Erfahrungen zu B850 unter Linux, verschiedene DP-Specs und Intel I226-V

C.J.

Lieutenant
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Ich hatte eigentlich vor erst zu Zen 6 Release wieder zuzuschlagen und habe deswegen letzten Sommer zum Aufrüsten ausgelassen (wieder mal alles falsch gemacht ...). Aufgrund der ganzen politischen Spannungen (Iran-Krieg, Helium, Taiwan) würde ich mir gerne einen Plan B zurechtlegen, um doch noch kurzfristig auf einen 9800X3D umsteigen zu können. Ich schwanke zwischen folgenden drei Mainboards, die meine Minimal-Kriterien erfüllen:
  • µATX
  • B850-Chipsatz
  • 3 M2-Slots
  • weiße Optik
-> Filter ergibt
  1. ASUS ROG Strix B850-G Gaming WIFI
  2. ASUS TUF Gaming B850M-Plus WIFI7 W
  3. ASRock B850M Steel Legend WiFi
Das Steel Legend ist deutlich günstiger als die anderen beiden, aber Asrock hat bezüglich 9800X3D-Defekte leider einen sehr schlechten Ruf. Zudem ist ein M2-Slot nur mit x2 angebunden und die USB3-Ausstattung ist deutlich spärlicher. Da würde mich der Aufpreis nicht so sehr stören. Die Asus-Bretter kosten quasi gleichviel und unterscheiden sich auch nur in Nuancen. Da ich langfristig von Windows weg will, wollte ich fragen, ob hier jemand allgemein Erfahrungen mit B850-Boards unter Linux hat. Gibt es Hersteller, die man bevorzugen oder meiden sollte? Über den Intel I226-V-Netzwerk-Chip (verbaut im Strix) finde ich viel schlechtes im Netz. Sollte man als den Linux-Nutzer deswegen lieber meiden? Es gibt dazu diverse Threads, aber diese sind oft über 3 Jahre alt. Warum kann das Steel Legend über den DP-Port 4K120 ausgeben und die Asus-Bretter nur 4K60? Hängt das nicht von der iGPU ab? Nutzt jemand die iGPU und hat das mal getestet?
 
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Generell setzt du beim Board-Design in der CAD Software ein „Netzwerk“ mit Design-Parametern, für DisplayPort also eine Mindestfrequenz usw. Werden die nicht eingehalten, wirft dir das Programm jede Menge Warnungen und Fehler, der Export wird unterbunden. Ich kann mir vorstellen, dass das ASUS die zwar eingestellt hat, sie aber lockern musste damit es mit dem Layout (also übrigen Chips und Leiterbahnen) noch klappt.
Es gibt Hersteller, die würden anderweitig schludern und das nicht merken – das weißt du als Kunde auch erstmal nicht.

Die AMD iGPU an sich schafft problemlos 4k@120 bei 10bpc (sogar 5k2k).

Die Intel i226-V Netzwerkkarte als solche ist schon nutzbar. Wenn du spezielle Anforderungen hast, dann lass es uns wissen.
 
Moin. Weil ich gerade ein total spezifisches Problem habe, was wohl dann auch dich betreffen wird, schreibe ich das mal hier hin.

Ich habe alle unsere Computer von Windows auf Linux umgestellt. Alles super nur der Computer mit B650 Chipsatz lässt sich nicht in den Standby versetzen. Dies soll wohl alle B650 Mainboards und auch den Nachfolger betreffen. Der Workaround mit dem Kernel Command acpi Mode=Windows 2015 führt bei mir zum Beispiel nicht zu einer Lösung des Problems...

Ich würde einmal schauen ob diese Mainboards Problemlos unter Linux funktionieren oder ob sie auch von diesem Problem geplagt sind.

Hier ein Link zu der Problemlösung bei Arch. Gigabyte, ASRock und MSI werden direkt erwähnt. Aber es scheint wohl alle irgendwie zu betreffen. :(
 
@Tsu:
OK, die Ausgabefrequenzen hängen auch noch vom Platinenlayout ab. Dann werden die Angaben wohl "leider" stimmen. Ich hatte halt gedacht, dass "DP 1.4" bedeutet, dass die Spec auch voll ausgefahren werden kann und das würde mit DSC auch 4K240 beinhalten, welche mein Monitor kann. Ich hatte den Bildschirm auch schon an einer RX5700 von 2019 (!), die per DP auch die vollen 240Hz geschafft hat. Na gut, damit ist der Hybrid-Modus mit iGPU am Monitor und dGPU per PCIe wohl eh gestorben und ich muss mir überlegen, ob mir die 120Hz in 4K irgendwas Wert sind oder nicht.

