Eure Erfahrungen zur verherrenden Job Situation der Hochschulabgänger?

absolut kann man das nicht sagen, ein paar sachen die ich meine beobachtet zu haben:

wer im studium schonmal irgendwo über praktikum/hilfstätigkeit n fuß in die tür bekommen kann, sollte dies unbedingt tun - von nachteil war es bei keinem

die alten magisterstudiengänge in geisteswissenschaftlichen/kulturwissenschaftlichen bereichen habens deutlich schwerer, als diplomer und physiker/ITler/usw. letztere können von bestimmten zusatzqualifikationen profitieren (sprache, projektmanagement usw.)
 
kontakte sind das A&O. praxissemester, studijob und co helfen, das bein im unternehmen zu halten. xing z.b. ist ideal für die jobsuche. headhunter durchforsten das netzwerk nach bestimmten buzzwords (jobsuche, herausforderungen, challenges, ...) und schicken den leuten, wenn sie in das profil passen, jobangebote.

ich hatte das mal für ne zeit lang getestet und hatte über 20 anfragen, die für informatiker zugeschnitten waren mit der bitte um kontaktaufnahme. ich kann jetzt nicht beurteilen ob da immer was gutes dabei war... aber der kontakt ist wichtig und bietet die möglichkeit auf jobangebote.

also. rumpiensen bringt nix und ewig auf antwort auf bewerbungen warten is auch öde. geh mal auf xing und gib "jobangebot" ein. du bekommst hunderte von ergebnisse mit "ich biete: jobangebot". dann schränkst du die ergebnisse auf dein fachgebiet ein, ggf deinen wunschort und schreib die leute einfach an. fragen kostet nix.
 
Ich war 2004 arbeitssuchen, da war es für Informatiker auch schon scheiße :D Mein erster Arbeitsplatz war dann 250 km von zuhause entfernt.

Aber einen Job gab es. Leider war im Frankfurter Raum echt nichts zu finden. Auch später hatte ich wirklich Probleme wieder zurückzufinden...

Stellenausschreibungen werden meistens erst intern vergeben bevor ein externer drankommt. Allein bei Consulting Firmen sieht es meinem Gefühl nach ganz gut aus.

Naja jetzt 6 Jahre später - ein Paradies :D

Mein Fazit wäre - bundesweit bewerben und die WE Rückreise in Kauf nehmen.
 
Kontakte und Beziehungen sind nach einem guten Abschluss wohl das A und O. Dadurch hatte ich nach meinem Abschluss (auch 2004) keine Probleme bei der Jobsuche. Ich wurde einfach von dem Unternehmen übernommen, bei dem ich bereits wärend des Studiums in Teilzeit gearbeitet habe. Zwei Jahre später habe ich dann relativ problemlos den Arbeitgeber gewechselt. Sobald man zumindest zwei Jahre Beruferfahrung vorweisen kann, dann hat man zumindest als Informatiker keine Sorgen bei der Jobsuche eigentlich.
 
ich habe selber zwar noch 2 Semester im Maschinenbau mit der Fachrichtung Luft und Raumfahrt vor mir, habe allerdings bereits ein Praxissemester hinter mir, und arbeite nun die restliche Studienzeit als Werkstudent in diesem Ingenieurbüro für Leichtbau und Stukturberechnung in der Luftfahrt.
Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich hier in einem Jahr auch fest anfangen, da die Chefs anscheinend ganz zufrieden mit mir sind.

Ich habe allerdings schon bei der Suche gemerkt, dass es schwieriger wurde. Bei größeren Firmen kann man eigentlich nur mit guten Referenzen oder Vitamin B rein (EADS, Kuka, Audi, BMW, MAN).
Im Ausland hatte man generell keine Chance (hab mich in Dänemark bei Siemens Wind powers und ähnlcihes beworben), jedes mal kam nur als Antwort, dass aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage momentan keine weiteren Kräfte eingestellt werden können.

Eine wirkliche Jobnot für Studienabgänger in der Luft und Raumfahrt-Branche gibt es nicht. In der Fahrzeugbranche siehts schon wieder ein wengi düsterer aus.

gruß
 
wenn ich im Sommer noch immer arbeitslos sein sollte, werde ich mich nochmal an einer Uni einschreiben und vielleicht auf Lehramt (Informatik und Mathematik - Informatik hab ich schon mit Diplom) studieren - oder Bachelor Physik. Hauptsache, man macht irgendwas.

Interessant ist auch, wenn man mal in anderen Foren wie www.mikrocontroller.net schaut, mit welchen Einstiegsgehältern junge Akademiker rechnen dürfen. Teilweise im Bereich von 1.800 bis 2.200 Euro Brutto im Monat - und das auch in den Ballungsgebieten. Offenbar macht sich die Krise auch bei den Gehältern bemerktbar. Befristete Anstellung und Zeitarbeit tun ihr Übriges.

