Leidiges Thema Versicherungen

KlausM81

Lt. Commander
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Hallo, ich habe in ca. 12 Monaten vor eine Fam. zu gründen. Also Mann, Frau Kind. Mom. Leb ich zwar mit meiner Lebenspartnerin zusammen, sind aber nicht verheiratet und Kinder haben wir auch nicht. Jetzt hab ich im TV von einer DFV gehört. Ist es überhaupt Ratsam, jegliches bei einer Versicherung abzuschließen oder kommt man günstiger bei weg, bei besseren Leistungen alles seperat abzuwickeln? Ich für meinen Teil habe gar keine Versicherung. Mein scheiß Auto ist besser versichert, als ich! Nungut, über die mom. Wohngemeinschaft bin ich zum. Haftpflicht.- und Hausratversichert. Im Grunde reicht es mir auch. Meine Zukünftige zahlt ansonsten noch 1. Mio Euro an Beiträgen für Ihre Versicherungen (private Renten.-, Unfall.- Berufsunfähigkeit.- (und das bei einer Halbtagsstelle) Rechtschutzversicherung. Was ich für totalen Quatsch halte. Will abgesichert sein im Falle des Absturz. Z.B. halte ich Haftpflicht schon für wichtig, da diese Schäden einen ruinieren können. Nur als Beispiel: Wir haben in der Hausrat unsere Räder NICHT mitversichert. Meins hat 100 Euro gekostet und Ihres 250. Jetzt wurd ihres nach 4 Monaten geklaut. Na Und. Ruiniert uns nicht. Haben bei der Hausrat angerufen und die meinten 9 Euro/Monat mehr Beitrag, wenn Räder versichert werden sollen. Soll heißen: wenn in 2,3 Jahren kein Rad gemeldet wird, bringts nix. Von daher egal und mit 250 Euro Schaden kann man leben.
Von daher meine Fragen:
1. Welche Versicherungen haltet ihr für wichtig inkl. Zusatzleistungen?
2. Kombipaket (welches ich nur von der DFV kenne), oder doch lieber jeweilige Versicherung einzeln abschließen?
3. Welche Versicherungen sind für eine Fam. mit Kind "zwingend"?


PS: Ich für meinen Teil habe noch nie eine Versicherung in Anspruch genommen, denke aber an Berufsunfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit. Versicherungen die irgendwann in 40 Jahren (Kapitallebensversicherung) brauch ich nicht. Wenn dann eine die im Todesfall meine Urne zahlt, reicht (Risikolebensversicherung). Ebenso halte ich Unfallversicherungen für Quatsch. Hät bis heute nix davon gehabt. Aber will unseren Nachwuchs gescheit absichern, von daher überlege ich mir schon, was hier nötig ist.

Vielleicht kommen ja ein paar Ratschläge, danke für eure Tips im Vorfeld.
 
Zuletzt bearbeitet:
zu 1) Hier ist eine gute Übersicht über allerlei Versicherungen und deren Sinn/Nutzen.
zu 2) Mehrere Versicherungen über eine Gesellschaft abzuschließen, bedeutet meist auch Rabatte zu bekommen, je mehr Pakete du dort versichern lässt. Preiserhöhungen könnten so in der Zukunft aber schwerer auszumachen sein, wenn du dir nicht die Mühe machst alle Jahre wieder die Konditionen mit denen anderer Versicherer abzugleichen und dort auf Preisunterschiede zu achten.
zu 3) siehe 1. http://www.test.de/Versicherungs-Check-fuer-Familien-Plus-fuer-die-Familienkasse-4113821-4117197/
 
Also die wichtigsten sind sicher:
1. Berufsunfähigkeit
2. Privathaftpflicht
 
hansdampf84 schrieb:
Also die wichtigsten sind sicher:
1. Berufsunfähigkeit
2. Privathaftpflicht

ggf. noch eine Hausratversicherung und eine Rechtschutzversicherung

Und wenn dann ein Kind da ist, eine Risikolebensversicherung, wobei ....
Dir kann es im Grunde wurscht sein, Du lebst dann ja nicht mehr ;)
 
Haftplicht und Hausrat muss sein, wer die nicht hat, ist selber Schuld.
Berufsunfähigkeit hängt n bisl von deinem Job ab... als Büroangestellter ist das meiner Meinung nach recht überflüssig (bis man dort die BU erreicht hat, muss man wirklich schon fast tot sein...), bei handwerklichen Sachen, lohnt sich das schon eher (vor allem wenn man sie recht früh abschließt).

