Fragen zu NAS insbesondere QNAP TS 419P

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Cadet 4th Year
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Juni 2007
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Hallo Forengemeinschaft,

ich erklär kurz meine Situation: Ich betreibe zur Zeit einen Server, den ich aber nicht ausnutze (und demnächst verkaufen werde) in dem habe ich ein bandlaufwerk und 3 Festplatten mit 72GB-Speicherplatz. Der eicht nicht mehr. Also möchte ich ein NAS einsetzen. 4 Platten sollen eingebaut werden und eine externe zur Datensicherung. Das NAS soll als RAID1 (Mirroring) laufen. Datenverfügbarkeit und -sicherheit sind mir wichtig, daher die Datensicherung auf eine externe Platte.
Nun habe ich ein paar Fragen zu NAS allgemein:
Was sehe ich auf so einer RAID1-Platte, wenn ich die ausbaue und in meinen Rechner einbaue? Kann ich die Daten dann lesen? Mal davon ausgegangen, dass ich das ext3-Format überhaupt verarbeiten kann.
Das könnte der Fall werden, wenn das NAS mal nicht mehr startet. Dann bräuchte ich die Daten trotzdem ziemlich zügig.
Zum Gerät hab ich folgende Idee: Ein QNAP 419P. Als Festplatten habe ich an Seagate SV35.5 Platten gedacht. Die sind länger haltbar, aber nicht so teuer, wie Serverplatten, die fast das Doppelte kosten.
Das QNAP NAS habe ich deshalb gewählt, weil es mir von einem Freund empfohlen wurde. Das 419 deshalb, weil die Geschwindigkeit nicht das wichtigste ist und eher kleinere Dateien und wenige Fotos kopiert werden sollen.
Ist das das richtige Gerät für mich oder habt ihr noch andere Empfehlungen?
Vielen Dank fürs Beantworten meiner Fragen.
Gruß,
nofat
//edit: Ach ja: Ich hoffe, dass ich hier die richitge Rubrik gefunden habe :)
 
Ein Freund von mir hat das DS410j von Synology zu stehen und ist sehr zufrieden. Mein Kollege, der mir hier auf Arbeit gegenüber sitzt, hat auch ein QNAP, das 410. Der ist auch sehr zufrieden. Die Daten von der RAID1 Platte solltest du übrigens auf deinem PC lesen können, Windows versteht wohl das ext3 Format...
 
Ja das mit dem lesen der Daten wüsste ich gerne genau, ob das jemand schonmal ausprobiert hat. Bei einem anderen RAID-verbund sind die Daten ja nicht zu gebrauchen, soweit ich weiß.
ext3 kann ich ja auch mitm Linux-rechner lesen ;-)
 
Ich kann dir wirklich zu dem QNAP TS-419P raten - ein Top Produkt.
Mit Hilfe von diesen Treibern:
http://www.ext2fsd.com/ oder http://www.fs-driver.org/ sind deine ext3 formatierten Platten unter Windows lesbar, auch wenn ein RAID1 zum Einsatz kommt.
In jedem Fall rate ich davon ab das, ebenfalls verfügbare, ext4 Dateisystem zu verwenden auf einem NAS. Allerdings solltest du niemals in die Situation kommen deine RAID PLatten auslesen zu müssen, da du ja ein Backup eingeplant hast.

Ich empfehle für schnelle Zugriffe auf NAS Platten oder auch für das kostengünstige externe Backup eine Kombination des Sharkoon Dockingstation QuickPort Combo eSATA mit normalen internen Festplatten.

