eSata intern an Sata 3-Anschluss mit 6GB/s anbinden?

odi5

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Hallo,

ich möchte mir eine externe SSD zulegen und diese über esata mit meinem PC verbinden (USB 3.0 ist nicht schnell genug). Soweit ich weiß, arbeitet esata zurzeit aber mit der Sata 2 Spezifikation, das heißt mit maximal 3GB/s. Mir ist allerdings nicht klar, was der limitierende Faktor ist. Wenn ich den esata-Port am Front-Panel meines PC-Gehäuses intern an einen Sata 3-Steckplatz mit 6 GB/s binde, müsste ich doch auch die externe SSD mit dieser höheren Geschwindigkeit betreiben können oder nicht? Gibt es denn noch einen weiteren limitieren Faktor, womöglich der esata Stecker am Front-Panel, welcher nur Sata 2 übertragen kann oder das Kabel?
 
Die Kabel sind ja alle gleich. Es gibt keine speziellen SATA 3Gb/s oder SATA 6Gb/s-Kabel (auch wenn manchmal sowas extra dran steht) Der einzige limitierende Faktor sind - afaik - die Controller in dem Laufwerk und auf dem Mainboard.
 
wird höchstwahrscheinlich nicht funktionieren...

1. sata und e-sata-stecker sind NICHT kompatibel... ein sata-stacker hat eine kleine aussparung an der seite, der e-sata nicht.
2. ein e-sata-anschluss liefert eine höhere spannung als ein sata-port, damit ist dia maximale kabellänge vom port auf dem mainboard bis zum endgerät auf 1 meter halbiert (statt 2 meter kabellänge wie beim e-sata port).
3. es ist durchaus möglich dass der sata-port selbst bei kürzestem kabe nicht ausreichend spannung liefert um deine externe festplatte mit strom zu versorgen.
4. warum nimmst du nicht usb3 ? usb3 ist zwar langsamer als sata3, aber 500 mb/s sind eigentlich auch bei einer ssd ausreichend...
 
Das verstehe ich aber nicht. Die esata-Ports am Frontpanel werden an gewöhnliche interne Sata-Anschlüsse gesteckt. Es gibt doch garkeine internen esata-Anschlüsse auf dem Mainboard, es sind ganz gewöhnliche. Da mein Mainboard auch Sata 3 untersützt, warum sollte ich den esata-Port nicht mit einem solchen Anschluss verbinden?
 
nurmalsoamrande schrieb:
wird höchstwahrscheinlich nicht funktionieren...

1. sata und e-sata-stecker sind NICHT kompatibel... ein sata-stacker hat eine kleine aussparung an der seite, der e-sata nicht.
2. ein e-sata-anschluss liefert eine höhere spannung als ein sata-port, damit ist dia maximale kabellänge vom port auf dem mainboard bis zum endgerät auf 1 meter halbiert (statt 2 meter kabellänge wie beim e-sata port).
3. es ist durchaus möglich dass der sata-port selbst bei kürzestem kabe nicht ausreichend spannung liefert um deine externe festplatte mit strom zu versorgen.
4. warum nimmst du nicht usb3 ? usb3 ist zwar langsamer als sata3, aber 500 mb/s sind eigentlich auch bei einer ssd ausreichend...

Strom über nen "einfachen" eSATA-Port?
 
nurmalsoamrande schrieb:
1. sata und e-sata-stecker sind NICHT kompatibel... ein sata-stacker hat eine kleine aussparung an der seite, der e-sata nicht.
Da er eSATA Ports an der Front seines Gehäuses hat, sind entsprechende eSATA-Buchsen vorhanden.

nurmalsoamrande schrieb:
2. ein e-sata-anschluss liefert eine höhere spannung als ein sata-port, damit ist dia maximale kabellänge vom port auf dem mainboard bis zum endgerät auf 1 meter halbiert (statt 2 meter kabellänge wie beim e-sata port).
Intel beispielsweise unterstützt ab der ICH8 Southbridge offiziell eSATA und somit auch die eSATA Spannungstoleranzen. Bei den meisten aktuellen Mainboards kann man die internen SATA-Ports im BIOS auch als extern konfigurieren. Allerdings muss man auch bei den Bracket- und Front-Panel-Lösungen die Länge des internen Kabels berücksichtigen. Also die 2 Meter nach der eSATA Spezifikation sind dann vom externen Anschluss bis zum Endgerät sicherlich nicht drin (vorausgesetzt, der internen SATA-Controller unterstützt die eSATA-Spannungstoleranzen überhaupt. Ansonsten ist, wie du richtig geschrieben hast, noch weniger möglich).