Je länger ich arbeitslos bin, desto weniger spielt das Gehalt eine Rolle. Irgendwann werde ich sicher den Punkt erreichen, mich auch bei Zeit/Leiharbeitklitschen zu bewerben - der modernen Art der Sklavenarbeit. ;-)
 
Meckes83 schrieb:
1. ich würde es nicht übers Arbeitsamt probieren (zumindest nicht ausschließlich). Eigeninitiative ist gefragt.
Jetzt seh ich's erst. Ich meinte natürlich "das kommt auf dem Arbeitsmarkt noch nicht an", nicht Arbeitsamt ;) Auf letzteres braucht man sich nun wirklich nicht verlassen - ich hab natürlich selbst gesucht, aber wie gesagt, es (sieht/)sah einfach düster aus. Natürlich gibts Stellen, aber in der Regel nichts direkt in der Fertigung als Prozessingenieur o.ä.

Ich hatte zum Glück auch noch 3 Sachen in der Hinterhand, wovon mittlerweile 1 auch geklappt hat - quasi genau das, was ich mir vor 10 Jahren mal erhofft hatte :)

Nichts desto trotz kenn ich viele, die entweder immer noch nichts gefunden haben oder im letzten Jahr wieder ausgestellt wurden. Sicher ist da also noch lange nichts. Mein Vertrag ist glücklicherweise unbefristet.
 
Du bist als Diplom-Informatiker (Uni) arbeitslos?

Ja, ich bin seit letztem Sommer mit meinem Studium fertig und seit dem auf Jobsuche. Leider hatte ich es verpasst, schon während meines Studiums Kontakte durch bspw. Werkstudentenjobs oder sinnvolle Praktika aufzubauen.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist schwieriger geworden: einer reduzierten Anzahl offener Stellen steht nicht nur eine großen Menge von Absolventen gegenüber. Hinzu kommen die Berufserfahrenen, die im Zuge der Krise ihren Job verloren haben.
 
verdammt es hört sich ja ned gut an
ich bin im noch im 5. Semster (MB, Diplom) und fange nächstes Jahr mit dem Praktikumssemester an.
Ich habe echt schiss, nach dem ABschluss ohne job dazustehen.
Wenn ich mir anschaue, wieviel bei uns jedes ja sich für MB einschreiben, wird mir echt schwindelig.

Kumpels von mir (3) haben alle auf Lehramt studiert. da hat man nen sicheren Job nach dem Studium.
 
Zuletzt bearbeitet:
und machen jedes jahr das selbe.
Maschinenbau ist an sich schon recht sicher.


gruß
 
Letzter Stand der Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen war irgendwas < 5%, wovon ein nicht unherblicher Teil auf jene geht, die nichts mit Wirtschaft oder Naturwissenschaft am Hut haben. Nicht vergleichbar mit Ungelernten oder Leuten mit Ausbildung. Vor dem wirtschaftlichen Knick war das Geheule in der Industrie groß, dass sich keine gescheiten Leute finden lassen. Jetzt hat der Mittelstand auch mal wieder ein paar Leute abgekriegt, weil während der Boomzeit die Konzerne den Großteil abziehen.

Mein Motto ist: Arbeit gibts immer, gerade für gut qualifizierte. Und wenn sich nichts findet, kann man übergangsweise immer noch was fachfremdes machen.
 
Arbeit gibts immer, gerade für gut qualifizierte. Und wenn sich nichts findet, kann man übergangsweise immer noch was fachfremdes machen


tja, nur was? Gar nicht so einfach.

Interessant auch:
http://www.heise.de/jobs/meldung/IT-Arbeitsmarkt-dramatisch-geschrumpft-919321.html

Einem Bericht der Computerwoche zufolge haben Fahrzeugbauer 50 Prozent, Maschinenbauer 61 Prozent, Elektro- und Hardware-Hersteller 51 Prozent weniger IT-Stellen ausgeschrieben. Selbst im Kernbereich Software sei ein Rückgang von 20 Prozent zu verzeichnen. Telekommunikations- und Finanzfirmen hätten jeweils etwa 30 Prozent weniger Stellen angeboten. Eine Ausnahme bilde der Öffentliche Dienst, hier sei die Zahl der angebotenen Stellen um 20 Prozent gestiegen.
 
Also, ich hab jetzt schon mit vielen fast-fertig-Studenten über das Thema Arbeitsplatzsuche gesprochen. Persönliche Flexibilität ist längst nicht so ausgeprägt wie man glauben könnte. Die meisten wollen in der Region bleiben. Man ist jetzt zwischen 25-30 und will in der Nähe des Freundeskreises oder Partners bleiben. Es war schon selten, wenn jemand sagte, dass er europaweit oder, etwas häufiger, bundesweit was annehmen würde. Fast niemand wollte in einer kleinen Firma arbeiten, fast niemand hat auch gesagt, dass er etwas fachfremdes (taxi) machen würde. Da kam dann meist der Spruch "dafür hab ich doch nicht studiert".

