DVDs absichtlich schlecht gemastert?

Master468 schrieb:
Jein. Gespeichert wird hier immer interlaced.
Ich weiß was du meinst. Das stimmt aber nicht. Die Ausgabe über das Videokabel erfolgt interlaced, aber das Video selbst kann schon Progressive sein. Im MPEG-2-Codec kann man "Progressive" wählen, und dann scannt der Codec im Zigzag-Modus statt im Alternate-Modus. Auch die Motion-Detection und das Farbsampling werden dann nur noch auf Frame-Ebene angewendet, und nicht mehr auf Field-Ebene (Siehe HIER, S.77-78)

Das hat aber mit unserem Thema weniger zu tun. Ich red hier über die Bildqualität, Codec-Wahl mal außen vor gelassen. Außerdem spiele ich die Sachen am PC mit deaktiviertem Deinterlacing ab, so dass nichts am Bild gemacht wird.

Da das Filmmaterial ja eigentlich gleich ist, und heute ja eigentlich alles auf Blu-Ray und DVD rauskommt, kann ich mir nicht erklären wieso das Bild bei vielen DVDs so verwaschen ist im Vergleich zum runtergerechneten Blu-Ray-Bild. Das ist hier mein Problem.
Deswegen der Verdacht auf Absicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Ausgabe über das Videokabel erfolgt interlaced,
Sicherheitshalber: Ich bezog mich schon auf einen Direktabgriff hinter dem Decoder und nicht auf eine Ausgabe auf späterer Stage über die Videoausgänge. Und bereits an dieser für eine Bildausgabe frühstmögliche Stelle, die die Grundlage für alle anderen Schritte bildet, liegt immer ein Interlaced-Signal an, das dann für eine progressive Ausgabe deinterlaced werden muss (Auto-Mode und/ oder Berücksichtigung der MPEG-Flags).

Ich hatte hier ja selbst ein entsprechendes Setup für meinen Videoprozessor laufen, bevor bestimmte Player eine ähnlich unverarbeitete Ausgabe per Pixeldoubling-HDMI (um auf die benötigte Zeilenfrequenz zu kommen) erlaubten.

Gruß

Denis
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ne DVD hat selbst für die verwendete PAL Auflösung ne viel zu geringe Bitrate. Sprich wenn du ne BluRay mit ihrer 5-10 mal so hohen Bitrate bei NUR 3-4 facher Auflösung (bin jetzt zu faul zum nachrechnen) auf PAL runterskalierst, hast du ein Bild, das von einem Unkomprimierten Bild nur sehr schwer unterscheidbar ist, es ist nahezu perfekt.

Zudem ist ne DVD ja interlaced, sprich der informationsgehalt ist trotz deinterlacing einfach viel niedriger.

Bei ner Normalen DVD sind halt immer kompressionsartefakte zu sehen. Insgesamt eben unschärfer, schlechterer Kontrast bzw keine so feine Farb und Helligkeitsauflösung bzw. abstufung.

Wenn man nen Receiver mit HD+ verwendet sieht man das ganze ähnlich. Selbst wenn auf nem HD Kanal nur SD Film Material ausgestrahlt wird , sieht das um ein Vielfaches besser aus, als auf dem SD Kanal, da einfach die Bitrate viel höher ist. Auf den SD Kanälen sieht man wirklich überall kompressionsartefakte und erkennt auch hier wieder die schlechtere helligkeits und farbabstufung. Das interessante beim TV ist in diesem Fall auch, dass das Quellmaterial ja das selbe ist. Nur einmal über den HD Kanal ausgestrahlt und einmal über den SD Kanal. Trotzdem ein riesen Unterschied. Bei DVD vs BluRay ists halt das selbe. Die DVD bzw. dessen Bitrate limitiert einfach zu sehr.

EDIT: Ach ja, nicht zu vergessen, die unterschiedlichen Codecs. Da ist die BluRay ja schon grundsätzlich meilenweit voraus.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
bzw keine so feine Farb und Helligkeitsauflösung bzw. abstufung.
Wobei auch auf Blu-ray in 4:2:0 gespeichert wird. Physiologisch unproblematisch, technisch bei korrekten Upsampling (ich habe aber sogar noch zwei halbwegs aktuelle SD-DVB-Receiver mit sichtbarem CUE) für progressives Material – egal in welcher Form es nun auf der Scheibe vorliegt oder gesendet wird – ebenfalls. Material mit diskreten Fields ("Video") leidet hier aber naturgemäß immer stärker.

Gruß

Denis
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Master468
Was nach dem Decoder passiert ist hier irrelevant. Ich spiele die Dinger wie gesagt am PC ab, ohne Deinterlacer. Es wird keine analoge PAL-Circuitry gebraucht.

@ Laggy
Die DVD-Bitrate ist mehr als ausreichend. Ab 7 Mbit/s VBR erreicht man "perceptual transparency" wie man sie so schön nennt.
Ich hab auch SD DVB-S-Aufnahmen von RBB die mit 8 Mbit/s laufen. Das Bild ist einfach perfekt. Sind ja die gleichen Codecs hinter. Bei DVD sogar mit mehr Spielraum dank 2-pass VBR usw.

Nochmal, ich red ned von irgendwelchen Kompressionsartefakten, ich red von schlechter Bildqualität im Sinne von Unschärfe und Filterungsartefakten, die mit dem Kompressionsverfahren NICHTS zu tun haben.
 
Was nach dem Decoder passiert ist hier irrelevant.
Aber das ist es, was bei allen Standalones intern weiterverarbeitet wird. Das Signal wird ja nicht extra nach dem Decoding noch in ihrem MPEG2-Decoder reinterlaced (mit zahlreichen Fallstricken bezgl. der Kadenz), wo man es dann mit einigem Aufwand abgreifen kann, um dann in der weiteren Pipeline für eine progressive Ausgabe wieder deinterlaced zu werden. Ein Reinterlacing setzt hier nur bei Ausgabe in 1080i, dann aber ganz am Ende, auf.

Natürlich ist es aber wiederum beim Encoding wichtig, zu wissen, dass es sich progressives Ausgangsmaterial handelt.

Ich hab auch SD DVB-S-Aufnahmen von RBB die mit 8 Mbit/s laufen. Das Bild ist einfach perfekt.
Eben. Im DVB-S hat sich da gerade bei den ÖR eine Menge getan. Nicht vergleichbar mit Streams, die ich hier noch von Anfang 2000 habe. Bis etwa 2005 war noch nicht einmal FullD1 auf allen Kanälen sicher. Teilweise also dann wirklich 352x576.

Mich wundert aber deine Erfahrung bei den DVDs. Da konnte ich im gleichen Zeitraum keine generelle Verschlechterung feststellen. Allerdings beschränken sich meine Einkäufe fast ausschließlich auf europäische Filme.

Gruß

Denis
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben