Gibts noch andere Voll-Aluminium-Notebooks ausser MacBook und Razer?

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franzerich

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Bin letzter Zeit wieder am Schauen bei Notebooks, allerdings noch nicht so weit, dass sich eine Kaufberatung lohnt.

Hab die Schnauze schon so voll von den Plastikbombern... dass ich auch 2.000+ hinlegen würde für ein anständiges Notebook. Die besten Aluminium Notebooks, die ich bisher gefunden habe sind das Razer Blade 14" und Razer Blade 17", sowie das Macbook Pro 15,4".

Nachdem ich Apple über eine Weile ausprobiert habe bin ich jedoch nicht überzeugt. Es liegt nicht an der Qualität, sondern an deren Minimalismus und stupider Politik: dass sie nur 2 USB-Anschlüsse haben (ich brauche laufend 3 USB-Anschlüsse, auch unterwegs), dass kein LAN Adapter vorhanden ist, dass sie den Akku festkleben, dass sie die RAM festlöten, dass sie extra die Schraubensätze erneut ausgetauscht haben, damit es dem User noch schwerer gemacht wird aufzuschrauben. Ich krieg den Eindruck die wollen aus dem MacBook Pro ein Tablet machen... Das ist einfach nur noch Spinnerei.

Dann habe ich gesehen, dass das Razer Blade Notebook genau dieselbe Optik und Qualität bietet in Schwarz, und sogar mit 3 USB Anschlüssen. Sagen wir mal so: ich hätt das Teil ohne zu Zögern gekauft, wäre da nicht diese eine Sache: 14" Display... es ist mir einfach zuwenig. 14" ist mir zuwenig und 17" ist zu groß (abgesehen vom völlig missratenem Touchpad auf dem Razerblade 17", ungünstig positioniert und mit kindischen Firlefanz Knöpfen zugemüllt).

Woher kommt diese Mode mit den 14" plötzlich... ich versteh das nicht... das ist einfach zu klein zum Arbeiten. Zum Spielen erst recht. Und bei der hohen Auflösung kriegt man Augenkrebs.

Am liebsten wäre mir ja ein 16" Notebook, aber das gibts nicht. Ein altes Macbook Pro kommt leider auch nicht in Frage, weil die haben alle nur 2 magere USB-Anschlüsse. Das letzte MBP, das 3 USB-Anschlüsse hatte, war das 17" Macbook Pro. Aber das gibts ja auch nicht mehr, bzw. höchstens noch auf Ebay zu finden.

Kennt jemand von euch vielleicht andere Aluminium-Modelle die in ähnlicher Preis-Leistungs-Komfortklasse sind wie Macbook Pro oder Razer Blade?
 
Zuletzt bearbeitet:
Alu hat auch seine Nachteile...ist ziemlich kratzempfindlich. War zumindest bei meinem 2008er MBP so. Und die Aluphones haben ja dasselbe Problem. Allenfalls würde ich noch HP Elitebook (Probook wäre etwas günstiger, aber immer noch robust. Neu sind das glaube ich die Envy) oder eben die Lenovo T-Serie empfehlen...sind äusserst robust und eigentlich nicht tot zu kriegen und daher relativ wertstabil...wobei die Qualität zumindest bei Lenovo nachgelassen hatte (Stand T410, x200, T6x. Falls die ganz neuen Modelle qualitativ wieder gut sind, bitte korrigieren).

Es gibt also auch hochwertigen Plastik.
 
14" ist recht praktisch, gerade mit der hohen Auflösung ;)

Ansonsten, Dell bietet im bereich für Geschäftskunden die Latitude und Precission Serien an (da kann man auch privat kaufen, kommt halt die Mehrwertsteuer drauf). Die gibt es in allen Größen und durchweg guter bis sehr guter Verarbeitung. Ist zwar nich komplett aus Alu, aber für eine gescheite Verarbeitung ist das nicht zwingend.

