perfekt!57
Commodore
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Nach dem ich inzwischen begriffen habe, was unter "Foodmiles" zu verstehen ist, fände ich es gut, wenn diese demnächst auf allen angebotern Waren - nicht nur FOOD - angegeben werden müssten (zumindest in Form einer Vergleichsindex-Zahl), auch wenn bei Just-in-time-Transport nicht mehr "Umweltschaden" entsteht, als bei heimischer Lagerung. Was meint Ihr?
"Die frisch umgebaute Frankfurter Alnatura-Filiale hatte am Freitag neuseeländische Braeburn-Äpfel-Schnitze auf den Probierteller gelegt, um für eine frische Lieferung aus einem Luftlinie 18.500 Kilometer entfernten Lieferland zu werben. Die deutschen Äpfel mussten an diesem Tag ohne Zusatzwerbung auskommen. ....
Der Alnatura-Wettbewerber Basic ... bietet neben heimischer Ware unterdessen Äpfel aus Argentinien - Luftlinie 11.000 Kilometer - an. Zucchini kommen im Sattelschlepper aus Spanien, Sonnenblumenkerne im Frachtschiff aus China, notiert besorgt das Greenpeace-Magazin. ... Wie öko ist das noch? ...
Immer mehr Kunden verlangen nach der Ware mit dem Biosiegel, heimische Anbieter können das gar nicht schaffen. Bei Kaffee, Bananen und exotischen Nüssen ist das eine Selbstverständlichkeit. Die Pflanzen gedeihen nun mal nicht in Brandenburg. Aber es fehlen auch Mohrrüben, Hafer, Kartoffeln oder Schweinefleisch.
Die Rechnung ist einfach: Die Anbaufläche für Ökolebensmittel wächst in Deutschland jährlich um höchstens drei Prozent nach Jahren der Stagnation. Und aktuell fehlen den Bauern die Anreize, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Denn es wird auch so gut verdient. Gleichzeitig schießt die Nachfrage nach Bioware jährlich um 15 bis 20 Prozent nach oben. ...
Aldi und Lidl ... hätten sich gar nicht in das Geschäft mit der Bioware gewagt, wären sie bei ihren großen Bestellmengen allein auf deutsche Lieferanten angewiesen gewesen. Den zusätzlichen Bedarf decken die Händler in Ländern wie Italien und Spanien, wo die Anbaufläche für Bioware nicht nur größer ist als in Deutschland, sondern auch schneller wächst. Wichtig für deutsche Abnehmer sind Argentinien und Osteuropa.
Dass große Distanzen ökologisch bedenklich sind, ist nicht so eindeutig, wie man meinen könnte. Greenpeace rechnet zwar vor, dass bei Äpfeln aus der näheren Umgebung nur ein Sechstel so viel Kohlendioxid entsteht wie bei Äpfeln, die per Schiff aus Neuseeland kommen. Doch unabhängige Wissenschaftler kommen zu anderen Ergebnissen. Michael Blanke, Obstforscher an der Universität Bonn, folgte selbst dem Weg des Apfels von Neuseeland ins Rheinland und rechnete, wie viel Energie Herstellung und Transport des Düngers benötigen. Dann verglich er die Zahlen mit denen eines Apfels aus Meckenheim bei Bonn. Der wird fünf Monate lang bei ein bis drei Grad im Kühlhaus gelagert. Der Apfel aus Neuseeland verbraucht kaum mehr Energie. Ähnliche Ergebnisse liefern Studien für andere Obstsorten, Gemüse und für Schaffleisch. Für die Biokunden heißt das: Der weite Weg ist oft nicht bedenklich. Die Ware verbraucht mehr Energie auf dem Transportweg und weniger bei der Lagerung.
Problematisch ist, dass die Kunden die so genannten Foodmiles oft nicht erkennen. Während bei frischem Obst und Gemüse die Herkunftsländer ausgewiesen werden müssen, fehlen bei anderen Produktgruppen die Hinweise. Besonders kompliziert wird es bei Mischware: Im ... Müsli, stecken Zutaten aus der ganzen Welt. Zehntausende Kilometer."
