ESXi HDD für Gast-OS

LinuxMcBook

Banned
Registriert
Juli 2008
Beiträge
4.595
Hi!

Ich will mir diesen Monat endlich mal ein NAS zusammen bauen. Hardware ist ungefähr diese hier: http://geizhals.at/de/?cat=WL-241352
Doppelte Einträge bedeuten einfach, dass ich mich noch nicht entscheiden habe...

Als OS fürs NAS soll freeNAS laufen.
Allerdings soll auch eine TV-Karte rein, die dann irgendwie mit VDR laufen soll (XBMC oder so was).

Deshalb wollte ich ESXi nutzen, um auf der Hardware die verschiedenen Betriebssysteme zu nutzen.
Neben den beiden oben genannten, wird noch ein Windows XP und eventuell ein weiteres für Testzwecke o. Spielereien dazu kommen.
Größere Dateien werden alle Gäste nicht speichern, da alles auf die 9TB Netzwerkspeicher kommt.

Meine Hauptfrage ist jetzt, wie es mit der Festplatte für die Gäste aussieht.
Ich habe hier wohl noch eine 128 GB SSD übrig. Reicht eine Festplatte für die Gäste und den ESXi oder sollte man die Gäste auf verschiedene Platten aufteilen? Vielleicht sogar ein RAID 0?

Bei der Arbeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn der Arbeitsspeicher zu knapp bemessen ist, alle Maschinen extremst langsam werden.
Wie jetzt die HDDs einen Einfluss haben, weiß ich gar nicht, weil wir eh immer ein dickes SAN verwenden. Sowas habe ich aber natürlich nicht zu Hause rum stehen.
 
CPU ist doch vollkommen übertrieben. Da reicht der kleinste Dualcore Pentium!
RAID 0 ist auch scheiße, da wenn eine ausfällt, ALLES weg ist!
Wenn du wirklich so viel Speicher haben willst, müsstest du ein RAID 5 mit 4x 3TB machen, dann haste über 8TB zum speichern...
 
Ich meine mit RAID 0 nur das Raid für den Speichern auf denen die Gast OS sind.
Die HDDs für das NAS werden sicherlich in ein RAID 5 kommen.
 
Wenn du mit den 128 Gig auskommst kannst du die auch nutzen. Der ESX selbst braucht ja sehr wenig. Vom Raid würde ich abraten da du dann einen Hardware COntroller brauchst, der ESX unterstützt keine Software/Fake-Raids.
 
Nicht mal den RAID-Controller der bei den Intel und AMD-Chipsätzen integriert ist?
Meine Frage ist halt, ob eine SSD von der Geschwindigkeit ausreicht um 3 bis 4 Gäste und den ESXi ohne großen Performance-Verlust zu bedienen?
Die Größe reicht, dass weiß ich.
 
Da ist kein Raid Controller integriert, das läuft alles über den Treiber. Wird auch öfter als Fake-Raid bezeichnet.

Ob die Geschwindigkeit ausreicht hängt natürlich davon ab was du damit tust, aber SSDs sind ja bekanntlich sehr flott, von daher sollte es passen^^
 
Hm, freeNAS unterstützt ja SoftwareRAIDs. Ist es praktikabel alle Datenfestplatten über den ESXi freeNAS einzeln zur Verfügung zu stellen und dann erst das RAID anzulegen?
 
Nicht nur praktikabel, es ist die einzige Möglichkeit um FreeNAS überhaupt sinnvoll als VM einzusetzen. Dabei gibt es jedoch folgendes zu beachten: Der ESX kann keine physikalischen SATA Platten direkt an eine VM durchreichen, das funktioniert nur mit SCSI Geräten. Du müsstest also jede Datenplatte zunächst mit VMFS formatieren und darauf eine vmdk erstellen die der FreeNAS VM zur Verfügung gestellt wird. Damit geht theoretisch ein kleiner Teil des Plattenplatzes verloren, das dürfte aber nicht der Rede Wert sein.
 
Aber ich kann mir einen günstigen RAID-controller oder gar einfache SATA-Karte kaufen und die direkt zur VM durchreichen?
Lohnt sich das?
 
