Gigabyte Core3D, AMP-UP und die Konsequenzen

Kokuswolf

Lieutenant Pro
Registriert
Feb. 2008
Beiträge
546
Hallo liebes Forum,

vor kurzem bin auch auf der Arbeit und daheim auf zwei Gigabyte Boards mit Sound Core3D umgestiegen. (G1 Sniper Z97 und GA X99 Gaming 7 WiFi) Mit den Realtek Chips war ich aus unterschiedlichen Umständen nicht zufrieden genug. Jedenfalls habe ich nun auf Arbeit das erste Mal und mit voller Vorfreude meine Kopfhörer (Philips SHO9567 O'Neill The Stretch mit 32Ω) angeschlossen und bin aus allen Wolken gefallen.

Am Front-Anschluss reichen 8% vom Lautstärke-Balken, um ans erträgliche Lautstärken-Limit zu kommen. Zudem ist ein permantes, leichtes Rauschen wahrzunehmen. Es ist hochtönig, wie bei alten Fernseher, wenn kein Sender gefunden wurde. Am vorgesehen Kopfhörer-Anschluss beim Backpanel ist es noch schlimmer und dazu höre ich Störgeräusche, wenn der Rechner arbeitet. (Selbst beim booten oder einfach nur im BIOS!)

Ich hab gefühlt das halbe Internet durchsucht und bin hier auf ein paar interessante Threads gestoßen. Mein Verständnis bzgl. der Impedanz bei Kopfhörer ist scheinbar mein Problem. Ich glaube inzwischen - ohne es wirklich zu wissen - das meine Kopfhörer die Störgeräusche aufgrund der "niedrigen" 32Ω an den hochomigen Anschlüssen erst hörbar macht. (Wenn das so ist, dann gibt es da draußen viele Foren, in denen Ahnunglose wie ich vergeblich nach Antworten suchen. Und daher beschreibe ich es auch so ausführlich.)

Wenn ich meinen Kopfhörer an den Line-Out Ausgang anschließe, ist der Ton okay. Ich höre kein Rauschen, kein Fiepen bei Aktivität, etc. Jedoch ist der Ton bei 100% nicht wirklich laut und ich hab den Eindruck, es klingt sogar manchmal verzerrt.

Jedenfalls habe ich eine Fülle von Fragen. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

1.) Ist das halbwegs richtig, was ich beschrieb? Oder rede ich Bullshit?

2.) Heißt das, ich kann meine 32Ω Kopfhörer nicht mit diesen Boards verwenden, bzw. nur ineffizient am LineOut?

3.) Gigabyte bietet ein Op-Amp Premium Upgrade Kit (Review) an. Ich verstehe das nicht ganz. Ändern die nur die "Art" des Sounds? Hat es ein Einfluss auf mein Problem?

Ich weiß (aus anderen Threads hier) das ich mir bspw. den FiiO Andes E07K holen könnte. Oder neue 250Ω Kopfhörer. Aber irgendwie stellt mich das nicht zufrieden. Ich mag meine Kopfhörer und hätte nicht gedacht, dass ein Mainboard, das bewusst mit SoundQualität beworben wird, mich vor solche Probleme stellt. Habt ihr Ideen, wie ich meine vorhanden Hardware sinnvoll verwenden kann, bzw. das beste aus meiner Situation mache?
 
Zuletzt bearbeitet:
Schonmal den KH direkt am Board angeschlossen? Manchmal sind die Front-Panel-Kabel schlecht abgeschirmt und dadurch enstehen Störgeräusche. Das mit dem Lautstärkregler auf Stufe 8 sollte so "passen". Ist bei mir auch so. Dagegen habe ich aber im Soundtreiber einfach den pegel runtergeregelt (muss der Treiber natürlich unterstützen)

EDIT: seher gerade, dass du den Anschluss am Board schon probiert hast.
Wenn da auch Störgeräusche kommen, ist die Lösung/der Lösungsvorschlag eigentlich immer: Externe Soundkarte (bzw. intern, aber eben am PCIe-Slot) kaufen, aber da du das Board extra wegen dem Soundchip gekauft hast, wäre das wohl eher unpassend.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Hellblazer: Hab ich ja :(, war noch schlimmer, siehe Text:
Am vorgesehen Kopfhörer-Anschluss beim Backpanel ist es noch schlimmer und dazu höre ich Störgeräusche, wenn der Rechner arbeitet. (Selbst beim booten oder einfach nur im BIOS!)