Hingegen Praktika, Auslandsaufenthalte und allerlei Gezeugs um seinen Lebenslauf aufzuhübschen wurde immer gern gemacht. Das ist irgendwo schon alles ziemlich gaga.
 
Ich weiß nicht wie die Situation momentan ist aber vielleicht mal über Institute im öffentlichen Dienst nachdenken, wie das Fraunhofer. Zwar sind die Stellen meist nur über 2 Jahre vergeben und Projektabhängig verlängert aber als Start?

Dann fallen mir noch Ing.-Dienstleister ein wie Ferchau ein.
 
naja, Ferchau, Brunel und Co. Offenbar hat man es als Berufseinsteiger dort auch nicht leicht zur Zeit. Im Zuge der Krise haben die scheinbar Probleme, an Aufträge zu kommen.

Viele Stellenangebote sind nur dafür da, ihren eigenen Bewerberpool aufzufüllen und müssen nicht unbedingt zu einer Vermittlung / Anstellung führen.

Siehe z.B.:
http://www.mikrocontroller.net/topic/79885

http://www.mikrocontroller.net/topic/61252
 
Vielleich verstehe ich hier ja etwas falsch, aber anscheinend haben einige hier die Einstellung, dass der Arbeitsmarkt etwas sei, das ihnen einfach passiert. Gerade in den technischen Fächern liegt doch aber auf der Hand, wie einfach die Mechanismen sind: will man beruflich erfolgreich sein, muss man seinem Arbeitgeber eine Leistung bieten, die mehr wert ist, als das eigene Gehalt. Die Tatsache, dass ein vollständiges Bewerbungsverfahren eine Menge Zeit und Geld kostet, erhöht den Einsatz für das Unternehmen - dass man hier kein Risiko eingehen will und im Zweifel einschlägige Referenzen wie Praktika oder fachbezogene Abschlussarbeiten verlangt, ist doch nur konsequent. Dass ein Hochschulabschluss keine Lizenz zum Gelddrucken ist (und auch nie war), sollte sich auch hier langsam herum gesprochen haben.

Ich habe in letzter Zeit ziemlich viele Lebensläufe von sehr gut verdienenden Personen aus dem technischen Bereich in der Hand gehabt. Da waren einfache BEngs genauso dabei wie MSc mit MBA von Yale etc. Heute war sogar einer dabei, dessen höchster Abschluss die Ausbildung zum Industriemechaniker war - heute leitet er in dne USA mehrere Fabriken für einen mittelgroßen Automobilzulieferer. So unterschiedlich diese Werdegänge auch sind, eines ist ihnen gemeinsam: sie haben Verantwortung übernommen. Erst für sich selbst (und das idR sehr früh) und später im Rahmen der ersten Führungserfahrungen für den Erfolg ganzer Teams.

Also hört doch bitte auf, aufgrund irgendwelcher Statistiken oder Hörensagen auf den bösen Arbeitsmarkt zu schimpfen. Gerade in den Ingenieurswissenschaften gilt heutzutage, dass man es selber in der Hand hat. Und wer - überspitzt gesagt - tatsächlich erwartet, dass allein ein Abschlusszeugnis die Eintrittskarte in den priveligierten Club der Hausingenieure von EADS ist oder sein sollte, der hat an einer Hochschule ohnehin nicht viel verloren. Hängt euch einfach rein und dann zeigt, was ihr könnt - dann wird auch nichts groß schief gehen. Aber man kann natürlich auch in der Zeit im Internet recherchieren und diskutieren, was an der Situation alles nicht stimmt, anstatt sie einfach selbst in die Hand zu nehmen ;)

p.s.
Dass ein Praktikum zur Lebenslaufkosmetik nicht taugt, wenn man im Vorstellungsgesprääch nicht mal erläutern kann, was einem das konkret gebracht hat, sollte auch klar sein. Klingt überspitzt, passiert aber in unserer Generation der Stoischen Lebenslaufoptimierer immer öfter...
 
selbst als BWLer habe ich mit einem bachelor nach 6 monaten einen job gefunden. in der zwischenzeit habe ich als praktikant beim damaligen thesis vermittler gearbeitet (arbeitslos melden ist ja wohl die letzte option).

ich denke wenn man sucht und sich etwas mühe gibt, findet man auch etwas - auch wenn man eben mal einiges an initiativ-b rauslassen muss oder willkürlich rumtelefoniert.

viel erfolg an alle absolventen die "noch" nichts haben...
 
Wenn man selbst mit Studium nicht in der Lage ist, auch nur einen einzigen Satz ohne Rechtschreib- und Grammatikfehler zu Papier zu bringen, darf man sich nicht wundern, dass man keinen Job findet.
 
Das war jetzt aber nicht sehr nett. Es gibt Menschen, die legen z.B. sehr wenig Wert auf ihr Privatleben, ihre Rechtschreibung oder meinetwegen den Valentinstag, leben aber für die Firma.
 
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