Und privat für die Rente vorsorgen solltest du auf jeden Fall, sonst nagst du mit Mitte 60 am Hungertuch...
 
@Lord sLiDeR

Gerade dann ist eine BU sinnvoll. Wenn du als Hochseilartist deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, wirst du wohl aller Voraussicht nach trotzdem noch im Büro arbeiten können um so deinen Lebensunterhalt abzusichern.
Wenn du aber als Schreibtischtäter nicht mehr arbeiten kannst, was bleibt dann bitte noch? Wenn du nicht an Existenzminimum gleiten möchtest, eigentlich nur noch die Holzkiste.
Die häufigsten Gründe für eine Berufsunfähigkeit sind mehr und mehr nicht körperliche, sondern psychische Ursachen.

Es ist ein Irrglaube, dass ein Bürokaufmann keine BU braucht.
 
Die wichtigsten Versicherungen: Privathaftplicht und Hausrat

Es gibt Kombiangebote mit Privathaftpflicht, Hausrat und Rechtsschutz. Dort bekommst du oft gute Preise, aber viel wichtiger ist halt der Leistungsumfang, d.h. wie breit gefächert und was ist versichert.
Du kannst auch ein bisschen die Beiträge drücken, in dem du Selbstbeteiligung hast, d.h. kleine Schäden begleichst du selbst, aber bei den größeren bis ziemlich großen Brocken bist du versichert. Aber hier muss man abwägen.

Eine Unfallversicherung finde ich persönlich gar nicht so übel, aber wenn dann am besten mit Unfallrente. Und wie gesagt, du kriegst bei einem Unfall vllt. ein wenig Geld um dir die bessere Prothese leisten zu können. Und du kannst auch hier die Preise drücken, in dem du schaust, was du wirklich brauchst, z.B. sinnlos hohe Einmalzahlungen (lieber Unfallrente) oder muss es unbedingt 40€ pro Tag Krankenhausaufenthalt sein? Wie gesagt, Lesen, Lesen, Lesen und auch das letzte Kleingedruckte, ansonsten bist du versichert, aber im Ernstfall für das falsche.

Bei einer Berufsunfähigkeit muss man sich genauer informieren, dort gibt es manche Klauseln, die man beachten sollte, z.B. das man nicht in einem anderen Beruf eingesetzt werden kann etc.
Hierbei kenne ich eigentlich nur den allgemeinen Tenor, dass man Berufsunfähigkeit nicht mit Rentenversicherung kombinieren soll, was ich persönlich auch für sinnvoll halte.

Abschließend noch: bei Privathaftpflicht (oder auch den Kombipaketen damit) zusammen versichern lassen als Partner, da sind die Beiträge ne Ecke niedriger.

Achja, und nicht vergessen das Baby bei der Krankenversicherung zu melden, damit es gleich von Beginn an ordentlich mitversichert ist.