Edit-PS: Meine Recherchen hatten noch ergeben, dass der Front-Anschluss einen eigenständigen Verstärker mit 150Ω hat. (Leider finde ich den Link nicht mehr.) Da der hintere wahlweise 2,5x oder 6x "Audio Gain" hat, per Switch auf MB schaltbar, vermute ich, dass damit eine Impedanz von 250Ω oder 600Ω gemeint ist. Ich glaube daher ist es dort nur noch schlimmer mit meinen KH. (Leider fand ich keine genauere Spezifikation im Internet oder Handbuch. Aber wenigstens das hier.)

(Oh, und unter diesen Link ist das vorletzte Bild noch interessant. Ist ein anderes MB, aber die scheinen sich diesbezüglich alle zu gleichen.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Generell verhält sich das bei diesen Soundlösungen wie bei diesen unnötigen Killer LAN Chips. Das ist mehr Marketing als wirklich ein gutes Produkt. Die Hersteller wollen sich nur irgendwie vom Rest abheben und nutzen dazu heute teils sehr fragwürdige Mittel.

Ich persönlich habe noch immer die besten Erfahrungen mit Creative Soundchips gemacht. Oder wenn es richtig gut werden soll einem USB Headphone Adapter mit einem hochwertigen D-A-Wandler und einer guten Endstufe dazu.

Diese tauschbaren OPs sind auch mehr was fürs Marketing als für die echte Qualität. Es hat schon seine Gründe warum echte highend Audiogeräte Preise von über 1k€ erzielen können. Da sind die paar Cents die Gigabyte hier für den Chip mehr ausgegeben hat eher lächerlich, lässt sich dies jedoch vom Kunden teuer vergolden.

Ich würde mir ernsthaft eine hochwertige USB Lösung mit guten D-A-Wandler zulegen. Denn diese Box kann ich an jedem System anschließen an dem ich das will.
 
@Candy_Cloud
Das ebend hilft mir nicht. Klar kann ich mir andere Lösungen kaufen. Und klar gibt es bessere Lösungen. Und es mag auch sein, dass manches davon nur Augenwisherei ist. Mein Problem bezieht sich eher darauf, dass ich den tollen Headphone-Ausgang (Front- & Backpanel) nicht nutzen kann. Die Komponenten darauf sind doch nicht sinnlos plaziert worden.

Btw. das ist ein Creative Soundchip - der gleiche wie auf den PCIe Karten! ;)
 
Zum testen ob es an den 32 Ohm liegt könntest du dir ein billiges Verlängerungskabel für deine KH holen und einen 200 Ohm Widerstand in die Leitung löten(lassen). Oder einen hochohmigen KH testen.
Wenn es dann funktioniert, das Verlängerungkabel auf passende Länge kürzen und den Widerstand "hübsch" in dem Stecker verstecken oder andere KH besorgen.


"3.) Gigabyte bietet ein Op-Amp Premium Upgrade Kit (Review) an. Ich verstehe das nicht ganz. Ändern die nur die "Art" des Sounds? Hat es ein Einfluss auf mein Problem?"

Ja, so verstehe ich das auch. Allerdings weiss ich nicht was das Teil anders macht als ein Equalizer.:confused_alt:


Edit, Test zum MB:
http://www.tweakpc.de/hardware/tests/mainboards/gigabyte_g1_sniper_z97/s03.php
"....Durch zwei einfache Switches lässt sich die Verwendung des Amps ganz einfach, direkt auf dem Mainboard an- und abschalten., also unverstärkter und verstärker Ausgang, was gerade bei hochohmigen Headsets zu drastischen unterschieden führt. Bei maximaler Laustärke neigt der Sound dazu etwas unsauber zu werden, wobei die Laustärke dann auch so hoch ist, das selbst ein 250 Ohm Headset wie das DT 990 Pro von der Laustärke her nicht zu ertragen ist....."

