DVD mit zwei Bootloadern möglich?!

DJMadMax

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Heyho Forengemeinde,

ich habe gerade eine kleine Nuss zu knacken, bei der ich allerdings mit meinem Latein am Ende bin.

Ich möchte gerne eine bootbare DVD erstellen, die sowohl einen DOS 6.22-Bootloader, als auch einen DOS 7.1-Bootloader zur Auswahl hat.

Ist das irgendwie möglich? Beim Erstellen einer CD/DVD kann man ja ein Bootimage einbinden, jedoch eben nur "wahlweise" das eine oder das Andere.

Der Grund, warum ich gerne beide zur Auswahl hätte?

Ganz einfach, MS DOS 6.22 unterstützt "nur" FAT16 (ebenso Windows 95 1st Release).
DOS 7.1 hingegen (z.B. der Bootloader des bekannten Windows 98 SE) unterstützt bereits FAT32.

Es wäre, gerade für ein paar meiner Retro-Maschinen, sehr von Vorteil, wenn ich EINE DVD mit BEIDEN Bootloadern gleichzeitig (also ähnlich einem Bootmanager, nur eben auf DVD) erstellen könnte.

Die Alternative wäre halt, ZWEI verschiedene DVDs zu brennen, was auch kein Beinbruch wäre.

Meine Frage ist generell erst einmal, ob das in irgend einer Form umsetzbar wäre, denn nerdig fände ich das schon ;)

Vielen Dank im Voraus!

Cya, Mäxl
 
ja, das geht. allerdings nur "eingeschränkt". d.h. du kannst mehrere ISO Images (von den loadern) auf eine CD packen und mit syslinux eine auswahl kreieren (see google.de).
 
wozu sollte man eine bootdisk haben die nur fat16 versteht? selbst für "Retro-Maschinen" kannst du fat32 nehmen, da alles was kleiner ist als 512MB sowieso als FAT16 betrachtet wird. Zwischen 512MB und 2GB kannst du wählen welche version du gerne hättest. und nur bei >2GB bist du auf FAT32 angewiesen.

Gruss
TheMiB
 
Okay, ich muss offen und ehrlich gestehen, dass ich kein Linux-Mensch bin (auch wenn es allgemein sicher gut ist, sich damit auszukennen, wenn auch nur rudimentär).

Ich habe mir SYSLinux 5.01 mal heruntergeladen, allerdings sehe ich da nur einen haufen unkompilierter Dateien, bzw. evtl. Linux-benötigende Dateien (es ist bereits eine "pre-compiled" Version). In den Ordnern "win32" und "win64" gibt es zwar .exe-Dateien, diese führen aber auf DOS-Ebene aus und ich habe keine Ahnung, was da passiert ;) Es macht jetzt natürlich auch wenig Sinn, für mich als absoluten Linux-DAU, mich da erst Stunden einzulesen, "nur" um mit dem SYSLinux klar zu kommen, das ist sicher verständlich.

Nein, ein "schönes Windoof-Programm mit Idioten-GUI" wäre hier wohl das Sinnvollere für mich.

Tatsächlich muss ich zugeben, bin ich noch nicht auf die Idee gekommen, in Google nach solch einer Lösung zu suchen, da ich es für sehr "exotisch" hielt. In Wahrheit gibt's wohl aber doch so einige Programme (habe bisher nur noch keine Freeware oder ausreichende Trial gefunden), die dazu in der Lage sind, eine multiple Boot-CD/DVD zu erstellen, was mich doch einerseits sehr überrascht, andererseits natürlich aber auch sehr freut :)

Ich werd mal berichten, falls ich ne für mich akzeptable Lösung gefunden hab, bzw. bin ich natürlich weiterhin offen für alle Lösungsvorschläge von euch :)

Cya, Mäxl
Ergänzung ()

@TheMiB:
Nein, alles was kleiner als 2GB (also 2047MB und kleiner) ist, wird als FAT16 angesehen. Darüber "versteht" DOS (6.22) keine Partitionen mehr, weil zwingend FAT32 zum Einsatz kommen muss.

Warum ich generell beides haben möchte? Weil nicht jede Software mit FAT32 zurecht kommt, die für DOS (5.0 bis 6.22) geschrieben wurde, ganz einfach :)

Das war auch nie die Frage, WARUM ich das so will, sondern eher, WIE es umsetzbar ist.

Find ich immer wieder lustig ;) Wenn du Autos verkaufst und jemand fragt nach nem Kleinwagen, schickst du ihn auch mit nem Liebherr T282B nach hause, oder?

