Gibt es Systemüberwachungstools, die minimalistisch dauerhaft auf dem Desktop relevante Daten in Echtzeit anzeigen können?

DHC

Commander
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Kurze Einführung.

Es gibt Menschen, die halten an alten Dingen fest.
Warum, weshalb muss man nicht verstehen?

Ein spezieller Kollege hat einen recht alten PC.
Der läuft aktuell mit Win 10.
Der PC zickt nur noch rum und funktioniert nicht mehr gescheit.
Er kann schon noch halbwegs mit dem PC arbeiten, aber irgendwie ist der Wurm drin.
Win 10 neu aufsetzen macht nicht wirklich Sinn.
Win 11 würde über Umwege zwar gehen, bräuchte aber eine neue Lizenz. Die Kosten würden den Wert der Kiste um ein vielfaches übersteigen.

Ich möchte, wenn möglich, keine Diskussion darüber, dass er sich einen neuen PC zulegen soll.
Das wird er nicht machen.
Ich rede ihm das seit Jahren ein und es ist nichts passiert.

Deshalb meine Idee, um die alte Kiste weiter nutzen zu können, Linux LMDE zu installieren.
Eine neue SSD samt Kabel habe ich schon organisiert.

Deshalb meine Überlegung.
Gibt es da eine Programm, dass die relevantesten Daten direkt auf dem Desktop anzeigen kann?
Primär geht es da eher um Festplatten. Direkt verbaut oder über USB angeschlossen.
Am besten mit orange oder rot blinkender Warnung, wenn da gewisse Grenzen erreicht sind.

Höchstwahrscheinlich ist das Wunschdenken.
Aber gerade im Linux-Umfeld wird je viel getüftelt und programmiert.
Vielleicht kennt da jemand etwas brauchbares.

Und jaein. Backups sind wohl vorhanden.
Aber. Alles so billig Intenso und Co. Zeugs.
Die Frage ist da nur, was gibt zuerst den Geist auf.
 
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DHC schrieb:
Gibt es da eine Programm, dass die relevantesten Daten direkt auf dem Desktop anzeigen kann? Am besten mit orange oder rot blinkender Warnung, wenn da gewisse Grenzen erreicht sind.

Was soll da ausgewertet werden? Die Festplattenauslastung? Die Speicherkapazität?
Meinst du sowas in der Art? https://www.rainmeter.net/

Welche Platte ist bei deinem speziellen Kollegen verbaut?
Ich würde ggf. damit mal die Platte checken:
https://www.computerbase.de/downloads/systemtools/festplatten/crystaldiskinfo/
 
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@PonJoe58, @hendrik.
Sorry.
Ich war wohl etwas unpräzise in der Formulierung.
Es geht weniger um die Auslastung.
Ich dachte da eher an SMART-Werte.
Sprich. Hinweis, wenn die Werte schlechter werden.

Mir ist schon klar, dass eine HDD/SSD innerhalb eines Wimpernschlages den Geist aufgeben kann.
Aber das kann auch schleichend erfolgen.

Wenn sowas angezeigt werden könnte, könnte man noch reagieren.
Ob es hilft, ist natürlich ein anderes Thema.

Ich weiß. Schaden macht Klug.
Aber man muss es nicht provozieren, zumal seine finanzielle Situation aufgrund seiner Krankheiten in den letzten Jahren auch nicht so rosig ist.
Aber das soll hier nicht das Thema sein.
Ergänzung ()

hendrik. schrieb:
Gibt es CDI für Linux?
Ergänzung ()

hendrik. schrieb:
Welche Platte ist bei deinem speziellen Kollegen verbaut?
Ich meine es ist ein Crucial.
Aber das genaue Model kann ich nicht sagen.

Dann ist noch eine HDD verbaut.
Die sollte als Sicherungsplatte genutzt werden.
So wurde sie bis jetzt auch eingerichtet unter Win 10. Nicht von mir. Das wurde von einem PC-Spezi gemacht.
Der ist aktuell aber nicht mehr in DE.
 
