Gedankenspiel: Gaming für 350€ Alternativvorschlag

valin1984

Commander
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Hallo zusammen,

das hier ist ein Gedankenspiel, das ich zur Diskussion stelle, nichts wobei ich wirklich dringend Hilfe brauche.

Ich habe hier immer öfter Anfragen für Gaming-Lösungen mit sehr kleinen Budgets gelesen und daher viel über ein 350€ System nachgedacht.

Im Leitfaden gibt es ja einen Entwurf dazu, aber für meinen Geschmack werden da zugunsten höherwertiger Gehäuse und Netzteile zuviele Abstriche bei den leistungsbestimmenden Komponenten gemacht.

So langsam hat sich die Einstellung durchgesetzt, dass man keine 2-Kerner ohne HT mehr empfehlen sollte. Daher würde ich entgegen der Empfehlung aus dem Leitfaden keinen Pentium mehr einplanen.

Das Thema SSD hat sich auch soweit etabliert, dass ich die auch gerne drin hätte. Die SSD bringt zwar keine FPS, beschleunigt aber das ganze System im Alltag deutlich, wie ich letztens an einem Athlon 5350 System einmal mit HDD und einmal mit SSD selbst sehen konnte. Außerdem kosten die kleinen SSDs heute mit 40€ auch nicht wirklich mehr als eine 500GB HDD, sodass man da nicht wirklich Geld sparen könnte sondern nur für mehr Speicherplatz sorgen könnte. Daher finde ich gehört auch in den 350€ Rechner eine SSD.

Bei der Grafikkarte würde ich aus meiner eigenen Erfahrung heraus tatsächlich noch immer auf die GTX 750 Ti setzen, da sie günstig ist, DirectX 12 kompatibel und vor allem so wenig Strom verbraucht, dass ich mich mit Ihr traue auf ein billiges Netzteil zu setzen.

Womit wir beim Gehäuse und Netzteil wären. Wenn ich nur 350€ habe und ein System einsetze, dass unter Vollast vielleicht 200W oder weniger verbrät, dann würde ich persönlich zuerst an diesen Komponenten sparen, da sie am wenigsten meine knapp bemessene Leistung beeinflussen. Mit Wärme habe ich in dem Leistungsbereich weniger Probleme, die Effizienz schlägt dabei auch wenig zu buche.

Daher mein Vorschlag:

1 x Intenso Top III SSD 128GB, SATA (3812430)
1 x AMD Athlon X4 860K Black Edition, 4x 3.70GHz, boxed (AD860KXBJABOX)
2 x Crucial DIMM 4GB, DDR3-1600, CL11 (CT51264BA160BJ)
1 x Palit GeForce GTX 750 Ti StormX OC, 2GB GDDR5, VGA, DVI, Mini HDMI (NE5X75TS1341F)
1 x ASRock FM2A68M-HD+ (90-MXGXC0-A0UAYZ)
1 x LC-Power 649BS schwarz/silber, 420W ATX

Das Internet ist voll von Videos in denen Leute mit diesen oder ähnlichen Setups Fallout 4 und Starwars Battlefront auf FullHD flüssig spielen.

Ich habe sogar darüber nachgedacht den Athlon x4 860k durch einen Athlon 5350 zu ersetzen und dann die Grafikkarte durch eine GTX 950 zu ersetzen. Das schien mir dann aber Prozessormäßig zu heikel, obwohl ich auch dazu ermutigende Videos im Netz gesehen habe. Der Athlon 5350 hat jedoch auch noch Leistungsreserven und lässt sich mit Stock-Kühlung gut von 2,05 auf 2,4 GHz übertakten.

In diesem Leistungsbereich könnte man auch noch überlegen ob den wirklich die 8GB RAM überlebensnotwendig sind... in meinem HTPC lief Fallout 4 auch mit 4GB Ram auf Medium flüssig... (mit einer GTX 750 Ti). Also ließe sich der RAM auf 4GB verkleinern und die Graka auf eine R7 370 vergrößern.

Hättet ihr noch andere Vorschläge? Budget ist fest bei 350€ zzgl. Versand (+/- 10€ Kulanz ;-) )
Was meint Ihr zu den Alternativen:
1) Athlon 5350 (OC) mit GTX 950
2) 4GB RAM mit R7 370


PS: In meinem Vorschlag habe ich darauf geachtet, dass es so zusammengestellt ist das der Bestpreis bei minimalen Versandkosten erreicht wird. Für die oben genannte Konfiguration fallen einmalig 5,99€ Versandgebühren an. Das ist natürlich gerade bei kleinen Budgets auch ein Thema!