Das Precission M4800 hat im Übrigen 15,6", recht viel Leistung bei kompakten Maßen



Analog gibt es von Lenovo die X und T Serie Notebooks. Magnesiumskelett mit Faserverstärktem Kunststoff, die Dinger klein zu bekommen benötigt in aller Regel auch Ambition.
 
Seit vielen Jahren ist Magnesium etabliert, neuerdings gibt es auch vile Carbon-Modelle. Die IBM (Lenovo) ThinkPad haben mitunter ein Magnesiumskelett und GFK-Verkleidung.
14" ist gerade so die Größe um überhaupt etwas zu "arbeiten". 12 " ist sehr transportabel, aber auch wirklich nur zum konsumieren, mailen, surfen.
Für den Einsatz von 17" muß man aber schon sehr gute Gründe haben. An einem Notebook kann man generell nicht "arbeiten". Das verbietet sich schon durch Arbeitsschutzverordnungen. Das Display ist klein und weit unten und weit hinten. Man macht sich den Rücken kaputt. Von der Ergonomie der Tastaturen gar nicht zu reden.
Für viele Leute ist aber Notebook gleichbedeutend mit PC. Ein Desktop ist gleichbedeutend mit einer historischen Altlast.
 
VERDAMMT!!! Ich habe grad einen langen Text geschrieben und inzwischen wurde ich offenbar ausgeloggt und beim Einloggen war der ganze Text weg.... *ARGL*... OK, dann nochmal abgekürzt :(

Erstmal Danke für die vielen Tipps!! Da waren doch ein paar interessante Kaliber dabei.

Asus N550, Samsung ATIV8 usw. scheinen am Material zu sparen, indem sie nur die Oberseite aus Aluminium machen, und die Unterseite aus Plastik. In dieser befinden sich dann auch billigste Schraubeneinsätze (gesehen an den Screenshots auf notebookcheck). Wenn die Displayscharniere dann auch noch am unteren Plastik befestigt ist kann man gleich fortschmeissen. Thinkpads habe ich robust in Erinnerung, allerdings optisch ein Versager und klobig. Auch den optisch verbessterten Ideapads traue ich nicht ganz, wenn sie mit einem Preis von 800€ daherkommen. Was nicht teuer ist, kann nicht gut sein :D

Spass beiseite. Interessant fand ich jedoch Dell XPS und Dell Precision. Das Kohlefasermaterial ist mal was neues und ich hab mal sowas zersägt - ziemlich zähes und widerstandsfähiges Material, das hält was aus. Könnte mich damit anfreunden. Auch das Vorhandensein von 4 USB Anschlüssen ist praktisch.

Beim Razer Blade Pro 17" scheint die Verarbeitung trotz Aluminium nicht sonderlich wertig zu sein, wenn man sich Amazon Reviews durchliesst und unpassende Gehäuseteile wurden scheinbar verschraubt mit hohen Spaltmaßen.

Beim Macbook ist mir noch eingefallen, dass man einen Thunderbolt-to-LAN Adapter verwenden könnte. Ironischerweise gibts aber keinen Thunderbolt-to-USB Adapter - das was wirklich notwendig wäre bei sowenig Anschlüssen.

Also rein gefühlsmässig sagen mir die Dell Modelle am ehesten noch zu. Werd mich da ein bisschen weiter einlesen...
 
franzerich schrieb:
Beim Macbook ist mir noch eingefallen, dass man einen Thunderbolt-to-LAN Adapter verwenden könnte. Ironischerweise gibts aber keinen Thunderbolt-to-USB Adapter - das was wirklich notwendig wäre bei sowenig Anschlüssen.