nurmalsoamrande schrieb:
3. es ist durchaus möglich dass der sata-port selbst bei kürzestem kabe nicht ausreichend spannung liefert um deine externe festplatte mit strom zu versorgen.
Die eSATA Schnittstelle kann die angeschlossenen Laufwerke nicht mit Strom versorgen. Das ist eine reine Datenleitung. eSATA Laufwerke benötigen immer ein externes Netzteil (eSATA ist nicht eSATAp ;))

nurmalsoamrande schrieb:
4. warum nimmst du nicht usb3 ? usb3 ist zwar langsamer als sata3, aber 500 mb/s sind eigentlich auch bei einer ssd ausreichend...
Die theoretischen 500 MB/s der USB3.0 Schnittstelle werden in der Praxis nie erreicht werden können. Auch wenn USB3.0 durch die effizientere Kodierung einen geringeren Overhead als USB2.0 haben sollte, ändert das nichts daran, dass die aktuellen Wandler-Chips und USB3.0 Controller über diese Schnittstelle momentan nicht mehr als zwischen 170 und (ich glaube) 220 MB/s zulassen. Über SATA sind im 6Gb/s Modus (an einem nativen SATA 6Gb/s Controller) hingegen etwas mehr als 500 MB/s in der Praxis möglich.

@odi5
Auch bei eSATA ist ein Chip im externen Gehäuse zwischengeschaltet, der wohl die jeweiligen Übertragungsmodi unterstützen muss. So komme ich beispielsweise mit einem älteren Sharkoon Quick Port Pro und einer Crucial M4 bzw. Samsung 470 über eSATA nur auf die Übertragungsleistung, die im SATA 1.5Gb/s Modus maximal möglich wäre. Es hängt also auch vom externen Gehäuse ab.

Erzähl doch mal mehr über dein System (die genaue Modellbezeichnung des Mainboards wäre hilfreich), das externe Gehäuse und die SSD, die du einzusetzen gedenkst.
 
Zuletzt bearbeitet:
odi5 schrieb:
Wenn ich den esata-Port am Front-Panel meines PC-Gehäuses intern an einen Sata 3-Steckplatz mit 6 GB/s binde, müsste ich doch auch die externe SSD mit dieser höheren Geschwindigkeit betreiben können oder nicht?
Nicht zwangsläufig.

odi5 schrieb:
Gibt es denn noch einen weiteren limitieren Faktor, womöglich der esata Stecker am Front-Panel, welcher nur Sata 2 übertragen kann oder das Kabel?
Ja, denn eSATA ist nur bis 1.5GB/s spezifiziert und somit kann es durchaus sein, dass ein eSATA Gehäuse oder auch der Port wenn er im BIOS auf extern gestellt wird, auch nicht mehr bringen. Dann ist für SATA 6Gb/s zwar kein extra Kabel spezifiziert, weil jedes Kabel nach SATA 2.6 Spezifikation reicht, aber es darf nur bis zu einem Meter lange sein und keine Unterbrechungen haben. Eine Slotblende oder ein eSATA Port im Gehäuse sind solche Unterbrechunen.
odi5 schrieb:
Das verstehe ich aber nicht. Die esata-Ports am Frontpanel werden an gewöhnliche interne Sata-Anschlüsse gesteckt.
Wobei die dann wohl auch nur gewöhnliche eSATA Performance bringen.

Aber mal nebenbei, was willst Du denn da überhaupt per eSATA betreiben? Eine SSD mit der Geschwindigkeit ist doch besser intern aufgehoben und als mobiler Datenträger doch eigentlich zu teuer.
 
Madnex schrieb:
Auch bei eSATA ist ein Chip im externen Gehäuse zwischengeschaltet, der wohl die jeweiligen Übertragungsmodi unterstützen muss. So komme ich beispielsweise mit einem älteren Sharkoon Quick Port Pro und einer Crucial M4 bzw. Samsung 470 über eSATA nur auf die Übertragungsleistung, die im SATA 1.5Gb/s Modus maximal möglich wäre. Es hängt also auch vom externen Gehäuse ab.