Ziemlich lang geworden der Text. Achtung, gebe keine Garantie auf Richtigkeit, wenn was falsch ist, einfach schreiben ;)
 
Danke für eure Beiträge. Eben das ist das Problem, dass Versicherungen individuell gestaltet werden müssen. Bin gestern bei einem Versicherungsberater gewesen und habe auf Anhieb das Gefühl gehabt, ihm ist es im Grunde gleich..bzw. erst mal jegliche Versicherung anschwätzen, ohne überhaupt zu wissen was ich denn will, bzw. wirklich sinnvoll ist. Am liebsten hät er mich noch gegen eine Alienentführung versichert. Mal ganz im Ernst. Ich empfinde mein Leben nicht für so wertvoll, dass ich praktisch 12 Tage für meine Versicherungen arbeiten muß. Es geht mir lediglich um die großen Brocken wie mein Vorredner schon sagt, die einen finanziell in den ruin treiben können und eben um meinen Nachwuchs. Zahnzusatzversicherung ect. auf sowas leg ich beim besten Willen keinen Wert. Ich hab nicht vor nächste Woche zu sterben und erwirtschafte die paar tausend Euro schon dafür. Ist mir zum. lieber als wenn ich heut schon 50 Euro im Monat dafür zahle und erst in 10 Jahren was von hab. Krankenhaustagegeld....die Krankenhäuser sehen eh zu, die Patienten schnellstmöglich loszuwerden, und ob ich beim schweren Unfall noch 40 Euro/Tag bekomme ist mir Schnuppe. Aber es geht um das wesentliche danach. Möcht im Falle einer BU, AU oder Invalidität für die Zukunft abgesichert sein und meiner Fam. nicht auf Schultern liegen. Vielen Dank für eure Tips, evt. werd ich mal zu einem unabhängigen Finanzberater gehen, der zwar einmalig etwas kostet, mir dafür aber nicht irgendwelche unnötigen Produkte verkaufen will.
Wo liegt eigen`tlich der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit? Ich habe eine Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht, arbeite aber als Maschinenführer. Schließt die BU jetzt nur meinen alten Ausbildungsberuf ein und die AU jegliches arbeiten oder wie soll man das verstehen? Arbeite halt gar nicht in meinem erlernten Beruf.
 
Diese Versicherungen sind wichtig:


- Privathaftpflicht kostet zwischen 50-70€ im Jahr.

- Auslandskrankenversicherung, wenn man im Urlaub ins Ausland fährt ist es gut sowas zu haben. Kostet ca. 12-17€ im Jahr.


Diese Versicehrung kann man sich überlegen bzw. sind nicht zwingend notwendig:

- Hausratversicherung, wenn ihr keine Reichtümer im haus bunkert muss man diese nicht abschließen.

- Zahnzusatzversicherung, wenn ihr gute Gene habt und gesunde Zähne kann man sich sowas auch schenken. Hier zahlt man zwischwen 15-40€ im Monat. Ich habe häufig Probleme mit meinen Zähnen und muss 2 Implantante eingesetzt bekommen. Dies kostet über 4.000€ und 90% davon zahlt meine Zahnzusatzversicherung :)

- Rechtschutzversicherung, kann man sich drüber streiten. Wenn man ein streitsüchtiger Mensch ist und jeden und alles verklagen will, dann ist es sinnvoll. Die Verkehrsrechtschutz ist zu empfehlene, wenn man häufig mit dem Auto unterwegs ist. Die habe ich beim ADAC für ca. 70€ im Jahr.

- Mitglied beim ADAC ist sinnvoll wenn man alte Kisten fährt. Kostet ca. 46€ oder so im Jahr und man bekommt auch noch Vergünstigungen

- Über eine Berufsunfähigkeitversicherung kann man sich streiten ^^

Alle anderen Versicherungen halte ich für Unnütz.
 
Mal noch eine blöde Frage. Wenn der Fall der Berufsunfähigkeit eintritt, bekommt man dann Arbeitslosengeld bzw. Hartz4 oder einfach gar nix. Habe mom. eine Berechung angestellt, die mein mom. Monatsgehalt absichert. Wären dann 120 Euro pro Monat die ich zahlen müsste. Wenn allerdings bei BU das Amt mit einspringt, würde es ja auch ausreichen, wenn ich ca. 70% des mom. Monatsgehalts absichere. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob das Amt später meine BU-Rente in Ihre Kalkulation einrechnet und ich eben wegen der BUV nichts vom Staat bekomme.

