Geld vermehren, mit Gold?

[ChAoZ]

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Tach Leute,
macht es Sinn Gold zu kaufen um die Inflationsrate auszugleichen?

Aktuell liegt diese ja bei 1,7%.
Wo kauft man es am besten und billigsten? Online oder beim Händler?
Über Erfahrungen würde ich mich freuen.

In wäre bereit 8-10k zu investieren.
Oder gibt es bessere Sparmodelle?

Danke
 
die eigentlich inflation liegt bei ~3% und gold ist im moment viel zu teuer - da wird es demnächst nen ordentlich sink geben...
 
... und zwar weil morphium das sagt. ;)

Gold ist nicht dazu gedacht, Geld zu vermehren sondern ist mehr als Bestandsschutz zu verstehen. Da Gold ähnlich wie Immobilien inflationsgeschützt ist, lohnt sich eigentlich immer ein Investment als Teilaspekt in der gesamten Finanzplanung. Meine persönliche Meinung dabei ist, nicht mehr als 10% des eigenen Vermögens in Gold bzw. Edelmetalle zu investieren.
 
Okay danke erstmal.
"Vermehren" war ein falscher Ausdruck, "Schutz" passt schon besser.

Eine Feinunze würde bei dem o.g. Betrag ja knapp 10% ergeben.
 
'inflation warenkorb' googlen, lesen und verstehen

dann weißt du warum wir bei 3% sind und nicht bei den geschönten 1,7%
 
Um die Inflation auszugleichen halte ich Gold für falsch, dann lieber ein Tagesgeldkonto.

Gold, wenn du glaubst, dass der Euro demnächst zugrunde geht.
 
morphium schrieb:
'inflation warenkorb' googlen, lesen und verstehen

dann weißt du warum wir bei 3% sind und nicht bei den geschönten 1,7%
Habe ich getan und mir auch einige Links durchgelesen, ändert aber nichts an der Aussage, dass die Inflation bei 1,7% liegt.
DU bist möglicherweise bei 3% Inflation, ich vielleicht sogar bei 3,5%, der bundesdeutsche Durchschnitt - und allein der ist ausschlaggebend - liegt bei 1,7%.

Du sprichst von gefühlter Inflation, die mag von Person zu Person zu Einkommensgruppe völlig unterschiedlich sein, aber sie ist kein Anhaltspunkt für den statistischen Durchschnitt.
 
Noxiel schrieb:
Da Gold ähnlich wie Immobilien inflationsgeschützt ist

Mit dem Unterschied, dass wir Immobilien real brauchen, wir müssen ja irgendwo wohnen. Gold hat dagegen kaum praktische Anwendungen und könnte (!) auf Grund seines reines Status somit einfach überbewertet sein und auch heftigst an Wert verlieren. Da kommen dann die Leute, die in Silber investieren und aufzählen, warum der Silberpreis steigen muss und wie wichtig Silber doch für die Industrie ist.

Und im Endeffekt fallen sie alle eventuell doch auf die Schnauze. Die Börse und Edelmetallanlagen sind wirklich nur geeignet, wenn man auf das Geld auch verzichten könnte, also es verschmerzen kann, wenn dieses morgen kein Pfifferling mehr wert ist, die 10% von Noxiel sind da ein guter Wert.
Denn heute kann kaum noch jemand auseinanderhalten was in dem ganzen Markt gelogen, Wunschdenken oder sonstwas ist. Man muss sich nur mal die ganzen Threorien durchlesen, warum der Silberpreis explodieren sollte.
 
Ich sehe auch nicht, inwiefern Gold ein Inflationsschutz sein soll. Wenn ich in sagen wir 10 Jahren Geld brauche und mein Gold verkaufen muss mache ich wenn ich Pech habe Verlust, weil genau dann der Preis möglicherweise gerade im Keller ist. Inwiefern habe ich mich in einem solchen Fall vor Inflation geschützt?! Dann doch lieber klassische Tagesgeld- und/oder Festgeldkonten (natürlich nicht bei der Sparkasse...), mit denen dürfte man langfristig mit am besten und sichersten fahren. Untergangszenarien welcher Art auch immer klammere ich in meiner Argumentation ausdrücklich aus.
 
