Gibt es auch "gute" Versicherungen?

TURRICAN

Lt. Commander
Registriert
Juli 2002
Beiträge
1.801
Kennt ihr eine Versicherung auf die im Anspruchsfall auch wirklich Verlass ist?
Man hört ja immer nur das sich laufend vor der Zahlung gedrückt wird.

Beispiel Debeka Versicherung:
Berufsunfähigkeits-Versicherung ab 25% Berufsunfähigkeit müsste gezahlt werden.Der Versicherungsnehmer ist von der Rentenkasse zu 100% Erwerbsunfähig (durch Gutachten belegt (Belastungs EKG,Blutabnahme,Urinprobe,einstündige Ärztliche Untersuchung)) geschrieben.Die Versicherung zahlt aufgrund eines fragwürdigen Gutachtens (Blutabnahme,halbstündiges Gespräch) mit dessen Auswertung sich der Arzt ein halbes Jahr Zeit liess nicht.

Beispiel Allianz Versicherung:
Auto Haftpflichtversicherung Totalschaden am gegnerischen Fahzeug.Wiederbeschaffungszeit laut Gutachten 10-12 Tage.Das Ausfallgeld sollte erst nach dem zuschicken der Abmeldung des alten Fahrzeuges und der Neuanmeldung eines Fahrzeuges gezahlt werden (schon blöd wenn man kein Auto mehr zulassen will) .Nach diversen Telefonaten wurde auch ohne zuschicken gezahlt.

Haben Versicherungen überhaupt einen Sinn wenn sie im Ernstfall dann doch nicht zahlen?Jahrelange Gerichtsverfahren kosten viel Nerven.Und es wird sich auch gegen jede Kleinigkeit gesträubt zu zahlen.Die Versicherungen haben ja auch nichts zu befürchten.Das Geld arbeitet die Zeit noch (steuerfrei!) und vielleicht ist ja auch wer dabei der den Gang zum Anwalt scheut.Ich wäre für eine saftige Strafe wenn sich herrausstellt das die Versicherung nur auf Zeit spielt und in einer eindeutigen Haftungsfrage nicht zahlt .Aber das ist sicher Wunschdenken.
 
Hm, mit der DeBeKa bin ich jahrelang gut zurechtgekommen (allerdings v.a. als Krankenversicherung). Lebensversicherung habe ich auch bei denen, ist bisher ereignislos. Die Beratung ist allerdings sehr gut, da man die Kundenbetreuer zu jeder Versicherung befragen kann.
Die HUK Coburg habe ich schon einmal wegen falscher Beitragsberechung bei der Haftpflicht verklagt (und gewonnen!), die Rechtschutzversicherung aus gleichem Hause ist recht kulant/zahlungswillig, aber sehr langsam.
 
------------------------ACHTUNG WERBUNG ---------------------------

Ich kann dir nur LVM Versicherungen empfehlen, denn mein Vater leitet eine Zweigstelle von denen und mein Vater ist ein guter Mensch, deswegen ist die Versicherung bestimmt auch gut :D

------------------------WERBUNG ENDE --------------------------------
 
Hallo

Sobalds ans zahlen geht, stellt sich jede Versicherung erst mal Quer. Bei Bagatell Beträgen wirst du keine Probleme haben aber bei deinem Beispiel BU, geht´s ganz schnell um 100000 Euro und da wird nicht mehr so schnell bezahlt. Hatte selber den Fall von BU, da kannste schnell durchrechnen was da zusammen kommt: 1250 BU-Rente im Monat-30 Jahre Laufzeit-das sind für die Versicherung 450000 Euro jetzt noch Dynamik, dann sprechen wir von 500000-650000 Euro und das bei einer Beitragsleistung von 4000 Euro, ergo wird die Versicherung alles daran setzten nicht zu zahlen. Ich hatte damals einen guten Rechtsanwalt und etwas Glück mit der Unfähigkeit eines Sachbearbeiters (Fristen sind verstrichen) so daß ich eine Aussergerichtliche Einigung erreichte. Der Fall war bei einer Versicherung von der es heißt"Etwas teuerer aber dafür zahlen die auch", tja so kann man sich irren :)

Also wenn´s ums zahlen geht brauchst du einen langen Atem, oder guten Anwalt. Und selbst der netteste Vertreter bringt dir NIX, weil die Zahlungen werden von Oben geregelt nicht vom Vertreter vor Ort. Also im Schadensfall bei größeren Summen wirst du selten sofort den Scheck kriegen.
 
