ext. HD mit USB 3.0, Konfiguration und Stromverbrauch

user_23

Lt. Junior Grade
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Hallo!
Ich sollte eine externe Backup-Lösung zusammenstellen, die mehr als nur zwei, drei Jahre hält. Angeschlossen werden soll's an ein älteres Samsung Notebook, das vielleicht noch ne Weile durchhält, bis es dann mal ersetzt wird durch ein Notebook mit USB 3.0-Anschluss.

Ich habe an folgende Lösung gedacht:
- Lian Li USB 3.0-Gehäuse
- Travelstar Z7K320, und zwar weil Geschwindigkeit und Lautstärke ne Rolle spielen, nicht aber die Zugriffszeit. Die einzige Alternative wäre Travelstar 7K500, mit ähnlichen Werten. Die ist auch in der LaCie Rugged USB 3.0 eingebaut, der einzigen Fertiglösung, die technisch befriedigt, jedoch optisch nicht gefällt (auch nicht mit den andern Gummipuffern).

Frage: Läuft diese Zusammenstellung am USB 2.0-Anschluss des Samsungs? Ich bin etwas verunsichert, weil ich in den Datenblättern von "Dissipation (typical) Startup (peak, max)" von 5,5 W lese ... und das würde ja die USB 2.0 Spezifikationen etwas überfordern. (5,5W : 5VDC = 1,1 A) ... und so gesehen sogar die USB 3.0 Spezifikationen.

Auf Wikipedia lese ich, dass "Zu beachten ist, dass pro Anschluss nur maximal 500 mA (High Power) oder 100 mA (Low Power) als Stromversorgung zugesichert werden müssen." Und: "Ohne besondere Freigabe durch das Betriebssystem darf ein Gerät nicht mehr als 100 mA Strom benötigen."

Kurz, ich blick da nicht mehr durch und möchte einfach sicher sein, dass das Ding läuft ...

Ich danke für alle fachkundigen Hinweise.
 
Warum nimmst Du nicht einfach eine Platte mit 5400 U/min ?

Durch USB wird doch sowieso die Datenrate auf ca. 30 MB/s begrenzt, da sind 7200 U/min kein Vorteil !

Für die 7200 U/min Festplatte würdest Du wohl ein Gehäuse mit Y Kabel benötigen, also ein USB Kabel mit 2 USB Anschlüssen am Rechner, dann würde sie laufen.
 
HuckJ schrieb:
Warum nimmst Du nicht einfach eine Platte mit 5400 U/min ?

Weil die Platte ne Weile halten soll. Die Zeit von 5400 rpm und USB 2.0 ist bald vorbei.

HuckJ schrieb:
Durch USB wird doch sowieso die Datenrate auf ca. 30 MB/s begrenzt, da sind 7200 U/min kein Vorteil !
Nicht mehr, wenn ein neues Notebook da ist mit USB 3.0.

HuckJ schrieb:
Für die 7200 U/min Festplatte würdest Du wohl ein Gehäuse mit Y Kabel benötigen, also ein USB Kabel mit 2 USB Anschlüssen am Rechner, dann würde sie laufen.
Hm ... das heisst, ich müsste im Notfall einfach ein solches Y-Kabel erstehen? Das sollte ja kein Problem sein.
 
user_23 schrieb:
Und: "Ohne besondere Freigabe durch das Betriebssystem darf ein Gerät nicht mehr als 100 mA Strom benötigen."
Reine Theorie - würde sich ein USB-Controller daran halten, wären die meisten USB-Geräte für den Müll.

Kurz und knapp - bei den meisten Geräten funktioniert es, bei einigen funktioniert es nicht und bei wiederum anderen hat es sogar den USB-Controller zerschossen (sind allerdings sehr alte Fälle). Ein Y-Kabel macht meist keinen Unterschied - viel mehr macht die Qualität des Kabels aus. Meine HDD läuft z.B. nur mit dem Kabel des externen Gehäuses - die restlichen 5 getesteten Kabel haben nicht funktioniert (obwohl diese z.T. sogar kürzer waren).
 
Das ist ja schon mal ein aufschlussreicher Erfahrungsbericht!

Das würde also heissen, es führt kein Weg ums Ausprobieren herum. Nicht wirklich befriedigend.

Ist den diese hohe Startup-Leistung von 5,5 W tatsächlich das, was der USB-Anschluss hergeben muss, damit das Teil läuft?

Abgesehen vom Startup sind die Anforderungen deutlich niedriger, und meist ist auch nur von diesen die Rede:

Requirement: Start-up (W, peak, max) 5.5
Requirement: Read/Write (W, avg) 1.8
Requirement: Low power idle (W, avg) 0.8
Requirement: Standby (W, avg) 0.2

Bei Wiki steht auch: "Bei 2,5-Zoll-Festplatten, für die im Dauerbetrieb 500 mA ausreichen, werden zur Abdeckung des höheren Anlaufstroms verschiedene Lösungen verwendet. Neben der eines externen Netzteils wird teilweise ein Kondensator als kurzzeitiger Energiespeicher zwischengeschaltet oder ein zweiter USB-Anschluss (in dieser Form nicht Standardkonform) verwendet."

Das heisst, wenn meine Festplatte über so nen Kondensator verfügte, wär das Problem gelöst ...
 
Wobei bei 5.5W wohl schon eine Kondensatorlösung verwendet wird - ansonsten wären Anlaufströme von über 20W kein Problem. Der USB-Anschluss muss mit etwas Pech sogar mehr als 5.5W hergeben, da der Spannungsabfall in den USB-Kabeln enorm ist - wie gesagt, es funktioniert meist trotzdem weil sich die Gerätehersteller nicht an den Standard halten und daher die USB-Controller in der Lage sind, ein vielfaches der angegebenen Leistung abzugeben.
 
Ich danke dir für deine aufschlussreiche Antwort!

Diese Frage wäre also geklärt.
 
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