Versuch das mal.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, mein Creative Fatility Headset hat keine Problem an meiner Essence gemacht, hab die Soundkarte auf 600 OHm Verstärkung gestellt und den win Sound auf 3 % oder so, war zwar laut, aber Rauschen hatte ich keins. Denke es liegt an einer schlechten Verarbeitungsqualität des Onboard Soundchips. Entweder schlecht abgeschirmt oder halt so einfach schlecht.
 
Du könntest natürlich auch per Impedanzanpassung die Empfindlichkeit Deiner Kopfhörer ändern und die Gesamtgüte des Chassis entsprechend steigern, jedoch bist Du, wenn Du's vernünftig machen willst, dann auch deutlich über dem Kaufpreis Deiner "Kopfhörer".

Übrigens gehört ein Kopfhörer eigentlich nicht an einen Line-Out (obwohl man das heutzutage fast nicht mehr sagen kann, da die Hersteller von "Consumer-HiFi" sich sowieso nicht mehr an etablierte "quasi-Standards" wie etwa den Rundfunk-Standardpegel oder eben auch Ein- und Ausgangsimpedanzen für Wiedergabe- und Aufzeichnungsgeräte halten). Ursprünglich sind Line-Outs für (lineare) Bürden >1kΩ ausgelegt, eine geringere Bürde würde in die Leistungsbegrenzung führen.

Mittlerweile wird sich hier teilweise beholfen, indem man eben keine festen, sondern relative Pegel verwendet und auch der Ausgang keine Spannungs- sondern Stromquelle ist. Mit einer entsprechend hohen Hilfsspannung und passender Verstärkerstufe kann man dann auch an einem Line-Out winzige Bürden wie z.B. einen "HiFi-Kopfhörer" an einem Line-Out betreiben. Normalerweise jedoch sollte dies ein dedizierter Kopfhörer-Ausgang leisten. Die zur Kontrolle der Stromquelle notwendigen Feedback-Schleifen sind nicht unbedingt der Signalqualität förderlich, auch wenn der Ausgang nun universeller nutzbar wird.

Es gibt zwar auch noch ein paar andere Umsetzungen, die dazu führen, daß ein Ausgang weniger selektiv "agiert", dennoch sind sie alle eher von ausufernder Regelung verflucht.

Hast Du einen dedizierten Kopfhörerausgang, nutze diesen für Kopfhörer, nicht den Line-out.

Der von Dir angesprochene "Schalter auf dem Mainboard" hat nicht wirklich etwas mit Impedanz zu tun, sondern stellt das Verstärkungsverhältnis (Verhältnis von Ausgangssignal zu Eingangssignal, z.B. werden bei Wahlstellung 2,5x aus 10V Eingangsspannung 25V Ausgangsspannung (sofern die Hilfsspannung das auch bringen kann)) ein. Da Du eine sehr niederohmige Bürde hast, solltest Du auch ein geringes Verstärkungsverhältnis wählen, damit die OPVs nicht zu früh in die Leistungsbegrenzung gehen.

Natürlich ist in diesem Falle die Chance auf "Klangbrei" deutlich höher, da die Differenz zweier Signale demnach deutlich geringer ausfällt als bei weit höherer Bürde, aber nun ja...

Das Rauschen kann vielfache Gründe haben, ohne Messungen gehe ich hier auch nicht genauer darauf ein.
Ergänzung ()

Quirin_1 schrieb:
"3.) Gigabyte bietet ein Op-Amp Premium Upgrade Kit (Review) an. Ich verstehe das nicht ganz. Ändern die nur die "Art" des Sounds? Hat es ein Einfluss auf mein Problem?"

Ja, so verstehe ich das auch. Allerdings weiss ich nicht was das Teil anders macht als ein Equalizer.:confused_alt:

Ein EQ beeinflusst gezielt bestimmte Frequenzbänder. Auch wenn hier ebenfalls (in den analogen Geräten) OPVs zum Einsatz kommen (Filterstufen n-ter Ordnung), geht es hier beim Austausch der breitbandig agierenden OPVs vor allem um Großsignalantwort, Sprungantwort, Gegen- wie Mitkopplung und einen Haufen anderer Werte, die das Summensignal beeinflussen. Und natürlich auch um Leistungsdaten. Aber nicht um "mehr Bass, wir brauchen mehr Bass!"