Derzeitige Tests sehen allerdings die Seagate Platten nicht unbedingt vorne was Stromverbrauch und Lautstärke angeht. Die besten und zuverlässigsten Ergebnisse laut den QNAP Foren erzielen derzeit die Festplatten von Samsung aus den günstigen Consumer Serien:
Samsung F3 1TB HD103SJ
Samsung F2 1TB EcoGreen HD103SI
Samsung F3 2TB EcoGreen HD203WI
 
Hm, mit Samsung HDDs hab ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Und mit dem Samsung Support schon garnicht. Stromverbrauch ist nicht so wichtig. Der Server der da läuft verbraucht sicher 300W und die Lautstärke ist auch egal(steht in einem eigenem Raum). Nen Sharkoon-Quickport hab ich schon an meinem Rechner. Das wäre keine schlechte Idee. Platz dafür habe ich. und teuer sind die Dinger ja auch nicht. Sehr gute Idee!
Backup wird ja nicht synchron gemacht wie beim RAID sondern Zeitgesteuert. Also abends wird dann vorm ausschalten nochmal gesichert. Wie gut funktioniert das mit dem QNAP? Da gibt es doch die Möglichkeit zu synchronisieren, was den Backup-Vorgang erheblich verkürzen sollte, oder ist eine Komplettsicherung besser?
Gruß,
nofat
 
Ja man kann "out of the Box" eine echte Synchronisation oder nur neue Daten kopieren wählen.
Ich persönlich verwende auf meiner QNAP TS-239 allerdings rsnapshot, das auf rsync basiert und auch geöffnete Dateien mittels Snapshot sichert. Das kann man zeitgesteuert stündlich inkrementell sichern lassen, was somit auch die Inkremente die gesichert werden sollen sehr klein hält und somit die Backups sehr schnell fertig sind.

Zudem nutzt rsnapshot Hardlinks und hält auf diese Weise den benötigten Speicherplatz der Backups klein. Zudem werden die Metadaten der Backups erhalten (Erstellungszeitpunkt, Änderungszeitpunkt etc.)
 
Das ist ja schon fast ne Versionierung.
Kann ich das rsnapshot irgendwie auf das NAS übertragen und von da ausführen oder machst du das über deinen PC?
 
Und wie geht das? Hatte mir bei QNAP die Live-Demo angesehen, wo ein TS 559 "angeschlossen" ist, da aber nichts zu gefunden. Oder kannst du mir einen Link schicken, wie ich das einrichten kann. testen kann ichs natürlich erst, wenn das Gerät da ist ;-)
Danke.
Gruß,
nofat
 
rsnapshot lässt sich mit Hilfe der QPKG Erweiterungen installieren.
Hier ein allgemeines HowTo zu rsnapshot, sozusagen die Referenz: http://rsnapshot.org/howto/1.2/rsnapshot-HOWTO.en.html

Und hier eine PDF speziell für QNAP-NAS:
Anhang anzeigen Daily incremental backups with rsnapshot.pdf

Dies ist allerdings für x86 basierende Atom NAS. Das TS-419 basiert auf einr ARM-CPU die wiederum andere Erweiterungspakete benötigt. Dies ändert nichts an der Vorgehensweise, sondern sollte nur als Hinweis dienen.
Für die x86 CPUs gibt es eine weit grössere Anzahl an Erweiterungen, wie auch z.B. die Möglichkeit Java Runtime und entsprechend darauf basierende Erweiterungen zu installieren.
Allerdings sind diese natürlich teurer. z.B. das TS-439 II und TS-459 in der Dualcore Variante.

Die selbe Überlegung hat mich damals zu der Erkenntnis geführt das mir ein kleineres TS-239 Pro II genügend Speicherplatz bietet da ich bei dieser Art von Backup auf eine RAID1 Spiegelung verzichten kann sobald dies aus Platzgründen nötig werden sollte. Für mich ist die Downtime meines Privaten NAS bis ich die Backups wieder eingespielt habe nicht wichtig, da ich auf alle Daten die ich vielleicht brauchen könnte einfach mit meinem Sharkoon direkt von der Backupplatte innerhalb von 2 Minuten zugreifen kann wenn es zeitkritisch sein sollte.