Zuletzt bearbeitet:
DHC schrieb:
Der PC zickt nur noch rum und funktioniert nicht mehr gescheit.
DHC schrieb:
Gibt es da eine Programm, dass die relevantesten Daten direkt auf dem Desktop anzeigen kann?
Primär geht es da eher um Festplatten. Direkt verbaut oder über USB angeschlossen.
Am besten mit orange oder rot blinkender Warnung, wenn da gewisse Grenzen erreicht sind.
das ist doch kontraproduktiv.
wenn die kiste jetzt schon an der kotzgrenze läuft, macht es das installieren von systemüberwachungstools in echtzeit nicht besser.
 
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DHC schrieb:
Gibt es CDI für Linux?
Im Grunde brauchen das die meisten Linux-User halt nicht weil smartmontools bei den meisten Distros dabei sein dürfte und sich die SMART-Werte schnell übers Terminal checken lassen.
Code:
sudo smartctl -a /dev/sda
Liefert die Smartwerte und protokolliert auch vergangene Fehler (und nicht nur SMART-Werte). Eine kurze Suche zu einem Userinterface ergab z.B. das hier vielleicht ist es das was du suchst?
 
ich nutz conky, zwar um ram, cpu, etc auslastung anzuzeigen, es sollte aber konfigurierbar sein sich da auch die smart werte anzeigen zu lassen.

gibt einen haufen vorgefertigte configs, kannst dich ja mal durchwühlen und schauen ob dich was anspricht
 
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DHC schrieb:
Deshalb meine Überlegung.
Gibt es da eine Programm, dass die relevantesten Daten direkt auf dem Desktop anzeigen kann?
Primär geht es da eher um Festplatten. Direkt verbaut oder über USB angeschlossen.
Am besten mit orange oder rot blinkender Warnung, wenn da gewisse Grenzen erreicht sind.
Code:
sar --human -d 4 # %util und await liefern die wenigsten Tools
sudo iostat --human 3
 
Moin! Erstmal schön, dass Du Dich für Linux Mint Debian Edition zur Installation entschieden hast. Da auch dort Cinnamon zum Einsatz kommt, kannst Du auf viele Applets und Desklets zurückgreifen. Diese sind speziell für Cinnamon entwickelt und sind einfach zu installieren. Die Bereitstellung erfolgt über ein Repository.

Einfach mal ein rechts Klick auf die Leiste, dann kannst Du nach Belieben ein Applet Suchen und gleich starten. Diese werden in der Leiste angezeigt. Ähnlich wie bei Windows in der Taskleiste.
1768035595223.png


Bei den Desklets geh einfach auf das Repository und suche Dir ein Desklet aus, was Deine Ansprüche erfüllt. Zum Beispiel dies hier. Da bekommst Du den Füllstand angezeigt in Deinen gewünschten Farben.

Disk Space Desklet​

1768035979701.png
 
DHC schrieb:
Ein spezieller Kollege hat einen recht alten PC.
Der PC zickt nur noch rum und funktioniert nicht mehr gescheit.
Er kann schon noch halbwegs mit dem PC arbeiten, aber irgendwie ist der Wurm drin.
Ich möchte, wenn möglich, keine Diskussion darüber, dass er sich einen neuen PC zulegen soll.
Das wird er nicht machen.
Und würde der spezielle Kollege auch ein Betriebssystemwechsel akzeptieren? Wenn ich das so lese, bekomme ich den Eindruck, dass er das ablehnen wird.
Er ist mit der Situation offenbar zufrieden. Wenn er nicht zufrieden wäre, würde er was ändern (wollen).
 
Eine kleine Ergänzung habe ich noch. Man könnte über den Benachrichtigungsdienst ein Meldung bei bestimmten Ereignissen aufploppen lassen. Einfach mal im Terminal/Cli folgenden Befehl absetzen
Code:
notify-send --icon=gtk-add "Test notification" "I love Computer Base Linux Community... :)"
 
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@eszett.nb
Ha, das verwende ich auch. Finde ich super praktisch!