Solange jedoch keine allzu hochwertigen Komponenten im weiteren und vorgehenden Signalpfad verbaut wurden, ist es jedoch nichts weiter als ein Werbegag. Auch gehört mehr dazu als nur "alter OPV raus, neuer OPV rein" dazu, wenn man wirklich sinnvoll am Signalpfad Verbesserungen an Hand der OPV-Bestückung vornehmen will.
 
Twostone schrieb:
Übrigens gehört ein Kopfhörer eigentlich nicht an einen Line-Out [..] Hast Du einen dedizierten Kopfhörerausgang, nutze diesen für Kopfhörer, nicht den Line-out.

Das ist mir klar. Mein Problem bezieht sich ja gerade auf den Kopfhörerausgang. Ich danke dir für deinen ausführlichen Post, nur es geht mir eher hierdrum:

Twostone schrieb:
Der von Dir angesprochene "Schalter auf dem Mainboard" hat nicht wirklich etwas mit Impedanz zu tun, sondern stellt das Verstärkungsverhältnis (Verhältnis von Ausgangssignal zu Eingangssignal, z.B. werden bei Wahlstellung 2,5x aus 10V Eingangsspannung 25V Ausgangsspannung (sofern die Hilfsspannung das auch bringen kann)) ein. Da Du eine sehr niederohmige Bürde hast, solltest Du auch ein geringes Verstärkungsverhältnis wählen, damit die OPVs nicht zu früh in die Leistungsbegrenzung gehen.

Ich habe nur die Wahl zwischen 2.5x (default) und 6x. Und 2.5x ist viel zu heftig. Und gerade verwundert es mich, dass ich keine Auswahl wie "1x" habe. Wenn Gigabyte hier ein Board verkauft, an dem faktisch nur hochohmige Kopfhörer angeschlossen, warum zur Hölle vermitteln die das nicht? Ein unbedarfter User bekommt massive Störgeräusche und weiß nicht was los ist. Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen.

O-Saft-Killer schrieb:
Naja, mein Creative Fatility Headset hat keine Problem an meiner Essence gemacht, hab die Soundkarte auf 600 OHm Verstärkung gestellt und den win Sound auf 3 % oder so, war zwar laut, aber Rauschen hatte ich keins. Denke es liegt an einer schlechten Verarbeitungsqualität des Onboard Soundchips. Entweder schlecht abgeschirmt oder halt so einfach schlecht.

Der Soundchip Core3d ist der selbe wie auf der Creative Sound Blaster Recon3D und einige anderen Creative Produkten. An diesen selbst ist nichts "schlecht". Ich denke es geht hier um die Wandler. Diese sind jedoch ebend nicht die billigsten und zudem ist diese Board bewusst damit beworben, besser abgeschirmt zu sein. Im Resultat sollte das Mainboard dann wohl nicht schlechter als das billigste Mainboard sein - was es faktisch für mich ist. Das es "halt so einfach schlecht" ist, glaube ich nicht.

PS: Vielleicht habe ich das nicht gut vermittelt. Die Lautstärkeregelung bis 8% ist daher unbefriedigent, weil es eine Auswahl zwischen "aus -> leise -> laut -> vielzulaut" ist. Das kann es auch nicht sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kokuswolf schrieb:
Ich habe nur die Wahl zwischen 2.5x (default) und 6x. Und 2.5x ist viel zu heftig. Und gerade verwundert es mich, dass ich keine Auswahl wie "1x" habe. Wenn Gigabyte hier ein Board verkauft, an dem faktisch nur hochohmige Kopfhörer angeschlossen, warum zur Hölle vermitteln die das nicht? Ein unbedarfter User bekommt massive Störgeräusche und weiß nicht was los ist. Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen.

