Fassadendämmung: Gesetzliche Vorgaben

gaunt

Lt. Commander
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Hi
vielleicht kennt sich ja einer damit aus...
Ich will meine Fassade teilweise dämmen. Allerdings weniger um den absoluten Energieverbrauch zu senken sondern eher wegen Schimmelschutz und einem angenehmeren Wohnklima. Förderungen kommen für mich nicht in Frage, da ich den Umbau selbst machen werde und somit nicht an die Forderungen der KFW gebunden bin.

Jetzt gibts aber ne Menge Vorgaben bei denen ich einfach nichtmehr druchblicke. Jede Seite schreibt was anderes und die Energieberater beraten nicht sondern suplen nur ihr standard Programm ab: "15cm Styropor... bla bla... das macht man heute so... weniger bringt nix... wenn schon denn schon..." Ich will und brauche keine 15cm (und schon garkein Styropor!!!). Die kriege ich baulich garnicht unter, mal abgesehen davon dass es sich nicht rentiert. Firmen brauchst du garnicht erst zu fragen. Es ist immer das System das Beste was sie selber verkaufen, und selbst montieren geht natürlich garnicht... Im Baumarkt sind sie schon froh wenn sie wissen wo das Zeugs liegt, davon das es Vorgaben gibt haben die bestenfalls mal gehört. Welche Behörde man da fragen könnte? Keinen blassen Schimmer.

Gefordert wird (soweit ich weiß) ein U Wert von 0,24. Aktuell habe ich 1,6, mit 5cm Steinwolle käme ich auf 0,48, also ~ 1/3. Um auf die geforderten 0,24 zu kommen, den Wert also nochmal zu halbieren müsste ich die Dämmstoffdicke also verdreifachen. Teuer, sieht scheiße aus und bekomme ich auch nicht ohne riesigen Zusatzaufwand (Dachverbreiterung...) unter und es lohnt sich einfach nicht.

Bin ich also wirklich verpflichtet die volle Packung drauf zu nageln? Wenn ja, gibt es Schlupflöcher oder greift diese Regel bei mir ggf. nicht da ich nur einen Teil dämme und keine Förderung in Anspruch nehmen will? Kontrolliert wird sowas ja scheinbar garnicht, was kann aber passieren wenn doch? Die dünnen Platten werden ja zu Hauf angeboten. Wenn die eh niemals verbaut werden dürften, warum haben die Händler die dann auf Lager?

Sollte ich Augenscheinlich erstmal verpflichtet sein auf 15cm zu gehen, gibt es vielleicht Möglichkeiten das legal zu umgehen? Z.B. weil die notwendigen Nebengewerke die Kosten für die Dämmung um das vierfache übersteigen würden. Eine Amortisierung würde ich somit vermutlich nichtmehr erleben.

Wäre cool wenn hier einer Objektiv weiß was muss und was nicht...

PS: Kommt mir bitte nicht mit google. Links werden genug (genaugenommen viel zu viele) geliefert, dass weiß ich selber. Nur sind der größte Teil der Seiten nicht sonderlich objektiv oder der Informationsgehalt tendiert gegen null. Im Prinzip gibts immer nur das 15cm Mantra. Liest man mal durchs Impressum u.ä. stellt man schnell fest das i.d.R. die Seiten an Hersteller, Händler oder andere Branchenverbände gebunden sind.

@Mods
Zur Abgrenzung zum Heimwerker Thread: Es geht um rechtliche Anforderungen einer Dämmung unabhängig ob heim gewerkt oder beauftragt! Nicht um das Werken an sich.
 
Zwickmühle für dich. Wenn du es angehst, dann gelten nur heutige Bestimmungen mit allen Auflagen.
Aber komme nicht von wegen Schimmelschutz, dann mußt du es komplett lassen.
Lass dein Haus atmen. Gerade mit Dämmung holst du dir den Schimmel ins Haus.
Wenn du etwas machen willst, dann gehe von innen dran.

