News Fritz!Box: AVM untersagt Verkauf von gebrauchten Routern

7hyrael schrieb:
Hier wird wenn überhaupt aber nur das Fake-Getriebe einer Modding-Firma durch ein Original-Getriebe ausgetauscht.

Aber gut, bestätigt mich nur in meiner Sicht dass ich die AVM-Geräte in der Ecke liegen lasse.
Das ist genau der Punkt, den viele nicht verstehen. Hier wird nicht manipuliert o.ä. sondern nur die freie AVM-Firmware drauf gespielt und damit ein nicht nutzbares Gerät wieder nutzbar gemacht.
 
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@tollertyp

Es geht in dem ganzen Verfahren nicht im geringsten um Recht, sondern ausschließlich um Geld.

AVM klagt auch an der falschen Stelle. Man hätte auch Problemlos den Weiterverkauf der Hardware durch den Provider an Dritte vertraglich regeln können.

Das ist übrigens im B2B-Umfeld eine übliche Vertragdklausel und auch einer der Gründe warum funktionierendrs Gebraucht-Equipment oft verschrottet wird.

Bei AVM hat man dies verpennt und traut sich natürlich nicht (als popliger kleiner Entwickler mit China-Fertigung) mit einem Riesen wie Vodafone anzulegen.

Man hätte sich sich stumpf einigen können und mit dem Händler eine refurbishing-Lizenz aushandeln. Damit wäre die Sache auch vom Tisch und AVM wäre am Gewinn beteiligt gewesen.
 
Cpt.Yesterday schrieb:
Kurz zusammengefasst:
Das Landgericht München unterstützt das Anhäufen von Elektroschrott und geplante Obsoleszenz.

Kurz gesagt: Du hast das mit der Gewaltenteilung nicht verstanden. Das Gericht macht keine Gesetze sondern Entscheidet (interpretiert) aufgrund dieser Gesetze. Ich bin nicht ganz sicher, aber vermutlich ist es dabei zur Unparteiischkeit, also darauf eben keine Position zu unterstützen, sogar verpflichtet.
 
So ein Gebaren macht mich einfach nur wütend.

Da gibt es ne Chance auf Weiterverwendung aber der Hersteller bekommt den Kanal nicht voll genug.
 
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Das einzig interessante an diesem Urteil ist ja, dass ja trotzdem das FritzOS in seiner gängigen Version bei der Veränderung aufgespielt wird.
Vergleichbares Beispiel: Hardwareshops bieten an, dass das BIOS vorab vor dem Versand geflasht wird. Das wäre ja dann eine gleiche, unlautere Veränderung des Produkts trotz Nutzung eines Herstellerupdates.

Ich persönlich aus dem Bauch heraus hinterfrage es, aber man müsste sich das eben rechtlich mal genau anschauen in der Begründung und die Gesetze alle kennen.
 
Hayda Ministral schrieb:
Ich bin nicht ganz sicher, aber vermutlich ist es dabei zur Unparteiischkeit, also darauf eben keine Position zu unterstützen, sogar verpflichtet.

Ist das so?

Deswegen hat der Bundesgerichtshof im Fall vom 10-jahre andauernden, konsequente und beabsichtigten Gesetzesverstoß in den Wiederungsbelehrungen alle deutscher Kreditverträge zu Gunsten der Banken entschieden ...

... und erst das EU-Gericht sprach das Gegenteilige Urteil aus gemäß gültigem deutschen Recht?


Dem Gericht steht es frei zu Gunsten der Vernunft zu entscheiden. Die trauen sich aus Karriere-Gründen einfach nur nicht ...

Das Urteil hätte Konsequenzen für andere Industriezweige. Auch in solchen, wo insbesondere CDU-Abgeordnete ihre Zweit-, Dritt- und Vierteinkommen kassieren.

Ein simples Beispiel aus der Technik-Branche: Apple versucht über einzelne Landesgerichte der EU-Staaten die Reperatur seiner Geräte durch Dritte zu verbieten.