Es kommt eben nicht nur auf die Wandler an, sondern auch auf das "Beiwerk", wie etwa die verwendete Hilfsspannung. Wenn diese eine hohe Restwelligkeit aufweist (und nicht nachträglich geglättet wird), wird auch dies einen negativen Einfluß auf die Klangqualität haben.
Auch schlechte Bauteile in den (sekundären) Feedback-Schleifen der OPVs wirken sich nachteilig aus. Hier bringt auch ein Austausch der OPVs nicht mehr allzu viel Verbesserung, es sei denn, die ursprünglichen OPVs sind auch so schon nicht sonderlich stabil. Auch Fehler beim Einmessen der OPVs, oder eben falsche Bestückung können den Klang "versauen". Ohne ein Vergleichsmodell zu haben und Messungen durchzuführen, kann ich Dir nicht sagen, woran es bei Deinem Klang mangelt.

Eine höhere Bürde würde zumindest die von Dir geschilderten Symptome ein wenig mehr verstecken, als es Dein jetziger Kopfhörer tut.
 
Quirin_1 schrieb:
Edit, Test zum MB:
http://www.tweakpc.de/hardware/tests/mainboards/gigabyte_g1_sniper_z97/s03.php
"....Durch zwei einfache Switches lässt sich die Verwendung des Amps ganz einfach, direkt auf dem Mainboard an- und abschalten., also unverstärkter und verstärker Ausgang, was gerade bei hochohmigen Headsets zu drastischen unterschieden führt. Bei maximaler Laustärke neigt der Sound dazu etwas unsauber zu werden, wobei die Laustärke dann auch so hoch ist, das selbst ein 250 Ohm Headset wie das DT 990 Pro von der Laustärke her nicht zu ertragen ist....."

Versuch das mal.

Das ist eine Auswahl zwischen 2.5x und 6x. Ausschalten lassen die sich nicht. Irgendwo anders habe ich gelesen, dass das Board 600Ω Kopfhörer unterstützt. Daher interpretiere ich die Schalter als eine Auswahl für 250Ω und 600Ω KH.... und sonst nix. :(

Oh, und dein Gedanke mit dem Widerstand am Kabel ist interessant. Geht das denn so? In einem anderen Thread hier laß ich, dass Kopfhörer nur sowas wie einen "scheinbaren Widerstand" haben. Meine groben Verständnis nach würde das nichts an den Störgeräuschen ändern, oder? :confused_alt:


Twostone schrieb:
Eine höhere Bürde würde zumindest die von Dir geschilderten Symptome ein wenig mehr verstecken, als es Dein jetziger Kopfhörer tut.

Ja, das war meine Befürchtung. Ich hoffte, ich würde mich irren und jemand hat eine Idee. :(
Ergänzung ()

Twostone schrieb:
Ohne ein Vergleichsmodell zu haben und Messungen durchzuführen, kann ich Dir nicht sagen, woran es bei Deinem Klang mangelt.

Oh, es ist ja nicht so, dass der Ton nur nicht "sauber" genug ist. Ein massives Rauschen und Fiepen bei (CPU)-Aktivität zeugt ja von Störeinwirkung. Nur ich kam bei meinen Recherchen zu dem Eindruck, dass die kein Mainboard-Defekt oder schlechte Qualität oder dergleichen ist, sondern schlicht ein fehlerhaftes Setting zwischen Ausgangssignal und KH(-Impedanz).
 
Zuletzt bearbeitet:
Kokuswolf schrieb:
In einem anderen Thread hier laß ich, dass Kopfhörer nur sowas wie einen "scheinbaren Widerstand" haben.

Scheinwiderstand ≠ "scheinbarer Widerstand".

Scheinwiderstand setzt sich aus zwei komponenten zusammen: Dem linearen oder ohmschen widerstand und dem nicht-linearen (in diesem Falle Frequenzabhängigen) Blindwiderstand. Die ohmsche Komponente lässt sich leicht mit einem Multimeter messen und wird auch als "Gleichstromwiderstand" manchmal bezeichnet, beschreibt nichts weiter als den reinen Drahtwiderstand der Spule.

Der Blindwiderstand jedoch setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, ist bei einer Spule hauptsächlich abhängig von der Frequenz (und der Induktivität der Spule sowie den Kernmaterialien).