Meine Meinung und z.T. Erfahrung
 
Lass dein Haus atmen. Gerade mit Dämmung holst du dir den Schimmel ins Haus.
Wenn du etwas machen willst, dann gehe von innen dran.
Hä???

Mein Haus müsste jetzt schon Schimmeln wie en batzen und tut das auch wenn Schränke an der Außenwand stehen. Mein einziger Schutz ist das die Wand völlig diffusionsoffen ist und somit extrem schnell durchtrocknet. Eine Innendämmung wäre (wenn überhaupt) nur mit Calciumsilikat möglich. Und das ist unbezahlbar. Sobald ich innen Dämme habe ich den Taupunkt zwischen Wand und Dämmung. Vollkatatrophe, nur das man das in dem Falle wohl erst in 10Jahren merken würde, da der Schimmel in und nicht auf der Wand blühen würde. An Zerstörungen durch Frostsprengungen will ich garnicht erst denken! Da hilft auch die offenste Wand nix mehr. Wenn ich außen aber mit Mineralwolle (ganz bewusst kein Styropor!!!) dämme bleibt die Wand bei ~20€/qm diffusionsoffen, trocken und frostfrei. Was will man mehr?

Zwickmühle für dich. Wenn du es angehst, dann gelten nur heutige Bestimmungen mit allen Auflagen.
Gibts nicht irgendwelche Schlupflöscher wie: Bevor garnix gemacht wird dann doch lieber dünn...?
Wohl gemerkt: Kosten für das geplante ~2000€. Volles Programm würden locker an die 30k!!!
 
Ach nee... und wenn du jetzt nen konkreten Thread hättest... Ich kenne dieses und etliche andere Foren und in einigen bin ich auch als User angemeldet und mehr oder weniger aktiv (gewesen). Ich baue nicht erst seit gestern am Haus rumm. Hast du in dem Forum mal gelesen? Ein Haufen Frager und Leute die Grundsatzdiskussionen führen. Echte Infos sind da leider reichlich mau...

Leider haben fast alle "Handwerkerforen" das selbe Problem. Es diskutieren i.d.R. die Leute die wenig Ahnung haben und die die Ahnung haben sind meist selber Handwerker und sagen immer nur: "Ich weiß es, verrate aber nix, weil du sollst gefälligst zum Fachmann gehen." Super, da kann man auch gleich die Klappe halten...
Was beim Heimwerken über "wie schlage ich einen Nagel in die Wand?" hinaus geht findet sich im Netz leider kaum. Ne Menge Einseiter welche Google reichen weil die Stichworte drinn stehen, die relevanten Infos fehlen aber oft. Zudem schreiben die gängigen Seiten eigentlich alle den selben Oberflächlichen kram. Viele Handwerkerforen und Seiten sind größtenteils Vermarktungsplattformen.
 
Verübeln darfst du das den Handwerkern aber nicht. Die wollen ja auch irgendwie Geld verdienen. Wenigstens sind die da so schlau und nicht wie Fachmärkte. Kunde will sich beraten lassen, kauft dann aber online...

Ich verfolge mal hier, da ich nächsten Frühjahr vor dem selben Dilemma stehe. Vielleicht kann ich dir dann helfen ;)
 
Ich verfolge mal hier, da ich nächsten Frühjahr vor dem selben Dilemma stehe. Vielleicht kann ich dir dann helfen
Deshalb poste ich auch hier und nicht in einem der gängigen Handwerkerforen. Ich habe halt die Hoffnung das sich hier einer wie du oder ich meldet und sagt: "Hatte letztes Jahr das selbe Problem und es so gelöst..." So jemand ist dann aber leider in den HW Foren meist nichtmehr aktiv. Da sind die Chancen hier vermutlich höher.
 
Dein Hä beantworte ich mit folgendem Link.

