Firefox auf Wechselkurs

markus1234

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Jäger und Sammler.

Erst sammelt man sich Millionen von Anhängern, um sie dann "zu jagen".
Lest euch mal folgendes durch, das erinnert mich stark an Google-Aktionen.

Mozilla will unter die Datensammler gehen
Mozilla will das Verhalten der Nutzer des freien Webbrowsers Firefox künftig in einem frei verfügbaren Datenpool speichern. Zugriff erhalten sollen "sowohl die sozialen als auch die kapitalistischen Typen".

Nachdem das US-Branchenweblog TechCrunch am Dienstag mit der Meldung überrascht hat, dass die Mozilla Foundation ein "geheimes" Projekt namens "Data" plane, mit dem das Verhalten der Firefox-Nutzer im Web beobachtet werden sollte, hat Mozilla-Chef John Lilly nun Details zu diesen Überlegungen veröffentlicht.

"Erkenntnisse teilen"
Demnach befindet sich bei der Mozilla Foundation ein Projekt in einem "sehr frühen Stadium", in dessen Rahmen Firefox dazu genutzt werden soll, eine für alle Interessierten [Lilly: "Sowohl für die sozialen als auch für die kapitalistischen Typen"] offene Datenbank zu schaffen, um das Verhalten der Firefox-User im Web analysieren zu können.

Es solle allen ermöglicht werden, "die Nutzerdaten zu nehmen, sie zu analysieren, Erkenntnisse daraus zu gewinnen und diese hoffentlich dann mit anderen zu teilen".

Kontrolle bei den Nutzern
Wie dieses System implementiert werden soll, schreibt Lilly nicht. Es soll aber "den Diskurs über das Datensammeln und die Nutzung des Web befördern und Konsumenten dabei helfen, bessere Entscheidungen zu treffen".

Die Kontrolle über das System soll dabei beim Nutzer liegen. Mozilla denke öffentlich über ein solches System nach, da es bisher nur unzureichende Daten über das User-Verhalten im Web gebe. Bisher sammle Mozilla nur "sehr wenige Daten" über seine Nutzer, hauptsächlich darüber, wo Firefox die höchsten Marktanteile habe, um die Updates besser verteilen zu können.

http://futurezone.orf.at/

Wo soll das nun wieder hinführen. Die Tatsache, dass diesmal alle an diese mehr oder weniger sensiblen Daten kommen lenkt nur von der Tatsache an sich ab.

Ein total atypisches Verhalten für Mozilla.

mfg,
Markus

Wenn es bereits einen Thread dafür gibt, dann bitte meinen entfernen.
 
Hallo,

wenn man sich die Informationen auf Golem zu diesem Thema ansieht, bekommt die Sache ein (fast) ganz anderes Gesicht.

Aufregung um geheimes Daten-Sammel-Projekt von Mozilla
Firefox als Datensammler zur Verbesserung des Web?

Mozilla plant ein geheimes Daten-Sammel-Projekt. Das berichtete zumindest Michael Arrington bei TechCrunch am Dienstag. Doch was Arrington als geheim betitelt, sei eher eine Idee in einem sehr frühen Stadium, rückte Mozilla-Chef John Lilly zurecht. Er bestätigte aber Überlegungen, Firefox zum Sammeln von Daten einzusetzen.

Rich Clients wie Firefox seien ein weiterer Weg, um Daten zur Web-Nutzung zu sammeln, stellt John Lilly in seinem Blog fest. Ein Weg, der heute noch kaum genutzt werde und Daten liefern könnte, die helfen, besser zu verstehen, wie Menschen das Web nutzen.

Vor diesem Hintergrund denke Mozilla darüber nach, wie sich Daten sammeln lassen, ohne die Privatsphäre der Nutzer dabei anzutasten. In jedem Fall sollen Nutzer darüber entscheiden können, welche Daten übermittelt werden.