Gruß,
Valin
 
Schau mal in den Marktplatz, da gibt's des Öfteren günstige alte Hardware. Da sollte dann noch n bisschen mehr Leistung für's Geld drin sein. Oder eBay Kleinanzeigen.
 
Das Internet ist voll von Videos in denen Leute mit diesen oder ähnlichen Setups Fallout 4 und Starwars Battlefront auf FullHD flüssig spielen.

Mit nem X4 und einer 750Ti?

Ok, entweder ohne jegliche Grafikeinstellungen oder wenn man 30-40fps@1080p als flüssig empfindet.

https://www.computerbase.de/artikel...lefront-erste-benchmarks-der-open-beta.51910/
https://www.computerbase.de/artikel...2363/seite-2#abschnitt_grafikkartenbenchmarks

Alternativvorschlag? Konsole. Oder sparen bis es mindestens doppelt so viel Geld ist.
 
@benneque:
Ich selbst habe auch mit Gebrauchtware gebaut. Hier soll es nur darum gehen wie weit man mit Neuware kommt. Nicht jeder ist ein Bastler oder kann sich erlauben nen Blindgänger zu riskieren. Auch für diese Leute sollte es Lösungen geben.

@Borizb:
Genau =) low settings und 30fps wären ok
 
Schönes Gedankenspiel was du da hast ;-)

Also ich glaube auch wenn du den Athlon 5350 übertaktest (auf 2,4 Ghz) könnte dieser schnell zur Bremse werden. Ich weis gar nicht wo da die Grenzen sind, wenn man da z.B. einen 10€ kühler auf die CPU setzt, könnte man dann vllt sogar 3,0 Ghz erreichen?

Was wäre denn mit einer APU ?
z.B. AMD A8-7600 + AMD R7 250 = ca. 155 € und dann halt statt 4 GB Ram 8 GB Ram ?

Gruß Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
Egal wie günstig der PC gebaut werden soll - es gibt keine Begründung warum man Chinaböller als Netzteil verbauen sollte.
Zu dem gerade vorgeschlagenen LC-Power Pro-Line LC7300:
https://www.computerbase.de/artikel/netzteile/300-watt-netzteile-test.2013/seite-10
-> Absolutes Nogo - hier wird dreist gelogen

Ein Be-quiet system builder Netzteil kostet nur 5€ mehr. Diese sind es wahrlich Wert, bevor die restliche Hardware gegrillt wird. (Ich habe das selbst bereits mehrfach gehabt, PCs von Leuten mit Chinaböllern, die sich in Rauch aufgelöst haben..)
http://geizhals.de/be-quiet-system-power-7-350w-atx-2-31-bn141-a871341.html
 
Obwohl sie faszinierend sind halte ich die APU nur für sinnvoll wenns wirklich noch günstiger sein muss und dann auch nur für einen ganz bestimmten zweck. Z.B. nur als Rechner für CSGO oder LoL. Die mit einer R7 250 zu koppeln scheint mir zu abenteuerlich. Da vertraue ich eher der CPU ohne iGPU mit dedizierter GraKa.

@M6500: warum ziehst du die Sandisk SSD und das Biostar MB vor? In der Summe entspricht das kostenmäßig meinem Vorschlag.

Welcher Vorteil würde die 10 EUR mehr für das Netzteil und Gehäuse rechtfertigen?

Die Ablehnung der 4GB Lösung nehme ich hin. War auch nicht meine Lieblingslösung ;-)
 
Das Systempower (S7!) hat dagegen aber im Test im Crossload Probleme, weis jetzt auch nicht was besser ist Falsches Siegel oder schlechtere Werte ;)
Die 10€ mehr sind halt dadurch begründet dass du das Netzteil hier kennst, das LC7300 ist eines der wenigen Netzteile von denen die brauchbar sind.
Dazu vorn noch USB3.0 und keine so knallie optik :D
Die Intenso scheinen immermal Probleme zu machen und das Board denke ich reicht doch völlig aus :)
 
Alternativvorschlag: Kann eigentlich nur sparen sein. Für 350 bekommst du nichts halbes, aber auch nichts ganzes. Das ist das Problem. Wenn du jetzt für 350,- so ein AMD-Setup kaufst, dann kaufst du in 2-3 Jahren wieder. Und zwar nicht nur die GPU (da kann man durchaus sparen, wenn es sein muss), sondern das komplette System. Wenn man nur "wenig" mehr in die Basis steckt, hat man in der Regel nicht nur mehr Leistung, sondern die Plattform lebt auch länger...