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article114866146/Die-grosse-Luege-von-der-Waermedaemmung.html

Wenn deine Hütte schon so eine miese Bauqualität hat, dass es alleine durch Schränke an den Wänden schimmelt ist es erst mal wichtig die Fassade so zu verputzen und zu streichen, Vorsicht kostet Geld, das da von aussen eine Feuchtigkeitssperre entsteht.
Da brauchst du wegen der Feuchte in den Wänden eh die nächsten 3 - 4 Jahre nicht ans Dämmen zu denken.
 
EnEV 2014

Was verstehst Du denn bei § 9 im Detail nicht?

Das Keiner von der Behörde kontrollieren kommt, hast Du ja selber schon herausgefunden.

Was erwartest Du denn für Tipps, wenn Du uns fast gar nichts zur vorhandenen Bausubstanz und den Flächen bekannt gibst?

Schon geschnallt, dass Du auch 40% den geforderten U-Wert überschreiten dürftest?

Wegen Schimmelproblematik lohnen sich vielleicht die 2000 Euro eher in ein Raumlüftungssystem mit Wärmerückgewinnung.
 
Nabend,
habe vor einigen Jahren angefangen das Haus / Fassade zu dämmen. KFW-und gesetzliche Vorschriften habe ich komplett außer Acht gelassen, weil es beim selbst bewohnten Haus auch eh keine Rolle spielt. Den ganzen Schmonzes brauchst Du doch nur wenn Du vermieten oder evtl. verkaufen willst!

Ich habe ein altes Bauern-Fachwerkhaus von 188x und auch da haben wir bei zwei Wänden Probleme mit der Feuchtigkeit. Um diese zu beseitigen haben wir erst mal komplett den alten Putz beseitigt und die Wand etwas trocknen lassen - so ein Jahr lang.....
Hat aber nicht wirklich gereicht!
Dann haben wir einen Spezial-Putz 1m hoch aufgetragen (vom Fachmann) der hat so kleine Styroporkugeln im Putz - kostet ein Vermögen - soll aber die Wand trocknen, nach 1 Jahr ist der abgefallen und wir durften alles noch einmal machen - dieses mal 1,5m hoch!
Es wurde besser, aber die Wand hat immer noch so viel Feuchtigkeit, dass der Putz nach 3 Jahren an einigen wenigen Stellen aufplatzt! Ich vermute mal, noch 1-2x verputzen und wir haben die Wand trocken. Wir haben in diesem Raum unseren Pelletpunker und daher zieht dieser gut die Feuchtigkeit auf und der Raum hat mittlerweile kaum noch Feuchtigkeitsprobleme!
Allerdings wenn man erst mal Feuchtigkeit im Haus hat ist das schwierig die wieder weg zu bekommen - und je länger die im Mauerwerk ist, desto schwieriger wird es!

An der Außenfassade (andere Wand) haben wir uns für eine Islolierklinker-Fassade entschieden, weil zum einen der Anbau massiv verklinkert ist und das natürlich zu der neuen Fassade passen sollte!
Hier schreibt der Gesetzgeber, je nach Wand, 10-12 cm stärke vor - wir haben nur 6 cm plus Klinker plus Wand-Vorbauplatte genommen. Erfüllt nicht die gesetzlichen Vorgaben, hat aber die gleiche Wirkung!
Im letzten Sommer hat man das deutlich gemerkt, von außen super heiß- nach innen angenehm kühl - im Winter umgekehrt.

Sicher nicht für jeden die Lösung, aber ich bin zufrieden......
 
gaunt schrieb:
Deshalb poste ich auch hier und nicht in einem der gängigen Handwerkerforen. Ich habe halt die Hoffnung das sich hier einer wie du oder ich meldet und sagt: "Hatte letztes Jahr das selbe Problem und es so gelöst..." So jemand ist dann aber leider in den HW Foren meist nichtmehr aktiv. Da sind die Chancen hier vermutlich höher.

