Vorabinfo
Ich habe die Halo 2 von BenQ kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Danke! Als Gegenleistung wird ein Erfahrungsbericht erwartet, zu dem es aber keine weiteren Vorgaben gibt.Da ich die 1. Generation der Halo besitze, werde ich (primär separat) auf Unterschiede eingehen. Dabei werde ich bei der Benennung zwischen „Halo 2“ und „Halo“ unterscheiden.
Mein Monitor ist der MSI 491CQPX. Also ein Curved-Ultrawide (32:9), was für eine Screenbar eine Herausforderung sein kann.
Ich habe Fotos von der Beleuchtung gemacht mit (meistens) 100 % Helligkeit. Es ist aber nicht trivial die tatsächliche Helligkeit korrekt abzulichten (insbesondere beim Rücklicht, da es eine starke Mittenbetonung hat durch den geringen Wandabstand). Vor allem die hellsten Bereiche sind durch die nötige Belichtungskorrektur überbelichtet und daher etwas greller (und detailloser) als die Realität. Hinzu kommt natürlich, dass auch die Monitorhelligkeit einen gewissen Einfluss hat. Diese Fotos sollten also nicht zu genau genommen werden.
Nachträglich ist mir aufgefallen, dass die Halo 2 dabei auf 5000-5500 K eingestellt war und die Halo auf 6500 K, aber das ist farblich ja recht nah beieinander.
Erfahrungsbericht Screenbar Halo 2
Verpackung
Die Umverpackung besteht aus einfachem Karton und kann somit problemlos als Kartonage entsorgt werden. Es gibt außen keine Plastikfolie.In diesem Karton befindet sich ein zweiter Karton mit einem Einsatz (ebenfalls aus Karton), welcher den Lieferumfang enthält. Die Halo 2 selber, der Controller und die Webcamhalterung (mit Klebepads) sind jeweils in einer Kunststofftüte und das Netzteil in einem kleinen Karton verpackt.
Lieferumfang
Enthalten sind die Screenbar selber, der Controller, eine Webcamhalterung (zum Ankleben) und ein Netzteil sowie eine kurze Anleitung.Erster Eindruck
Alle Teile wirken hochwertig verarbeitet. Der Teil, der die vordere Leuchte enthält ist zum Großteil aus Metall und optisch unauffällig. Auf einer Seite steht vorne „ScreenBar Halo 2“.Die Rückseite der hinteren Leuchte ist von vorne sichtbar – mir fällt das aber bedingt durch den Wechsel von der Halo auf und weil ich jetzt nach Unterschieden suche. Störend dürfte es nicht sein, es ist halt ein sichtbarer Unterschied.
Das Netzteil ist ziemlich groß für diese Anwendung. Bei mir verschwindet es aber eh unter dem Schreibtisch.
Montage
Die Befestigung der Halo 2 am Monitor ist sehr einfach. Die Klammer öffnen und beim Anbringen noch darauf achten, dass das Stromkabel passend liegt.Obwohl der Monitor oben sehr dünn ist und weiter unten auf der Rückseite eine Stufe hat, wird die Screenbar gut fixiert. Da der Rahmen oben leicht schräg ist (also nicht rechtwinklig zum Panel) und das Panel vertikal ebenfalls einen Winkel abseits 90° zum Tisch aufweist (sodass mein Blick ca. 90° aufs Panel fällt) sitzt die Screenbar nicht parallel zur Schreibtischplatte, sondern abfallend nach hinten. Diesen Winkel kann man an der vorderen Lampe kompensieren, sodass es keine negative Auswirkung auf die Lichtverteilung hat (siehe Kapitel Licht).
Ansicht von vorne:
Die Nase, welche die Halo 2 vorne am Panel fixiert ist sehr kurz und ragt daher nicht in das Monitorbild rein. Das sollte für alle Monitore sehr gut passen.