Ne, bitte beim Thema bleiben :) Ich kann's verstehen, dass manche Userfragen durchaus in Frage gestellt werden, aber man sollte dennoch versuchen, konstruktiv zur Lösung beizutragen.

Cya, Mäxl
 
DOS 6.22 kann nichts mit FAT32 Partitionen anfangen, selbst wenn die Partition <2GiB ist. DOS 7.1 kann dagegen mit FAT16, FAT16b und FAT32 umgehen. Das Problem von alten DOS-Programmen liegt nicht am FAT16 oder FAT32 Dateisystem, sondern an der Tatsache, das diese nicht mit Festplattengrösse von >127MiB umgehen konnten. Zu Zeiten von DOS 5.0 lag die durchschnittliche Plattengrösse bei ca. 40-120MB.

Auf einer bootbaren CD/DVD kann es nur einen Loader geben. Multiboot-CD/DVDs haben auch nur einen Loader, zB. SysLinux das Bootimages unterstützt.
 
Benutze einfach Freedos für Dein Vorhaben und mache es mit Cds, das wird keine Probleme geben. Um Dos starten zu können müssen auch die Atapi Treiber geladen werden, die erst ab Dos 7/W98 unterstützt werden, also wird das mit 5.0 nix. Ob man damit ein Dos überhaupt von DVD booten kann ist fraglich.
 
DJMadMax schrieb:
Ich möchte gerne eine bootbare DVD erstellen, die sowohl einen DOS 6.22-Bootloader, als auch einen DOS 7.1-Bootloader zur Auswahl hat.
DJMadMax schrieb:
Es macht jetzt natürlich auch wenig Sinn, für mich als absoluten Linux-DAU, mich da erst Stunden einzulesen, ... Nein, ein "schönes Windoof-Programm mit Idioten-GUI" wäre hier wohl das Sinnvollere für mich. ...

Hallo DJMadMax,

Du kannst z.B. die Ultimate Boot CD als Vorlage nehmen und diese um weitere, jeweils an Deine Rechner angepasste Boot-Disketten individuell ergänzen. Wie das geht, wird hier im Abschnitt "Adding floppy images" zufälligerweise sogar am Beispiel von MS-DOS v6.22 erklärt. Besonderes Linux-Wissen ist dazu nicht erforderlich.

Die ergänzten Boot-Disketten kannst Du dann im Boot-Menü der UBCD unter "User-defined" auswählen und starten.

PS:
Falls Dir zum Erstellen oder Bearbeiten der Boot-Disketten kein Floppy-Laufwerk zur Verfügung stehen sollte, dann kannst Du Dir z.B. mit VFD behelfen.
 
Zuletzt bearbeitet: (PS ergänzt.)
@Petronius:

Hey, vielen Dank!

Das ist eine geniale, vor Allem kostenlose Alternative zum (leider kostenpflichtigen) MagicISO.

Letztgenanntes ist zwar ziemlich idiotensicher, da man praktisch alles per GUI machen kann und es sich sonst wie ein typisches Brennprogramm verhält vom Aufbau her (z.B. ähnlich CD Burner XP). Der Nachteil ist halt, dass es nur eine Free Trial gibt und das Programm sonst kostenpflichtig wird :(

Zum Bearbeiten der Boot-Images (seien es nun Bootdisketten oder die Boot-Images von CDs) eignet sich übrigens WinImage hervorragend! Auch dabei handelt es sich zwar "nur" um eine Trial, aber die uneingeschränkten 30 Tage haben mir locker gereicht. Alternativ gibt's natürlich noch Freeware-Programme, die ebenfalls mit Boot-Images umgehen können, fand den WinImage aber wunderschön aufgebaut.

Habe mittlerweile meine "MultiBoot-DVD" zusammengestellt und kann nun durch diverse Menüs und Untermenüs wählen zwischen DOS 6.22, DOS 7.10, Windows 3.11, Windows 95, 98SE, 2000 und XP, zusätzlich alles per (ebenfalls sehr gutem freien) Bootmanager XFDISK und weiteren Tools und z.B. gleich nem Treiberpack (CD/DVD-Treiber für DOS, verschiedene wählbare Maustreiber, SB16 oder SBAWE32 Treiber, alles mit automatischer Installation).

So hab ich mir das gewünscht, das wird mir in Zukunft bei der Flut meiner "Oldschool-PCs" die Installation und Einrichtung um ein Vielfaches vereinfachen :)

Vielen Dank für eure Hilfe soweit!

Cya, Mäxl
 

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