Das Urteil vom Landesgericht München hätte zumindest für Deutschland eine deutliche Absage dafür gegeben.


Tharan schrieb:
Vergleichbares Beispiel: Hardwareshops bieten an, dass das BIOS vorab vor dem Versand geflasht wird. Das wäre ja dann eine gleiche, unlautere Veränderung des Produkts trotz Nutzung eines Herstellerupdates.
Ist mit dem Fall nicht vergleichbar. Da original Retail-Hardware mit originaler Firmware Angeboten wird.

Wenn aber z.B. ein OEM-Mainboard mit proprietären BIOS umglasht auf das Retail-BIOS, dann wäre es vergleichbar.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ist so hart wie lächerlich es ist, wenn ein Hersteller was von "Sicherheitsbedenken" erzählt und es ihnen in Wahrheit eigentlich nur darum geht, dass die Kunden gefälligst ihre Neuware kaufen sollen. Widerliches Pack, die soll doch der Blitz beim... ich meine der Router in der Fabrik explodieren.
 
Wenn bestehende Technik gewechselt wird, wird viel mehr verschrottet. Dann werden Millionen intakte Geräte weggeworfen.
Zum Beispiel beim Abschalten von dvb-t, analogen Sat, Abschalten von 3G. In der nächsten Zeit wird SD-SAT abgeschaltet. Die UKW-Abschaltung ist bereits in Aussicht, wo dann wohl in jedem Haushalt mehrere Geräte nutzlos werden und in Fahrzeugen. Beim Wechsel auf VOIP sind bereits Millionen Modems und Router weggeworfen worden.
 
timo82 schrieb:
Es gibt ganze Gewerbezweige, die das machen.
Unfallwagen kaufen, reparieren und verkaufen. Und das noch unter dem Namen und Logo des Originalmodells!
Und der Autohersteller hat das Auto auf dem Firmengelände gegen die Wand gefahren und dann ermäßigt an einen Aufbereiter verkauft?
Also wir reden hier jetzt übrigens nicht von aufwändigen Reparaturarbeiten, die bei der Fritz!Box notwendig sind.

Aber stell dir vor, ein Auto wird mit geringerer Leistung verkauft, und du spielst einfach eine andere Motorsoftware ein und verkaufst das Ding als größeres Modell. Damit das geht, hast du vielleicht noch ein paar Schutzmechanismen umgangen, die so ein Vorhaben normalerweise unterbinden sollten.

Und dann verkaufst du das Auto gewerbsmäßig. Natürlich preislich attraktiver.

Smartin schrieb:
Hier wird nicht manipuliert o.ä. sondern nur die freie AVM-Firmware drauf gespielt und damit ein nicht nutzbares Gerät wieder nutzbar gemacht.
a) Definiere "nicht nutzbares Gerät". Das Gerät war nicht defekt und hat entsprechend seiner Spezifikation genauso funktioniert, wie es sollte. Es war nicht für jeden Anschluss nutzbar, aber dafür war es nie vorgesehen.
b) die AVM-Firmware ist vieles, aber nicht "frei". Sie mag für dich "frei zugänglich" sein, aber mit "frei" hat das wenig zu tun.

Cpt.Yesterday schrieb:
Es geht in dem ganzen Verfahren nicht im geringsten um Recht, sondern ausschließlich um Geld.
Nein, es geht um Recht. Dass die Frage nach dem Recht vielleicht auf finanziellen Motiven fußt, das ist richtig. Aber das tut es in den meisten Fällen. Und ist das verwerflich? Um was es vielleicht nicht geht, ist die Frage der Gerechtigkeit. Aber selbst diese liegt im Auge des Betrachters.