.....aber bei deinem Beispiel BU, geht´s ganz schnell um 100000 Euro und da wird nicht mehr so schnell bezahlt.......
Aber wofür versichert man sich dann?Wenn ich eine BU-Versicherung habe und berufsunfähig werde möchte ich natürlich auch das Geld haben.Man zahlt doch nicht aus Spaß die Beiträge.Wie schon gesagt die Versicherung kann durch diese Taktik nur gewinnen.Deswegen ist mir klar das sie es bei grösseren Summen immer machen werden.Das ungerechte ist das es auf dem Rücken des Versicherungsnehmers ausgetragen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie schon gesagt wurde, wenns um grössere Summen geht wird von Seiten der Versicherungen ganz genau geschaut, teilweise kommt es leider so rüber als würden sie sich davor drücken wollen und als würden sie abwägen, was für sie günstiger ist, vor Gericht ziehen und die Zahlung verhindern oder einfach auszahlen.
Aber wär es dir lieber, wenn man sofort ohne grössere Prüfung auszahlt? dann hau ich mir morgen mit ner Axt einen Zeh und nen Finger ab und habe mein Leben lang ein schönes zusätzliches Einkommen und ihr seht mal zu wie die Versicherungsbeiträge ins unermässliche Steigen und ihr euch keine mehr leisten könnt ;)
 
Im oben genannten Fall ist der Versicherungsnehmer aber durch Krankheit berufsunfähig geworden.Und von der Rentenversicherung bekommt er schon geraume Zeit Rente.Ausserdem steht eine Erwerbsunfähigkeit von 100% zu einer Berufsunfähigkeit von 25% wo die Versicherung schon zahlen müsste.Da soll noch einmal wer sagen die Debeka drückt sich in diesem Fall nicht.
 
DerEineDa schrieb:
------------------------ACHTUNG WERBUNG ---------------------------

------------------------WERBUNG ENDE --------------------------------

Dazu muß ich sagen "Finger weg " die klagen sogar mit sich selbst um Geld zu sparen. (Rechtsschutz gegen Unfallversicherung) Danach Abfindung und keine lebenslange Rente, bei meiner Frau.

Kollege von mir hat über 5 Jahre gegen eine Versicherung geklagt, als jemand ihn vom Motorrad geholt hat, die wollten Ihm noch eine Teilschuld geben, nur weil er Motorrad gefahren ist. Dann haben sie versucht ihn abzufinden, ist er nicht drauf eingegangen, wieder vor Gericht, sie mußten zahlen, haben sie nicht, wieder vor Gericht bis sie dann im letzen Jahr endlich erst den einen Teil und danach den Rest gezahlt haben. Mittlerweile mußte der Mann sein Haus verkaufen, hatte keine Arbeit mehr und lebte zeitweise von Sozialhilfe, hat sich umschulen lassen vom Arbeitsamt und zufällig eine neue Stelle bekommen.
Hat zwar nun alles bekommen, war aber ein gebrochener Mann und das meiste vom Geld hat der Anwalt und die Banken gefressen. Nun geht es ihm wieder einigermassen und er hat sich gefangen, aber auch nur weil seine Familie hinter ihm gestanden hat, vor allem seine Frau die in dieser schweren Zeit 2 Vollzeitjobs und den Haushalt geschmissen hat, um wenigstens nicht noch auf einem Haufen Schulden sitzen zu bleiben, nachdem die Bank das Haus versteigert hat.
 
werkam, das ist mehr als ärgerlich, schon eher tragisch!

Ich kenne das mit dem interen Hadern von Versicherungen im dutlich weinger brisanten Rahmen auch. die HUK brauchte z.B. für die Entschiedung, welche Rechtsschutz (beide bei der HUK!) für die Sache mit meinem Auto einspringt - die von Muttern als Halterin oder meine als Auttraggeber einer Reparatur - eine Ewigkeit.
Hätte ich nicht zufällig tatsächlich ein Auto geerbt, würde ich heute wahrscheinlich noch kein gescheites haben - Geld habe ich noch nicht annähernd gesehen, seit inzwischen 14 Monaten ist die Karre aber Schrott!
Ist nur Geld, daher nicht soo dramatisch wie werkams Fälle, aber ärgerlich ist es auch!
 
Ich selbst bin seit fast 10 Jahren bei der größten österreichischen Versicherung angestellt. Bei uns bewegt sich alles in Richtung Kundenservice und Kundennähe, auf schnelle Schadensabwicklung und hohen QualitätsStandards.

Gerade in den letzten 4-5 Jahren hat sich in diesen Bereich bei uns gewaltig viel getan, kein Vergleich mehr zu der "Steinzeit" davor...

Wer Bock hat, kann auch mal auf meiner kleinen, selbstgebastelten Homepage vorbeischauen: http://www.team-steinwender.com
 
Zurück
Oben