Zur Netzwerkkarte: Spezielle Anforderungen habe ich nicht, außer dass sie unter Windows und Linux ohne Verbindungsverluste funktioniert und dabei die angegebenen 2,5Gbit leistet. Den Chip gibt es ja schon etwas länger und gerade aus der Anfangszeit findet man viele Leute, die damit Probleme hatten: https://www.reddit.com/r/intel/comm..._controller_has_the_exact_same/?show=original
Allerdings sind es nicht nur alte Probleme. Hier ein Thread von 2025, wo sich Linux-Nutzer über Probleme mit ihren Intel-Netzwerkchips austauschen: https://www.reddit.com/r/archlinux/comments/1qp03di/problems_with_on_board_inter_ethernet_driver/
Ich bin nur durch Zufall überhaupt auf dieses Problem gestoßen, weil ich gar nicht damit gerechnet hätte, dass etwas so ausgereiftes wie Netzwerk-Chips in modernen System solche Probleme machen können. Zumal der Vorgänger (I225) auch schon in Verruf war und Intel keine kleine Hinterhof-Bude ist.

@TSKNF:
Ich würde einmal schauen ob diese Mainboards Problemlos unter Linux funktionieren oder ob sie auch von diesem Problem geplagt sind.
Konkrete Infos sind leider sehr rar, was Linux angeht. Da unter allen möglichen Windows-News hier auf CB immer zig Leute kommentieren, dass sie mittlerweile glücklich auf Linux umgestiegen sind, hatte ich gehofft, es wären vielleicht auch B850-Leute dabei, die gute oder schlechte Erfahrung mit der Plattform gemacht haben^^
 
Also ich sehe erst mal kein Problem unter Linux was die Hardware betrifft. Was sich durchaus unterscheiden kann ist im Thema Performance, welchen Kernel du nutzen möchtest. Daher ist die Frage, welches Distri du im Auge hast? Für was der PC genutzt werden soll?
 
@chr1zZo: Aktuelles Nutzungsprofil ist 80% Windows und 20% Ubuntu, wobei unter Windows auch viel gezockt wird. Langfristig würde ich das gerne komplett auf Linux verlagern und Windows nur noch für Hardware-Tools nutzen, die unter Windows nicht gehen (sowas wie RGB-Beleuchtung einstellen oder OC/UV-Stabilität testen). Ubuntu deswegen weil ich bis vor 2 Jahren sehr viel im Home Office auf dem PC gearbeitet habe und ich was "Bewährtes" wollte, wo ich im Zweifelsfall Tipps oder Workarounds im Netz finde, wenn irgendwas bei mir nicht funktioniert. Die ganzen "Gaming"-Distros wie CachyOS habe ich bisher nicht getestet, weil mir das zu viel Arbeit war meine ganzen Sachen umzuziehen bzw. wieder alles aufzuräumen, wenn es doch nichts ist.

@sedot: Danke, sehr interessante Liste! Das Asrock sieht schon mal gut aus. Bei den Asus-Brettern scheint es mehrere Revisionen zu geben, die zwar gleich heißen aber nicht gleich sind, z.B. dieses hier: https://geizhals.de/asus-tuf-gaming-b850m-plus-wifi-90mb1iy0-m0eay0-a3381525.html?hloc=at&hloc=de
Da muss ich nochmal genauer schauen.

Edit: Never mind, das eine heißt "WIFI" und das andere "WIFI7". Dann passt es wieder.
 
sedot schrieb:
@C.J.
Du kannst dich mal bei hier durchklicken, im Moment sind 78 Mainboards gelistet.
https://linux-hardware.org/?view=search&name=b850&typeid=motherboard#list
Die betroffenen Mainboards werden dort auch gelistet. Es funktioniert auch alles super. Bin total zufrieden mit der Entwicklung. Nur die Inkompatibilität des Standby Modus hat mich irgendwie total überrascht... Dachte irgendwie seit ATX funktioniert das.

Edit: hier stand Mist. Ist ja am4/am5 sry sry
 
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C.J. schrieb:
er den Intel I226-V-Netzwerk-Chip (verbaut im Strix) finde ich viel schlechtes
Funktioniert zwar inzwischen. Aber unter Windows 11 unglaublich viele ID27 Warnungen. Habe die NIC im BIOS abgeschaltet und eine Realtek eingebaut. Habe selbst ein Board X670E-E GAMING WIFI von Asus.
 
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