Bei dem Punkt, dass es womöglich den falschen trifft, da bin ich bei dir. Aber dazu kenne ich die Verträge zwischen AVM und dem Abnehmer nicht. Aber mich würde auch interessieren, auf welchen Weg diese Geräte überhaupt an woog verkauft werden konnten, ob das alles überhaupt korrekt war (und wenn es da bereits zu unrechtmäßigen Handlungen kam, dann hätte woog die Geräte nie kaufen dürfen...)

@deo: Gegen das Heucheln kommt man hier leider nicht an. Und woog macht es natürlich nicht aus wirtschaftlichem Interesse, sondern ausschließlich der Umwelt zuliebe... aber die Umweltkeule ist halt gerade so leicht zu bedienen.

Immer diese Einteilung in schwarz und weiß eben. AMD war lange Zeit weiß, jetzt merken die Leute plötzlich auch, dass es - wie jedes Unternehmen der Welt - wirtschaftliche Interessen hat. Das ist ja auch sinnvoll. (Fast) jeder Mensch hat wirtschaftliche Interessen.

Ich gehe auch nicht unbezahlt zur Arbeit nur weil es mir Spaß macht.
 
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deo schrieb:
Wenn bestehende Technik gewechselt wird, wird viel mehr verschrottet. Dann werden Millionen intakte Geräte weggeworfen.
Umso schlimmer wenn Geräte weggeworfen werden, deren Hardware prinzipiell noch die verwendeten Standards unterstützen, aber ein Softwareupdate brauchen, welches existiert aber nicht eingespielt werden darf.

deo schrieb:
Nein, es geht um Recht. Dass die Frage nach dem Recht vielleicht auf finanziellen Motiven fußt, das ist richtig. Aber das tut es in den meisten Fällen. Und ist das verwerflich? Um was es vielleicht nicht geht, ist die Frage der Gerechtigkeit. Aber selbst diese liegt im Auge des Betrachters.
Es geht um die Auslegung von Recht. Und da haben Richter durchaus eine große Freiheit.

deo schrieb:
Aber mich würde auch interessieren, auf welchen Weg diese Geräte überhaupt an woog verkauft werden konnten, ob das alles überhaupt korrekt war (und wenn es da bereits zu unrechtmäßigen Handlungen kam, dann hätte woog die Geräte nie kaufen dürfen...)
Laut Aussagen von Woog waren das Kundenrückläufer vom Kabelprovider. Die waren zur Entsorgung bestimmt, aber die Firma hat sie aufgekauft und wieder aufbereitet. Da die Geräte im Eigentum des Providers waren, und Woog sie gekauft hat, sehe ich beim Verkauf keine unrechtmäßige Handlung.
 
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Puuuh... Als Kabelkunde hat man ja neuerdings auch noch "Vodafone" als "Partner". Als wäre man nicht schon genug gegängelt im Kabelnetz. Hatte 15 Jahre lang kaum Probleme mit ISH/Unitymedia. Seit VF da ist, vervielfachen sich die "Incidents" in kurzer Zeit.

Das man auf dem deutschen Markt sowieso fast ausschließlich AVM Geräte bekommt, ist ja schon ein Witz. Ich möchte gerne mal wissen, was dahinter steckt, das hier Netgear & Co. ihre Hardware nicht anbieten (dürfen/können/wollen)...

AVM Kabelmodem? Kann ich ja auch so kaufen, ich kann nicht nachvollziehen, warum man die ex-Providergeräte nicht mit "aktueller" Firmware versehen darf. Wer hält da die Hände auf und kassiert von AVM?
 
@chithanh: China baut 27 (?) neue Kohlekrafte. Deshalb ist es umso schlimmer, dass wir noch mit Benzinern fahren...

Es geht hier nicht um die Umwelt sondern die Verletzung von Rechten. Wenn ich den Solar-Strom des Nachbars klaue kann ich auch nicht sagen "Mache ich nur, damit ich weniger Kohlestrom brauche".

