Erfahrungen in DSL über Richtfunk

fruttis

Cadet 4th Year
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Okt. 2011
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Bisher hatte unser Dorf nur DSL Light bzw. DSL 2000 RAM. Jetzt kam noch der Durchbruch bei der Breitbandversorgung in unserer Gemeinde mit der Breitbandförderung.

Mittels der Richtfunk- und kabel*gestützten Hybrid-Technik soll bis Ende 2012 schnelles DSL in die Ortsteile übertragen werden und es wird eine Bandbreite von mindestens 6 Mbit für Privathaushalte und 10 Mbit für gewerbliche Kunden garantiert.

Von dieser Technik höre ich zum ersten Mal und frage mich wie stabil sind da die Verbindungen, Down- und Upload, Ping etc. ?!
Hat evtl. schon jemand Erfahrungen mit dieser Technik, dessen Gemeinde ebenfalls schon per Richtfunk versorgt wird??
 
Da fragst Du mich was :) Ich glaube ersteres...

Hab hier mal ein Bild von der Umsetzung der Technik.


62025157.jpg
 
Der Richtfunk und die zusätzliche Hareware zur Umwandlung der Signale wird natürlich die Round-Trip-Time erhöhen.
Zusätzlich wird es bei schlechtem Wetter Loss bis hin zum Verbindungsabbruch geben.

Surfen sollte locker damit funktionieren. Wie weit VoIP und Spiele beeinflusst sind, musst du selbst ausprobieren.
 
hast Du mal gechekt ob es bei Dir LTE gibt?

Ich hab am Ort DSL 3000, aber per LTE 45MBit..
vielleicht wäre das auch was für Dich?
 
Bei meiner ehemaligen Firma hatten wir ne 100mbits Leitung von der Telekom per Richtfunkmasten auf dem Dach. Weil es zu oft zu ausfällen kam, hatten wir damals noch eine herkömmliche Leitung als Alternative...
 
Bei euch ist es also direkt Richtfunk bis ans Haus... das heißt kleine Störungsanfällige Antennen und schlechte Pingzeiten da vermutlich keine Sichtverbindung zum outdoor DSLAM besteht, und damit 1-x mal umgelenkt werden muss.
 
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Ja LTE ist auch verfügbar mit bis zu 7,2 Mbit/s, jedoch hat mich die Drosselung nach Erreichen des Downloadvolumens (das wohl evtl. immer noch nicht greift) immer abgeschreckt und so bin ich lieber bei DSL 2000 RAM mit nem super Ping von 43ms :) (Davor bei Light etwas über 100) geblieben.

Aber die Versorgung mit Richtfunk ist jetzt beschlossene Sache und somit werden ja die herkömmlichen Leitungen dann nicht mehr genutzt/gebraucht, oder täusch ich mich da? :freak:


Hier mal ein Auszug aus dem Bericht.

Technisch funktioniert die Sache so, dass der Anbieter die Signale von einem DSL-Knoten auf dem ****berg bei ****** auf den Funkmast bei ****** überträgt. Von dort aus werden, ebenfalls per Richtfunk, die Empfangsstationen in den Ortsteilen angesteuert. Diese Schüsseln werden entweder an bestehende Gebäude oder Masten montiert oder aber auf Laternenähnliche Pfosten von maximal zehn Meter Höhe geschraubt. Von dort gelangen die Signale in die so genannten Kabelverzweiger, und schließlich per Kabel in die einzelnen Haushalte.
 
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Die Leitungen liegen ja bereits also wirst du auch weiterhin dein DSL 2000 nutzen können.
 
Gebraucht werden die nicht... aber mit dem richtigen Router könnte man die als Notfallleitung weiterbetreiben.
Kostet natürlich... für den privaten "Notfall" kann natürlich auch sein Handy an den Laptop / PC hängen und darüber surfen. Oder die alte Leitung liegen lassen und umklemmen und dann halt einen
Tarif mit Volumen wählen.
 
Bin auch per Richtfunk angebunden.
Habe allerdings einen Empfänger auf dem Dach, also nicht wie auf Deiner Grafik per Backbone.
siehe auch http://www.ubnt.com/nanostationm

Download/Upload = 8000/1500
Feste IP-Adresse

Ping zu heise.de = 11ms - 15ms


Habe lediglich bei richtig starkem Regen Probleme gehabt, sonst läuft es super.
War anfangs auch sehr skeptisch, mittlerweile hat mich diese Technik echt überzeugt.