Und sollte es wirklich mal nicht mehr genug Speicherplatz bieten, dann kann man QNAP NAS wunderbar modular zusammenschalten zu virtuellen Laufwerken:
http://www.qnap.com/de/pro_application.asp?ap_id=218

vdd-s08.jpg

Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass ich mir heute die Grösse kaufen kann die ich brauche und nicht auf Vorrat ein Gerät das in 2 Jahren, wenn ich es vielleicht benötige, mit besseren Features für weniger Geld zu kaufen gibt. ich kauf mir dann in 2 Jahren das was am Markt angeboten wird und schalte es mit meinem vorhandenen zusammen das eben nur noch die Daten zur Verfügung stellt oder als Backup dient. Durch die modularen Möglichkeiten kann man auch unterschiedliche Serverfunktionen trennen.
Ergänzung ()

Witzig: Gerade sehe ich dass ein User vor einer Stunde eine kleine Erweiterung für eine Email Benachrichtigung bei rsnapshot veröffentlicht hat :)

Damit kannst du dir täglich den Erfolg oder Misserfolg der rsnapshot-Backups per Email melden lassen um sicher zu sein dass alles noch wie vorgesehen funktioniert:
http://forum.qnapclub.de/viewtopic.php?f=46&t=9900

Werde ich mir wohl auch mal bei Gelegenheit anschauen :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

ich häng mich hier mal dran da es hier auch um das TS-419p geht und ich keinen neuen Thread aufmachen will.


Also, ich habe vor mir für unser Heimnetzwerk als Backup, File-, Download- und Mediaserver das TS419p zu holen. Verwenden möchte ich gerne 4 x 2TB-Platten - Aber welche?:confused_alt:


- Sowohl hier als auch in anderen Foren wird ja die Samsung F3 gelobt. Allerdings taucht die nicht in der Kompatibilitätsliste auf.

- Seagate habe ich erlich gesagt Angst da diese ja in der Vergangenheit Firmwarefehler hatten.

- Hitachi-Platten können verdammt heiß werden und ich habe keine Lust das der Lüfter die ganze Zeit auf voller Stufe röhrt.

- WD habe ich gute Erfahrungen mit allerdings gibts da wohl aktuell Probleme wegen den neuen Blockgrößen.

Ich möchte max. 120€ +- 10€ für eine Platte ausgeben. Welche könnt ihr mir empfehlen?

Und einen vernünftigen Gbit-Switch bräuchte ich auch noch bis ca 50€

Gruß Cartoc
 
Die Samsung F3 2TB EcoGreen HD203WI sind von mehreren Benutzern auf QNAP Geräten erprobt und es gibt keine einzige Meldung über Probleme. Auf Anfrage bei QNAP kam die Antwort, dass die Kompatibilitätsliste aus Zeitgründen seit längerem nicht erweitert wurde.

Als Switch kann ich diesen absolut empfehlen: HP ProCurve Switch 1400-8G
 
Vielen Dank für die fixe Antwort. Dann werd ich mir die Sachen mal bestellen. Bin mal gespannt wie das Teil so ist.



Gruß Cartoc
Ergänzung ()

Habe mich jetzt doch für 1,5TB entschieden da es bei 4 Platten doch schon einen ziemlichen Unterschied macht:eek: Hatte da an diese Platte gedacht http://geizhals.at/deutschland/a401980.html

Ist die genau so empfehlenswert?



Gruß Cartoc
Ergänzung ()

Habe nochmal ne Frage zu dem Switch. Wenn ich bei Amazon die Bezeichnung eingebe erhalte ich 2 Ergebnisse. Eines für ca. 76€ und eines für gut 40€, haben aber beide soweit ich gesehen habe die gleiche Artikelbezeichnung. Kann mir vielleicht jemand sagen ob es da Unterschiede gibt oder ob ich auch ruhig den günstigeren kaufen kann?




Gruß Cartoc
 
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