Ich würde in Goldbarren investieren, also echtes handfestes Gold und nicht als Aktie.
 
@|MELVIN|
Du kannst aber nicht davon ausgehen, dass wenn du in zehn Jahren Geld brauchst, der Goldkurs im Keller ist und dafür die Zinsen in astronomische Höhen gestiegen sind. ;)

Um das nochmal zu unterstreichen, wir reden von physischem Gold. Also keine Zertifikate oder sonstiges Papier, dass dir irgendeinen Gegenwert in Gold verspricht. Das ist natürlich Humbug.

Ein Barren Gold ist nach einem Jahr immernoch ein Barren Gold, völlig gleich ob die Inflation 1% oder 10% beträgt. 1000,- Euro aber könnten nach einem Jahr real zwischen 900 - 999,- Euro wert sein, natürlich vorausgesetzt das es nicht angelegt wurde. Das meine ich, wenn ich von Inflationsschutz spreche.

Das der Goldpreis (in meinen Augen) momentan heillos überbewertet ist, ändert aber erst einmal nichts daran, dass physisches Gold völlig von der Inflation angekoppelt ist. Daher auch mein Rat maximal 10% in Edelmetalle zu investieren, denn so sollte es in zehn Jahren nicht passieren, dass unbedingt soviel Barmittel beschafft werden müssen um das Gold am Stichtag mit Verlust zu verkaufen. :D
 
Noxiel schrieb:
@|MELVIN|
Du kannst aber nicht davon ausgehen, dass wenn du in zehn Jahren Geld brauchst, der Goldkurs im Keller ist und dafür die Zinsen in astronomische Höhen gestiegen sind. ;)

Ich habe aber nicht die Sicherheit, dass mein Vermögen nominal erhalten bleibt. Bei Tages- und Festgeldkonten habe ich hingegen die Sicherheit, dass mein Vermögen nominal stetig wächst. Selbst wenn die Zinsen in den betrachteten 10 Jahren unterdurchschnittlich niedrig sind würde ich in meinem geschilderten Fall damit besser fahren. Daher kann von "Inflationsschutz" in meinen Augen nicht die Rede sein, da ja nichteinmal der nominale Erhalt des Geldvermögens sichergestellt ist. Wer beispielsweise Anfang der 80iger Jahre Gold gekauft hat kann davon sicher ein Liedchen singen:

goldpreis.jpg


Auch damals ging es übrigens genau wie aktuell zuvor mehrere Jahre steil bergauf.
 
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Noxiel schrieb:
Habe ich getan und mir auch einige Links durchgelesen, ändert aber nichts an der Aussage, dass die Inflation bei 1,7% liegt....

Ja im Juni ist sie scheinbar tatsächlich bei 1,7, aber im Schnitt dürfte sie bei 2% bisher für 2012 liegen. Wie morphium auf 3% kommt versteh ich auch nicht?

Bei Gold würde ich auch sagen, dass man derzeit damit wohl schlecht Gewinn machen kann. Der Kurs ist so hoch, ich denk da immer an eine Blase. Ist aber meine persönliche Ansicht.
Inflationsschutz wird man mit Gold nur in dem Sinne haben, wenn der € wohl flöten geht und selbst dann muss es ja nicht umbedingt sein.
 
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Und wenn sich morgen der Euro wie die Reichsmark verhält und du für ein Brot 90.000€ zahlen sollst, hast du auch nichts davon, dass deine 30.000€ auf einem Tagesgeldkonto (nach heutigem Wert) x% Zinsen bringen.
Bei einer so starken Inflation ist die Währung nämlich nichts mehr Wert, aber Edelmetalle behalten größtenteils ihren Wert, außer vllt Gold bei dem aktuellen Preis. Der Sinn von Edelemetallen ist nicht mit Zinsen zu konkurrieren sondern fernab einer Währung eine hoffentlich stabile Geldanlage zu haben.
 
