Netz fallen die Transportkosten weniger ist Gewicht. Upgrade mal einen Backbone aber um den Faktor 10 (reicht für ein 5 Jahre) und schau was es kostet. Diese Investitionskosten von mehreren Mrd, die alle paar Jahre anfallen (und in dieser Zeit komplett wieder erwirtschaftet werden müssen) sind eher das Problem. Wenn man diese in die Transportkosten mit rein rechnet, ergibt sich nämlich kein günstiges Ergebnis.

Es ist daher eine logische Kosequenz, dass die Telekom und die anderen Provider nach Refinanzierungsmöglichkeiten suchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
D4L4!L4M4 schrieb:
Also ich muss sagen ich finde die ganze aufregung ein wenig übertrieben... Die (geplanten) Drosselungen mal im einzelnen:

Tarife bis 16mbit/s: Drosselung ab 75GB
Tarife bis 50mbit/s: Drosselung ab 200GB
Tarife bis 100mbit/s: Drosselung ab 300GB

Ich wohn in einer 2er-WG mit einem 50mbit-Anschluss. Mein Mitbewohner spielt relativ viel online, ich surfe normal, gucke aber einige Filme und Serien übers Apple TV. In den letzten zwei Jahren haben wir höchstens 1-2 mal die 50GB/Monat überschritten!

Also liebe Leute, bevor ihr gleich jämmert, beobachtet doch erst mal den monatsverbrauch. Wenn es dann tatsächlich soo weit übers Limit schießt könnt ihr ja immer noch zu anderen anbietern wechseln.

MfG Tim

Ich lebe in einem 5-Personen-Haushalt mit einer 16.000er Leitung und bei 5+ PCs im Netzwerk kann sich wohl jeder denken dass die 75 gb schnell erreicht sind. Nur weil DU in einem kleinen Haushalt lebst gilt das nicht für alle und ich kann deine "Empfehlung" nur zurückgeben.
 
@Atkatla:
Infrastruktur kostet Geld. Und wenn man nicht in der Lage ist, Infrastruktur profitabel zu betreiben, dann muss man es unprofitabel tun. Staatliche Betriebe würde das machen, ein Privatunternehmen aus ökönomischen Gründen aber nicht. Und Infrastruktur ist zu wichtig um zu sagen man wolle sie nicht betreiben/erweitern, nur weil man damit nicht direkt Gewinn erzielen kann.

Ich habe GENAU verstanden was das Problem ist. Ich habe doch klar gesagt, dass die Transportkosten irrelevant sind. Wie kommst du jetzt darauf zu sagen, ich würde glauben, dass die Transportkosten alleine das Problem sind? Sie sind es eben nicht. Die Telekom stellt das aber so dar und das ist ganz klar eine Lüge.
 
ich sehs nicht ein die filmesammlung diverser forenmitglieder zu finanzieren, also ist die lösung der telekom ok.
 
In meinem Haushalt 4 Personen laden 2 regelmäßig über Steam Spiele Patches usw.. da wäre ich mit den 16mbit/s die es bei mir gibt recht schnell durch.

Habe bei Kabel BW eine 50er Leitung und dort Monatlich Traffic zwischen 700 GB und 1.4 TB. Ständig YouTube in HD neue Spiele, Patches, Filme/Serien da kommt ganz schön was zusammen.

Edit: Könnte aber vllt auch daran Liegen das öfter mal Kollegen zu mir kommen und fragen ob sie nicht schnell mal Ihre Spiele bei mir laden können...

Edit2: Ich finde es BTW lustig das man bei doppelter Geschwindigkeit nur 50% mehr Volumen erhält
 
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DunklerRabe schrieb:
Ich habe GENAU verstanden was das Problem ist. Ich habe doch klar gesagt, dass die Transportkosten irrelevant sind. Wie kommst du jetzt darauf zu sagen, ich würde glauben, dass die Transportkosten alleine das Problem sind? Sie sind es eben nicht. Die Telekom stellt das aber so dar und das ist ganz klar eine Lüge.
Niedrige Transportkosten in den letzten Quartalen heisst nicht, dass die Kosten trotz Ausbau niedrig bleiben. Zum anderen kann man selbst die Transportkosten in verschiedene Bereiche zerlegen: die Peeringkosten mit anderen Providern, die Investitions- und Betriebskosten des eigenen Backbone und Mietkosten für den Transport über andere Backbones. Nur ersteres und letzteres waren in den letzten Quartalen günstig. Die Aussage der Telekom ist daher keine Lüge, sondern einfach simple Realität für jeden großen Provider, der in seine Transportkapazitäten kräftig Kohle stecken muss. Wenn jemand die einen Transportkosten als niedrig erachtet und andere Transportkosten ausser acht lässt, ist es eben ein Fehlschluss zu implizieren, dass alle Traffic-Kosten niedrig seien und die Telekom daher "lüge", wenn sie behaupte, die Traffic-Kosten seien das Problem. Auch die Bundesnetzagentur kennt deren Kosten ganz genau.

Das andere Thema: ok, unter der Annahme das der Staat und damit der Steuerzahler den teueren Ausbau durch ein staatliches Unternehmen auffängt kann ich deine Position nachvollziehen. Aber ist es dann nicht zu erwarten, dass wie in der Vergangenheit die Telefonie- und Internetkosten wieder drastisch steigen? Man denke an die Telefonrechnungen aus den Zeiten als die Telekom noch zur Bundespost gehörte, der Staat hat die Graue Post komme was wolle profitabel betrieben und mit den Überschüssen sogar noch die Gelbe Post subventioniert. Neue Komunikationsstandards gab es alle paar Jahrzehnte. Wie lange hat der Rollout von ISDN gedauert? Willst du wirklich ewig darauf warten, irgendwann mal einen zu dem Zeitpunkt veralteten Standard angeboten zu bekommen, weil es eben sehr lange dauert, den in die ganze Republik auszurollen? Es war dem Staat egal, ob die Telefonrechnung dreistellig war. Welche Länder mit staatlichem Kommunikationsmarkt gibt es denn eigentlich noch?
Ergänzung ()

fornax101 schrieb:
Es taucht die Frage auf ,wie es dann um Spiele wie WOW oder Diablo 3 bestellt Ist ??
Im laufenden Betrieb erzeugen die nicht soviel Traffic. Ausschlagebender ist eher die digitale Distribution und Patcherei. Diese geht ordentlich in die Gigabytes.
 
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