Anbei mal ein kleines Beispiel, was mir wiederfahren ist. Zunächst zur Info, ich fahre seit 1995 aktiv Amateur-Radrennen. Hatte zwar von 2000 - 2003 aufgehört, aber nie den Kontakt zur "Szene" verloren.
So viel zur Vorgeschichte, im Jahr 2002 hab ich mir dann mal eine großes Blutbild bei einem Arzt machen lassen, der auch mit uns trainiert und auch Leistungstest durchführt. Dachte mir halt, daß ich nicht mehr der Jüngste bin (damals 32 -

).
Bin halt wieder zu ihm hin, Ergebnisse durchgesprochen, wg Mangelerscheinungen und soweiter. Interesant war, ich hatte einen Hämatokritwert von 46 %.
Hinweis: ein zu hoher Wert kann durch EPO-Einnahme zustande kommen. Hämatokritwert gibt den Anteil der roten Blutkörperchen an, je mehr, um so mehr Sauerstoff kann transportiert werden, das Blut wird aber auch dickflüssiger. "Normale" Menschen haben so zw 38 % - 48 %.
Da damls die Antidopingspezialisten nicht in der Lage waren, künstliches EPO direkt nachzuweisen, ist man dazu übergegangen einen Grenzwert von 50 % Festzulegen, um ein Gesundheitsrisiko für Sportler auszuschließen, adersherum, mit 49,9 % war man nicht gedopet!
Der Arzt meinte damals ganz trocken: Wenn wir jetzt 6 Wochen eine "EPO-Kur" machen, hätte ich anschließend einen Wert von 49 %!
Noch was dazu: beim Giro D'Italia 1999, als Pantani wg zu hohem Hämatokrit-Wert (ca 52 %) disqualifiziert wurde, gab man die Ergebnisse der ersten 10 Fahrer bekannt: 1 x 42 % / 1 x 52 % (Pantani) / 8 x 48,5 % - 49,5 % -> Hallo, alles klar...
