Festplatte geht nach runterkühlen im Eisfach plötzlich wieder. Warum ist das so?

Petto

Cadet 1st Year
Registriert
März 2018
Beiträge
8
Hallo,

ich habe eine 2,5" externe Festplatte. Die Festplatte wurde zwar per USB erkannt jedoch konnte ich nicht auf diese zugreifen. Die Festplatte hat ein klacken von sich gegeben. Ein Arbeitskollege meinte zu mir ich soll sie Luftdicht verpacken und ins Esfach legen. Gesagt getan. Wenn ich die Festplatte per USB angeschlossen habe hat sich nichts verändert. Dann habe ich die Festplatte direkt ans Board angeschlossen. Beim Hochfahre wurde die Festplatte geprüft und Repariert. Aufeinmal konnte ich wieder auf sie zugreifen. Ich habe natürlich sofort ein Backup gemacht.

Jetzt bin ich natürlich neugirig. Kann mir jemand erklären wieso das runterkühlen der Festplatte diese wieder zum laufen gebracht hat? Ich habe die Festplatte auch zuvor direkt angesteckt ohne das diese im Eisfach war. Da konnte ich auch nicht auf sie zugreifen. Soll ich die Festplatte nach dem Backup entsorgen?

Gruß Petto
 
Muß gar nichts heißen wollen, der USB hat vllt einfach nicht genug Leistung gebracht -> die Folge sind Anlaufgeräusche und das Hin-und Herfahren des Lese/Schreibkopfes. Also nix ungewöhnliches.

ASUS AI Charger

Damit kannst an jedem Mainboard mit USB-Anschluß die Stromstärke auf ca. 1000mA anheben, statt der üblichen 500mA.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Beim Einfrieren einer Festplatte entsteht zudem Kondensation auf den Magnetscheiben. Das stört das fehlerfreie Lesen. Und die Platine der Festplatte wird durch Kondensationsrückstände feucht, was zu einem Kurzschluss auf der Platine führt, wie Kuert warnt. viel spass mit einem kurzschluss;)
 
Zuvor hat die Platte an dem selben Rechner mit dem gleichen Gehäuse funktioniert. Hatte Die platte an dem Tag zuvor auch direkt an das Board angeschlossen und da ging sie auch nicht. Beim Start des PCs erschien aber keine Info das die Platte geprüft und repariet wird. Kann es eventuell mit defekten Sektoren zu tun haben?
Ergänzung ()

Zwecks des einfrierens und der Kondensatbildung habe ich die Platte luftdicht eingepackt und Verklebt. So dass keine Ausenluft an die Platte kommt und sich das überschüssige Wasser welches die Luft durch das Abkühlen abgibt nicht an der Platte geschieht. Wie gesagt die Platte läuft momentan noch und ich ziehe mir ein Backup. Sie hat mittlerweile auch Betriebstemperatur erreicht.
 
sie geht wieder, weil sich der spindelmotor beim abkühlen ausdehnt und so wieder dreht. trotzdem heist das nix anderes als das sie defekt ist. kaputt bleibt bei sowas eben kaputt....

was heist bei dir luftdicht? mit som vakuumverpackerer? selbst damit hast du restluft. die reichen allenfalls dazu Lebensmittel länger haltbar zu machen im Gefrierfach, zu mehr auch nicht
 
Ich habe sie in einen kleinen beutel gepackt und anschließend noch mit klebeband umwickelt. Das die Luft die sich in dem Gehäuse befindet noch Wasser abgeben kann war mir bewusst. Jedoch konnte won Außen keine zusätzliche Luft eindringen die Kondensat bildet. Zumindest bin ich dadurch an meine Daten gekommen was mich auf jedanfall sehr freut:). Ich wollte nur aus neugier wissen warum die Platte somit wieder Kurzzeitig funktionieren kann.
 
Ab in eine Antistatiktüte, zukleben, ab in eine zweite Antistatiktüte, und dann über ein/zwei Nächte im Eisfach lassen und einfrieren.
Dabei Kühlgelpackungen ebenfalls mit einfrieren.
Anschließend die HDD in die Gelpackung einwickeln, damit sie kalt bleiben, anklemmen, und versuchen zu mounten.
Wenn das geht, alle Daten ziehen, und dann wegwerfen.