PS: Danke NeoHazard für deinen Comment. Ich besitze zwar keine Reichtümer, aber die Hausrat springt ja auch bei Feuer ect. ein, von daher ein Pillepalle Betrag^^ der zu ertragen ist, den monatlich abzudrücken. Bzgl. Rechtschutz ist ja auch so eine Sache. Ich selbst habe sie noch nie genutzt und einige mich auch ohne Anwalt. Entscheidend ist immer der Gegenüber. Wenn der Streitsüchtig veranlagt ist und mit Anwälten kommt, dann steht man auch blöd da. ADAC kann man sich auch sparen, die Versicherer bieten meist Schutzbriefe an und wenn man den ADAC anruft, wird meist schon danach gefragt und auf diese verwiesen. Selbst 2x erlebt, seither bin ich auch kein Mitglied mehr. Ansonsten danke für die Hinweise.
 
Also manche Ratschläge sind schon eher merkwürdig: Es gibt wenig Versicherungen die man wirklich braucht. Ganz oben steht hier die Private Haftpflichtversicherung. wer die nicht hat ist selber schuld, denn ohne diese kann man schnell ruiniert sein.

Zum Hausrat: Geh doch mal durch deine Wohnung und zähle die Möbel und Wertsachen nach. Gewisse Dinge werden am Ende sowieso nur prozentual übernommen. Wenn der Betrag am ende so ist, dass du ihn mit Rücklagen decken kannst, vergiss die Hausrat Versicherung. Das lohnt sich erst wenn man wirklich Werte herumstehen hat und kein Billy regal von Ikea.

BU: Ist meiner Meinung nach die wichtigste Versicherung nach der Haftpflicht. Auf den Staat kann man nicht zählen, denn zunächst kann verlangt werden, dass du einen anderen Job ausübst, den du noch durchführen kannst. Auch wenn dieser wesentlich schlechter bezahlt wird!!! Abstrakte Verweisung nennt sich das. BUs die dies noch beinhalten würde ich auch nicht abschließen. Zudem teilt der Staat nochmal auf, wie lange du einer Tätigkeit nachkommen kannst. Wenn du dich also noch 3 Stunden täglich auf einem Stuhl halten kannst, wirst du nichts, bis peanuts bekommen.
Eine BU funktioniert also so, dass du bei Abschluss deinen momentanen Beruf angibst. Arbeitest du in einem anderen Beruf musst du dies unverzüglich mitteilen, denn du bist immer mit dem Beruf versichert, der in der Police steht. Wirst du arbeitsunfähig und kannst diesem Beruf nicht mehr nachkommen muss die Versicherung im Normalfall zahlen. Wenn du noch einem anderen Job nachgehen kannst ist das egal, solange du deinen eingetragenen Beruf nicht mehr ausführen kannst.
Das ist der Normalfall. Bei BUs kann es aber gerne mal vorkommen, dass kritisch nachgeschaut wird, denn keine Versicherung möchte gerne Geld zahlen und bei ner BU kann da einiges zusammenkommen. daher kommen wir zum nächsten Punkt:

Rechtschutzversicherung: Kann man abschließen, muss man aber nicht. Viele Versicherungen schließen dann am ende genau die Sachen aus die wirklich teuer sind. Scheidungen sind beispielsweise nicht abgedeckt. Wenn man eine BU abgeschlossen hat und sich eine Rechtschutzversicherung zulegen möchte, würde ich dies möglichst bei einer Versicherung machen, bei der keine weiteren Verträge laufen. Muss man später für seine BU klagen und hat die Rechtschutz bei der gleichen Versicherung ist es schon vorgekommen, dass einem da sehr viele Steine in den Weg gelegt werden. Ist ja auch klar: Welcher Versicherer möchte schon die Prozesskosten für den Kläger bezahlen?