Das hier steht bspw. in meiner .bashrc:
Bash:
# Lässt eine Notification einblenden, sofern irgendwo (z. B. Konsole) ein sudo ein Passwort erfordert.
function sudo() {
    if ! command sudo -n true 2>/dev/null; then
        notify-send --urgency=normal \
                    --app-name=sudo \
                    --expire-time=2000 \
                    "Passwort benötigt"
    fi

    command sudo "$@"
}

Ich glaube, ein Thread, in dem wir User-Skripte sammeln, wäre auch sehr erfolgreich. :hammer_alt:
 
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DHC schrieb:
Ich dachte da eher an SMART-Werte.
Sprich. Hinweis, wenn die Werte schlechter werden.
Ich hab mir vor einer Weile mal ein Skript erstellt, das die SSDs ausliest und den Zustand bewertet. Dazu kann man sich einfach eine systemd-rule (bzw. einen Timer) anlegen die die SSD alle paar Stunden/Tage oder Wochen prüft und den User dann per notify-send oder lokaler Mail informiert, wenn was nicht stimmt.
 

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Danke an alle für die Infos.

Was die Probleme mit dem PC betrifft.
Nicht die Hardware macht Probleme.
Das Kernproblem liegt an Windows 10.
Ich weiß nicht, ob er sich da irgendetwas eingefangen hat.
Es sind schon die seltsamsten Sachen passiert, die ich nun nicht alle einzeln aufführen werde.
Fakt ist. Windows hat einen Schuss. Da funktioniert so einige nicht mehr gescheit.
Arbeiten tut er hauptsächlich mit Word, Excel und Outlook. Sowie Bild-/Videobetrachter.
Das war es dann auch schon.

Ich habe ihm mal zum Vorführen Linux Mint installiert.
Er war nicht abgeneigt. Im Gegenteil.
Alles hat auf Anhieb funktioniert, ohne das man irgendetwas installieren musste.
Selbst sein uralter Scanner/Drucker wurde sofort ohne Zutun erkannt.
Ich habe ihm das vorgeführt, indem ich ein Dokument eingescannt und ausgedruckt habe.
Libreoffice und Thunderbird ist auch schon mit an Board.
Somit alles, was er benötigt.

Jetzt das aber.
Er ist ein reiner Anwender.
Konsole/Terminal ist nichts für ihn.

Deshalb meine Idee Anydesk bei ihm zu installieren, damit ich ihn unterstützen kann, wenn mal etwas gemacht werden muss.
Ich sage aber gleich dazu, dass ich absolut kein Linux-Experte bin.
Ich weiß halbwegs Bescheid, was man wie wo machen müsste.
Es gibt da Seiten, wo man nachlesen kann oder man frägt hier Linux-Experten. Dann sollte das alles hoffentlich klappen.
 
DHC schrieb:
meine Idee Anydesk bei ihm zu installieren
Oder RustDesk oder TigerVNC.

Es könnte auch nicht schaden bei alten Kisten einen Memtest durchzuführen. Geht schnell und gibt eine gewisse Grundsicherheit, dass die Hardware noch in Ordnung ist. Auch einmal "durchpusten" (im wahrsten Sinne des Wortes), um den Staub aus Lüfter und Netzteil zu bekommen, wäre nach langer Zeit nicht schlecht. Pinsel und Staubsaugerrohr (nur Staubluft absaugen) sind auch ok.
 
Zuletzt bearbeitet:
In smartmontools (was smartctl enthält) ist auch ein Dienst enthalten, der im Hintergrund die Smart-Werte überwachen und bei Verschlechterung z.B. eine Mail senden kann (oder halt eine Desktop-Benachrichtigung wie oben beschrieben).

Edit: was die Alternativen zu CDI angeht: Hat niucht Gnome Disks so ne Smart-Anzeige mit drin? Der Mint-Desktop nutzt viel aus der Gnome-Welt und hat es deshalb vielleicht schon drin?
 
im termimanl zb btop
 
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