Festplatten nach 20k Betriebsstunden tauschen?

meeven schrieb:
Bestes Beispiel ist Backblaze, der Hoster nutzt auch ausschließlich Desktopplatten und hat gute Erfahrung gesammelt.

Also die Daten von Backblaze, die ich gesehen habe, waren aber das beste Beispiel dafür, dass ihnen die billigen Desktopplatten wie die Fliegen weggestorben sind im Vergleich zu Enterprise oder zumindest NAS Platten - das wurde dann zu einem gewissen Zeitpunkt von vielen unbedarften Lesern als Argument gegen Seagate hergenommen, weil Backblaze von Seagate die günstigsten Desktop Platten genommen hat - und die sind eben nicht gegen starke Vibrationen geschützt und nur für max. 6 Stunden Laufzeit am Tag ausgelegt.

Eine Eignung für vibrierende NAS- und Servergehäuse und eine 24/7 Zertifizierung sowie eine längere Garantie finde ich persönlich bei WD Red Platten schon eine Sache, für die ich ein paar Euro mehr ausgebe. Natürlich kann man auch mal Glück haben mit den günstigsten Desktop-Platten, die man trotzdem ins NAS packt, aber unter Umständen handelt man sich auch mehr Arbeit durch häufigeres Austauschen ein.
 
meeven schrieb:
Nein es ist wirklich eine Hitachi Platte, auf dem Gehäuse steht zwar Toshiba, aber im BIOS wird sie als Hitachi erkannt.
Die sind aus der Übergangsphase, so dass sie noch die alte Hitachi Firmware besitzen.
Meinst Du wirklich die FW alleine würde sie als Hitachi qualifizieren, wenn auch sie von Toshiba gebaut wurde.

highks schrieb:
Also die Daten von Backblaze, die ich gesehen habe, waren aber das beste Beispiel dafür, dass ihnen die billigen Desktopplatten wie die Fliegen weggestorben sind im Vergleich zu Enterprise
Eben, denn von HGST werden vor allem die Megascale genommen, also Enterprise HDDs, von Seagate aber die einfachsten und billigsten Desktopplatten, wie z.B. die ST3000DM001, die in den ersten beiden Dienstjahren gar nicht so schlecht abgeschnitten haben:
Dafür das die Platten doch auch noch mit sehr vielen HDDs zusammen in einem Gehäuse betrieben werden, waren die Ausfallraten einschl. Q3 2013 wirklich nicht sehr hoch und sind dann vor allem in 2014 gewaltig gestiegen, als die eben so etwa 2 Jahre rum hatten. In Betrieb genommen wurden sie ja vor allem in Q1, Q2 und Q3 von 2012 und damit haben alle wenigstens ein Jahr, als bis Q3 2013 gut durchgehalten und als dann der Anstieg der Ausfallraten erfolgte, waren schon einige bei knapp 2 Betriebsjahren und als in Q3 die Ausfälle die Spitze erreicht haben, waren alle etwa 2 Jahre in Betrieb, außer denen die später nachgekauft wurden. Interessant wäre halt eine Statistik wie alt eine Platte war als sie ausgefallen ist, dann könnte man sehen wie viele Stunden die so einen Betrieb ausgehalten haben, für den sie gar nie gemacht wurden.

Auch fällt deren These wonach die 3TB HDDs besonders anfällig wären, schon zusammen, denn aktuell waren die Ausfallraten bei den 4TB HDDs höher als die der 3TB HDDs und nachdem die 4TB Seagate Desktop Platten nun auch schon älter sind, fallen die auch verstärkt aus. Aber sie scheinen es auch gemerkt zu haben und haben nun auch ein paar Enterprise Capacity HDDs gekauft. Mal sehen wie die abschneiden, denn die werden ja in deren Pods auch nicht wie vorgesehen verschraubt, sondern stehen auf den Anschlüssen ohne jegliche Verschraubung. Wenn ich deren Blog lesen, denke ich immer nur an "Denn sie wissen nicht was sie tun". :D
 
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