Lebensversicherung: Diese kann durchaus sinn machen, gerade wenn man eine Familie gründen möchte. Fällt der Hauptverdiener aus kann der Rest schnell in die Armut rutschen. Hier kann man mit einer Lebensversicherung Sicherung schaffen. Aber auch hier hängt alles natürlich wieder vom persönlichem Umfeld ab. Sind Rücklagen vorhanden? Hat der Lebenspartner ein hohes einkommen? Beim letzten Punkt sollte beachtet werden, dass möglicherweise dieses Einkommen schrumpfen kann, da durch den Wegfall des Lebenspartners zu hause auch eine Kraft ersetzt werden muss.
Wenn aber Lebensversicherung dann auf keinen Fall eine Kapitallebensversicherung. Auf keinen Fall!!!!! Da zahlt man am Ende immer drauf. Man wird zwar immer mit hohen Auszahlungen am ende der Vertragslaufzeit gelockt, doch diese hat man bis dahin schon 5 mal bezahlt und wär mit nem Sparbuch oder dem Kopfkissen wohl besser gefahren.

Es gibt natürlich noch viele Versicherungen, aber im Bezug auf Familiengründung ist das erstmal das Wichtigste. Für eine genaue Beratung muss man die genauen Lebensumstände analysieren und da fehlen viele Infos ;-)
 
Eine interessante Tabelle gibt es dazu zur Zeit bei der Stiftung Warentest (und auch noch viele interessante Infos dazu)

Stiftung Warentest: Wichtige und unwichtige Versicherungen

NeoHazard schrieb:
- Über eine Berufsunfähigkeitversicherung kann man sich streiten ^^
Streiten ja, nur gehört diese zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt! (Außer man hat ein großes Vermögen, oder andere Einkünfte die einem den Lebensunterhalt ermöglichen. Es ist übrigens ein Irrglaube, das ein Bürokaufmann keine nötig hätte, weil dem eh nix passiert)
Immer wieder interessant zu lesen, da viele ihr Handy/TV versichern wollen, ihre Erwerbsleben aber nicht absichern wollen. (BU)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu den wichtigsten Versicherungen wurde von meinen Vorrednern ja bereits alles Nötige gesagt.

Ganz wichtig ist jedoch auch ein anwaltlich gestalteter Ehevertrag, und wenn keine Ehe eingegangen werden soll, ein rechtskräftiger Vertrag, wie nach einer Trennung die vermögensrechtlichen und unterhaltsrechtlichen Angelegenheiten geregelt sein sollten.

Dies ist ein Punkt, über den sich Verliebte am liebsten niemals Gedanken machen möchten - und der einem im Falle einer Trennung (besonders als Mann in der derzeitigen Ausgestaltung des Unterhaltsrechts) wahrlich das Genick brechen kann.

Nur eine anwaltliche Beratung und ein Vertragsaufsatz, der die Angelegenheiten im Falle einer Trennung genau regelt, kann einem bösen Erwachen vorbeugen. Insbesondere deshalb, weil eheähnliche Lebensgemeinschaften im Wesentlichen der Ehe gleichgestellt wurden.

Insoweit ist auch dies eine wirklich sinnvolle und unbedingt notwendige Versicherung.

MfG,
Dominion.
 
misterk87 schrieb:
Also manche Ratschläge sind schon eher merkwürdig
Ist doch jedes Mal so, bei dieser ewig wiederkehrenden Diskussion. Das hängt meines Erachtens enorm von der eigenen Lebenseinstellung ab. Für den einen ist das Glas eben halb voll, für den anderen halb leer. Umso erstaunlicher ist es, wie sehr sich die Leute gegenseitig hochschaukeln, wenn jemand anderer Meinung ist.