Diese Heimwerkerforen kann man leider ziemlich vergessen musste ich auch gerade feststellen. Ich hab hier bessere Tipps und Beratung für die Dämmung meines Hallendachs bekommen als sonst irgendwo. Dachte auch das man dort doch kompetente Leute findet. Dann hatte ich eine einfache Frage zur Elektrik. Nach 5 Minuten googeln war ich schlauer, als das was ich dort an Antworten bekam.

Ein großes Problem bei der Dämmung ist aber wirklich, dass jede Firma irgend ein anderes Verfahren anwendet und das natürlich dann auch selbiges Verfahren für das Non Plus Ultra verkauft wird.

Zur Fassadendämmung. Mein Elternhaus wurde damals Anfang der 80er neu gebaut und die Fassade wurde direkt mit gedämmt. Ich hab mal unter den Putz geschaut, aber dick ist die Dämmung nicht, vielleicht 5cm und wird haben absolut 0 Probleme mit Schimmel im Haus. Gedämmt wurde mit Styropor. Wenn die Dämmung nicht so dick werden darf, dann schau mal nach PUR Platten, die haben oft bei weniger Dicke einen besseren Dämmwert als z.b. Glaswolle.

PS

Wenn man viel Baumaterial brauch bzw. für relativ große Flächen dann kann man auch mal bei Ebay schauen, ist teilweise halb so teuer pro m² wie das gleiche Produkt von der selben Marke im Baumarkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was verstehst Du denn bei § 9 im Detail nicht?
Das juristische Kauderwelsch;-) Im Prinzip ist mir schon klar was gefordert ist. U Wert von 0,24 den ich weit überschreiten würde. Außerdem werden mehr als 10% der Fassade gemacht. Also falle ich augenscheinlich erstmal darunter.
Was erwartest Du denn für Tipps, wenn Du uns fast gar nichts zur vorhandenen Bausubstanz und den Flächen bekannt gibst?
Ähm, zur Dämmung an sich garkeine (OK, en bissel Plaudern und Erfahrungsaustausch natürlich trotzdem gerne!). Das kann aus der Ferne eh keiner beantworten. Aber: Fläche über 10% und die Dämmung muss in meinem Fall Diffusionsoffen bleiben, deshalb Mineralwolle statt EPS, XPS oder so. Zur Dämmung an sich habe ich eigentlich nur was geschrieben weil ich klar machen wollte dass es mir weniger um das einpsaren von Energie sonder viel mehr um um die Wohnqualität geht. Ich habe also nicht das Ziel maximal zu dämmen. Das soll nur den Grund liefern (um da nicht ewig zu diskutieren) warum mir ~5cm langen. Ich will hier also keine fachliche Diskussion über das Dämmen an sich führen.
Schon geschnallt, dass Du auch 40% den geforderten U-Wert überschreiten dürftest?
Ich überschreite ihn sogar um recht genau 100% ;-) Darum geht es ja
Wegen Schimmelproblematik lohnen sich vielleicht die 2000 Euro eher in ein Raumlüftungssystem mit Wärmerückgewinnung.
Nö, ich müsste dauerhaft auf ne Raumfeuchte von unter 20% kommen. Völlig unrealistisch und unbezahlbar. Ich habe einfach kalte Wände an denen das Wasser kondensiert. Da ist es einfacher und billiger die Wand wärmer zu bekommen.

