Eine Nachricht aus Minnesota! (warum ich dazu stehe das die USA jetzt mit dem Dritten Reich zu vergleichen ist!)

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MonteDrago

Gast
Hier eine Nachricht die an mich, und einige andere ging die Kontakte zum US Bekannte haben:
persönliche Nachricht aus Minnesota :
Liebe Freunde in Deutschland
Es ist schwer hier. Freitag war so ein guter Tag. Wir haben alle so hart gearbeitet, dass der Day of Truth and Freedom ein Erfolg wird. Und es war so ein hoffnungsvoller, moralisch aufrichtender Tag. 700 Geistliche aller Religionen und Konfessionen aus den ganzen USA sind gekommen, um teilzunehmen. Hunderte Geschäfte waren geschlossen. Zehntausende Menschen waren auf der Straße, mitten am Tag an einem Freitag bei minus 30 Grad. Eindringliche Bilder vom Flughafen, wo sich rund hundert Geistliche bei einer Aktion haben verhaften lassen. Und dann am nächsten Morgen das. In uns allen ist etwas zerbrochen. Wir haben alle den Tag nur geweint.

Und meine Freunde und Nachbarn gehen weiter gegen ICE patrouillieren, um unsere Braunen und Schwarzen Nachbarn und Freunde zu schützen, wohl wissend was das Risiko ist. Hunderte waren gestern bei einem Emergency Training, auch Rolland, mein Mann, um auch patrouillieren zu können.

Weitere Momentaufnahmen: Meine Kinder haben Angst. S sagte gestern Abend : Ich weiß, dass ich sicher bin. Ich bin ja Staatsbürgerin und sehe sehr weiss aus. Aber was ist mit meinen Freundinnen? Ich gehe immer mit Regan zum Bus. Wenn ihr was passiert, wäre es genau so schlimm als wenn mir was passiert. R hat Angst den öffentlichen Bus zu nehmen, hat dunkle Haare, braune Augen und olivfarbene Haut. Die Kopie des Passes ist im Rucksack. R sagt eine Frau, die schlecht Englisch spricht, ist mit an der Bushaltestelle, sie ist so nett, was wenn sie kommen und diese Frau abholen? Ich habe R heute mit dem Auto zur Schule gefahren.

Meine Nachbarin und Freundin wurde vor ein paar Tagen von ICE verhaftet als sie am Patrouillieren war. Sie war auf einer öffentlichen Straße und hat ICE nicht behindert. Sie haben behauptet, sie hätte ihnen den Weg abgeschnitten und sie mit einem Messer bedroht. Sie würde jetzt mit einem Bundesverbrechen angeklagt. Nachdem sie 6 h im Whipple Building (ICE HQ) festsass, haben sie sie dann wieder frei gelassen, einfach da vor die Tür gesetzt (ist ziemlich im Nirgendwo) ohne Telefon oder sonst irgendwas bei - 25 Grad. Zum Glück hat die Community auch dafür schon etwas organisiert. Es gibt eine Gruppe, die Tag und Nacht patrouilliert mit Decken und heißem Tee, und die Leute die z.T. mitten in der Nacht ausgesetzt werden aufgabelt und wieder nach Hause bringt. Am nächsten Tag war ICE mit 5-6 Fahrzeugen vor ihrer Haustür, um ihr zu zeigen, dass sie wissen, wo sie wohnt. Ständige Einschüchterungsversuche. Anderen Beobachtern, die am Patrouillieren waren, wurde gesagt, wenn du uns weiter folgst bringen wir dich um. Oder: Wir wissen wo du wohnst! Oder nachdem Fotos gemacht wurden: Du bist jetzt in einer Datenbank für Inlandsterroristen. Viel Spaß dabei!
Viele Verhaftungen.

Einen Freund, der Fotograf ist und der klar als Presse gekennzeichnet war, haben sie mit Tränengaskanistern beschossen, zum Glück hatte er eine wattierte Weste an. Aber der Brustkorb tut ihm immer noch weh. Und der Husten vom Tränengas ist auch noch nicht wieder weg.

Die Twin Cities sind nicht so groß. Alle kennen inzwischen jemand, die entweder Renee Good oder Alex Pretti kannten oder dabei waren als sie erschossen wurden, selbst verhaftet wurden oder eine brutale Verhaftung miterlebt haben.

Und gleichzeitig ist da so viel Gutes.

Alle, wirklich alle, auch die, die sonst komplett apolitisch sind, machen was. Carepakete für Familien, die sich verstecken, packen. Vor der Schule patrouillieren zu Anfangs- und Schlusszeiten. Spenden sammeln. Einkaufen, um Familien zu versorgen. Die tausende von Chats betreuen. Jede freie Minute Patrouille fahren. Es gibt eine Singing Resistance, die in Minneapolis singing protests macht. In unserer Nachbarschaft treffen sich die Nachbarn jeden Abend auch bei dieser Eiseskälte zum Singen. Jeden Tag an einer anderen Straßenecke. Samstag waren es beinah 50. Normal sind es mehr so 10-20. Es werden Healing Sessions angeboten auf zoom und auch persönlich. Leute machen Kunst, drucken Schilder, machen Trillerpfeifen mit dem 3D Drucker, übersetzen Flugblätter mit Hilfsquellen in alle Sprachen, gehen zu Läden und Betrieben, um ihnen zu sagen, wie sie ihre Arbeiter und Kundschaft schützen können, fahren Kinder zu Schule, die Angst haben den Bus zu nehmen. Der Schuldistrikt hat jetzt eine Online Option, da die Fehlquoten bei über 30% lagen. Wir lernen alle unsere Nachbarn kennen, die mit uns im gleichen Straßenzug wohnen und auch weiter weg. Am Samstag Abend war die ganze Stadt mit tausenden und abertausenden Kerzen erleuchtet. Fotos vom candle vigil sind nur aus unserer Nachbarschaft, alles im Umkreis von 1-2 km. Es ist alles dezentral und kleinzellig.

Es ist so schwer, uns blutet das Herz, und wir geben nicht auf. Ich wohne jetzt seit 16 Jahren in dieser Stadt. Ich bin so stolz und mein Herz ist so voll.

Aber wir können Hilfe gebrauchen. Es gibt so viel Not. Und wer nicht spenden kann, kann uns zumindest eine Nachricht schicken, dass wir wissen, dass wir nicht alleine sind.

Bitte weit verbreiten.
Und ich muss mir auf Arbeit anhören das ich ja wohl total spinne, wenn ich das was da in den USA abgeht mit dem Dritten Reich der Judenverfolgung und der Gestapo gleichsetze! 🙁👿

Man muss schon sehr verblendet, um nicht zu sagen Dumm sein, um die Parallelen nicht zu sehen.
Aber die Menschen wollen ja nicht mehr sehen was passiert, weil das ihre Traumwelt zerstört. 🤦‍♂️
 
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Reaktionen: Relict und knoxxi
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