Einstieg in die Berufswelt (Gamesbranche)

Tumbleweed

Captain
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März 2008
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Hallo, hoch geschätzte CB-Gemeinde ;)

Ich möchte noch ein paar Meinungen einholen, bevor ich mich in den Bewerbungssumpf stürze.

Und zwar habe ich mir natürlich bereits die Nächte um die Ohren geschlagen und das Orakel (Google) befragt, fühle mich aber immer noch ziemlich unsicher bezüglich meiner weiteren Schritte.

Mein größtes Problem ist, dass ich in eine Branche einsteigen will, die in vielerlei Hinsicht sehr speziell ist und aus dem Rahmen fällt - die Gamesbranche. Besonders bezüglich der Gehaltsvorstellungen stehe ich total im Wald. Mir ist bekannt, dass für gewöhnlich nicht das große Geld in dieser Branche zu holen ist. Das war aber auch nie meine Motivation. Trotzdem will man sich ja nicht unter Wert verkaufen.

Also hier das (relativ) konkrete Szenario:

  • Abgeschlossenes Studium (B.Sc) mit besonderem Gewicht auf development (SW Engineering, Programmierung usw.).
  • Keine Praktika bisher. Das hat das Studium einfach zetlich nicht erlaubt.
  • Erfahrung in der eigeständigen Umsetzung von Spieleprojekten im Team
Ich habe also Erfahrung (die ich gar nicht überbewerten will, in der freien Wildbahn weht der Wind sicher noch etwas anders) in der Leitung eines kleinen Programmiererteams und generell auch in der Konzeption einer Software anhand der Vorgaben eines gegebenen Gamedesigns.

Nun habe ich mehrfach im Netz gelesen, dass eigentlich abgeraten wird von Praktika nach dem Studium. Von Gesprächen auf Konferenzen weiß ich allerdings, dass es in der Regel üblich ist in dieser Branche, mit einem Praktikum einzusteigen.

Seht ihr realistische Chancen für eine Bewerbung auf eine "Junior"-Position oder so etwas wie eine "Trainee"-Stelle? Oder führt kein Weg am Praktikum vorbei? Meint ihr es wird einem übel genommen, wenn man sich selbstbewusst für eine normale Stelle bewirbt?

Ich möchte quasi so hoch wie möglich einsteigen, um keine Zeit mehr zu verschwenden und ganz ehrlich - irgendwann möchte man natürlich auch vom eigenen Geld unabhängig leben können. ;)
Praktika werden auch entlohnt in der Branche, nur habe ich keinerlei Ahnung wie hoch ich mir das vorstellen soll. Zum Leben wird es wohl kaum reichen, vermute ich einfach mal.


Damit beende ich mal meinen Roman, um nicht alle vom Lesen abzuschrecken. Falls noch wichtige Informationen für eine Beurteilung fehlen, reiche ich diese gerne nach.
 
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mit den praktika wirst du eher das problem haben, das dich die meisten unternehmen gar nicht einstellen. es gibt da so einen "fairplay"-pakt, nachdem sich die meisten unternehmen richten (uni absolventen, werden nicht als praktikanten eingestellt, um ausbeutung zu verhindern). ich persönlich würde also im anschluss an deinen bachelor gleich noch einen master dranhängen und in diesem das eine oder andere praktikum absolvieren.
 
Wenn du keinen Master machst, verkaufst du dich aber unter Wert.

Master = mehr Geld für die selbe bzw. weniger Arbeit als beim Bachelor.

Es interessiert halt niemanden ob du irgendetwas kannst, sondern nur diesen Wisch von irgendeinem Abschluss. Also richte dich danach ;)
 
Hast du für deine wilden Thesen auch irgendwelche Belege, Mandarine? Aus meiner Erfahrung behaupte ich, dass eher das genaue Gegenteil der Fall ist.

@blablub1212: Du meinst vermutlich das faircompany-Zertifikat. Das führen m.W.n. eher wenig Unternehmen, die damit Bewerbermarketing betreiben. Wie es da in der Gamesbranche aussieht, weiß ich nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jeder diesen Luxus leisten kann. Ganz unabhängig davon sollte das Praktikum dennoch nur der letzte Notnagel sein, das ist klar.
 
Die zwei weiteren Jahre für den Master sollten ja auch nicht mehr das Problem sein. Würde auch sehr stark zum Fortsetzen des Studiums raten. BSc. ist halt irgendwie nichts "Ganzes".
Und neben dem Studium einfach irgendwas nebenbei machen. Am besten irgendwo in einem Softwareunternehmen Teilzeit arbeiten.
 
Also von dem, was ich bisher aus Gesprächen erfahren konnte, ist es tatsächlich so, dass in der Gamesbranche Abschlüsse bisher eher wenig punkten können. Mehr zählt wohl, was man an Resultaten vorweisen kann. Das befindet sich aber nach Aussage mehrerer "Insider" stark im Wandel und von diesem Stand kann man sich immer mehr verabschieden. Allerdings kommt es gerade so in Mode, dass man einen Bachelor haben sollte, vom Interesse am Master ist die Branche anscheinend noch etwas entfernt.
Eine HR Frau sagte mir z.B., dass sie raten würde erst mal zu arbeiten in der Industrie und dann eventuell im Sinne einer Fortbildung später den Master zu machen.
 
Hi,

zur Gamesbranche kann ich dir nichts sagen.

Aber das du jetzt durch einen Master gleich besser bist, ist in bei vielen Mittelständlern nicht der Fall. Du bekommst meist erstmal fast das gleiche Gehalt wie ein Mitarbeiter im selben Bereich ohne Studium. Dann kannst du dich profilieren und zeigen das dein Studium etwas Wert ist und somit Gehalts- wie auch Verantwortungstechnisch flott aufsteigen. (M + E Branche, auch durch "ERA" bedingt).
Bei meinen ehemaligen Arbeitgeber war es oft so, das die Studenten oft schlechter zu gebrauchen waren als jemand mit IHK Fortbildung etc, sowohl im Bereich Organisation/Führung wie auch vom Wissensstand her.

Also würde mich einfach bewerben und zeigen, dass du genug drauf hast. Meist sitzt ja der Abteilungsleiter oder sonst einer mit dem Fachwissen mit dabei und der wird schon erkennen wie sehr du im Thema bist.


Grüße
 
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