Durch Vorschalten eines ohmschen Widerstandes veränderst Du das Verhältnis von Wirk- zu Blindwiderstand und schließlich auch den Scheinwiderstand (geometrische Summe aus Blind- und Wirkwiderstand). Durch die Reihenschaltung führst Du nicht nur eine Strombegrenzung durch ("Durch alle Widerstände einer Reihenschaltung fließt der gleiche Strom"), sondern hast dann auch noch einen Spannungsteiler ("Teilspannung zur Gesamtspannung verhält sich wie Teilwiderstand zu Gesamtwiderstand"), der Dir den Pegel subjektiv "verringert".
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht hat diese Board auch eine schlechte Qualität, gibt da öfter mal Streuungen bei den Boards. Mach mal ein Foto vom Innenleben von deinem Rechner und wo der steht usw. Kumpel hatte auch Störgeräusche bis der seinen Rechner geerdet hat.:D

Und nur weil die Firma krass sagt wie geil das Board ist, heißt das noch lange nichts, bei den Gaming Headsets wird auch mit tollem Klang und 1337 Eigenschaften beworben, letztlich kann oftmals ein 20 € Kopfhörer im Zusammenspiel mit einer Asus Xonar U3 mehr als ein 150 € Ultra HD Headset.
 
Zuletzt bearbeitet:
@O-Saft-Killer:
Ich mach morgen mal ein Foto. Wobei ich erwähnen möchte, dass es keine niederfrequente Brummschleife ist, falls du darauf hinaus willst.

Ansonsten möchte ich nochmals betonen, dass es mir nicht darum geht, dass es irgendwie nicht "toll genug" klänge. Das ASUS H87-PRO, dass davor im Rechner verbaut war, ist nun nicht gerade besserer Qualität. Aber es hatte halt nicht die genannten Probleme. (Dafür Latenzprobleme in Form von permanenten Knacksern, die nach ca. 48h ohne Neustart auftraten. Im Grunde wollte ich nur diese Problem verhindern. Aber das ist ein anderes Thema.)
 
Na ja, die Bilder vom Board auf dem verlinkten tweakpc-Artikel helfen eigentlich auch schon ganz gut weiter, es ist deutlich zu erkennen, daß zwar ein recht brauchbarer OPV verbaut wurde (OPA2134, habe ich selber auch schon des öfteren für Taschen-KHVs benutzt und ein Pärchen schlummert auch in meinem dbx 266XL, bin mit denen recht zufrieden, wenngleich ich persönlich doch meist eher zu AD8599ARZ oder AD827SQ greife), jedoch die Feedback-Schleifen mit herkömmlichen SMD-Widerständen ausgeführt wurden. Die Siebglieder für die Hilfsspannung sind auch recht klein dimensioniert (und zu weit vom OPV entfernt) und können keine hohe Restwelligkeit kompensieren, auch ist der Signalpfad durchgehend unsymmetrisch gehalten worden. Auch wage ich mal zu behaupten, daß am Ausgang immer noch ein paar µV Gleichspannung anliegen werden.

Daß für das Siebglied wie auch für die Koppelkondensatoren nun auch einigermaßen brauchbare Komponenten gewählt wurden, hilft leider nicht, über die Unzulänglichkeiten der restlichen Verschaltung hinwegzuhelfen.

Ggf. könnte ein gutes Netzteil ein wenig Klangverbesserung bringen. "Supermegatoll" ist der Signalpfad jedoch aus mehrfacher Hinsicht nicht gerade.

Ich will nicht wissen, wie das Board mit den landläufigen JRC4580ern klingen mag, wenn schon ein vergleichsweise äußerst gutmütiger OPA2134 zu Kritik anregt.