Stromversorgung
Die Halo 2 wird über USB-C mit Strom versorgt und hat bis zu 15 W Leistungsaufnahme. Es liegt ein passendes Netzteil bei.Manche Anwender schließen eine Screenbar direkt an USB-Anschlüsse des Monitors an, sodass das Licht zusammen mit dem Monitor ein- und ausgeschaltet wird. Hier kann USB-C inkompatibel sein ohne Adapter und wird sicherlich auch nicht genug Leistung bereitstellen (außer bei USB PD).
Da ich das Licht aber komplett unabhängig vom Einschaltzustand des Monitors nutze, ist eine separate Stromversorgung für mich die korrekte Lösung.
Controller
Die Screenbar wird und kann nur über den kabellosen Controller gesteuert werden. An der Screenbar selber sind keine Tasten. Den Controller kann man somit beliebig auf dem Schreibtisch platzieren.Diese Lösung finde ich gut, denn Tasten an der Screenbar (vor allem wenn es nicht Touch ist oder wenig sensibel) bergen das Risiko die Position der Screenbar zu verändern und ich benutze die Tasten ja mehrfach täglich.
Der Controller hat einen integrierten Akku, welcher über USB-C geladen werden kann. Einerseits natürlich besser als Batterien, aber wenn der Akku defekt ist, kann dieser nicht (einfach) ausgetauscht werden. Die Akkulaufzeit soll bis zu 3 Monate betragen. Somit muss der Akku ja nicht täglich geladen werden und sollte daher lange durchhalten können.
Es gibt einen Ein-/Ausschalter am Boden, um bei längerer Nichtbenutzung den Controller ausschalten zu können.
Die Helligkeit wird für Front- und Rücklicht getrennt als Prozentwert und die Farbtemperatur (für beide zusammen) in Kelvin angezeigt. Das Display ist aber nur während der Bedienung und ein paar Sekunden danach an (was Sinn ergibt zum Strom sparen).
Es wäre allerdings intuitiver, wenn die Helligkeit der hinteren Leuchte oben und die der vorderen Leuchte unten im Display angezeigt werden würde. Jetzt ist es andersrum und somit entgegengesetzt zur Reihenfolge an der Screenbar. Die Helligkeit beider Lichter kann getrennt voneinander eingestellt werden, sofern nur das jeweilige Licht an ist (die jeweils eingestellte Helligkeit wird beibehalten, wenn beide Lampen an sind, aber dann kann man die Helligkeit nicht getrennt einstellen). Wenn nur eine Lampe an ist wird auch nur der zugehörige Prozentwert angezeigt, sodass die „verdrehte“ Anzeige im Display keine so große Rolle mehr spielt.
Die Anzeige ist sehr gut ablesbar und die neutral-weiße Beleuchtung wirkt wertig.
Zum Ändern der Helligkeit oder Farbtemperatur wählt man zunächst die jeweilige Touch-Taste aus (diese leuchtet dann) und verändert den Wert über Drehen des Außenrings vom Controller. Die Helligkeit kann in 1 Prozent Schritten und die Farbtemperatur in 25 K Schritten geändert werden – also sehr präzise. Da der Einstellring sehr leichtgängig ist muss man aber feinfühlig drehen und es ist auch eine unbeabsichtigte Verstellung möglich, falls man bei aktivem Controller gegen den Ring stößt. Etwas mehr Drehwiderstand bzw. eine spürbare Rasterung hätte hilfreich sein können.
Dass die Farbtemperatur eingestellt werden kann finde ich sehr gut. Mir gefällt weißes Licht besser (als warmweiß) und habe daher 5500 K eingestellt. So kann jeder seine Wunschfarbtemperatur einstellen und es auch variieren. Die Farbtemperatur gilt allerdings für vorne und hinten und kann nicht separat für beide Leuchten eingestellt werden.
Änderungen werden nur bei aktivem Display (bzw. aktiver Controller) ausgeführt. Z.B. zum Einschalten muss man also zweimal auf „ein“ drücken. Einmal zum Controller aufwecken und dann zum Einschalten der Lampe. Ähnlich dann bei allen anderen Funktionen auch – ein Tipp auf den Controller vorab ist immer nötig, um den Controller aufzuwecken, sofern der Controller nicht noch aktiv ist durch eine vorherige Bedienung.