Da kann ich dir nicht ganz folgen... Warum möchtest du einen "Thunderbolt-to-USB Adapter" verwenden, wenn du einfach ein passiven USB Hub nehmen kannst? z.B.: http://www.amazon.de/Belkin-Ultra-m...qid=1398503899&sr=1-1&keywords=usb+hub+passiv
 
Gute Frage. Der Grund ist, dass ich bisher nur schlechte Erfahrungen hatte mit passiven Hubs: da werden mal die angeschlossenen USB-Geräte nicht erkannt, dann kriegen manche davon zuwenig Strom, dann arbeitet wieder eines davon unzuverlässig usw. Immer bei den passiven Hubs. Bei Hubs mit eigener Stromversorgung passiert es jedoch nicht. Ich traue diesen passiven USB-Hubs nicht ganz, auch wenn sie niedlich und kompakt sind. Dabei wird dein verlinkter Hub doch sehr gut auf Amazon bewertet. Eventuell handelt es sich wirklich um eine Ausnahme.

Aber damit sprichst du sowieso ein weiteres Problem an bei den heutigen Notebooks (nicht ausschliesslich Macbooks). Wenn man anfangen muss all jene Dinge die am Macbook fehlen (LAN, mangelnde Schnittstellen, getrennte Kopfhörer/Mikrofon Anschlüsse, etc.) mit Zusatzkabeln und -Hubs zu ersetzen, dann ist man immer auch gezwungen einen Bündel an Hubs und Konvertierungskabel mitzuschleppen oder im Falle eines Macbooks gleich eine Thunderbolt-Docking-Station. Da kann ich nur noch müde lächelnd den eigentlichen Sinn des Notebooks hinterfragen bzw. über deren angebliche "Professionalität" den Kopf schütteln.

Das Verschwinden eines DVD-Laufwerks ist ja noch nachvollziehbar, aber dass dann andere wichtige Schnittstellen abgespeckt werden ist schon ärgerlich. Im Grunde genommen könnten sie gleich sagen: nehmt ein Tablet, welches nur noch 1 Thunderbolt Anschluss besitzt- den Rest kann man ja eh über die Thunderbolt Docking Station anschliessen :freak:
 
Die Idee dabei ist ja, dass man unterwegs nunmal kaum mehr als zwei USB Anschlüsse benötigt (rein aus Interesse: was machst du unterwegs, dass du ständig 3 USB Anschlüsse brauchst?).
Da, wo man dann in der Regel mehr braucht, nämlich Zuhause, hat man dann z.B. einen aktiven Hub oder eben eine Dockingstation. Ganz davon abgesehen, dass ein Notebook mit 17" auch kein Notebook mehr ist. Das 14" Razer ist dabei ein guter Kompromiss. Wobei ich dir mit dem weggefallenen LAN-Anschluss auch recht geben muss. Allerdings benötigt der "Massenmarkt" eben keinen LAN-Anschluss mehr, daher der Wegfall.

Letztendlich passt auf dein Profil dann wirklich nur noch die großen Businessserien von Dell und HP.
 
Beim MPB kannst du einfach das Ding an den Thunderbolt hängen, mit dem Cinema-Display bzw. imac verbinden und alle Geräte sind sofort einsatzbereit...ansonsten gibt es wie schon erwähnt noch Docking-Stations...welche Schnittstellen benötigt werden, ist Ansichtssache...ich benötige z.B. ein NB, das zwingend einen SD-Kartenslot und WLAN hat. Ob da ein LAN-Anschluss fehlt oder kein DVD-Laufwerk vorhanden ist, ist für mein Einsatzgebiet nicht relevant.
 
Also auf deine Frage bezüglich meiner USB-Verwendung. Ich hab gemerkt dass ich Minimum 3 USB Anschlüsse benötige:

1x für Internet-Stick
1x für Maus
1x für "Universalzwecke": Festplatten/Backups/Speichersticks/Drucker/Scanner

Zwar ist im letzteren Fall auch ein An- und Abstecken notwendig, aber es behindert den Arbeitsprozess wenig. Ich mache täglich Backups über diesen USB Port, und kann deswegen nicht darauf verzichten.

Wenn ich jetzt nur mehr 2 USB Anschlüsse habe dann wirds Mist: entweder muss ich bei jeder "Universal-Tätigkeit" den Internet-Stick abstecken, oder die Maus abstecken. Beides macht den Arbeitsprozess unnötig kompliziert.

