Dipl. (FH) und jetzt Master (UNI) oder Beruf?

eightballz

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moinsen,

folgende situation...ich bin seit kurzem Dipl. Immobilienwirt (FH)

habe die nächsten 18 monate eine traineestelle in der projektentwicklung und könnte relativ sicher ab 2012 eine festanstellung bekommen....es winkt ein einstiegsgehalt von ca. 3.500€ brutto im monat...bin dann 28 jahre alt.

meine zukunftspläne sehen aber eine promotion vor...dem vorangestellt ist natürlich ein uni-master da es sich mit FH-diplom schlecht promovieren lässt.

heißt das als schlussfolgerung ich müsste die festanstellung sausen lassen und erstmal wieder 2 jahre zur uni gehn oder gibt es andere alternativen??

berufsbegleitend kommt zumindest aus finanzieller sicht überhaupt nich in frage...hat jemand ne idee?...hab hier echt ne krise :lol:
 
Grds. kann auch mit einem FH Diplom promoviert werden. M.W. muss der Studierende gute Noten gehabt haben und einen Doktorvater an der Uni finden, der ihn betreut. Bis 2012 ist noch lange hin und ohne rechtlich abgesicherte Zusage kann der Traum einer Festanstellung sehr schnell wieder platzen. Der Unimaster dürfte auch weitere Türen öffnen, die mit dem FH Diplom bisher verschlossen waren, ggf. kann man das ja mit einem Teilzeitjob nebenbei meistern, bei mir klappt das ganze trotz zeitaufwendigem Studium mit 27 Wochenstunden...
 
Uni-Master, FH-Diplom (FH-Bachelor?)...

Generell ist der Masterabschluss unabhängig von der Institution FH oder Uni. Ich mach gerade den Master an meiner Hochschule (ehemals FH) und hab anschließend auf dem Papier den selben Abschluss wie ein Master von der Uni, inkl. Berechtigung zur Promotion.
 
Das mag so durch Bologna stimmen, allerdings habe ich neuerdings auch Mastergänge (Berufsbegleitend in 15-18 Monaten!!) gesehen - die sind dann sicher nicht gleichwertig.

Und wie überall, ein MBA in Harvard ist besser (und teurer) als bei ner Feld- Wald- und Wiesenschule. Spätestens bei einer Anstellung und / oder beim Zahltag macht es wieder ein Unterschied ob nun FH, UNI oder Elite.
 
spraadhans schrieb:
Grds. kann auch mit einem FH Diplom promoviert werden. M.W. muss der Studierende gute Noten gehabt haben und einen Doktorvater an der Uni finden, der ihn betreut. Bis 2012 ist noch lange hin und ohne rechtlich abgesicherte Zusage kann der Traum einer Festanstellung sehr schnell wieder platzen. Der Unimaster dürfte auch weitere Türen öffnen, die mit dem FH Diplom bisher verschlossen waren, ggf. kann man das ja mit einem Teilzeitjob nebenbei meistern, bei mir klappt das ganze trotz zeitaufwendigem Studium mit 27 Wochenstunden...

das klingt ja ganz gut...dass grundsätzlich auch ein FH Diplom zur Promotion berechtigt war mir soweit klar...die recherche zeigt aber deutlich, dass es sehr sehr schwer wird, auch mit sehr guten leistungen, einen doktorvater zu finden.

die haben meist ihre eignen ziehkinder (unistudenten) und meist verlangen die unis, dass gewisse inhalte nachgeholt werden, was sich vom zeitlichen aspekt her auf ein ganzes jahr ausdehnen kann..dann lieber noch ein jahr drauf und einen zusätzl. abschluss...aber davon mal abgesehn...sind meine leistungen nicht wirklich überdurchschnittlich, so dass ich wohl den weg über den unimaster gehen müsste...auch könnte man die zeit wunderbar zum networking nutzen um den grundstein für die promotion zu legen.

ganz bitter stößt mich eben immernoch die berufliche zukunft in meiner derzeitigen firma auf...sicher ist dies nur eine mündliche zusage derzeit, aber es ist zu 70% eine festanstellung abzusehen. nichts desto trotz winkt eigentlich nur der gehaltsscheck. aufstiegschancen sucht man hier m.E.n. vergeblich...dazu wird es aber in nächster zukunft mal ein gespräch mit meinem chef geben...denn was nützt mir der einstieg wenn es keine perspektive gibt. immerhin handelt es sich um eine 100% tochterfirma des beinahe weltgrößten automobilherstellers ;)...da muss doch was gehen
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber hilft dir der Doktortitel später wirklich weiter? Finanziell ist das kein so großer Beinbruch, denn wenn erst die Voraussetzungen erfüllt sind, dann stehen die Chancen gar nicht so schlecht als wissenschaftlicher Mitarbeiter in EG 13 (TVöD) zu promovieren. Zumindest da, wo die Unis dank Studiengebühren finanziell besser ausgestattet sind also vorher.

Fürs Ego ist es natürlich was Feines...
 
meinst du "weiterhelfen" bei meiner derzeitigen anstellung oder allg. im berufsleben?
 
