Externe ssd brauchbar oder nicht

Samu29

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Hallo zusammen,

Da ich mittlerweile Probleme bekomme mit meinem Speicher und ich nur einen M.2 Platz auf dem Board habe, habe ich mich gefragt ob es sinvoll ist eine externe SSD dran zuhängen. Frei hätte ich noch 2x USB3 gen2 Anschlüsse.
Ich benötige fürs Video bearbeiten eine gut lese und schreib geschwindigkeit.

Die Frage ist ob sich das Kaufen einer SSD und diese über USB zu verbinden lohnt oder ob es einen HDD genauso tut.
 
SSD ist natürlich auch extern dramatisch schneller, besonders in der Zugriffszeit. Ist halt dier Frage was man damit machen will
 
Wenn der USB Anschluss mindestens USB 3.2 Gen 2 (900 MB/s) hat, ist es sicher eine Option für eine potente SSD.
Aber warum baust du die Platte nicht intern ein, via Adapterkarte? (Beispiel)
 
Hast Du keine SATA-Ports auf dem Mainboard? Dann würde ich da doch einfach intern eine 2,5" SATA-SSD einbauen.
 
3dfx schrieb:
Wenn der USB Anschluss mindestens USB 3.2 Gen 2 (900 MB/s) hat, ist es sicher eine Option für eine potente SSD.
Aber warum baust du die Platte nicht intern ein, via Adapterkarte? (Beispiel)
Bodennebel schrieb:
Hast Du keine SATA-Ports auf dem Mainboard? Dann würde ich da doch einfach intern eine 2,5" SATA-SSD einbauen.
Ich hab leider ein Anfänger Board das A320M - a pro max auf diesem befindet sich kein sata Port nur ein M.2 und der ist schon belegt durch eine 1Tb SSD

Wo wird denn die Adapterkarte angeschlossen? An so etwas habe ich noch garnicht gedacht
 
Samu29 schrieb:
Ich hab leider ein Anfänger Board das A320M - a pro max
...das über vier SATA-3-Anschlüsse verfügt (https://de.msi.com/Motherboard/A320M-A-PRO-MAX/Specification):

1623011924999.png

Ergänzung ()

SATA-Kabel findest Du bestimmt in der Mainboard-Schachtel, ansonsten müsstest Du die auch noch kaufen.
 
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gbit/s ist keine für dich relevante Geschwindigkeitsangabe für SSDs.

Eine HDD schafft so 200-300 MB/s - eine Sata SSD 500mb/s (egal ob M.2 oder 2.5") - eine NVMe SSD schafft bis ca 7GB/s

Eine einfache sata SSD fühlt sich jedoch sehr viel flinker als eine HDD an, was aber kaum an der knapp doppelt so hohen datenrate sondern mehrere Größenordnungen kleineren Latenzen und mehrere Größenordnungen mehr IOPS (Lese/Schreiboperationen pro sekunde) liegt.

Consumer HDDs schaffen so 100 - 300 IOPS, wobei du hier sehr stark merkst ob die eine doppelt so schnell ist wie die andere. Eine Consumer SSD hingegen schafft eher um die 100.000 IOPS .

Bei den Latenzen liegen sSDs unter 1ms, HDDs eher so bei 20ms.

Das ist der Teil, der eine SSD so verdammt viel flinker macht und es ist bei einer SSD wichtiger darauf zu schauen, dass sie wenn sie schnell sein soll, guten cache und mindestens TLC chips verbaut hat. in den meisten realistischen Szenarien ist eine gute SATA SSD besser und flinker als eine schlechte nvme SSD wie die Crucial P1 und P2 es zum beispiel sind.

Viele MB/s sind gut, wenn man viel mit riesigen Datenmengen arbeitet oder aus spaß abends seine Filmesammlung hin und her kopiert. Im täglichen gebrauch sind es niedrige Latenzen und hohe IOPS, die machen, dass alles schön fluffig ist

Insofern: ignorier die geschwindigkeit der Schnittstelle, achte eher auf eine flinke SSD.

Über USB hast du nochmal deutlich mehr latenzen, als wenn du direkt an einen internen Port gehst.
 
