Frage: 960 Pro im Raid 0 - wo ist der Flaschenhals?

BitPoint

Newbie
Registriert
Jan. 2018
Beiträge
2
Hallo zusammen,

Nach der Lektrüre dieses Artikels: https://www.computerbase.de/artikel...-pro-test.57002/seite-4#diagramm-installation habe ich mein ursprüngliches Vorhaben, zwei 960 PRO zu kaufen und via RAID0 zu betreiben wieder fallen gelassen. Ich frage mich nun, wo der Flaschenhals liegt bei einem Z370 Board (http://www.gigabyte.de/Motherboard/Z370-AORUS-Gaming-7-rev-10#sp) und dem ebenso von mir verwendeten i7 8700k.

Auf vertiefter Recherche im Internet sieht man Videos von AMD Thredripper Plattformen die vier solcher SSD's im RAID auf sequentielle Lesegeschwindigkeiten von um >8GB/sec bringen. (https://youtu.be/lzzavO5a4OQ?t=7m8s) - bisher verstehe ich nur, dass es wohl was mit der CPU zu tun haben muss?! Denn: wo man auch hinschaut, ich finde keine RAID0 geschaltete m2 SSD's die mehr als 3.2GB/seqW erreichen. Kommt dazu, dass auf RAID0 Arrays mit zwei solcher SSD's als Bootlaufwerk dann sogar noch weniger geht als wenn man das Boot Volumen separat betreibt.

Kann mir einer erklären, ohne nach dem Sinn zu Fragen, wieso das so ist?

Gruss
 
In der Anbindung CPU <-> Chipsatz.
Die M.2 hängen bei den Z370-Intelboards am Chipsatz, wodurch die Anbindung vom Chipsatz selbst zur CPU limitiert.
 
Bei den S. 1151 Boards sind die M.2 Slots eigentlich immer an die PCIe Lanes des Chipsatzes angebunden, der selbst per DMI3 was technisch PCIe 3.0 x4 ist, an die CPU angebunden wird. Bei TR4 und bei S. 2066 mit Skylake-X CPU werden die RAIDs an den PCIe Lanes der CPU realisiert, also ohne über die Anbindung des Chipsatzes zur CPU zu gehen und daher erreichen sie mehr Bandbreite.

Aber wozu willst Du überhaupt ein RAID 0 mit noch größeren seq. Transferraten? Diese hohen Transferraten werden selbst bei einem sehr langen Zugriff gar nicht erreicht, man muss schon mehrere seq. Zugriffe machen um diese zu erzielen. Im Alltag bringt bei den meisten Anwendungen schon eine einzelne 960 Pro kaum einen Vorteil gegenüber einer SATA SSD, ein RAID 0 wird dann auch nicht schneller. Welche Anwendung hast Du um zu meinen davon zu profitieren? Wo sollen die Daten herkommen oder hingehen? Wenn Du Videoschnitt machst, dann betreibe beide SSD einzeln, eine als Quelle und eine als Ziel, dann ist DMI3 kein Flaschenhals weil es vollduplex ist, also in beide Richtungen gleichzeitige Daten übertragen kann.

Außerdem bremsen bei SSDs mit NAND (im Gegensatz zu den Optanes) gemischte Lese- und Schreibzugriffe, weshalb man besser von einer nur liest und von der anderen nur schreibt, wenn man sehr hohe Kopiergeschwindigkeiten braucht.
 
Holt schrieb:
Aber wozu willst Du überhaupt ein RAID 0 mit noch größeren seq. Transferraten? Diese hohen Transferraten werden selbst bei einem sehr langen Zugriff gar nicht erreicht, man muss schon mehrere seq. Zugriffe machen um diese zu erzielen. Im Alltag bringt bei den meisten Anwendungen schon eine einzelne 960 Pro kaum einen Vorteil gegenüber einer SATA SSD, ein RAID 0 wird dann auch nicht schneller. Welche Anwendung hast Du um zu meinen davon zu profitieren? Wo sollen die Daten herkommen oder hingehen? Wenn Du Videoschnitt machst, dann betreibe beide SSD einzeln, eine als Quelle und eine als Ziel, dann ist DMI3 kein Flaschenhals weil es vollduplex ist, also in beide Richtungen gleichzeitige Daten übertragen kann.

Danke für deine kompetente Antwort. Nun die Frage nach dem Sinn ist schwer zu beantworten. Ich war fasziniert von den schnellen Übertragungsraten im sequentiellen Bereich. Ich arbeite mit sehr vielen und grossen PSD's (>750MB/File) in einem Adobe Workflow (LR, PS, AE) mit verschiedenen Katalogen. Dann wird aus Raid 0 nun halt RAID 1. Macht wohl mehr Sinn :)

Cheerio
 
Zurück
Oben