Gehäuse wackelt ab und zu, kann es zu Festplattenschäden führen?

ReVo

Lieutenant
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Jan. 2006
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Hallo Alle zusammen,

habe eine etwas unschöne Gehäuse hier. Nein nicht weil das nicht gut aussieht, eher weil das "Ding" ab und an gerne wackelt. Irgendwie ist meine Gehäuse ustabil, liegt an den "Füßen", sind aus Gummi und bei jede Berührung wankt die Gehäuse hin und her. Jetzt frage ich mich ob das auf dauer für eine Festplatte schlecht sei? Habe eine einfach 7200U/Min Sata2.
 
es schadet ihr. nur wieviel vermag keiner zu sagen. sie könnte in einem jahr hin sein, vielleicht auch erst in 20 und dann wegen etwas ganz anderem.

btw: wieso zum teufel läuft bei dir ein 12 jahre altes debian???
 
Da mach Dir mal keine Sorgen, es werden mit Deiner Festplatte 100.000 andere Dinge passieren, die ihr mehr schaden, als ein schaukelndes Gehäuse - im Gegenteil: da Du selbst sagst, das Schaukel hänge wohl mit weichen Gummifüssen zusammen, dann ist das sogar eine Entlastung für die Platte, weil das Gehäuse von sich aus harte Stöße abfedert !

Wenn etwas schädlich für die Platte ist, dann das Ein- und Ausschalten, dagegen sind Stöße geradezu eine zu vernachlässigende Schadgröße !
 
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Erschütterungen sind grundsätzlich natürlich nicht ideal für Festplatten. Die Hauptproblematik wird hier vermutlich theoretisch diejenige eines Headcrashes (Lesekopf kommt in Kontakt mit der Magnetscheibe) sein. Da allerdings (zumindest so wie man es nach deiner Beschreibung vermuten kann) die Erschütterungen doch recht sanfter Natur sein dürften, müsste das Risiko hier sehr gering sein. Verglichen mit all den anderen Ausfallrisiken für Festplatten wohl sogar vernachlässigbar. Die Festplatten in Notebooks halten ja auch Bewegungen aus - und diese dürften stärker sein, als die in deinem Gehäuse.
 
eulekerwe schrieb:
Wenn etwas schädlich für die Platte ist, dann das Ein- und Ausschalten, dagegen sind Stöße geradezu eine zu vernachlässigende Schadgröße !

Hier irrt der Meister!
Auch wenn die Einschaltvorgänge die Elektronik ein wenig stressen, sind Stöße doch in weitaus mehr Fällen für Festplattendefekte verantwortlich. Die Motorsteuerung moderner Festplatten ist für andauernden Ein-Ausschalten dimensioniert, nur bei Herstellungsmängeln entschärft es den entsprechenden Schaltkreis vorzeitig.

Es muß ja nicht gleich ein Head Crash sein - auch ein Lagerschaden schlägt mit bis zu 2000 Euro für eine Datenrettung zu Buche... (u.a. durch versehentliche Tritte / Stöße gegen Towergehäuse verursacht)
 
Also ich sag Dir mal, dass ich in 25 Jahren Winchester Drives und der Benutzung von circa 100 verschiedenen Festplatten in dieser Zeit , noch niemals einen Festplattendefekt hatte, geschweige denn einen Headcrash, obwohl es sicherlich bei mir so manschen Tritt an die diversen Kisten gab, wenn mal wieder ein Lüfter meine Nerven endlos strapazierte! Die Dinger sind schon verdammt zuverlässig !
 
jaaa, aber...
Die neumodischen Platten werden ja immer komplexer und filigraner, z.B. haben die Samsung F1-Platten (oder F2, aber das spielt auch keine Rolle) nur noch 30nm Abstand zwischen Köpfen und den Scheiben. Da reicht schon eine kleine Erschütterung, um die Daten ins Nirvana zu befördern. Die Leute schimpfen dann zwar auf den jeweiligen Hersteller, aber das Problem ist prinzipbedingt.
Auch die Flüssigkeitslager haben bei allen Vorteilen ein wesentliches Problem: Wenn die Spindel Taumelbewegungen macht, kann sich das Lager schonmal ganz schnell festfressen. Ich hatte schon mehrere Exemplare (WD, Seagate) in der Hand, die auf diese Art gestorben sind. Das war bei den alten, kugelgelagerten noch ganz anders, die steckten Erschütterungen oder Stöße viel besser weg.