Kann doch nicht sein, dass ich der einzige bin, der das als unzureichend empfindet. Wie kommen denn all die Leute mit ihren MacBooks klar, wenn sie maximal 2 Geräte anschliessen können? Wie soll man damit effizient arbeiten?

Wenn es wirklich so gedacht ist, dass das MacBook daheim an eine Dock angesteckt werden soll - dann würde Apple quasi selbst bestätigen, dass es nicht zum professionellen Arbeiten unterwegs zu gebrauchen ist. Also es entbehrt völlig dem Sinn eines Arbeitstiers für unterwegs. Ganz blatant könnte man sogar behaupten das MacBook entbehrt seiner eigenen Existenzberechtigung.

Wozu dann noch großartige Hardware reinstecken? Wozu 2 Thunderbolt-Ports? Wozu 2 USB-Ports? Da reicht 1 Thunderbolt (Docking Station), und 1 USB (Internet-Stick) - und fertig ist ihr Surfgerät. Maus braucht man ja nicht, man hat ja das Touchpad. Man soll ja eh nicht gscheit Arbeiten unterwegs, dazu hat man ja seine Docking Station daheim...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die MacBook (Pro) Geräte entbehren einfach viele Dinge, die bei den älteren IBM Thinkpads selbstverständlich waren. Darunter eben auch die Anzahl und Art der Schnittstellen. Wobei die MBP sich schlicht an Nutzer anderer Professionen richten, wo der Bedarf an Peripherie schlichtweg geringer ist.

Ansonsten gibt es ja Lösungen für deine Probleme, UMTS/LTE intern per PCIe Mini Karte, Cloud fürs Backup, schnelles Wlan für die Anbindung und Bluetoothmäuse (wobei auch viele Nutzer mittlerweile die Maus weglassen und nur noch Touchpads nutzen). Damit kommt die Masse (auch professioneller) Anwender gut über den Tag. Der abnehmende Teil derer, die nie genug Schnittstellen haben kann, nativ Dockingports, Trackpoints, TPM, natives Ethernet, integriertes Modem, mattiertes Display wird (wenn auch mittlerweile mit Abstrichen) bei Lenovo, Dell und HP bei den Geräteserien für professionelle Anwender fündig und zahlt am Schluss ähnlich viel wie für Apple Geräte (aber an diese Preise hatten wir uns ja schon gewöhnt BEVOR Apple mit den Macbooks kam :D)

Insofern mit ner Mischung aus Überdenken des eigenen Geräteparks und passendem Gerät der genannten Firmen wirst wahrscheinlich auch du glücklich.
 
Piktogramm schrieb:
Insofern mit ner Mischung aus Überdenken des eigenen Geräteparks und passendem Gerät der genannten Firmen wirst wahrscheinlich auch du glücklich.

Ja wahrscheinlich... oder vielleicht auch nicht. Nachdem ich mich wieder ein bisschen eingelesen habe wird mir der ganze Wahnsinn des Notebookkaufs wieder bewusst. Dasselbe beim Kopfhörer-Kauf, oder Maus-Kauf...:freak:

Ich glaube ich belass es bei der kurzen Exkursion und kümmere mich erst wieder drum wenn es wirklich dringlich wird. Dennoch schade, denn beim Razer 14" passt mir nur die Displaygröße nicht und beim MacBook der fehlende dritte USB.

Man darf aber nicht zulange Nachdenken, sonst wird man verrückt, z.B. ist mir aufgefallen, dass beim Mac die Tasten Pos1, Entf, Ende, Bild auf/ab fehlen, und man alles nur durch entsprechende Tastenkombinationen emulieren kann. Dann wiederum gefällt mir plötzlich der Formfaktor 16:10 beim MBP besser, weil es angenehmer in der Höhe ist, als das viel zu breit gezogene 16:9... zum Verrücktwerden.
 
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