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21...6897D97FC2E2957BD3~ATpl~Ecommon~Scontent.html
"Die frisch umgebaute Frankfurter Alnatura-Filiale hatte am Freitag neuseeländische Braeburn-Äpfel-Schnitze auf den Probierteller gelegt, um für eine frische Lieferung aus einem Luftlinie 18.500 Kilometer entfernten Lieferland zu werben. Die deutschen Äpfel mussten an diesem Tag ohne Zusatzwerbung auskommen. ....
Der Alnatura-Wettbewerber Basic ... bietet neben heimischer Ware unterdessen Äpfel aus Argentinien - Luftlinie 11.000 Kilometer - an. Zucchini kommen im Sattelschlepper aus Spanien, Sonnenblumenkerne im Frachtschiff aus China, notiert besorgt das Greenpeace-Magazin. ... Wie öko ist das noch? ...
Immer mehr Kunden verlangen nach der Ware mit dem Biosiegel, heimische Anbieter können das gar nicht schaffen. Bei Kaffee, Bananen und exotischen Nüssen ist das eine Selbstverständlichkeit. Die Pflanzen gedeihen nun mal nicht in Brandenburg. Aber es fehlen auch Mohrrüben, Hafer, Kartoffeln oder Schweinefleisch.
Die Rechnung ist einfach: Die Anbaufläche für Ökolebensmittel wächst in Deutschland jährlich um höchstens drei Prozent nach Jahren der Stagnation. Und aktuell fehlen den Bauern die Anreize, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Denn es wird auch so gut verdient. Gleichzeitig schießt die Nachfrage nach Bioware jährlich um 15 bis 20 Prozent nach oben. ...
Aldi und Lidl ... hätten sich gar nicht in das Geschäft mit der Bioware gewagt, wären sie bei ihren großen Bestellmengen allein auf deutsche Lieferanten angewiesen gewesen. Den zusätzlichen Bedarf decken die Händler in Ländern wie Italien und Spanien, wo die Anbaufläche für Bioware nicht nur größer ist als in Deutschland, sondern auch schneller wächst. Wichtig für deutsche Abnehmer sind Argentinien und Osteuropa.
Dass große Distanzen ökologisch bedenklich sind, ist nicht so eindeutig, wie man meinen könnte. Greenpeace rechnet zwar vor, dass bei Äpfeln aus der näheren Umgebung nur ein Sechstel so viel Kohlendioxid entsteht wie bei Äpfeln, die per Schiff aus Neuseeland kommen. Doch unabhängige Wissenschaftler kommen zu anderen Ergebnissen. Michael Blanke, Obstforscher an der Universität Bonn, folgte selbst dem Weg des Apfels von Neuseeland ins Rheinland und rechnete, wie viel Energie Herstellung und Transport des Düngers benötigen. Dann verglich er die Zahlen mit denen eines Apfels aus Meckenheim bei Bonn. Der wird fünf Monate lang bei ein bis drei Grad im Kühlhaus gelagert. Der Apfel aus Neuseeland verbraucht kaum mehr Energie. Ähnliche Ergebnisse liefern Studien für andere Obstsorten, Gemüse und für Schaffleisch. Für die Biokunden heißt das: Der weite Weg ist oft nicht bedenklich. Die Ware verbraucht mehr Energie auf dem Transportweg und weniger bei der Lagerung.
Problematisch ist, dass die Kunden die so genannten Foodmiles oft nicht erkennen. Während bei frischem Obst und Gemüse die Herkunftsländer ausgewiesen werden müssen, fehlen bei anderen Produktgruppen die Hinweise. Besonders kompliziert wird es bei Mischware: Im ... Müsli, stecken Zutaten aus der ganzen Welt. Zehntausende Kilometer."
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21...6897D97FC2E2957BD3~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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