Dein Hä beantworte ich mit folgendem Link.
Die Diskussion kenne ich. Und nochmal: Mir geht es nicht ums Energie Sparen! Die ~2000€ invest dienen nur der Wohnqualität. Was ich will ist eben kein Schablonendämmung (15cm Styropor... macht man heute so...) sondern eine individuelle und vernünftige Lösung die genau an mein Haus angepasst ist. Und dann macht das auch Sinn. Das dabei vielleicht auch ein wenig Energie gespart wird ist nur ein netter Nebeneffekt.
Wenn deine Hütte schon so eine miese Bauqualität hat, dass es alleine durch Schränke an den Wänden schimmelt ist es erst mal wichtig die Fassade so zu verputzen und zu streichen, Vorsicht kostet Geld, das da von aussen eine Feuchtigkeitssperre entsteht.
Da brauchst du wegen der Feuchte in den Wänden eh die nächsten 3 - 4 Jahre nicht ans Dämmen zu denken.
Hast du dich mal mit dem Thema beschäftigt? Die Bauqualität ist im Gegenteil sogar sehr gut. Viele andere Häuser aus der Zeit (60er) sind unbewohnbar. Würde ich wie von dir vorgeschlagen eine Sperrschicht einbauen wäre es bei mir auch bald so weit.
Es gibt Grundsätzlich zwei Wege: Entweder du hältst die Wand trocken mir Sperrschicht innen und außen was verdammt riskant ist weil die Sperre kaputt gehen kann, oder genau anders rumm. Also alles offen. Du akzeptierst eben das die Wand nass wird, baust sie aber so auf dass sie schnell und Problemlos wieder trocknet. Letzteres ist bei alten Häusern i.d.R. seeehr viel einfacher und sicherer.

KFW-und gesetzliche Vorschriften habe ich komplett außer Acht gelassen, weil es beim selbst bewohnten Haus auch eh keine Rolle spielt. Den ganzen Schmonzes brauchst Du doch nur wenn Du vermieten oder evtl. verkaufen willst!
Bist du sicher? KFW ist klar. Die spielen nur bei einer Förderung eine Rolle. Das fällt bei mir flach. Aber die EnEV gillt doch für alle Gebäude dachte ich. Unabhängig wer drinn wohnt?
Woher kommt bei dir denn das Wasser? Höhrt sich so an als obs von unten gezogen wird? Hier habe ich den Vorteil das ich vor zwei Jahren den Keller komplett freigelegt und gedichtet habe. Seit dem ist der Keller abolut knochen trocken und auch die aufgesetzten Wände sollten von unten nur wenig ab bekommen. Putze halten bei mir mit Grundierung völlig unproblematische.
Sicher nicht für jeden die Lösung, aber ich bin zufrieden......
So isses. Man muss bei jedem Haus individuell schauen wo die Probleme liegen. Bei mir eben: Die kalte Wand zieht viel Wasser aus der Raumluft und von außen. Da sie aber offensichtlich sehr gut diffusionsoffen ist trocknet sie bei mir eben nicht in Jahren sondern völlig problemlos in wenigen climatisch günstigen Tagen durch. Also völlig andere Vorraussetzungen.
Allerdings wenn man erst mal Feuchtigkeit im Haus hat ist das schwierig die wieder weg zu bekommen - und je länger die im Mauerwerk ist, desto schwieriger wird es!
Das kommt halt immer drauf an. Beton z.B. ist verdammt dicht. Da geht normalerweise nix durch (zumindest bei modernem Beton, bei altem kann das anders aussehen). Isser aber mal nass dauert es wirklich Jahre bis sowas trocken ist. Bei Klinkern/Ziegeln ist das nicht so einfach. Hier kommts drauf an ob sie hart oder weich gebrannt sind. Hartgebrannt verhalten sich sich fast wie Beton (ok, nicht ganz, aber fast;-) ). Weich dagegen saugen sie sich voll wie ein schwamm, trocknen aber auch sehr schnell wieder. Letztere scheinen bei mir verbaut zu sein.

Wenn man viel Baumaterial brauch bzw. für relativ große Flächen dann kann man auch mal bei Ebay schauen, ist teilweise halb so teuer pro m² wie das gleiche Produkt von der selben Marke im Baumarkt.
Ich hab nen guten Baustoffhändler:-) Liefert selbst (also keine Spedition!) bis in den Hof und liegt Preislich zwischen Baumarkt und Schäppchen. Wo ich auch gerne schau ist ebay Kleinanzeigen. Da findet sich auch viel!
Wenn die Dämmung nicht so dick werden darf, dann schau mal nach PUR Platten, die haben oft bei weniger Dicke einen besseren Dämmwert als z.b. Glaswolle.
Stimmt schon. Aber ich will die ansich gute und sinnvolle Bauphysik nicht durch ne Styroporverpackung auf den Kopf stellen. Deshalb ist mir die Offenheit von Mineralwolle wichtiger als die etwas bessere Dämmwirkung vom Schaumplatten. Macht auch nicht soviel aus; bei meinen Anforderungen reden wir hier über +-1cm.
Ansonsten: Du sprichst mir aus der Seele;-)
 
