Ersatzteilidentifikation für Mainboard

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Ensign
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Hallo Community,

mir ist leider beim Einbau eines Mainboards ein Bauteil vom Board gebrochen. Es handelt sich dabei um das Asus Rog Strix B450-i mITx Mainboard.
Ich habe es beim einsetzen in das Gehäuse etwas blöde gehalten und dabei ist es nun mal passiert. Natürlich verweigert Asus bzw. Alternate ein Austausch, da dies eindeutig ein Defekt ist der durch den Käufer hervorgerufen wurde. Shit Happens. Es ist nun aus der RMA (7 Wochen) zurück und liegt zu Hause rum. Ersatz habe ich bereits, eine Reparatur wäre aber trotzdem nice.

So nun habe ich die glorreiche Idee, das Bauteil einfach selbst zu tauschen. Dafür muss ich allerdings erstmal wissen, um was es sich genau handelt und wofür es überhaupt zuständig ist. Ist ein Austausch überhaupt notwendig oder kann man es zur Not auch lassen? Eine Reparatur steht aber an erster Stelle.
Ich habe mal zwei Fotos angehängt, um welches Bauteil es sich handelt:
EFBF4621-E021-4F9E-B1C2-5C1780BABB26.jpeg


724FF490-C98C-49EF-9EBA-9CDEA1632832.jpeg


Auf dem Bauteil steht folgendes:

MIL
270/46
5KX35

Ich vermute hier einen Kondensator (?). Durch den Einbau ins Gehäuse ist der obere Körper quasi von den verlöteten Kontakten gerutscht. Die beiden Kontaktfahnen sind noch mit dem Board verlötet und stehen nun ab.

Im Prinzip ist es keine große Sache das selbst zu tauschen. Ich müsste halt nur wissen was es genau ist und wo man es bekommt oder ob es eine Alternative gibt.

Danke schon mal für eure Hilfe!

PS: da ich noch bis Sonntag außer Landes bin, kann ich im Moment keine Originalfotos vom Schaden machen.
 
Hast du den abgebrochenen Kondensator noch ? Falls ja löte doch an die Kontakte vom Board etwas Draht und den verbindest du dann mit dem Kondensator. Sieht vielleicht dann nicht schön aus, aber sollte funktionieren.
 
das scheint ein 270 uF Kondensator und 46 Volt zu sein
 
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Wird wohl nicht funktionieren, da die Kontaktfahnen aus dem Kondensatorkörper komplett rausgezogen wurden.
Ergänzung ()

John Sinclair schrieb:
das scheint ein Kondensator (Elko) mit 270 uF Kondensator und 46 Volt zu sein

Das würde mich ja schon mal enorm weiterbringen 👍🏻
 
dann neu kaufen sind cent Beträge und ein löten

Einfach das Teil in den Elektronik Geschäft mit nehmen.
z.b. Conrad / uns ähnliche, wo man auch Kleinteile bekommt.
 
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Werde ich machen. Danke sehr 🙏
 
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https://www.buerklin.com/de/alumini...adial-270-f-50-v-20---10-mm-rm-5-mm/p/38d2614

Bitte nich da kaufen ;) die verkaufen nur an Firmen ;)

Wollte nur sagen was das für einer ist ;)

https://de.farnell.com/panasonic/eeufc1j271/kondensator-270-f-63v-20/dp/2326301

1,27 Euro / Stück

Auf die 63 Volt b.z.w. bei Deinem Mainboard mit 46 Volt kannste ignorieren
lieber über die 46 Volt als darunter, obwohl ich nicht glaube das an dieser Stelle
jemals 46 Volt anliegen.

Das wäre der den du brauchst ;)

https://de.farnell.com/wurth-elektronik/860080675016/kondensator-270-f-50v-20/dp/2465946
etwas über 60 Cent ;)

wenn du sicher gehen willst. Nicht auf das Bild achten sondern auf die Daten, im pdf.
 
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Natürlich war der Original nach US Militärstandard zertifiziert. Den wirst du sicher hier nicht mehr kriegen. Dies betrifft aber sowieso nur die Haltbarkeit/Wiederstandsfähigkeit. Da scheint aber wirklich was dran zu sein, ich habe hier in meiner Familie vier x58-Mainboards von ASUS laufen, die jeweils klaglos nach fast 10 Jahren immer noch ihren Dienst tun, ohne jemals einen Schaden gezeigt zu haben (Sabertooth x58 ). Und die habens wirklich nicht leicht (Gaming der inzwischen erwachsen gewordenen Kids) und diverse Grafikkarten-Generationen und CPU-Upgrades durchlebt. 'Erstaunlich haltbar das Zeugs. Wirklich "TUF komponents". Heute natürlich trotz Hexacore nur noch Alteisen, aber immer noch täglich im Einsatz :-) .
 
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Falls ja löte doch an die Kontakte vom Board etwas Draht und den verbindest du dann mit dem Kondensator.

Zu solch einem Expertentipp fällt einem absolut nix mehr ein...;) Nicht das er auf die Idee kommt einen neuen zu Kaufen, die Beinchen rausreisst und da wieder raufsteckt...;)

Sauber auslöten und neuen ordentlich einlöten! Kannst ihn versuchsweise auch weglassen.
 
