karuso schrieb:
desweiteren ersparen einem die useflags überflüssige pakete, nur was angegeben wird wird auch einkompiliert. somit spart man sich unter nem kde system die gnome pakete etc.
Schön wärs ja. Aber dann möchte man Programm XYZ haben und das besteht, trotz aller USE-Flags und Repressalien seitens emerge, auf den gtk-libs oder irgendwas gnomeartiges. Die Binärpakete werden natürlich etwas kleiner, weil die meisten nicht gegen die unerwünschten Bibliotheken gelinkt werden.
Auch halte ich den Geschwindigkeitsvorteil auf heutigen Systemen für eher bescheiden. Das selber bauen ist zwar mal ganz nett, kostet aber unnötig Zeit. Die holt man im Leben nicht wieder raus
Auf kleinen Rechnern scheint Gentoo allerdings wirklich etwas zu bringen. Auf einem Celeron 650 mit 192MB RAM lief ein Gentoo mit einem 2.4er Kernel subjektiv flotter als ein Suse mit 2.4er. Benchmarks hab ich keine laufen lassen.
Inzwischen bin ich vom selber bauen größtenteils weg, auch wenn meine BSDs das natürlich bieten (Ports, afaik basiert Gentoos emerge darauf).
Neulich habe ich einen Rechner mit FreeBSD 5.4 gebaut (ich war grad fertig da kam die 6.0-RELEASE

), AMD Sempron 2200+, 256MB RAM, Via onboard Grafik, da lief die KDE (als Package, nicht als Port) dermaßen zackig, da schaute mein (inzwischen wegen Festplattenausfall Nr. 25 totes) Gentoo, 2.6er Kernel auf einem P4 2,5GHz, 512MB RAM mit XFCE4 (!) ganz alt aus. Nur mal als Beispiel.
Immer dran denken: ein guter Algortihmus/eine saubere Programmierung bringt mehr als schnellste Hardware und sonstwelche Optimierung (als ganz simples Beispiel: DFT/FFT, mal nach googeln)
Gruß
Morgoth