Ungeachtet mal dessen, dass:
- es sehr wohl noch Direct-LED mit Local Dimming TVs gibt
- OLED aufgrund der schnellen und unterschiedlichen Farb-Alterung auch nicht das Gelbe vom Ei ist
sind ja die Plasmas auch nur ein Kompromiss.
Sicher, Abdunkeln ist das eine. Aber nicht immer will man seine Bude finster machen. Da freut sich der Schimmel, die Pflanzen ärgern sich und Licht tut einem ebenfalls gut. Und selbst wann am Tagsüber arbeitet, ist es im Sommer lange hell und am Wochenende will manch einer auch mal ein Film schauen. Also alle nur Kompromisse.
Aber der Hammer ist doch diese
"Pflegehinweise" für die ersten 100 Stunden und nachfolgen die nächsten 900 Stunden.
Rechnen wir es doch mal andersherum. Der durchschnittliche TV-Konsum lag
2012 bei 222 Minuten pro Tag.
Das macht 3,7 Stunden.
Das heißt, man muss ca.
EINEN MONAT den Plasma durchschnittlich schauen mit den niedrigsten Einstellung (Helligkeit, Kontrast) und dazu noch mit einen Zoom, so dass Bildinhalte verloren gehen (nicht nur das Senderlogo) oder das Bild verzerrt wird (4:3)..
Danach kommen nochmal
ACHT MONATE dazu, wo weiterhin der Plasma vorsichtig behandelt werden sollte.
Und das bei einem durchschnittlichen Konsum von 3,7 Stunden pro Tag. Die finde ich persönlich recht hoch, aber ist nunmal der deutsche Durchschnitt. Und 9 Monate mit dem TV vorsichtig und zurückhaltend umzugehen, frage ich mich, warum man extra ein TV-Gerät kauft, was eine gute Bildqualität bietet, aber man einerseits diese eine lange Zeit nicht nutzen kann, andererseits starke Kompromisse eingehen muss?
Daher kommt Plasma doch eher für einen "speziellen" Heimkino-Raum in Frage, aber da ist dann doch ein Beamer die bessere Wahl.