Eigentlich müsste man alle möglichen Versicherungen abschließen. Es könnte einen ja doch treffen! Das schlimme ist nur, dass die Versicherungen keine Vereine von Gutmenschen sind. Haben die ganzen Befürworter der BU-Versicherungen hier denn noch nie von den Fällen gehört, in denen sich die Versicherungen aus ihrer Zahlungspflicht herausgewunden haben? Das kann einem bei allen Versicherungen passieren. D.h. zu der geringen Wahrscheinlichkeit, dass es einen überhaupt trifft, kommt noch die Gefahr, dass man sich die Schnürsenkel genau an dem Tag, wenn es einen trifft, falsch gebunden hat und die Versicherung deswegen nicht zahlt.

Ich will keinem seine lieben Versicherungen ausreden. Wenn es euch ruhiger schlafen lässt und es euch das wert ist, bitte sehr. Ist, wie ich anfangs sagte, eben eine sehr persönliche und subjektive Geschichte.

Dem TE möchte ich einfach auf den Weg geben:
Ich finde deine anfangs beschrieben Einstellung durchaus vertretbar. Haftpflicht muss sein, Hausrat finde ich ganz gut. Ansonsten gibt es da kein Patentrezept. Was ich witzig finde, ist was für ein krasses Gegenteil da deine Liebste in dieser Beziehung ist. :) All zu oft werden solche Ansichten wohl auch über die Eltern weitergegeben. Wenn man Eltern hat, die einem oft gepredigt haben, dass man sich mit Versicherungen zumauern muss, dann wird man das wohl später ähnlich sehen.
 
Tumbleweed schrieb:
Haben die ganzen Befürworter der BU-Versicherungen hier denn noch nie von den Fällen gehört, in denen sich die Versicherungen aus ihrer Zahlungspflicht herausgewunden haben? Das kann einem bei allen Versicherungen passieren. D.h. zu der geringen Wahrscheinlichkeit, dass es einen überhaupt trifft, kommt noch die Gefahr, dass man sich die Schnürsenkel genau an dem Tag, wenn es einen trifft, falsch gebunden hat und die Versicherung deswegen nicht zahlt.
Natürlich gibt es solche Versicherungen, nur wenn es danach geht, dürfte man überhaupt keine Versicherung abschließen. Nur, was willst du machen, wenn du nicht mehr am Erwerbsleben teilnehmen kannst und diese Einnahme Quelle komplett weg fällt?

Das sich manche Versicherungen herauswinden könnten hat folgende Gründe:
  • Viele Versicherungsnehmer informieren sich nicht richtig über die Angebote am Markt. Es gibt nämlich gute und schlechte Versicherungen. Wer nur mal so nebenbei schnell eine BU abschließen möchte, wird möglicherweise auf die Nase fallen.
  • Manche machen bei den Gesundheitsfragen falsche Angaben, das ist eine Steilvorlage für die Versicherung
Wer eine BU sucht, sollte sich gründlich Informieren, das geht z.B. in den Verbraucherzentralen vor Ort, oder auch in diversen seriösen Zeitschriften wie Finanztest.
 
@mister87k: Genauso so seh ich das auch bisher. Will allerdings noch meinen Nachwuchs Zusatzversichern bzgl. Krankenversicherung ect. Hier geht es mir weniger um die Kröten für eine Brille, sondern vielmehr für den Fall, dass ein Kind mal lebensnotwenige OP`s oder behindertengerechte Ausstattung benötigt und da zählt nicht das Geld sondern es geht mir um das Wohl unseres Nachwuchs

@dominion1: Sehr guter Aspekt. Denke mal nicht das meine Freundin damit einverstanden ist, aber werds ihr gleich mal unter die Nase reiben. Ohne Ehevertrag, nicht mit mir. Hab nämlich wenig Lust, auch wenig wenig Vermögen...alles mögliche an sie abzutreten. Viele sind wohl der Meinung, dann liebt man nicht richtig, aber das hat rein gar nix damit zu tun. Ich liebe meine Freundin seit 12 Jahren und von Tag zu Tag mehr...dennoch hab ich keine Lust eines morgens aufzuwachen und sie ist einfach weg. Vertrauen MUß abgesichert sein ;) sag ich mal.!
 
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