Auf diesem Weg erhobene Daten können dann Forschern, Unternehmen und Konzernen zur Verfügung gestellt werden, um Schlüsse daraus zu ziehen und diese mit anderen zu teilen, so Lilly. Dabei gebe es viel zu tun, und Mozilla sei in der Lage, viel zu einem solchen Projekt beizutragen, meint der Mozilla-Chef. Das bedeute aber nicht, dass es sich um ein geheimes Projekt handle, sondern vielmehr um eine Idee in einem sehr frühen Stadium, die aus diesem Grund noch keinen Namen habe.

Heute sammle Mozilla vergleichsweise wenige Daten. Lediglich die Anfragen an den Application Update Service (AUS) werden genutzt, um die Verbreitung der Mozilla-Applikationen nachzuvollziehen. Firefox und Thunderbird senden regelmäßige Anfragen an den Dienst, um über neue Versionen zu informieren.

Darüber hinaus gebe es nur zwei kleine Projekte, die Daten erheben. Das eine hat den Namen Spectator und ist ein Add-On, das den Firefox-Entwicklern helfen soll, das User-Interface des Browsers zu verbessern. Das andere hat den Namen Test Pilot und soll eine repräsentative Gruppe von Firefox-Nutzern zusammenbringen, die den Entwicklern Feedback liefern sollen. (ji)

Quelle: http://www.golem.de/0805/59667.html


Wer "John's Blog" im Original lesen möchte kann sich hier bedienen:

http://john.jubjubs.net/2008/05/13/mozilla-firefox-data/


mfg


Ria


PS: ORF.AT - na denn dann
 
Na dann erklär ich dir mal kurz was dsa ist und wohin es führen wird, sicher.

Die Mozilla foundation startet diese Datensammlerei ausschließlich wegen den lukrativen Einnahmen die daraus entstehen. Firmen, insbesondere Google und co. würden und werden diese Daten aufkaufen und sie umsetzen.

Das wäre ja nicht das Problem, man bleibt ja allgemein.

A B E R :
Nachdem man diese erfolgreiche Idee umgesetzt hat, fängt man an, Benutzerprofile zu erstellen.
In etwa einige Tausend Gruppen und deren Vorlieben bzw. erduldete Werbung, was eben geht.

Später wird jemand (Google) dann spezielle Server für diese Profile einrichten. Webseitenadministratoren, die Werbung schalten, können diese Daten dann anzapfen und so die angezeigte Werbung für absolut jeden FF Nutzer individualisieren.

Sag mal gehts noch? Mich schüttelts schon wenn ich das überhaupt höre, Daten sammeln, so fängts ja an!
Oh man, das wirst du früher oder später schon merken, 95% von den FF Nutzern wird das nämlich ziemlich am Popöchen vorbeigehen.

Und wenns erstmal soweit ist, kannste dich maximal ein Leben lang darüber aufregen, für deine Kids wird das selbstverständlich sein.

mfg,
Markus
 
Hallo,

warum schaust Du dir nicht den Blog von "John" an!


An Deinem Text erkennt man jedoch sehr deutlich, dass Du überhaupt keinen Plan hast, was abgeht!

Später wird jemand (Google) dann spezielle Server für diese Profile einrichten.

Google hat diese Server schon seit Jahren und hortet darauf Milliarden von Datensätzen - auf die nicht nur der FBI und die CIA scharf sind.

Als denn mein Lieber, wenn Du etwas zum Datenschutz beitragen möchtest gibt es real existierenden Problemfälle genug, bei denen Du aktiv werden kannst. Vielleicht gibt es sogar auf Deinem Rechner ungeschütztes Datenmaterial von Freunden und Bekannten, dass von Dir (unfreiwillig) in der ganzen Welt verteilt wird, ganz sicher geht deine Stadt- oder Gemeindeverwaltung unachtsam mit Daten um, deine Schule, dein Arbeitgeber, deine Eltern, deine Krankenkasse, dein Arzt ....

Nun denn - such Dir deinen Gegner aus - aber lege keine ungelegten Eier auf den Frühstückstisch!

mfg

Ria
 
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