Das finde ich etwas störend, aber man gewöhnt sich dran.
Es gibt eine Taste für das Umschalten zwischen den drei Leuchtmodi, eine Favoritentaste (auf der kann eine persönliche Einstellung der Beleuchtung gespeichert werden), eine Taste für automatische Helligkeit und eine Taste für das Ein-/Ausschalten sowie Einstellen der Anwesenheitserkennung.
Licht
Das Licht ist sehr hell bei 100 % Helligkeit. Mir ist 100 % schon eher zu hell. Ich würde sagen, dass das Licht für alle Anwendungsfälle einer Screenbar hell genug ist. Die vordere Leuchte blendet aber nicht dank des speziellen Reflektordesigns. Die Lampenfassung vorne kann gedreht werden, um die Lichtverteilung anpassen zu können. Hierüber kann ich die Eingangs erwähnte „Schieflage“ der Screenbar auf dem Monitor somit ausgleichen.Das Licht erzeugt auch bei voller Helligkeit keine Reflexionen auf dem Display. Bei ausgeschaltetem Monitor sieht man zwar Lichteinfall im oberen Bereich des Panels, davon ist bei eingeschaltetem Panel aber nichts zu sehen.
Beim folgenden Bild beträgt die Helligkeit 100 %. Es sind keine Reflexionen o.ä. auf dem Panel zu sehen. Dabei hat das Panel nur eine Antireflexionsbeschichtung und spiegelt z.B. bei direkter Sonneneinstrahlung deutlich.
Folgend ein Foto, dass die Lichtverteilung zeigt. Es ist sichtbar, dass der Lichtkegel nicht direkt auf das Panel und auch nicht Richtung Augen gelenkt wird. Es gibt natürlich Streulicht, welches aber keine störenden Effekte hat.
Die vordere Lampe erhellt die komplette Schreibtischbreite (160 cm). Im zentralen Bereich ist es minimal heller als weiter außen (wie beworben), es ist aber nicht so ausgeprägt wie in den Fotos (real ist die Mitte nicht ganz so grell):
Die hintere Leuchte erzeugt auch ein sehr helles Licht, welches homogen verteilt wird. Die Mitte im Foto ist überbelichtet, aber die Helligkeit weiter außen ist korrekt abgebildet. Im hellsten Bereich kann man real die Struktur der Wand erkennen, was im Foto aber komplett untergeht.
Mit 35 % Helligkeit, was aktuell meine gewünschte Einstellung für hinten ist, sieht es folgendermaßen aus (auch hier ist die Mitte überbelichtet und zeigt weniger Details als real sichtbar sind):
Manch einer würde sich für das Rücklicht sicher RGB wünschen anstatt weiß – BenQ kann sich ja überlegen, ob es noch eine RGB-Variante geben kann. Cool wäre dann natürlich eine Funktion wie das Ambilight von Philips – aber das würde den Preis sicher nochmal höher treiben.
Folgend ein Foto mit beiden Lichtern an. Real ist es eher noch heller, aber das Bild ist bereits überbelichtet und es ist schwierig abzubilden (vergleicht es mit dem Bild nur hinten – so viel heller ist es quasi).
Sowohl Rücklicht als auch vorderes Licht kann also nach den eigenen Wünschen eingestellt werden und bietet eine blendfreie und gute Beleuchtung sowohl des Schreibtisches als auch der Umgebung.
Anwesenheitserkennung & Automatik
Die Anwesenheitserkennung funktioniert (wenn regelmäßiger Bewegung erkannt wird), ist für mich aber nicht sinnvoll nutzbar. Daher habe ich die Funktion auch nicht ausgiebig getestet. Ich nutze das hintere Licht auch als Ambientebeleuchtung, wenn ich auf der Couch sitze und das vordere Licht brauche ich nur als aktive Beleuchtung (z.B. beim Lesen oder Schreiben auf Papier) und nicht dauerhaft. Wenn ich mit dem PC beschäftigt bin, habe ich das Rücklicht der Halo an und zwei LED-Bänder unter dem Fernseher sowie Couch.Somit schalte ich das Licht bewusst je nach Situation zu und kann eine Automatik nicht sinnvoll verwenden. Meiner Meinung nach wäre es allgemein besser, wenn der Sensor nicht auf Bewegung, sondern Präsenz reagieren würde und dann nur das vordere Licht steuert (bzw. dies einstellbar wäre).