Wobei das schaukelnde Gehäuse, über das wir hier reden, sicherlich kein nennenswertes Problem für die Platten darstellt. Aber bei einem Kunden war z.B. mal ein Pappkarton gegen den Tower gerutscht, und schon war die Spindel fest.

PS: Ich bin auch schon seit ca. 22 Jahren in der Branche tätig, und hatte allein im letzten Jahr weit über 100 (defekte) Platten unter meinen Fittichen.
 
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Kaputt können technische Geräte immer mal gehen, das liegt in der Natur der Sache; das heißt aber nicht, dass sie dann, wenn man sie wie rohe Eier behandelt, ihren Geist deshalb nicht aufgeben würden !

Die Probleme treten eher auf, wenn man das Pech hatte, eine Platte mit Material oder Produktionsfehlern erstanden zu haben !

Aber wie gesagt, die Qualität der HHD ist durchaus exorbitant ! Wenn Du dich beruflich mit defekten Platten beschäftigst, ist ja klar, dass die sich dann bei Dir anhäufen; der normlae Nutzer braucht aber grundsätzlich keine grundsätzliche Angst vor Problemen mit HDDs zu haben; mögliche Probleme sind wirklich nur die seltenste Ausnahme !
 
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(...nebenberuflich)

Bei mir schlagen tatsächlich nur die "Leichen" auf. Aber auch nagelneue Platten gehen gern mal kaputt, das passiert relativ häufig.

Mir ist es lieber, wenn Leute ihre Festplatten wie rohe Eier behandeln, als wenn sie viel Zeit und Geld in die Datenwiederherstellung investieren.
 
eulekerwe schrieb:
Also ich sag Dir mal, dass ich in 25 Jahren Winchester Drives und der Benutzung von circa 100 verschiedenen Festplatten in dieser Zeit , noch niemals einen Festplattendefekt hatte, geschweige denn einen Headcrash, obwohl es sicherlich bei mir so manschen Tritt an die diversen Kisten gab, wenn mal wieder ein Lüfter meine Nerven endlos strapazierte! Die Dinger sind schon verdammt zuverlässig !
Komisch ich ging erst 17, und habe schon diverse Komponenten "zu Grabe getragen":

Vielleicht ist die Hardware nicht mehr so robust wie früher:

- Mehrfach Netzteile (natürlich ware es bis auf eins China Böller)
- 4 optische Laufwerke
- 3 Festplatten
- 1 CPU (Intel Pentium III Katmai 450 Mhz)
- Mainboard Slot1 (Katmai Mainboard)
- Mainboard 478 (Kondensator Brand, bei einem Gigabyte Mainboard aus der Titan Serie!!!!!!).
- diverse Lüfter


MfG

tmkoeln
 
tmkoeln schrieb:
Vielleicht ist die Hardware nicht mehr so robust wie früher:

Besonders bei Festplatten ist das ganz sicher der Fall, ja.
Habe zwei Festplatten die 15 Jahre alt sind - funktionieren beide noch (und sind bis vor zwei Jahren auch noch regelmässig in Betrieb gewesen bei einem Bekannten).
Auch meine anderen Festplatten aus den Neunzigern sind nie kaputt gegangen. Generell hatte ich glaube ich bei keiner Platte die vor 2004 oder 2005 gekauft wurde jemals einen Ausfall. Bei später gekauften Platten hatte ich jedoch mehrere Ausfälle, würde sagen knapp ein Drittel all meiner nach '05 gekauften Platten ist bis heute bereits wieder ausgefallen. Die Statistik würde noch übler aussehen, wenn ich nicht vor wenigen Wochen zwei Platten gekauft hätte, die zum Glück noch laufen ;)

Netzteil hatte ich erst einen Ausfall (war übrigens ein 'Qualitätsnetzteil', kein Chinaböller). Mainboards zwei, wobei eines davon vom oben genannten Netzteil in den Tod gerissen wurde. Andere Teile (RAM. CPU, GraKas) hats noch nie erwischt.

Umgekehrt sieht es z.B. bei den Mäusen aus: Hier hatte ich zu Kugelmaus-Zeiten (Neunziger, frühe 'Nuller') einen hohen Verschleiss. Seit 2004 verwende ich nur noch optische Mäuse (Logitech MX...). Von denen ist noch keine einzige kaputtgegangen.
 
Fassen wir also zusammen:
Solange man regelmäßig Daten sichert, kann das Rechnergehäuse schwanken wie Papa auf dem Heimweg vom Wirtshaus ;-)
 
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