Frage bezüglich Recht und Möglichkeiten durch Marktplatzabzocke

AdrianoNo1

Lt. Commander
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Okt. 2008
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1.926
Hey Leute, ich habe mal eine Frage bezüglich meinen Möglichkeiten, mein Geld, oder die Ware durch einen Forenkauf (keine Angst, nicht hier im Forum) zu bekommen.

Die Kurzversion:

Ich habe in einem Autoforum Teile gekauft und der Käufer meinte, dass er die Teile losschickt, sobald das Geld bei ihm eingegangen ist.
Nach mehreren Nachrichten von mir, hat er dann endlich mal geantwortet, dass seine Freundin das Paket losgeschickt hat.
Auf meine Frage hin, wo die Sendungsverfolgungsnummer ist, meinte er, dass seine Freundin die Nummer hat und sie aber schon schläft (ich habe die Nummer nie bekommen).
3 Tage und mehrere Nachrichten später, meinte er dann, dass das Paket als "nicht zustellbar" zurück kam. Ich habe schon öfter Sachen gekauft, ob nun hier oder sonst wo und bis jetzt kam jedes Paket an.
Wie dem auch sei, er ist auf jeden Fall immer Online gewesen und hat meine Nachrichten auch gelesen, doch nicht mehr geantwortet.

Was für Chancen habe ich nun, mein Geld zurückzubekommen? Ich habe ja den Beweis, dass ich ihm das Geld überwiesen habe und er hat keinen Beweis, dass er die Teile losgeschickt hat, da er zu 100% keine Sendungsverfolgungsnummer hat (er hat das Paket eh nicht losgeschickt, darauf verwette ich meinen Ar***).

Ich wäre für Tipps/Hilfe sehr dankbar.


MfG
 
Was für Chancen habe ich nun, mein Geld zurückzubekommen?
Ich schätze einmal 50%, weil der Knackpunkt ist, ob er einen Sendungsbeleg vor Gericht nachweisen muss oder ob die Zeugenaussage der Freundin dem Richter schon ausreicht.
Bei Privatkauf übers Internet ist der Gefahrenübergang regelmäßig (= ohne anderweitige Vereinbarung) die Sendungsaufgabe beim Verkäufer. Sobald dieser die Ware an das Versandunternehmen übergeben hat, ist er "aus dem Schneider".
 
Naja, die Sache ist ja: Wieso hat er mir die Sendungsnummer nicht zugesendet? Ich habe auch 2 Zeugen, die beweisen können, dass ich Geld überwiesen habe und keine Ware erhalten habe. Der Nachrichtenverlauf spricht ja auch für mich, da ich ihm mindestens 10 Nachrichten geschrieben habe, er jedoch (sogut wie) nie geantwortet hat und wenn, dann immer nur mit irgendwelchen Ausreden.

MfG
 
Ich habe auch 2 Zeugen, die beweisen können, dass ich Geld überwiesen habe und keine Ware erhalten habe.
1. Kontoauszug als Beweis, 2. schwierig oder stehst Du unter ständiger Bewachung?
Der Nachrichtenverlauf spricht ja auch für mich, da ich ihm mindestens 10 Nachrichten geschrieben habe, er jedoch (sogut wie) nie geantwortet hat
juristisch nicht relevant
..dann immer nur mit irgendwelchen Ausreden.
Kann man auch anders sehen. Er hat detailiert beschrieben, warum Du die Sendung noch nicht hattest und warum er den Sendungsschein noch nicht senden konnte.
Wenn er jetzt behauptet, die Freunding hätte den Zettel verloren, dann siehe mein Post 1.

Nach deiner Schilderung aus dem Eingangspost müsste die Ware ja noch beim Verkäufer sein. Überweise ihm das Geld für versicherten nochmaligen Versand und dann solltest Du die Ware auch erhalten können. Das ist die preisgünstigste Lösungsvariante meiner Meinung nach.
 
ThomasK_7 schrieb:
Nach deiner Schilderung aus dem Eingangspost müsste die Ware ja noch beim Verkäufer sein. Überweise ihm das Geld für versicherten nochmaligen Versand und dann solltest Du die Ware auch erhalten können. Das ist die preisgünstigste Lösungsvariante meiner Meinung nach.

Wieso soll ich ihm denn nochmal Geld überweisen!?
Wenn er sagen würde, dass er mir die Sachen nochmal zusenden will, dann würde ich ihm das eventuell auch anbieten, aber wenn er auf keine Nachricht mehr reagiert, dann werde ich ihm nicht nochmal Geld überweisen :freak:
Er hat das Geld von mir doch immernoch.

MfG
 
Er meint Du solltest das Geld für die Versandkosten noch mal überweisen, da ja das erste Paket nicht angekommen ist und die Versandkosten ja erneut fällig wären. Er kann ja nichts dafür das Du das Paket nicht angenommen hast oder nicht zuhause warst.

dass das Paket als "nicht zustellbar" zurück kam.
 