@CastorTransport: "ich kann nicht nachvollziehen, warum man die ex-Providergeräte nicht mit "aktueller" Firmware versehen darf. "
Kein Wunder, dass du es nicht nachvollziehen kannst, wenn das für dich die Zusammenfassung des Sachverhalts ist.
 
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tollertyp schrieb:
@chithanh: China baut 27 (?) neue Kohlekrafte. Deshalb ist es umso schlimmer, dass wir noch mit Benzinern fahren...
Also das geht hier vom Thema ab, aber ein modernes Kohlekraftwerk, dessen Strom Elektroautos antreibt, ist für die Luftqualität viel besser als die äquivalente Anzahl Benziner in den Städten zu haben.

tollertyp schrieb:
Es geht hier nicht um die Umwelt sondern die Verletzung von Rechten. Wenn ich den Solar-Strom des Nachbars klaue kann ich auch nicht sagen "Mache ich nur, damit ich weniger Kohlestrom brauche".
Es geht hier auch um den Umweltschutz. Der hat in Deutschland nämlich Verfassungsrang nach Art. 20a (auch wenn das nicht viel beachtet wird).
 
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CastorTransport schrieb:
AVM Kabelmodem? Kann ich ja auch so kaufen, ich kann nicht nachvollziehen, warum man die ex-Providergeräte nicht mit "aktueller" Firmware versehen darf. Wer hält da die Hände auf und kassiert von AVM?
Darfst du! Aber eben kein Händler, dessen einzige Absicht es ist Gewinn zu erwirtschaften!
 
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Smartin schrieb:
Das ist genau der Punkt, den viele nicht verstehen. Hier wird nicht manipuliert o.ä. sondern nur die freie AVM-Firmware drauf gespielt und damit ein nicht nutzbares Gerät wieder nutzbar gemacht.
Für die Geräte, die bei Woog liegen, ist es aber eben NICHT die originale Firmware.
Auch lizenzrechtlich ist das schwierig, darfst ja auch nicht dein altes Thinkpad mit MacOS verkaufen, obwohl es darauf läuft.

Wenn Woog gewinnt, muss AVM den Weg von Huawei und anderen Herstellern von Provider-Hardware gehen:
Die Hardware soweit verdongeln und verkrüppeln, dass auch der Privatanwender nichts mehr machen kann (außer vielleicht WRT flashen).
Und das ist Foristen wie dir lieber?

Mir ist es lieber, vom Provider eine fast vollwertige Fritzbox mit jahrelangem Support zu bekommen, die ich später privat "freischalten" kann, als einen hardwareseitig verkrüppelten und unkenntlich gemachten z. B. Huawei-Router von der Telekom oder 'ne Easybox von Vodafone zu bekommen, die ich direkt wegschmeißen kann.
Gewinnt Woog, geht von AVM nur noch Krüppelware an Provider, die kein Privatmann befreien kann. So machen es alle anderen Hersteller.
Das ist euch also lieber?
 
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Geiz ist geil.

Die AVM Firmware haben wollen, aber wenn es ums bezahlen geht, dann AVM beschimpfen, dass die doch tatsächlich Geld mit ihren Dienstleistungen/Produkten verdienen wollen. Ich pack es nicht, was hier teilweise für Aussagen kommen.

Wer gute Hard- und Software haben will und auch noch Support dazu, muss auch mal in die Tasche greifen. Natürlich kann man den Herstellern das Wasser abgraben, dann darf man sich aber auch nicht wundern, dass diese Hersteller irgendwann vom Markt verschwinden. Ich persönlich zahle gerne etwas mehr und genieße es, dass es regelmäßige Firmwareupdates gibt.
 
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Skysurfa schrieb:
Wer gute Hard- und Software haben will und auch noch Support dazu, muss auch mal in die Tasche greifen.
...oder privat Hand anlegen, das verbietet AVM ja gar nicht. Fritzboxen sind wahrscheinlich die einzige Provider-Hardware, die man nach der Vertragslaufzeit nicht wegschmeißen oder mit WRT ausstatten muss.
 
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