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asus_rog_strix_b450_i_gaming_republic_of_gamers_strix_1426717.jpg
MIL, 270/16, 5KX35 <- Kann man auf dem Bild oben deutlich lesen.
Also erstmal hat das Ding 16V (Ist für ein 12V-System, höhere Spannungen wirst du auf deinem Mainboard nirgends finden), was nicht bedeutet dass es mit einem 63V Cap nicht funktioniert, aber der Verbaute hat wahrscheinlich ein Rastermaß von ~3mm und eine Höhe von 7-10mm bei einem Durchmesser von 5-8mm. Sowohl Rastermaß, Höhe und Durchmesser sind an diesem Einbauort kritisch, wegen der Nähe zum PCIe Port. Die verlinkten von John Sinclair werden beide nicht passen, da viel zu groß. Kleiner geht's auch kaum bei 63V, deshalb sollte man sich bei den 16V Caps umsehen. Nächstes Problem ist das Einlöten, was mit einem normalen Lötkolben und ohne Löterfahrung ganz sicher in die Hose geht. SMD ist kein Problem, aber Troughhole-Komponenten die auf dem Masselayer bei einem Multilayer-PCB hängen bekommt man ohne vorwärmen des Boards und einem Leistungsfähigen Kolben nicht raus.

Hast du das Mainboard so mal getestet? Am Ende ist das Ding nur für die Soundkarte, völlig überdimensioniert und es macht keinen Unterschied, ob er verbaut ist oder nicht. Das würde ich zuerst machen, bevor ich mit dem heißen Eisen im PCB rumstochere.
 
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In dem Fall, dass man das SMD-Teil schwer montieren kann mit einem Lötkölben, einfach den Kondensator seitlich an die PCIe Slot Buchse kleben, und mit Draht verbinden. Den Draht kann man an die SMD-Lötstellen am PCB leichter mit Lötkolben verbinden.
Ach so, das scheint gar kein Kondensator mit SMD Lötstellen zu sein, den bekommt man mit einem starken Lötkolben schon heraus, dauert nur ein Weilchen.
 
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Ganz wichtig ist es auch auf die Polung vom Elko zu achten... die machen ein schönes zischendes Geräusch und Qualmen wunderbar wenn falschrum.
 
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WeisheitsTroll schrieb:
Ganz wichtig ist es auch auf die Polung vom Elko zu achten... die machen ein schönes zischendes Geräusch und Qualmen wunderbar wenn falschrum.

Danke für den Tipp. Ein elektrischer Hintergrund besteht meinerseits 😬
 
Die Spannungsfestigkeit von ElKos wird gerne weitaus höher genommen, weil es u.U. zu Spannungsspitzen kommt und die Haltbarkeit größer ist - wirkt sich bloß ungut auf die Bauteilgröße aus.

Dennoch würde ich anraten eine ordentliche Radio/Fernseh-reparatur Werkstätte zu suchen und das dort sicher gegen geringes Entgeld machen zu lassen. Die Löterei und das ganz besonders im Bereich von SMD Bausteinen ist für den nicht Geübten meist kontraproduktiv und zerstört oft mehr als es nutzt..
 
In dem Fall, dass man das SMD-Teil schwer montieren kann mit einem Lötkölben, einfach den Kondensator seitlich an die PCIe Slot Buchse kleben, und mit Draht verbinden. Den Draht kann man an die SMD-Lötstellen am PCB leichter mit Lötkolben verbinden.

Ist das ernst gemeint?
 
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Ansonsten gibt es in jeder Stadt mindestens einen "Funk-Laden" oder "Elektro-Laden", der auch Lötarbeiten übernimmt. Vor X-Jahren ist mir auch mal ein Malheur mit einem Schraubendreher passiert :rolleyes: . Da ich zwar Lötkolben und co. habe, war es mir dann doch zu heikel. Der Typ im Laden (Selektric bei mir) ist für 5 Min in der Werkstatt verschwunden und ich habe am Ende einen 10er in die Kaffekasse getan. Ein gut sortierter Laden hat auch die passende Komponente (wenn du den alten noch hast, oder auch dem Board einen identischen Zweiten.
 
Nochmal zur Klarstellung: es handelt sich dabei nicht um ein SMD Bauteil. Das aus- und einlöten bekomme ich schon hin. Mir ging’s eher darum, was hier genau benötigt wird.

Aber an dieser Stelle bedanke ich mich schon mal vorab bei allen Tippgebern und ich werde euch, sobald ich alles beisammen habe (spätestens nächste Woche), ein Update geben. 😉
 
Hier nochmal das Bild vom Kondensator, mit höherem Kontrast:
270-16.png


Ich weiß nicht wie ihr auf 46V kommt, das ist eine 1, keine 4. Zumal es aus technischer Sicht keinen Sinn macht, dort einen Kondensator mit einer derartigen Spannungsfestigkeit zu verbauen. 270mü bei 46V (Kondensatoren mit dieser Spannungsfestigkeit gibt es nicht ohne Grund nirgends, alles innerhalb von 35V bis 50V sind Sonderanfertigungen und/oder schweineteuer) bekommt man als Feststoffelko gar nicht in diesem Bauteilvolumen unter. Und ich wiederhole mich:

Die Rastergröße (Abstand der Beinchen zueinander), Durchmesser und Höhe müssen hier ebenfalls passen, sollte der TE also an der abgerissenen Komponente abmessen, sonst passt danach evtl keine PCIe Karte mehr in den Slot oder der Kondensator sitzt nicht sauber im Footprint und verdeckt andere Komponenten.

Davon abgesehen kann ich keinem Laien empfehlen, hier mit seinem Baumarktlötkolben das Mainboard zu ärgern. Im besten Fall gehört der Kondensator zur Soundkarte und sie funktioniert auch ohne diese Kapazität, im schlimmsten Fall gehört er zur PCIe Spannungsversorgung und die Grafikkarte läuft ohne instabil.
Wenn es ohne geht, weglassen. Besser als das Board mit dem Lötkolben zu exekutieren.
 
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