edit:
Für einen OPA2134 wäre ein Verstärkungsverhältnis von 5:1 bei einer 600Ω-Bürde deutlich angemessener als 6:1. Weiß der Teufel, was sich die Designer (Ingenieure können's wohl kaum gewesen sein) dabei gedacht haben, nur 2,5:1 und 6:1 anzubieten. Normalerweise setzt man auch ein Siebglied so nahe wie möglich an die Hilsspannungs-Anschlüsse des OPVs. Auch nicht geschehen, es sitzt recht weit weg und besteht im Gegensatz zum primären Siebglied auch wieder nur aus 08/15-SMD-Bauteilen. Der gesamte Aufbau des analogen Kreises gefällt mir nicht, auch die Anordnung auf dem Board nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Twostone:
Danke für deine Erklärung. 100% kapiere ich es noch nicht, aber ich denke ich verstehe es schon grundlegend. Im Grunde scheint es eh auf zwei "Lösungen" hinaus zu laufen. Entweder passende Kopfhörer oder eine externe Soundkarte, die kompatibel zu meinen Kopfhörer ist. Doch gerade das nervt mich, weil es nicht wenig Geld kostet. Als Normalo-User kann ich doch erwarten, dass ich meine Mittelklasse-Kopfhörer von Saturn an meinen Mittelklasse-Mainboard verwenden kann. Betonung liegt auf "verwenden". :mad: ...
Ergänzung ()

Ich benutze ein be quiet! Straight Power 10 400W in einem Define R4 Gehäuse. Über einen Verdacht auf Netzteil habe ich schon was gelesen. Ich habe jedoch nichts billiges verbaut.
Ergänzung ()

Zuhause verwende ich ja das GA X99 Gaming 7 WiFi. Morgen nehme ich meine Kopfhörer mit, dann probier ich das hier aus. Die Komponenten auf diesem Board scheinen ähnlich/identisch, (sagte der Laie). Würde mich nicht überraschen, wenn ich das gleiche höre. (Mainboard ist im Define R5 und mit der 600W Version versehen.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kokuswolf schrieb:
Ich habe jedoch nichts billiges verbaut.

Leider sagt der Preis nur bedingt etwas über Qualität aus. Allerdings ist hier so einiges im Argen, worauf Du nicht wirklich Einfluß nehmen kannst, insofern bleiben nur Netzteil und Peripherie als Ansatzpunkt. Du könntest natürlich auch mal Deine GraKa ein wenig versetzen, weiter weg vom OPV, wenn möglich (das Ding ist je nach Betriebsweise recht empfindlich gegen Fremdinduktion), in den meisten Fällen jedoch ist es auch schlichtweg einfach nur die Spannungsversorgung, die eine zu hohe Restwelligkeit aufweist oder aufgrund der laufend wechselnden Belastung nicht stabil genug bleibt bzw. zu stark schwankt.

Ohne jedoch wirklich vor Ort mit Oscar Messungen durchzuführen, ist es recht schwer, den tatsächlichen Fehler zu lokalisieren, somit bleibt nur, Dir zu raten, alles laienmöglich sinnvolle auszuprobieren sowie Dir das notwendige Hintergrundwissen an die Hand zu geben.

Aber sei beruhigt, auch eine Midrange-Soundkarte wie z.B. die Xonar Essence ST oder eine ESI Juli@ brauchen ein wenig Arbeit, bis sie vernünftig klingen, und auch hier gibt es ein paar Ungereimtheiten im Aufbau, es ist nicht nur "billigen" Consumer-Boards oder generell OnBoard-Soundlösungen vorbehalten.

Das Wissen um analoge Audio-Technik schwindet leider langsam, aber unaufhörlich immer weiter. Auch, wenn es eigentlich immer noch gebraucht wird. Aber man schaue sich ja nur den Loudness-War als Beispiel für stetiges Schildbürgertum an.
 
@Twostone

Hmm, mit billig meinte ich das unterste Ende. Gerade bei Netzteilen kann dieser Begriff noch verwendet werden.

Was mich so irritiert ist der Umstand, dass dies wohlmöglich natürlich ist. Ich meine, es ist kein leichtes Rauschen und kein leichtes Fiepen. Es ist unüberhörbar und nicht zu ignorieren. Gigabyte verkauft dieses Sound-Setting auf vielen verschiedenen Boards. Warum gibt es dazu so wenig zu lesen? Sind alle Reviews im Netz immer mit den richtigen Kopfhörer durchgeführt worden? Warum wird nicht darauf hingewiesen? Das ist für mich ein wenig so, als würde ich mir ein Auto beim Händler vor Ort kaufen und dann feststellen, dass es nicht auf Teerstraßen fahren darf. :mad:

