Dt 990

M.D

Cadet 2nd Year
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Apr. 2014
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Hallo,

ich hatte die Chance die DT 990 bei einem Freund zu testen, weil ich mir auch mal HiFi-Hörer gönnen möchte.

Paradox fand ich allerdings, dass mir der DT 990 an der Onboard-Soundkarte besser gefallen hat, weil es irgendwie homogener war :freak:

Am Fiio E10 war der Bass schon knorke², aber irgendwie hat er die Mitten bzw. Stimme in den Hintergrund als würde, der Bass vor dem Sänger bzw. Rapper sein (kam mir so vor).

Daraufhin sagte er, ich sollte den AKG K701 mal testen. Hat jemand dazu noch Anregungen?

Meine Frage:

War der Fiio E10 kaputt, oder mag ich die sogenannte "Badewannen-Abstimmung" nicht ? Weil laut diverser Seiten sollte ich bei meiner Musik (Rap, RnB, Rock, bisschen Metal) sie lieben oder ist das nur Hifi-Geplapper wie manche Leute mit ihren Diamant-Usb-Kabeln ;)

Schönen Abend noch
 
Badewannen-Abstimmung ist Blödsinn. Ich höre auch viel Rap und versuche dabei einen möglichst linearen Frequenzverlauf auf meiner Anlage hinzubekommen.
Wundert mich nicht, dass dir dann der Onboard-Sound besser gefallen.

MfG Calmalor :)
 
kommt halt auch darauf an, was das für ein onboard Sound war?

Ich hatte ca. 20 Jahre lang einen DT990 (noch das allererste Modell mit der gnadenlosen Höhenbetonung, per EQ mit -3dB bei 10kHz breitbandig gezähmt) und bin dann auf den K701 umgestiegen.

Der 990 ist ein guter KH (neuere Modelle oder eben mit o.g. EQ) aber ICH würde den niemals wieder gegen den K701 eintauschen. Wobei der 701 einen potenten KHV benötigt, um "rund" zu klingen!
 
Da ich selbst kürzlich auf HiFi-Kopfhörer umgestiegen (DT 770) bin, hilft Dir vielleicht folgendes:

- Analog zu Mickey Mouse halte ich eine Soundkarte für Pflicht!
- Probehören sollte nicht 3-4 Lieder sein, sondern erfordert mindestens 2 Stunden ohne jegliche Ablenkung nur um die Unterschiede
wirklich zu erkennen.
- Die Musik sollte entweder von CD oder MP3s mit 192kb/s sein, da Dein HiFi-Hörer sonst an den fehlenden Details erstickt.

Mit knorke kann ich grad nicht viel anfangen, aber die Badewannenabstimmung meint, das Bässe und Höhen betont sind, wodurch die Mitten zwangsläufig in den Hintergrund treten. Die Höhen neigen dann gerne zum zischen (hab ich bei den 770ern schon manchmal, bei den 990ern mag es ausgeprägter sein) und die Bässe können wegen der Anhebung unpräzise werden.
Da sind die K701 wohl sehr viel ausgewogener.

Nachdem ich Metallica's And Justice For All reingeschmissen habe, mußte ich mit Entsetzen feststellen, das Metal kein HiFi ist. Auch wenn sie handwerklich perfekt sind, so geben 3 Gitarren und ein Schlagzeug einfach nix her :(

Ich denke diesen Guide hast Du gelesen, ich verlinke ihn vorsichtshalber aber nochmal: PC Kopfhörer und Headset Guide

Beste Grüße
BeamMan
 
das Problem bei Kopfhörern und Kopfhörerverstärkern ist jenes, dass sie zusammenpassen KÖNNEN aber auch schon mal richtig schlecht miteinander harmonieren. Das muss man leider ausprobieren.

Dem 990er Badewannensound nachzusagen ist Blödsinn. Heutzutage ist sehr viel Schund auf dem Markt und vieles wird uns per Marketingstrategie als Topware oder Highend-Produkt angepriesen - solange bis wir es glauben. Im Umkehrschluss werden so wirklich gute Geräte schlecht gemacht. Und genug sind auf dem Quark bereits reingefallen. Ich habe vor einigen Monaten eine extensive Hörsession bei Madooma in Dortmund durchgezogen und war von entsetzt bis erschrocken, wie manches Gerät klingt. Ein paar positive Überraschungen waren auch dabei.
Ich "kam" von einem seinerzeit als neutral bis leicht zurückhaltend charakterisierten Sennheiser 580 precision pro. Der gehörte mal zu den Referenzkopfhörern vor der Jahrtausendwende. Ich hatte auch nie Zweifel an dieser Einschätzung. Zum Vergleich zieht man einfach eine sehr anständige Stereoanlage heran. Gewisse Grundcharakteristika sollten beide haben, dann weiß man, okay, es gibt einen Ausgangspunkt. Ist schlecht in Worte zu fassen.
Gehört bis vor ein paar Monaten habe ich immer direkt am Verstärker oder am CD-Player, eigentlich eher suboptimale Hörbedingungen, aber meine Hardware ist kein biliger Schund vom Discounter. Wenn's sein musste höre ich auch mal am PC. Der aber ist für mich kein permanentes Abspielgerät. Trotzdem werkelt auch da eine hochwertige Soundkarte. Wenn, dann will ich keine großen Abstriche machen.