Es gibt auch eine Automatikfunktion, die die Helligkeit basierend auf der Umgebungshelligkeit steuert und das Ziel hat 500 Lux einzustellen. Dabei wird die Farbtemperatur auf 4000 K festgelegt. Ich konnte keine Änderung bei der Helligkeit feststellen, egal, ob ich Deckenlampen eingeschaltet habe oder nicht, habe es aber auch nicht weiter ausprobiert. Ich werde die Funktion eher nicht benutzen, da ich das Licht gezielt passend meines Bedarfs einstellen möchte.
Unklar ist auf welcher Basis die Helligkeit hinten gewählt wird, da der Lichtsensor ja vorne angebracht ist und somit primär die Auswirkung der vorderen Lampe messen kann.
Fazit
Die Halo 2 ist eine sehr gute und hochwertig verarbeitete Screenbar, die mehr als hell genug ist. Sie dürfte an eine Vielzahl von Monitoren passen (Curved bis 1800R) und dank der Webcamhalterung können Webcams weiterverwendet werden. Ich brauche meine Webcam sehr selten und die kann ich auch einfach oben auf die Screenbar legen.Das vordere Licht blendet/leuchtet weder in die Augen noch erzeugt es sichtbares Streulicht oder Reflexionen auf dem Panel trotz der extremen maximalen Helligkeit.
Mir gefällt auch das Rücklicht, welches den Kontrast zwischen Monitor und Wand reduziert. Das Rücklicht war ja damals auch schon der Grund dafür die Halo zu kaufen nachdem ich den Widescreen-Monitor gekauft hatte (an dem vorherigen Monitor hatte ich LED-Bänder auf der Rückseite) und ich LED-Bänder sowie Schreibtischlampe durch eine Screenbar ersetzen wollte.
Es ist sehr gut, dass die Helligkeit beider Lampen getrennt eingestellt und die Farbtemperatur ebenfalls eingestellt werden kann.
Mir fallen aktuell zwei kleine Kritikpunkte ein:
- der Akku vom Controller ist nicht wechselbar. Wenn er viele Jahre durchhält kein großes Problem, aber das weiß man vorher halt nicht.
- Die Rückseite der hinteren Lampe ist von vorne sichtbar. Etwas versteckter angebracht wie bei der Halo wäre optisch schöner. Vielleicht fällt das aber auch mir jetzt nur durch den direkten Vergleich so präsent auf. Wenn man die Webcamhalterung nutzt, wird aber diese ein dominantes optisches Merkmal sein. Vorteil der höheren Position scheint aber die bessere Lichtverteilung im Raum zu sein. Mein Eindruck ist, dass ich bei der Halo 2 weniger Helligkeit einstellen muss gegenüber der Halo, um denselben Effekt zu erreichen.
Der Preis ist definitiv hoch. Ich würde die UVP als teuer, aber nicht absurd einstufen. Ob es einem das Wert ist, muss jeder selber entscheiden. Es wird sicher auch das eine oder andere Angebot geben.
Ich werde wie bei der Halo auch wieder hinten einen kleinen seitlichen „Blendschutz“ anbringen. Meine Couch steht nämlich parallel zum Schreibtisch und somit kann ich dort sitzend das Rücklicht im peripheren Sichtfeld wahrnehmen (also die Lichtquelle), was leicht störend ist. Vielleicht kann sich BenQ für eine Halo 3 ja eine Art integrierte einstellbare Blende/Begrenzung für das seitliche Licht ausdenken.