Das ihm überwiesene Geld für den ersten Versand ist ja durch angebliche Nichtzustellbarkeit verbraucht.
Er hat jetzt nur noch den Verkaufspreis ohne Versandkosten. Unterstellt man seine Angaben sind wahr, müsste er für den zweiten Versand selber aufkommen. Das ist einem Verkäufer nicht zuzumuten.

Du kannst jetzt a) hinfahren und selber abholen oder b) nochmal Versandkosten bezahlen und diesmal versicherten und nachzuweisenden Versand wählen oder c) hier weiter auf andere Tipps warten.

Du hast noch nicht einmal Anspruch auf Rücküberweisung des noch bei ihm vorhandenen Kaufpreises. So ist die Rechtslage.

edit Nachtrag:
um Dir (TE) meinen Vorschlag b) schmackhafter zu machen: Du schlägst ihn mit seinen Waffen, in dem Du unterstellst, seine Angaben Dir gegenüber entsprechen der Wahrheit. Im Zweifelsfall hat er 1x die Versandkosten gut gemacht, ein zu verschmerzender Verlust für Dich, wie ich meine.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist aber, ob man schlechtem Geld gutes hinter her werfen sollte, denn das ganze klingt sicherlich sehr unglaubwürdig.
 
werkam schrieb:
Er meint Du solltest das Geld für die Versandkosten noch mal überweisen, da ja das erste Paket nicht angekommen ist und die Versandkosten ja erneut fällig wären. Er kann ja nichts dafür das Du das Paket nicht angenommen hast oder nicht zuhause warst.

Er meinte ja irgendwann mal selber, dass er das Paket auf seine Kosten nochmal losschicken wird, wenn ich damit einverstanden bin. Ich habe daraufhin natürlich ja gesagt und es kam weder eine Antwort, noch eine Nachricht mit der Sendungsverfolgungsnummer, noch das Paket! Seine letzte Nachricht, mit dem Vorschlag, es nochmal zu verschicken, war am 14.10., also auch schon wieder eine Woche her.
Und das Paket kam angeblich mit der Begründung "Falsche oder Unvollständige Anschrift" zurück. Komisch nur, das bisher ALLE Pakete bei mir angekommen sind. Sei es nun hier im Forum, oder aus dem Internet, oder sonst wo. Wenn ich sie nicht persönlich angenommen habe, dann wurden sie entweder bei einem Nachbar abgegeben, oder ich hatte eine Benachrichtigung im Briefkasten, dass ich das Paket bei der Post abholen soll.

ThomasK_7 schrieb:
Das ihm überwiesene Geld für den ersten Versand ist ja durch angebliche Nichtzustellbarkeit verbraucht.
Er hat jetzt nur noch den Verkaufspreis ohne Versandkosten. Unterstellt man seine Angaben sind wahr, müsste er für den zweiten Versand selber aufkommen. Das ist einem Verkäufer nicht zuzumuten.

Du kannst jetzt a) hinfahren und selber abholen oder b) nochmal Versandkosten bezahlen und diesmal versicherten und nachzuweisenden Versand wählen oder c) hier weiter auf andere Tipps warten.

Du hast noch nicht einmal Anspruch auf Rücküberweisung des noch bei ihm vorhandenen Kaufpreises. So ist die Rechtslage.

edit Nachtrag:
um Dir (TE) meinen Vorschlag b) schmackhafter zu machen: Du schlägst ihn mit seinen Waffen, in dem Du unterstellst, seine Angaben Dir gegenüber entsprechen der Wahrheit. Im Zweifelsfall hat er 1x die Versandkosten gut gemacht, ein zu verschmerzender Verlust für Dich, wie ich meine.

Ich habe ihm gerade nochmal eine Nachricht geschrieben, wie wir nun verbleiben, aber es wird garantiert eh nichts von ihm zurückkommen. Gelesen hat er meine Nachrichten bis jetzt immer (sehe ich daran, dass die PN's nicht mehr im Postausgang, sondern im Ordner für gesendete Nachrichten sind)

Doc Foster schrieb:
Die Frage ist aber, ob man schlechtem Geld gutes hinter her werfen sollte, denn das ganze klingt sicherlich sehr unglaubwürdig.

Was klingt sehr unglaubwürdig? Meine Aussage, oder die Reaktionen des "Täters"?

MfG


€dit: Er hat jetzt nun doch endlich mal auf meine Nachricht geantwortet:

Er hat angeblich nur auf darauf gewartet, dass ich ihm meine Bankverbindung zuschicke, damit er mir das Geld zurücküberweisen kann. Das Paket hat er natürlich nicht nochmal losgeschickt.
Eventuell hat er Angst bekommen, weil ich mich juristischen Schritten gedroht habe, naja, mir soll es recht sein, wenn er mir wirklich das Geld zurücküberweist.
Ich werde dann nochmal berichten, was nun dabei rausgekommen ist.

€dit2: Er hat mir nun endlich das Geld zurücküberwiesen, eventuell hat er Angst bekommen, als ich ihm mit dem Anwalt gedroht habe. Naja, mir soll es recht sein, jetzt habe ich wenigstens mein Geld zurück :)
 
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