@|MELVIN|
Solange die Inflation nicht höher als der Tagesgeldzins ist.
Und du hast recht, in deinem geschilderten Fall wärst du mit der Linie Tagesgeld gegenüber physischem Gold besser gefahren. Aber Zukunftsprognosen sind nicht seriös und nur ex post zu diskutieren.

Nominal hast du einen Barren Gold unterm Kissen liegen, und zwar zu dem Wert, für den du ihn zum Zeitpunkt X erworben hast. Die Inflation hat ab diesem Moment keinen Einfluss mehr auf diesen Wert, er ist inflationsgeschützt.
Zusätzlich ist der Geldwert, welchen er ab diesem Moment für die Zukunft hat, zu erst einmal unerheblich. Wäre das für den Käufer ein zu berücksichtigender Punkt gewesen, hätte er sich vermutlich nie für physisches Gold entschieden, bzw. geht er ja gerade beim Kauf von steigender Inflation respektive sinkenden Zinsen aus.

Tagesdurchschnitt der Geldmarktsätze
800px-Geldmarktsätze.png
 
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@ice-breaker
In diesem Fall ist Gold natürlich vorteilhaft. Dieser "Fall" ist aber nichts weiter als die Wette auf mittel- und langfristig extrem hohe Inflationsraten und damit in meinen Augen hochspekulativ. Da kann man meiner Meinung nach auch gleich ins Kasino gehen.

@Noxiel
Die Inflationsrate spielt in diesem Fall keine Rolle. Wenn ich mittels Tages- und Festgeld mein Vermögen nominal vermehre und mit Gold verringere, spielt es kein Rolle, ob die Inflationsrate bei 2% oder 10% liegt. In beiden Fällen habe ich mit dem Gold am Ende weniger.
 
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|MELVIN| schrieb:
Dann doch lieber klassische Tagesgeld- und/oder Festgeldkonten (natürlich nicht bei der Sparkasse...), mit denen dürfte man langfristig mit am besten und sichersten fahren.
Hmm, ne Feinunze wird gekauft, steht schon fest.

Sind Direkt-Banken zu empfehlen für 1-2 Jahre Anlegezeit?
Welche Bank bring mir momentan am meisten Zinsen?
Sparkasse wollte mein Geld, aber ich wollte deren Konditionen nicht, ist ja lächerlich was die einem bieten....

Über ein paar seriöse Banken und Erfahrungen würde ich mich freuen.
Das ganze Inflations-Thema ist nicht das Thema hier, jedenfalls jetzt nicht mehr :lol:

Danke
 
@|MELVIN|
Wovon du aber nicht automatisch ausgehen kannst, denn wer garantiert dir, dass Tages- Festgeld minus Inflation mehr erwirtschaftet als ein möglicher Preisanstieg für die Unze Gold?

Wie gezeigt sind die durchschnittlichen Tagesgeldsätze eher gesunken, als gestiegen. Während Gold tendenziell gestiegen ist.

@[ChAoZ]
Direktbanken worfür? Tages- und Festgeld?
Ich persönliche würde bei einem Investment in physisches Gold vermutlich die bekannten Banken abklappern und Angebote vergleichen.
 
@[chAoZ]
Es gibt im Internet genug Vergleichportale für Tages- und Festgeldkonten, einfach mal googeln. Im Tagesgeldbereich sind aktuell bis zu 2,7% Zinsen drin, im Festgeldbereich je nach Laufzeit bis zu über 4% (bei 5 Jahren Laufzeit).

@Noxiel
Es spielt keine Rolle, wie hoch die Zinsen sind. Fakt ist: Ein Tagesgeldkonto bringt mir Zinsen und garantiert mir daher eine nominale Vermehrung meines Geldes. Diese Garantie habe ich beim Gold nicht.
 
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Aber darum geht es doch überhaupt nicht, bzw. bestreitet diese Aussage niemand. Nominal vermehrt sich dein Geld, effektiv gesehen - und das ist doch letztlich der entscheidende Punkt - ist das nicht garantiert, da es eben der Inflation ausgesetzt ist. Das war meine Ursprungsaussage. Gold ist inflationssicher, Anlagen in Termingelder nicht.
 
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