Vergleich zwischen Halo und Halo 2
Screenbar selbst
Die Front der Halo 2 sieht für meinen Geschmack etwas schöner aus als die der ersten Generation, weil mittig kein Kunststoff zu sehen ist.Das Rücklicht ist bei der Halo 2 deutlich größer und oberhalb der oberen Monitorkante und daher auffälliger als bei der Halo.
Ansicht von schräg oben (Halo 2 hinten):
Ansicht von der Seite (Halo 2 links):
Ansicht von Hinten (Halo 2 vorne):
Montage
Die Verbindung zwischen dem Leuchtkörper und der Halterung ist bei der Halo 2 deutlich länger als bei der Halo, sodass für Curved-Monitore bei der Halo 2 kein Abstandshalter nötig ist.Die Klammer der Halo 2 dürfte mit mehr Monitoren und deren Rückseitendesign kompatibel sein als die der Halo. Einfach zu befestigen sind beide. Bei der Halo braucht man bei dünnen Monitoren zusätzlich einen Gummipuffer – der entfällt bei der Halo 2.
Die Nase, welche die Screenbar vorne auf dem Panel fixiert, ist bei der Halo 2 kürzer als bei der Halo. Zumal der Abstandshalter für Curved-Monitore der Halo die Nase zusätzlich verlängert.
Bei meinem Monitor sitzt die Halo 2 besser als die Halo. Die Halo hat sich hinten immer etwas hochgedrückt, auch mit dem zusätzlichen Puffer – siehe Bilder. Das hat auch dazu geführt, dass die Nase (welche durch den zusätzlichen Abstandshalter eh deutlich größer ist als bei der Halo 2) leicht ins Monitorbild geragt hat, wenn das Bild gerade ganz oben angezeigt wurde (Pixelshift). Die Halo 2 sitzt satt auf und hat das Problem nicht – die kommt nicht mal in die Nähe vom Monitorbild.
Folgend zwei Bilder wie die Halo montiert von der Seite aussieht:
Im folgenden Bild ist ersichtlich, wie die Nase der Halo minimal ins Bild ragt (ca. aus der Sitzposition), wenn man den Abstandshalter für Curved-Monitore benutzt und die Halo wie bei mir etwas schief sitzt.
Eine Frontansicht mit der Halo und direkt drunter die Halo 2:
Folgend nebeneinander die Halo und Halo 2 seitlich auf dem Monitor:
Die vordere Leuchte der Halo 2 sitzt etwas höher auf dem Monitor und hat auch in "Sitzrichtung" etwas mehr Abstand zum Panel.
Stromversorgung
Die Halo nutzt USB-A und es liegt kein Netzteil bei. Die maximale Leistungsaufnahme beträgt 6,5 W. Dem gegenüber nutzt die Halo 2 USB-C und es liegt ein Netzteil bei. Die maximale Leistungsaufnahme beträgt 15 W.Während die Halo somit tendenziell auch über USB-A-Anschlüsse am Monitor mit Strom versorgt werden kann, benötigt die Halo 2 USB-C mit PD, wenn man nicht das beiliegende Netzteil verwenden möchte.
Welche Stromquelle sinnvoll ist, hängt aber auch vom Anwendungsfall ab. Wen das Licht gezielt (also unabhängig vom Monitor) ein-/ und ausgeschaltet werden soll oder bei der Halo 2 die Anwesenheitserkennung genutzt wird, ist eine dauerhaft verfügbare Stromquelle die einzig sinnvolle Wahl.
Controller
Bei der Halo gibt es keine digitale Anzeige für die Helligkeit und Farbtemperatur, sondern nur umlaufende Leuchtpunkte, sodass man nur abschätzen kann, was eingestellt ist. Das reicht natürlich streng genommen auch aus, da man das Licht ja einfach passend einstellt, aber mir gefällt die Anzeige mit Werten bei der Halo 2 besser.Der Controller 1. Generation nutzt orangenes Hintergrundlicht auf grau Hintergrund, die 2. Generation weißes auf schwarzem Hintergrund. Wie stark das grau bei der 1. Generation sichtbar ist, hängt vom Lichteinfall ab. Bei starker direkter Lichteinstrahlung ist es stark grau (siehe auch nächstes Bild) und bei sehr wenig direkter Beleuchtung wirkt es fast schwarz (siehe auch übernächstes Bild).