Als ich vor ein zwei Jahren auf die Idee kam, den Sennheiser mal so langsam zu ersetzen, habe ich begonnen, zu testen, probezuhören.
Klanglich wollte ich mich eigentlich auch nicht großartig verändern, verschlechtern schon gar nicht. Ich mag Bässe zwar, mich zuhämmern lassen will ich aber auch nicht. Ich brauche meine Ohren noch bis irgendwann mal in die Urne hüpfe. Mittenbetonung ist nichts für mich, da sie das gesamte Klangbild versaut und die Höhen sollten luftig und sauber klingen. Ich will Details, kein Wischiwaschi.

Wenn man sich mit meiner Voraussetzung so durch's Netz liest, kommt man zum Schluß, es gäbe nur den AKG 601 oder 701, Sennheiser 650er, besser noch 700er oder 800er und einige andere Patienten bis hin zum Stax.

Ich hörte u.a. auch drei Geräte von Teufel. Da können sie auch hingehen. Die Sennheiser 600 und 650 wären in der Tat interessant, aber die Preise von denen finde ich nicht okay wenn man hier im Preisvergleich mal den Entwicklungsverlauf sieht. Der 700er ist nicht mein Fall, gefällt mir aber etwas besser als der maßlos überteuerte 800er. Der 800er klingt für mich beschneidend. Tolle Bühne aber wenn man das Gefühl hat, die Mitten nagen an den Höhen... und das am großen KHV von Sennheiser. Danke aber nein Danke.
Die AKG bzw. vielmehr DER AKG, der 701 sind im Hochton unangenehm aggressiv. Das gesamte Klangbild nervt mich. Getestet an mehreren KHV und direkt am Mac und am CD-Player. Da gab's noch einen netten Shure aus der 500-Euro-Abteilung. Dummerweise ohraufliegend. Blöd. Klanglich hat der mir zugesagt. Stax fand ich teilweise okay, teilweise überspitzt. Für den aufgerufenen Preis dann aber doch noch uninteressant. Okay, war aber "nur" das Einsteigermodell. Dafür kaufen andere uralte Gebrauchtwagen...
In der ganzen Hör"arie" habe ich dann schon fast aus Verzweiflung zu den Beyers gegriffen. Vor dem 580er hatte ich damals einen 990er gehabt. Was ich noch in Erinnerung hatte: lockerer Sitz, Spiralkabel und schrecklich dünner Klang, ganz wenig Bässe, ganz viel Höhen.
Aber nee, der ist heute ganz anders. Ich habe bei Madooma den 880er als Edition angehört, den 990er als Edition und als Pro.
Am Ende gefielen mir 880er Edition und 990er Pro so gut, dass ich sie beide mitnahm. War vorher so nicht geplant. Aber gut, dass ich mir die Beyers nochmal angesehen ähm angehört hatte. Angenehm neutral bzw. ausgewogen. Der 990er bringt eine Spur mehr Bass und Wärme mit (ein Emotionsgerät quasi), der 880er punktet dafür je nach Musik mit großer Bühne und etwas mehr in Richtung Nüchternheit (im Grunde was für Genießer der Unverfälschtheit). Am Ende habe ich's noch rund gemacht und mir einen KHV von Violectric gekauft. Das gab dann gleich noch ein ordentliches Tüpfelchen oben drauf. Was höre ich an Musik? Pop, Rock, Jazz, Funk, Soul, Lounge, Electronic.

Zum Thema KHV kann man auch sagen, dass es da schon große Unterschiede gibt. Im Idealfall nimmt man sich die Zeit, im gut sortierten Fachladen eine ausgiebige Hörsession abzuhalten. Quelle: Musik-CD. KEIN MP3-Quark. Damit kann man sich eher den Hörgenuss verderben.
Beim Kauf muss man auch darauf achten, welche OHM-Zahl man wählt. Geräte mit eher schwachen Ausgängen sollten mit KHs bei 32 oder 80 Ohm konfrontiert werden. 250er werden da schon leiser klingen, manchmal zu leise. Und 600er sind nur was für Puristen am Topequipment. Da ist ein erstklassiger KHV eigentlich Pflicht.
 