Samu29 schrieb:
Da stand nichts davon drin.
Liegt daran, das wirklich kein Hersteller mit SATA werben wird. Auf der Seite sind halt die Highlights.

madmax2010 schrieb:
Über USB hast du nochmal deutlich mehr latenzen, als wenn du direkt an einen internen Port gehst.
This. Liegt auch daran, das USB nun mal nicht expliziert für Storage ausgelegt ist, sondern eine Universalschnittstelle für alles mögliche ist. Wenn Storage anschließen, dann immer erst intern über die Storage-Schnittstellen.
 
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Bei Videobearbeitung wird ihm auch die sequentielle Übertragungsrate auffallen.
Da es aber nur USB 3.2 Gen 1 Anschlüsse sind liefern diese 5 GBit/s (625 MByte/s). die SATA Ports liefern 6 GBit/s (750 MByte/s). Beide verwenden den 8b10b Leitungscode. Somit bleiben von den Werten 80 % als Brutto Datenrate über.
Für USB spricht nur dass du den Datenträger einfach an einem anderen Gerät verwenden könntest. Bei Nutzung an nur einem PC spricht in deinem Fall alles für eine interne SATA Variante.
 
Samu29 schrieb:
Aber ist nicht USB3 schnelle als sata oder täusche ich mich da?
Jain, aber die meisten USB-SSDs nutzen so oder so intern SATA.
Alternativ gibt es schnelle externe USB-SSDs die intern auf PCIe setzen, aber die sind signifikant teurer.

Zur Geschwindigkeit relativ:
USB 3.2 Gen 1 (USB 3.0 Standard): 5 Gbit/s
SATA 6: 6 Gbit/s
USB 3.2 Gen 2 (USB 3 10G): 10 Gbit/s
USB 3.2 Gen 2x2: 20 Gbit/s
PCIe einer externen SSD: Kommt drauf an, wie viele PCIe Lanes von welcher Generation der Brückenchip bereitstellen kann - schneller ist teurer

USB hat natürlich auch einen gewissen Overhead, da geht nochmal was bei verloren.

Das kommt also darauf an mit welcher Generation von USB man arbeitet - die Geschwindigkeit richtet sich immer nach der langsamsten Komponente im System.

the_ButcheR schrieb:
Da es aber nur USB 3.2 Gen 1 Anschlüsse sind liefern diese 5 GBit/s (625 MByte/s). die SATA Ports liefern 6 GBit/s (750 MByte/s). Beide verwenden den 8b10b Leitungscode. Somit bleiben von den Werten 80 % als Brutto Datenrate über.

Die 80% sind aber auch noch nicht alles was wegfällt, weil dann würden SATA SSDs rechnerisch bis 600 MB/s kommen und ich habe noch nie eine über 550 MB/s gesehen
 
Samu29 schrieb:
Ups, ich hab auf der seite nachgesehen https://de.msi.com/Motherboard/A320M-A-PRO-MAX.html
Da stand nichts davon drin.
Die "primäre" Produktseite, auf die Hersteller immer verweisen (und die du auch verlinkt hast) sind nur Hochglanzprospekt und entsprechend genau so zu behandeln -> Rundablage, einen Liter Benzin hinterher und dann noch ein brennendes Streichholz.
Immer! wirklich immer! und das egal bei welcher Hardware! nur auf die Spezifikationen achten, alles was auf der Hochglanzprospektseite steht, kommt von den Deppen aus der Marketing & PR Abteilung und ist im besten Falle nur unvollständig, im schlimmsten Fall sogar fehlerbehaftet (passiert einfach da verschiedene Revisionen des Produktes zeitgleich verfügbar sein können, diese Personen aber einfach kaum Ahnung davon haben).
Das was unter Spezifikationen steht, kommt in der Regel von den Leuten, die Ahnung von dem Produkt haben, vielleicht sogar bei der technischen Umsetzung beteiligt waren. Dennoch muss man auch hier aufpassen und auf die Sternchentexte achten (Bein Mainboards z.B.: was ist unter welcher CPU Generation verfügbar. SATA-Ports die womöglich nicht verfügbar stehen, wenn eine M.2 Angeschlossen ist. Anzahl der Lanes wenn der zweite PCIe Slot genutzt wird). Aber zumindest wird man hier nicht hinter die Fichte geführt.

Ach ja... wenn zu einem Produkt keine ordentliche umfangreiche Spezifikationen Liste gegeben ist... such nach einem anderem Produkt oder gar anderem Hersteller. (z.B. ist D-Link zumindest bei den günstigen Heimanwender Switchen so ein Experte)
 
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