Ich kann dir nur empfehlen im Bauexperten Forum vorbeizuschauen. Im Zuge meines geplanten Hausbaus habe ich dort äußerst kompetente Unterstützung erhalten. Nicht das übliche Blabla von selbsternannten Fachmännern oder besseren Do-it-Yourself Experten. Da schreiben User mit Sachverstand, ausgebildete Architekten, Statiker und Handwerker.
Vielleicht formulierst du da einmal deine Fragen in einem separaten Thread aus. Ich würde dort am ehesten noch kompetente Hilfe erwarten. Aber Vorsicht, das Klima dort "kann" ruppig sein.
 
Ich sehe keinen Lösungsansatz für den TE bei 2000 Euro Projektsumme und der Vorgabe, dass die Dämmung außen und möglichst dünn und diffusionsoffen sein soll.

Ich bezweifle weiterhin, dass bei den jetzigen Wänden eine Zielluftfeuchtigkeit von 20% innen nötig sei.

Diffusionsoffene Dämmstoffe sind hier bei Wikipedia aufgelistet.
Keiner der natürlichen Dämmstoffe kommt aber an die Dämmdichte von eps & Co. heran und alle sind deutlich teurer. Man kann sogar Dämmplatten aus natürlichem Seegras kaufen. Die haben sehr gute Dämmwerte, aber sind für den TE unbezahlbar.

Falls ich demnächst dämme, ich brauche auch Diffussionsoffenheit, dann kommen für mich Holzfaserdämmatten in die nähere Auswahl. Aber ich muss auch den Dachüberstand dann verlängern, weil die einfach viel dicker sind. Dafür später mal kein Sondermüll wie eps & Co.

Was das jetzt mit der rechtlichen Situation zu tun hat, keine Ahnung! Frage mich sowieso, was der TE eigentlich wissen will.
 
Meine Eltern haben vor rund 10 Jahren das Haus im Wohnzimmer gedämmt.
30 cm Holzvorrichtung vor die Wand gebaut, in den Holraum Holzfaserdämmwatte rein.
Dann alles mit MDE-Platten zu machen, verspachteln, verputzen, streichen und fertig ^^

Sieht dann in etwas so aus: http://www.maler-badbramstedt.de/referenzbilder/Metallico-Bronze-3.jpg

Seitdem ist es im Winter schön Warm.
 
Du schreibst das es Räume gibt in denen sich Schimmel bildet. Haben die eine besondere Lage das sich dort Schimmel ansammelt, ...?
 
Was das jetzt mit der rechtlichen Situation zu tun hat, keine Ahnung! Frage mich sowieso, was der TE eigentlich wissen will.
Garnix. Du fängst immer wieder damit an. Ich sage einfach dass ichs durchgerechnet habe, ich komme mit ~2k€ hin und die Dämmwirkung von ~5cm langt mir. Hier gibt es nix zu diskutieren. Mag sein dass es bei dir nicht möglich ist. Bei mir geht es. Ich brauche kein Gerüst, kann die arbeiten bequem selber ausführen und das Material ist günstig. Bezweifel mal nicht so viel. Es geht! Ich will nur wissen was passiert falls doch mal einer kontrollieren sollte.
Du schreibst das es Räume gibt in denen sich Schimmel bildet. Haben die eine besondere Lage das sich dort Schimmel ansammelt, ...?
Lest doch bitte mal genau! Es schimmelt nix. Nur wenn ich die klassischen Fehler mache (z.B. Wand innen abgedeckt). Und das ist unter den gegebenen Umständen völlig normal.
Mal abgesehen davon: DARUM GEHT ES HIER NICHT!