Wenn dein Rechner VT-d unterstützt könntest du das machen, ob es sich lohnt musst du selbst wissen. Es vereinfacht die Konfiguration, bringt aber zusätzliche Kosten.
 
Das ist nicht richtig. Auch SATA kann man als raw device in ESXi durchreichen. Wie das funktioniert, steht hier:
http://vm-help.com/esx40i/SATA_RDMs.php

Wenn man die SMART Werte der Platten in FreeNAS abfragen möchte, muss man diesen Befehl verwenden:
vmkfstools -z (nicht -r)

Es gibt wohl manchmal Stabilitätsprobleme und Datenkorruption bei SATA, die ich jedoch bei meinem Setup (Intel Chipsatz und ebenfalls FreeNAS) nicht bemerkt habe. Ausserdem würdest du das Dank ZFS ziemlich schnell merken.
 
Interessant, damit steht dem FreeNAS Betrieb in einer VM nichts mehr im Wege.
 
Vielen Dank a_engels!
Also muss ich die Schritte unter "CREATING A PHYSICAL RDM" ausführen?
Weißt du, ob das auch noch mit ESXi 5.1 geht?
 
@Linux: Genau. Diese Schritte musst du befolgen.

Unter ESXi 5.0 geht es auf jeden Fall. 5.1 nutze ich nicht, da es da einen bekannten Bug mit VT-d hat (Kiste stürzt komplett ab). VT-d brauchst du nicht für RDM, wollte es aber mal erwähnen.
 
Ok, danke für den Hinweis. Ich wollte noch eine TV-Karte mit VT-d durchreichen.
Wie soll ich das eigentlich verstehen, dass ich von RAW devices nicht booten kann? Ist das mit 5.x behoben?
 
@Linux: Vielleicht solltest Du noch einmal genau erklären, wie deine Hardware aussieht und was Du machen möchtest. So ganz klar ist mir das nämlich noch nicht.

Ohne Virtualisierung installiert man FreeNAS auf einen USB Stick (oder auf eine HDD, die dann aber nicht mehr für das NAS zur Verfügung steht). Mit Virtualisierung nimmt man daher eine kleine virtuelle Festplatte, deren Image du auf deine SSD legst. Die anderen Festplatten für das NAS reicht man dann per RDM durch.

Raidz1 (=Raid5) halte ich übrigens für eine schlechte Idee bei 9 TB Platz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast recht, das Problem mit dem booten von RAW devices ist irrelevant, weil freenas ja eh mit den anderen OS auf die SSD kommt.
Hardware steht doch im ersten Post:
freeNAS, VDR-linux (mit TV-Karte) und Windows XP; Gäste werden auf die SSD installiert.
Die 3x 3TB Festplatten dienen als Speicher fürs NAS. Was wäre an RAID 5 schlecht? Bisschen Datensicherung soll's schon sein. Wenn der Speicher nicht mehr reicht kann man das RAID doch problemlos mit weiteren gleich großen HDDs erweitern oder?

Nur bin ich noch nicht sicher ob ich einen dualcore Intel oder AMD-Trinity nehmen soll. AMD ist ja nun deutlich günstiger.
Aber ich denke mal, dass heißt weniger Leistung und mehr Stromverbrauch?
 
Habt ihr vielleicht noch eine Antwort auf meine letzte Frage? Bis jetzt konntet ihr mir ja ganz gut helfen.
 
Am Raid 5 ist erst mal nichts schlecht. Dir muss nur klar sein, dass Raid nur Datenverfügbarkeit und KEINE Datensicherheit bedeutet. Erweitern sollte kein Problem sein, im Zweifelsfall auf der FreeNAS Seite mal nachlesen.

Mit nem Intel System bist du auf jeden Fall energieeffizienter da die vor allem im idel (und das wird der Server die meiste Zeit sein) weniger Strom ziehen. Die Leistung ist zwar auch geringer, das wäre in der Praxis aber wahrscheinlich nicht relevant.
 
Zurück
Oben