Und noch ein Tipp bezüglich SSDs:
Man sagt ja bei SSDs "entweder sie geht, oder sie geht nicht, und dann mit komplettem Datenverlust"
Jain.
Wenn eine SSD nicht erkannt wird, und sie nicht gerade von OCZ oder Mushkin oder anderen Schrottherstellern ist, dann hilft es oft, den eigenen Recoverymodus zu nutzen.
Huäh?
Ganz einfach. SSD (also nicht M.2 oder MSata) an einen Stromconnector vom Netzteil anklemmen (ohne das SATA Kabel zum Mainboard verbunden zu haben!!!!), System starten und ca. eine halbe Stunde warten.
Dann startet der SSD eigene Recovery Modus.
Wenn das nicht gleich funktioniert, System komplett stromlos machen und nochmal wiederholen.
Klappt nicht immer, aber sollte unbedingt versucht werden, bevor man sich tot ärgert.
 
feidl74 schrieb:
Beim Einfrieren einer Festplatte entsteht zudem Kondensation auf den Magnetscheiben. Das stört das fehlerfreie Lesen. Und die Platine der Festplatte wird durch Kondensationsrückstände feucht, was zu einem Kurzschluss auf der Platine führt, wie Kuert warnt. viel spass mit einem kurzschluss;)
Nicht wirklich. Beim Einfrieren ist die Festplatte wärmer als die Umgebung (Luft im Beutel), eher würde der Beutel (kühlt sich schneller ab) von innen beschlagen.
Beim Auftauen hingegen kondensiert das Wasser aus der Umgebungsluft am "Gefriergut", darum auch der Beutel um die Platte (dann beschlägt der Beutel von außen und nicht die Platte).

Externe Platten, die über USB mit Strom versorgt werden, sollte man normalerweise (auch wenn es gegen die USB-Spezifikation verstößt) mit einem Y-Kabel anschließen (insbesonders bei USB2.0), damit die Platte über 2 USB-Anschlüsse mit ausreichend Strom versorgt werden kann. Üblicherweise ist solch ein Y-Kabel bei der externen Platte im Lieferumfang.
 
Weil sich die Dinge durch die Kälte zusammenziehen kann es sein, dass z.B. bei einer kalten Lötstelle die Kontakt plötzlich wieder Strom übertragen können. Die Chance sollte man dann jedenfalls nutzen um die Daten zu retten, die wichtigsten zuerst.
 
Hallo,

die Festplatte funktioniert jetzt auch wieder per USB. Kann es sein das die Festplatte defekte Sektoren hatte wodurch diese ihre Spur nicht mehr gefunden hat. Beim direkten anschließen an das Board kam ja der Reparaturhinweis und die defekten Sektoren "markiert" wurden?

Gruß Petto
 
CrystalDiskInfo kann man hier direkt von der Projektseite runterladen. Selbst drauf schauen dürfte wenig bringen, poste besser bitte mal den Screenshot von CrystalDiskInfo für die Platte hier, ziehe aber bitte das Fenster soweit auf, dass alle Attribute und auch die Rohwerte vollständig sichtbar sind, also keine Scrollbalken mehr erscheinen. Bitte machen den Screenshot aus Windows und nicht mit einer Kamera vom Bildschirm und nur den Screen von CrystalDiskInfo, mit Alt+Druck erzeugt Windows einen Screenshot des aktiven Fensters in der Zwischenablage.
 
Hallo,

anbei der Screenshot.
Unbenannt.PNG
Gruß Petto
 
Die Platte ist ein Modell von 2010, die dürfte die 5 Jahre geplanter Nutzungsdauer also wohl hinter sich haben. Die Werte sehen noch gut aus, aber wenn sie erst nach dem Abkühlen funktioniert, dürfte es irgendwo einen Schaden wie eine kalte Lötstelle geben, die HDD sollte also ausrangiert werden, die hat ihren Dienst getan. HDDs altern übrigens auch wenn sie nicht genutzt werden, sie sind daher auch nicht unbeschränkt lagerbar. Dazu schreibt Seagate z.B. hier und auch in einigen anderen Product Manuals:
Wenn also die Lagerbedingungen nicht eingehalten werde, sind 90 Tage und zwar in der ungeöffneten Originalverpackung, sonst bestenfalls 1 Jahr. Nach dem Öffnen sollten HDD nicht länger als 30 Tage stromlos sein.

Bei der neuen Barracuda Pro 10TB mit Heliumfüllung schreibt Seagate:
Also hier nur ein halbes Jahr in der ungeöffneten originalen Versandverpackung von Seagate und sonst 2 Monate, nur bei optimalen Bedingungen bis zu einem Jahr.

HGST schreibt für die meisten Modelle wie hier für die Megascale:
 
Zurück
Oben