Der Controller der Halo nutzt AAA-Batterien. Ich vermute, dass auch AAA-Akkus benutzbar wären. Somit wären bei der 1. Generation defekte Akkus leicht ersetzbar bzw. ist hier der Controller halt kein Elektromüll, sobald Batterie/Akku leer/defekt ist.
Die Laufzeit des Controllers der 1. Generation (mit Batterien) ist deutlich länger als die 3 Monate bei der Halo 2. Ich nutze diese seit ca. 1 Jahr. Aber dafür kann der Akku bei der 2. Generation ja einfach geladen werden.
Wie bereits erwähnt muss man bei der 2. Generation quasi immer doppelt auf eine Taste drücken zum Einschalten, Ausschalten oder Umschalten der Lampen, weil der Controller zunächst aufgeweckt werden muss.
Bei der 1. Generation reagiert der Controller auf Ein/Aus und Umschalten direkt bei der ersten Berührung. Das ist somit besser gelöst.
Links im Bild der Controller der Halo 2:
Controller eingeschaltet und mit Anzeige der aktuellen Helligkeit:
Optisch gefällt mir der Controller der 2. Generation besser. Sowohl bzgl. allgemeiner Anmutung als auch Darstellung.
Licht
Sowohl das Frontlicht als auch Rücklicht ist bei der Halo 2 sichtbar heller und das Rücklicht homogener. Ich fand die Lichtverteilung der Halo aber auch in Ordnung – der Unterschied fällt primär im Vergleich auf.Ein großer Fortschritt zur Halo ist, dass die Helligkeit für vorne und hinten separat eingestellt werden kann und das vordere Licht seine maximale Helligkeit auch bei eingeschaltetem hinterem Licht erreicht (bei der Halo gilt der eingestellte Helligkeitswert immer für beide Lichter und bei 100 % dimmt das vordere Licht etwas ab, wenn hinten dazu geschaltet wird).
Die Anwesenheitserkennung gab es bei der Halo noch nicht.
Folgend Bilder der Beleuchtung beider Generationen.
Licht vorne (oben Halo, unten Halo 2):
Dass die Halo 2 heller ist, ist erkennbar und entspricht der Realität. Also das grundsätzlich ein Unterschied sichtbar ist – ob die Fotos genau den korrekten Unterschied zeigen, kann ich nicht sagen. Die Mitte wird auf den Fotos aber etwas zu grell dargestellt. Die Mitte ist zwar heller als die Außenbereiche, aber real blendet es nicht so stark.
Licht hinten (oben Halo, unten Halo 2):
Die Halo 2 ist heller und die Lichtverteilung homogener. Die Halo 2 verteilt allgemein das Licht mehr im Raum (vermutlich auch durch die höhere Platzierung). Auch hier ist der hellste Bereich stark überbelichtet, aber das ist nötig, damit der restliche Bereich ca. die korrekte Helligkeit abbildet.
Beide Lichter (oben Halo, unten Halo 2):
Die Helligkeit wirkt vergleichbar, aber real ist die Halo 2 heller (wie auf den vorherigen Bildern ja sichtbar). Ich denke man kann auch hier erkennen, dass das Rücklicht der Halo 2 eine homogenere Lichtverteilung erzeugt.
Fazit
Die Halo 2 ist sichtbar eine Weiterentwicklung gegenüber der Halo. Das Licht ist allgemein nochmal heller und das Rücklicht homogener, die Befestigung etwas besser und der Funktionsumfang größer. Der Controller sieht meiner Meinung nach wertiger aus, nur die nötige Doppelbedienung (wenn der Controller im Energiesparmodus ist) ist ein Rückschritt.Aufgrund des Preises dürfte ein Wechsel nur in seltenen Fällen wirklich sinnvoll sein. Die Halo ist ja auch eine gute Screenbar, die Halo 2 halt etwas besser. Wenn man aber vor einem Neukauf steht würde ich die Halo 2 bevorzugen.