Meinst du, dass auch bei so einem Anschlusskabel ein Chip zwischengeschaltet ist? Ich ging bisher davon aus, dass das einfach nur ein Anschlusskabel sei.
Ich betreibe damit eine Vertex 2 am eSATAp Anschluss, und mein Board hat noch kein SATA 6 GB/s, das kann ich also leider nicht ausprobieren.

Der Grund für die SSD am externen Anschluss ist bei mir übrigens: ich habe gern ein externes Windows zum Testen und Rumprobieren, und nachdem die alte Vertex 2 sowieso übrig war, warum nicht?
 
Holt schrieb:
Ja, denn eSATA ist nur bis 1.5GB/s spezifiziert und somit kann es durchaus sein, dass ein eSATA Gehäuse oder auch der Port wenn er im BIOS auf extern gestellt wird, auch nicht mehr bringen.
Hast du dafür ne Quelle? Nach meinem Kenntnisstand sinds bis 3 Gb/s.
 
Leider kann ich die Spezifikation gerade nicht öffnen. Es gibt auch ein eSATA 3Gb/s, aber das würde dann auch so oder als eSATA II bezeichnet werden. Wer nur mit eSATA wirbt, von sollte eigentlich korrekterweise diese Logo tragen:

eSATA-logo-1.5Gbs_Color.gif


Das bezieht sich dann auch konkret auf den 1.5GB/s Standart und mehr darf man halt nicht erwarten, wenn ein Gehäuse eine eSATA Schnittstelle bietet. Wenn man eines mit eSATA II oder eSATA 3Gb/s erwirbt, wie etwa das LaCie 1TB Rugged XL External Hard Drive - eSATA 3Gb/s / Hi-Speed USB 2.0 (301848U), dann hat man klar "Anspruch" auf SATA 3Gb/s.
 
eSATA erlaubt 3GBit/s.

Das 1,5GBit/s Logo von der SATA IO Website scheint da ziemlich veraltet zu sein bzw. wurde evtl. vor der Implementierung von SATA II erstellt.

Bzw. ich gehe mal davon aus, dass es in der Anfangszeit beides gab. Wie gesagt wurde kann der Chip unter Umständen limitieren - wenn da dann ein Chip war der nur SATA I konnte.. dann ging natürlich auch nicht mehr über das Kabel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ben-09, wenn Du Dir die Seite angesehen hast, dann findest Du da auch den Hinweis auf eSATA 3Gb/s, aber wenn ein Hersteller einfach nur eSATA schreibt, dann erfüllt er sein Versprechen eben schon, wenn es nur 1.5Gb/s sind. Das dürfte sehr oft auch so der Fall sein.
 
Ah ok, so ist das was anderes. Denn oben hast du geschrieben eSATA wäre nur bis 1,5 Gb/s spezifiziert.
3 Gb/s ist spezifiziert, aber eben kein Muss, sondern optional. Das deckt sich mit meinem Kenntnisstand.

6 Gb/s extern sind afaik nirgends spezifiziert, aber hält trotzdem keinen Mainboardhersteller ab damit zu werben. :D
 
Das simmt, damit will gerade ein Hersteller der mit "True 333" wirbt seine Kunden fangen :D

Man eben sollte nur nicht enttäuscht sein, wenn man ein eSATA Gehäuse kauft, es am eSATA Port eines SATA II Controllers betreibt und dann doch keine 150MB/s bekommt. Wer einfach nur eSATA sagt, der verspricht schlicht und einfach nicht mehr als das und gerade hier im SSD Unterforum wird damit kaum einer wirklich glücklich sein.
 
Die einfachste Art, das Problem zu lösen: ausprobieren.
Ob die 6Gb/s Verbindung zustandekommt, hängt von der Qualität der verwendeten Kabel, Verbindungen, der Länge und dem Signalpegel ab. Ist die Störung/Dämpfung zu groß, wird es langsamer.
Notfalls mit einem 50-75cm eSATA/SATA Kabel testen, ob überhaupt der Anschluss des ext. Gehäuses zur Ubertragung des Signals geeignet ist.
 
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