Hast du eigentlich erst eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann gemacht oder gleich mit dem Studium begonnen? Am EBZ in Bochum gibt es die Möglichkeit einen Bachelor of Arts Real Estate zu machen, mit den Zwischenprüfungen zum Immobilienökonom sowie zum Dipl. Immobilienwirt. Ist für mich ganz interessant, daher frage ich. Kostet nur leider stolze 3500€ in Semester...
 
also ich habe vorher keine ausbildung gemacht...nachm zivi gabs 1 semester informationstechnik..fazit..nich mein studiengang :D

aber einen bachelor habe ich ja "quasi" schon...um auf das angebot der EBZ bochum zurückzukommen.

wie gestaltet sich eigentlich die finazierung in solch einem fall?...zumindest sollte ein Master an der uni durch das Dipl.(FH) nicht als zweitstudium gelten. daher wäre man zumindest bafög-berechtigt...gibt es da nach meiner 18 monatigen tätigkeit jetzt ein anderes berechnungsverfahren resultierend aus einem vollzeit-arbeitsverhältnis oder wird wie gehabt das einkommen der eltern angesetzt?

EDIT: das bafög-amt regelt hier ganz klar..dass ein elternunabhängiges bafög bzgl. vorheriger erwerbstätigkeit erst ab 5 jahre berufserfahrung bzw. 3 jahre ausbildung und 3 jahre tätigkeit gegeben ist....trifft nich auf mich zu
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie lange hast du denn studiert? Sind das auf der FH 6 oder auch 4 Semester? Der Vorteil am EBZ ist die Möglichkeit auch während eines Vollzeitjobs zu studieren. Für dich würde sich da eventuell der MBA anbieten.
 
an der FH waren es regelstudienzeit 8 semester...abgeleistet habe ich inkl. zusätzlichem praktikum und diplomarbeit...11 semester

beim MBA sehe ich die schwierigkeit darin, dass hier inhalte vermittelt werden dir mir bereits vermittelt wurden...das studium zum Dipl. Immobilienwirt (FH) ist gerade im grundstudium sehr BWL-lastig...der MBA is m.E.n. für "fachfremde" gedacht die neben bspw. technischem wissen nun auch den wirtschaftlichen teil abdecken wollen...zu mal gerade beim MBA die jeweilige einrichtung zählt die diesen erteilt...

wie man sieht...alles nich so einfach ;)
 
Bei einer Regelstudienzeit von 8 Semestern können da Überschneidungen schon durchaus vorkommen. Am EBZ wird das dann wohl auch nur eine "abgespeckte Version" sein, wenn man bedenkt, dass hier die Regelstudienzeit gerademal 4 Semester beträgt... Der MBA ist halt sehr allgemein jedoch auch in der Immobilienbranche sehr anerkannt. Zudem hat man damit die Möglichkeit auch in anderen Berufssparten höhere Führungspositionen anzustreben.

Momenten ist der MBA jedenfalls noch MEIN Ziel :)
 
..stimmt..klingt soweit nich übel..

was natürlich dabei fehlt ist der kontakt zur uni und den profs ...damit bietet der MBA keine gute grundlage zur promotion...mit dem externen MBA ist es sicherlich ähnlich schwierig einen doktorvater zu finden wie mit dem Dipl. (FH)
 
Mhh warte mal kannst du mir das etwas genauer erläutern ?
Du hast jetzt einen Dipl. von der FH wäre jetzt ein Master.
Und um einen Master auf der UNI zu erwerben bräuchtest du nur noch 2Jahre.
Verstehe ich jetzt nicht ganz.

Gruß
 
Saiga schrieb:
Mhh warte mal kannst du mir das etwas genauer erläutern ?
Du hast jetzt einen Dipl. von der FH wäre jetzt ein Master.
Und um einen Master auf der UNI zu erwerben bräuchtest du nur noch 2Jahre.
Verstehe ich jetzt nicht ganz.

Gruß

also ich habe ein Diplom von der (FH)...die unis sind angehalten diesen mit dem bachelor gleichzusetzen....

wenn ich jetzt den master (UNI) raufsetzen will brauch ich noch 4 semester...das ist richtig
 
Ah ok kurze Frage dann noch.
Wie sieht es eig. mit einem FH Bachelor aus ?
Kann man dann mit diesem einen Master an der UNI machen ?

Weil jetzt sind die beiden ja gleichgestellt.
Egal ob UNI oder FH.
 
soweit ich weis befähigt der bachelor FH auch zum Master an der Uni....man muss aber mit auswahlverfahren oder zusätzlichen auflagen (gewisse vorleistungen) rechnen.

auswahlverfahren ist wohl gängiger..das müssen dann aber auch alle die sich für den jeweiligen studiengang bewerben durchlaufen
 
Formal gibt es beim Bachelor keinen Unterschied zwischen Uni und FH mehr. Wenn es Auswahlverfahren oder andere Zugangsvorraussetzungen gibt, dann haben die für alle Bewerber gleichermaßen zu gelten.
 
ja richtig....gängige praxis bei den unis ist aber dass den FH leuten meist noch gewisse prüfungen aus "unteren" semester etc. aufgebrummt werden...

das liegt aber alles bei den unis...bzw. der jeweiligen fakultät...hier hat jeder seine eigenen "regeln"

prinzipiell hat fidel aber recht
 
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