Wenn es jetzt sein muss: Schau auf den Gebrauchtmarkt nach was in der Richtung i5-2400/2500 mit MB/RAM und einer günstigen GPU. 7870/7950 oder so ähnlich. Da hast du einfach viel mehr von...

Ich würde heute btw. immer 8 GB verbauen. Mindestens. Nicht nur im Bezug auf Gaming, sondern einfach im Bezug auf Multitasking-Fähigkeiten eines Rechners. Gerade Surfen kann den RAM so dermaßen zerfressen.
 
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@M6500: Danke für die Einschätzung! Die 10€ Unterschied sind nicht so gravierend, ich denke da kann man über diese Anpassung nachdenken! Mir macht sie jetzt bloß mit der Lieferbarkeit Probleme, weil ich dann nicht mehr alles bei einem Händler bekomme. Darum lasse ich sie erstmal raus.

@kachiri: Ich wollte eigentlich explizit nicht auf Gebrauchtware zurückgreifen, aber ich denke Du hast einen sehr guten Punkt angebracht. Mit einem System, das aufrüsttechnische eine Sackgasse ist, wird jemand der kein Geld für etwas besseres hat bald gezwungen wieder mehr auszugeben als nötig wäre, weil Komponenten mit ausgetauscht werden müssen, die nicht sein müssten.
Hier könnte ich mir folgenden Kompromiss vorstellen: Als einziges Gebrauchtteil würde ich die CPU zulassen. Meiner Erfahrung nach ist das das unproblematischste Gebrauchtteil, insbesondere wenn sie nicht übertaktet wird (daher non-k). In meinem derzeitigen Build kosten CPU und Board zusammen 115€. Ich sehe dass man als Neuware noch Sockel 1155 Boards für 40€ kaufen kann. Da blieben 75€ für eine Gebrauchte CPU. Und damit wäre ein i5-2400 locker drin. Diese hätte ja schon deutlich mehr Kraft als der x4 860k und ließe sich auch noch bis zum i7-3770 aufmotzen später.

Somit also hier der neue Vorschlag:

1 x Intenso Top III SSD 128GB, SATA (3812430)
2 x Crucial DIMM 4GB, DDR3-1600, CL11 (CT51264BA160BJ)
1 x Palit GeForce GTX 750 Ti StormX OC, 2GB GDDR5, VGA, DVI, Mini HDMI (NE5X75TS1341F)
1 x ASUS H61M-K (90MB0FP0-M0EAY0)
1 x LC-Power 649BS schwarz/silber, 420W ATX

Für 270€ zzgl. Versand.

Für die CPU wären jetzt noch 80€ drin für einen i5-2400 incl. Kühler und Versand. Sollte machbar sein. Das System hätte kein SataIII und kein USB2.0 aber über den einen übrigen und unverdeckten PCIe Slot ließe sich das mit einer Controllerkarte später für 20€ oder so nachrüsten.
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Das wäre ganz klar mehr Leistung für das gleiche Geld + Aufrüstmöglichkeiten für später, jedoch ist der 860k auch nicht soo weit ab vom Schuss. Laut Cinebench, Geekbench und Passmark etc hängt der 860k bei ca. 67 - 80% der Leistung eines i5-2500k@Stock.

Selbst im Vergleich mit dem i7-3770 liegt er noch bei ca 70% in der Singlecore Performance, auf 4-Kernen wird es ähnlich aussehen und nur bei Ausnutzung aller Logischen und Echten Kerne fällt er auf 44% ab.

Ob da das Urteil so düster ausfallen muss für den 860k, den man ja immerhin noch etwas übertakten könnte um noch 10% oder so rauszukitzeln, glaube ich eigentlich nicht.
Ergänzung ()

Da sollte man fast versuchen für 80€ direkt nen i5-2500 zu bekommen und es dann damit bewenden lassen mit den Aufrüstplänen. Damit könnte man heute noch prima ein Mittelklasse System befeuern und nach 2-3 Jahren wäre die CPU dann eben auch Leistungsmäßig in dem LowBudget Bereich angekommen, wo der Rechner ja die ganze Zeit schon war.

Zudem ist die Entwicklung mit den neuen APIs eher auf Entlastung der CPU ausgelegt. Von daher glaube ich dass man auch mit einem i5-2500 noch lange glücklich sein kann.
 
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