BeamMan schrieb:
Nachdem ich Metallica's And Justice For All reingeschmissen habe, mußte ich mit Entsetzen feststellen, das Metal kein HiFi ist. Auch wenn sie handwerklich perfekt sind, so geben 3 Gitarren und ein Schlagzeug einfach nix her :(

Ich denke diesen Guide hast Du gelesen, ich verlinke ihn vorsichtshalber aber nochmal: PC Kopfhörer und Headset Guide

Beste Grüße
BeamMan

Was ist denn damit gemeint, Metal ist kein HiFi?

Ich dachte bisher immer HiFi ist so eine Art Qualitätsstandard für möglichst "naturgetreue" Wiedergabe. Müssen Musiker inzwischen "HiFi-Konform" oder "Kopfhörerkonform" sein? Was machen wir denn da z.B. mit J. S. Bach? Da fehlt doch jeder Bass und so.

Wenn du allerdings meinst du hast dank HiFi-Qualität festgestellt, das Metal sch... , ich meine, nicht so toll ist, dann ist das was anderes :-)

Gruß, Schattenspender
 
@M.D

Was für ein Kopfhörer verwendest Du normalerweise? Ist es vielleicht ein Headset? Also für einige Leute, die vorher nicht so gute Kopfhörer verwendet haben, ist ein "richtiger" Kopfhörer manchmal etwas "komisch klingend". Manchmal muss sich das Gehör an die gute Bühne, gute Räumlichkeit und den vielen Details erstmal bissl gewöhnen.

Ich hatte mal den DT-990 Pro und der war manchmal etwas wählerisch was die Zuspielquelle angeht. An einem Fiio E10 habe ich es aber noch nie getestet. Übrigens hat der 990 Pro einen noch "etwas" intensiveren(für mich besseren) Bass als die 990 Edition.

Der AKG K701 ist schon ziemlich gut was die Bühne und die Räumlichkeit angeht, jedoch könnte der Klang beim AKG für Dich vielleicht etwas langweilig und ziemlich Bassarm rüberkommen. Jedenfalls empfinde ich den AKG beim HipHop und RnB ziemlich unspektakulär. Da fehlt mir einfach der tiefe und druckvolle Bass. Außerdem ist der AKG nicht so komfortabel wie der Beyer.

Vielleich wäre auch der DT-880 etwas für Dich, falls Du mit etwas weniger Bass leben kannst. Der DT-880 hat einen minimal angehobenen Bass und keine angehobene Höhen. Ich persönlich würde den DT-880 eher nicht für HipHop und RnB haben wollen. Auch da ist mir der Bass zu wenig.

Du könntest ja den DT-990 Pro etwas ausführlich testen.
 
@Schattenspender
Du hast natürlich recht, ich denke meine Aussage sollte sein: Metal profitiert nicht besonders von HiFi-Hörern.
Bei Bach möchte ich Dir aber widersprechen, klassische Musik enthält die eine oder andere Trommel und große Streichinstrumente können auch bassähnliche Effekte bringen (siehe Apocalyptica) ;)

@Sterntaste
Ich selbst bin von totalem Schrott umgestiegen und kann kaum glauben, wie sehr ich in den vergangen Jahren mein Gehör beleidigt habe. Den Begriff Badewannenabstimming empfinde ich für meine 770 Pros als zutreffend, die glasklaren Höhen und der knackige Bass lassen sich am Besten verbildlichen indem man sich Musik in einem gekachelten Raum vorstellt.
 
Der Fiio E10 hat einen kleinen Schalter mit einem Bass-Boost. Vielleicht war der einfach nur an? Denn der verursacht genau das.
 
Okay schon mal danke.

Ich meinte eigentlich, dass der Bass am Fiio (auch ohne Bassbost) einen dicken Bass hat (deutlich "dicker" als an der Onboard) und das auch mich komisch wirkt. Am Onboard ist der Bass schwächer und alles alg. homogener, was mir besser gefällt.

Deshalb denke ich evtl. wäre ein bassärmerer besser für mich.
 
@M.D

Dann würde ich Dir empfehlen den DT-880 etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Wenn Du eine gute Soundkarte/Kopfhörerverstärker hast, dann eine 600 Ohm Version. Es gibt auch eine Pro Version, der einen Wendekabel hat, etwas straffer uf der Birne sitzt, und dadurch "miminal" mehr Bass wiedergibt. Die Unterschiede sind aber eigentlich zu vernachlässigen.
 
Hallo MD,

die Empfehlung von Shalva kann ich nachvollziehen.

Ich hatte hier im Forum etliche Threads zu Kopfhörern gelesen und dachte mit dem 990 nichts falsch zu machen.
Mir war's dann aber auch zu viel im Bassbereich. Mit dem 880 Edition bin ich jetzt sehr zufrieden.
 
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