Erfahrungen mit flachen Patchkabeln?

maxceem

Lt. Junior Grade
Registriert
Mai 2004
Beiträge
351
Hallo,

ich wollte meinen PC und iMac in einem GB-Netzwerk verbinden und zusätzlich noch ein NDAS anschließen. Der Switch und das NDAS wollte ich in den Raum nebenan verlegen, aber dazu bräuchte ich flaches Patchkabel um es unter der Türe durch verlegen zu können.
Jetzt habe ich etwas gesucht und habe öfters gelesen, dass die flachen Kabel nicht abgeschirmt sind und auch schneller an ihre Grenzen stoßen wenn es um die Geschwindigkeit geht. Für den iMac bräuchte ich aber nur 3-5m Kabel und für den PC 7-10m, könnte das trotzdem zu Problemen führen? Würde schon gerne die volle Geschwindigkeit von dem GB-Netzwerk ausnutzen.

Hier mal ein paar Kabel die ich gefunden habe:

Cat5e: http://cgi.ebay.de/Netzwerk-Patch-Flach-Kabel-5m-Lan-Flachkabel-5-m_W0QQitemZ380174024066
Cat5e, teuer: http://www.ute.de/kabel/cat5/cat5eflat.php
Cat6: http://cgi.ebay.de/Netzwerk-Patch-Kabel-CAT-6-weiss-LAN-5m-CAT6-FLACH-FLAT_W0QQitemZ320375185839

Taugen die was?


Gruß,
Philipp
 
Hallo,

eigentlich ist Cat 5/Cat 5e für eine "normale" 10/100 Mbit-Verbindung (bis 100 Meter) ausgelegt.
Für den "Homebereich", wenn es nur um kurze "Gbit-Strecken" geht, dürfte dies auch kein Problem sein.

Aber der Unterschied liegt ja in der Frequenz und Abschirmung. Und wichtig ist eine gute Abschirmung.
Deswegen würde ich Cat 6 vorziehen, denn bei den paar Metern würde ich nicht sparen.

Ich kenne keine Firma, die noch auf Cat 5 setzt. Und wenn noch VoIP ins Spiel kommt, dann ist eh Cat 6 angesagt.

Bei einem flachen Patchkabel solltest Du auf starke Knicke verzichten.
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung hinzugefügt.)
Hallo Mirko,

nun, Deine Frage hat mich damals auch ein wenig ins Grübeln gebracht.

Ich bin zwar kein "professioneller Netzwerker", aber fest steht, dass ein Bekannter von mir (EDV-Leiter eines mittelständischen Betriebes) die komplette Infrastruktur auf VoIP umgestellt hat.

Zuvor war alles mit Cat 5 abgedeckt, aber es gab immense Probleme. Deswegen wurde alles komplett auf Cat 6 umgestellt. Jedenfalls waren danach die Probleme behoben.

Die Vermutung lag nahe, dass es wohl an der Frequenz lag.

Sicherlich kann es auch (noch) an anderen Dingen gelegen haben, aber da die Fehler verschwunden waren, bleibt diese "Lösungsmöglichkeit" (der Wechsel auf Cat 6) in guter Erinnerung.

Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren und das ist nicht ironisch gemeint.
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung hinzugefügt.)
Für VoIP braucht man mit G.711 knappe 100 kbit/s (SIP, RTP, UDP, IP, Ethernet). Mit funktionierendem QoS ist VoIP also auch über 10 MBit/s Ethernet (über Cat3-Kabel) problemlos möglich.

Ohne oder ohne funktionierendes QoS sieht die Sache natürlich ganz anders aus. Bei Fast Ethernet stört ein Dateizugriff schnell die VoIP-Übertragung. Bei Gigabit ist die Chance größer, das die Sprachübertragung auch ohne QoS funktioniert.

Mirko
 
Hallo Mirko,

sicher, VoIP funktioniert ja auch im Privathaushalt meistens problemlos.
Aber wenn man eine Firma (ca. 300 Angestellte) komplett damit versorgt, dann sieht es wohl ein wenig anderes aus.

Jedenfalls finde ich, dass ein EDV-Leiter eigentlich wissen sollte was er macht.
 
Flache Kabel werden niemals die Signalqualität und dem entsprechend auch nicht die Geschwindigkeit bieten wie "Harte" PiMF Kabel (das einzige, was ich für Gbit-Netzwerk empfehlen würde)

Tu' Dir den Gefallen und mach ein Loch in die Wand, dann brauchst Du nichts unter der Türe verlegen ;-) Kann man auch schön mit Kabelkanälen lösen.
 
Zurück
Oben