@Noxiel
Das BEF kenne ich. Leider habe ich genau da teils schlechte Erfahrungen mit den Fachleuten gemacht die sehr bemüht sind Fakten zurück zu halten und immer nur empfehlen: Lass es vom Fachmann machen... Ist aber auch schon eine Weile her. Ich geb dir aber in sofern recht, dass es von den vielen Foren tatsächlich eines der besseren ist.
Ich probiers:-)
 
ThomasK_7 schrieb:
Falls ich demnächst dämme, ich brauche auch Diffussionsoffenheit, dann kommen für mich Holzfaserdämmatten in die nähere Auswahl. Aber ich muss auch den Dachüberstand dann verlängern, weil die einfach viel dicker sind. Dafür später mal kein Sondermüll wie eps & Co.

Was das jetzt mit der rechtlichen Situation zu tun hat, keine Ahnung! Frage mich sowieso, was der TE eigentlich wissen will.

Wüsste nicht, dass es rechtliche Vorgaben gibt, jedenfalls wenn der Baubestand vor 2002 errichtet wurde. Es gibt Empfehlungen, aber die kann man nur teilweise auch umsetzen. Außer man steht darauf, dass die Fenster wie Schießscharten aussehen.

Bezüglich Diffussionsoffenheit... schon mal etwas von einer vorgehängten hinterlüfteten Wärmedämmung gehört? Wurde bei mir in der Familie bei einem EFH verwendet. Steinwolle auf die Außenwand, darauf eine Unterkonstruktion aus Holz, die Platz für den Abtransport des Wasserdampfs gewährleistet und geschützt nochmals durch eine Außenverkleidung aus Polycarbonat (glaube ich) im Design einer weißen, grob verputzen Fassade. Oben und unten noch Gitter-Abschlüsse gegen Tiere. 30-40 Jahre haltbar, 12cm Steinwolle, 14cm Gesamtdicke bei etwas mehr als 10.000€.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wüsste nicht, dass es rechtliche Vorgaben gibt, jedenfalls wenn der Baubestand vor 2002 errichtet wurde.
Bist du dir da sicher oder hast du sogar eine Quelle? Das wäre nämlich bei mir der Fall. Ich dachte aber das die EnEV für alle Bestandsimmobilien gillt. Sowas in der Art wäre genau das was mir helfen würde:-)
 
Kann ich mir nicht vorstellen; hab damit jedoch überhaupt keine Erfahrung.

Allerdings kann sich eine Ausnahme zB für Außenwände ergeben, die unter Einhaltung energiesparrechtlicher Vorschriften nach dem 31. Dezember 1983 errichtet oder erneuert worden sind (siehe Anlage 3 der EnEV). Entsprechend § 25 EnEV gibt es auch eine Befreiungsmöglichkeit wegen Unwirtschaftlichkeit. Inwiefern man eine solche bekommt, wenn man wie du nicht den technisch besten Dämmstoff nimmt, weiß ich nicht; vllt ist es ja möglich, technisch überzeugend zu argumentieren, dass nur das diffusionsoffene Zeug zu nehmen ist.

Hierzu ("und die Dämmwirkung von ~5cm langt mir.") will ich noch kurz sagen: Deshalb gibt es eben ein Gesetz, das die anzupeilende Dämmwirkung vorschreibt. Weil, wenn jeder nur tut, was ihm langt, das übergeordnete Ziel (Energieeinsparung insgesamt!) nicht erreicht wird.

Ich hab damit wie gesagt leider null Erfahrung. Im Gegensatz zu den ganzen Bauforen, die du aufgesucht hast, würde ich dir aber mal Rechtsforen vorschlagen, wo du doch gerade eine Rechtsfrage hast..
 

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