Wobei ich natürlich das gute alte Telefonkabel bevorzugen würde.
Würde bei Verfügbarkeit auch jederzeit wieder wechseln, ..... Kabel ist mir doch lieber.
 
hat vielleicht noch jemand Erfahrungen gemacht mit dieser Technik, also speziell mit der Übertragung durch den Backbone??
 
Wir hatten auch einen Kunden mit Richtfunk angebunden. Wie Loser geschrieben hat, gibt es teilweise Probleme bei Unwetter (starker Regen/Gewitter), aber im Prinzip ist das ganze stabiler als ich befürchtet hab und macht im Alltag keine Zicken.

An welcher Stelle die Richtfunkanbindung gelöst ist halte ich eher für Zweitrangig und nur eine Frage der Bandbreite - das sollte aber hoffentlich kein Flaschenhals sein. Kannst ja mal bei Gelegenheit nachfragen, wie schnell diese Funkstrecke ist - ich denke das wird aber deutlich mehr als 100Mbit sein und damit mehr als genug.
 
@ enigma
ich denke Du meinst mit 100Mbit die komplette Bandbreite die zwischen den beiden Sendern bestehen soll, oder?! Die weiß ich jetzt auf die Schnelle nicht! Und was meinst Du mit “Wir hatten auch einen Kunden mit Richtfunk angebunden“ ?? Machst Du das beruflich?

Ich finde nur das wenn schon etwas ausgebaut wird, dann sind eigentlich 6 Mbit für die privaten Haushalte zu wenig.

Das ganze geht übrigens nicht vom rosa Riesen aus über die Bühne. Da werden auf einmal einige tausende an Euro flöten gehen... ;-)
 
Die Probleme ergeben sich meistens auch nicht durch die Richtfunktechnik (Übertragungsstrecke zwischen Backbone und Kundem), sondern durch die Anbindung des Backbones. Wenn der Anbieter an dieser Stelle geizt und seine Anbindung maßlos überbucht, kommt sowas wie hier dabei raus. Deswegen bin ich zumindestens was mein Gebiet anbelangt, erst mal bei dem Thema Richtfunk reserviert;).
 
Was mich an der Grafik etwas stutzig macht: Was macht es für einen Sinn einen HVT (der in der Regel eh schon über Glas angebunden ist) über Funk anzubinden? Wenn dann bindet man den KVz mit einer Funkstrecke an, damit die distanz zum Kunden kürzer wird. Dann baut man einen Outdoor-DSLAM ein und kann dem Kunden dann meisst das schnellste DSL liefern.
 
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Der Outdoor-DSLAM (kein großer HVT) wird doch auch lt. der Grafik per Richtfunk angebunden.
Die Richtfunkanbindung ersetzt eben die Glasfaser zum ODSLAM. Ich weiß nicht wo das Promblem liegen soll. Was ein bisschen wirr ist, ist der zusätzliche KVZ. Weil man überbaut den KVZ in der Regel mit einem ODSLAM, der eigene Schaltflächen für die Hausanschlüsse enthält. Ein zusätzlicher KVZ wird nur benötigt um "Nicht-Kunden" weiterhin über den klassischen HVT zu versorgen.
 
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hab mal nachgehakt...
man muss nicht zwangsläufig zum neuen anbieter wechseln, man kann auch weiterhin das lahme I-net der Telekom nutzen. evtl bestätigt das die Vermutung mit dem Kvz von asus?!
Der neue Anbieter muss dann die bestehenden Leitungen der T-kom anmieten.
 
Einige Leute aus unserer Gemeinde haben jetzt Bedenken zwecks der zusätzlichen Strahlenbelastung zwischen den beiden Richtfunkmasten.
Kennt sich jemand damit aus ob diese Strahlen ein Problem darstellen bzw gesundheitsschädlich sein können?
 
Das ist so wie der Unterschied zwischen einem Scheinwerfer im Auto und einer Glühlampe. Die Glühlampe strahlt in alle Richtungen. Die Scheinwerfer im Auto strahlt das Licht nur in eine bestimmte Richtung, der Rest bleibt dunkel. So ist es auch beim Richtfunk, der einen fokussierten Strahl sendet.
 
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