Naja, mal schauen was morgen mein Test am anderen Board mit sich bringt. Danke in jedem Fall für deine tollen Erklärungen, Twostone! :)
 
Bzgl. schlechter Qualität bei teuren Soundkarten. Bei meiner hab ich nur am Mikro Ausgang das Problem, das ein leichtes Motorrad Geräusch auftritt im Teamspeak beim zocken, wenn ich eine hohe GPU Auslastung habe, es ist zum Glück extrem schwach und kaum hörbar aber ärgerlich, vor allem wenn ich mal aufnehmen würde für Youtube. Bei der Asus Phoebus ist das Problem sogar serienmäßig und nahezu immer vorhnaden und das noch viel schlimmer (sehr penetranter Pfeifton).:D

Am Preis kann man also tatsächlich keine Qualität feststellen, traurig das ein 300 € Motherboard keine vernünftige Audiolösung verbaut hat, oder zumindest eine die funktioniert.:rolleyes:

Wird aber denke ich auch an den Konsumenten liegen, denen die Soundqualität oftmals egal ist, viele geben sich ja auch gerne mit Youtube Qualität zufrieden, wenn es um Musik geht, ich finde die Qualität meiner Audio CDs zum Teil nicht mal wirklich gut.
 
Na ja, wenn ich die Klangqualität eines Computer-Zubehörteiles beurteilen möchte, sorge ich natürlich dafür, daß ich es unter Laborbedingungen teste. Das heißt: Eine möglichst lineare Spannungsversorgung, unbelastete Buslinie, möglichst wenige Störeinflüsse.

In Deinem Falle kann es schon sein, daß sich die GraKa mit Deinem Sondchip eine Versorgungslinie teilt, und somit der Soundchip von der stetig wechselnden Last der Grafikkarte stark beeinflußt wird. Dies wäre unter Laborbedingungen nicht der Fall, da ich dort die Lasten strikt getrennt hätte bzw. überhaupt keine leistungsstarke GraKa verwenden würde. Betreffendes Board hat nunmal ein paar Designfehler, die nur darauf warten, zu Störquellen zu werden bzw. von Störquellen beeinflusst zu werden.

Bei einer Gesamtbeurteilung des Boards wäre jedoch der Sound nur ein verschwindend geringes Merkmal und würde auch nur mal kurz erwähnt im lastfreien Zustand.

Beim Kauf von Boards ist für die meisten Leute auch nicht unbedingt der Sound entscheidend (meine Boards haben samt und sonders keinen OnBoard-Sound), daher kann man damit vielleicht mal werben, es muß jedoch nicht unbedingt High-End sein, HiFi reicht für die meisten Leute/Gamer mehr als aus - HiFi nach dem Standard, der dereinst in den 60er Jahren festgelegt und in den letzten Jahrzehnten keine Überarbeitung erfuhr.
Ergänzung ()

O-Saft-Killer schrieb:
wenn es um Musik geht, ich finde die Qualität meiner Audio CDs zum Teil nicht mal wirklich gut.

Was mich wieder zurück zum loudness-war bringt. Heutige Tontechnik in der zeitgenössischen "Musik" lässt sich ziemlich knapp mit "LAUTER!!!" zusammenfassen. In vielen Aufnahmen mag das geneigte Ohr so einiges an falschen Einstellungen heraushören, ja, eine einfache Betrachtung über einen FFT-Analyzer oder eine Spektralanalyse zeigt gar oftmals, daß der Begriff "0dBFS" vom Tontechniker einfach nicht verstanden wurde. Von Spielereien analoger Tontechnik mal ganz zu schweigen.

Was nutzt einem ein (theoretischer) Dynamikumfang von 120dB (24bit), wenn man sich nur in den letzten 1,5dB bis zum Anschlag (-1,5 dBFS bis 0dBFS) bewegt?
DamalsTM hatte man zwar nur maximal 60dB, aber der Durchschnittspegel lag im "Rohling" deutlich unter der Referenz (0dBu). Und da hatte man eigentlich auch Spielraum nach oben, in der Digitaltechnik ist bei 0dBFS hart Schluß. Analog kann man dann wenigstens noch die Eisen weich in die Übersättigung treiben...
 
Zurück
Oben