Glasfaserkabel zur Verbindung von zwei Gebäuden gesucht (100 m)

aurum

Imperator Caesar
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Hi,

ich suche nach einem Erdkabel zur Verbindung von zwei Gebäuden. Ich hatte an ein vorkonfektioniertes Außenkabel LC-LC (LC/PC) 1x4 OS1-OS2 gedacht und suche nach einem Händler, der an Privatpersonen verkauft. SFP-Module etc. sind bisher keine vorhanden. D. h., diesbezüglich bin ich flexibel.

Ist das genannte Kabel für den Einsatzzweck geeignet?
Wo kann man das als Privatperson kaufen? Alle Händler scheinen nur B2B anzubieten.

Besten Dank
 
Wenn die alle nur B2B anbieten, frage doch mal beim Elektro-Installationsbetrieb deines Vertrauens an. - Evtl kaufen die das für Dich, und strellen Dir dann eine Rechnung mit Mwst aus.
 
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also erstmal willst du vermutlich kein OS (sorry, autokerrektur hatte da OM draus gemacht) Kabel, das ist für weite Strecken von mehreren (zig) Kilometern, bei 100m ist OM (Multimode) "normal", das vorgeschlagene Kabel von @REM2024 passt schon sehr gut.
Dafür sind auch die passenden SFP+ Module sehr günstig (die für 7...20€ stehen den teuren "Marken" Teilen i.d.R. in nichts nach).
Nachtrag: OS = SingleMode, OM=MultiMode (und auch wenn "Multi" besser "klingt", ist OS das teurere)

wenn die GF durch ein Leerrohr gezogen wird, muss es vermutlich nichtmal besonders "gepanzert" sein, bei dem Preis würde ich es aber auch nehmen.
 
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Mickey Mouse schrieb:
ist für weite Strecken von mehreren (zig) Kilometern
Das kann ma bei Singlemode so allgemein nicht sagen. Ein 2 km SFP bekommt schon bei mehreren Patchfeldern durch die Steckverbindungen schnell ein Dämpfungsproblem, da reichen aber schon 100m von sowas. Wär eher sagen, für direkt Verbindungen reicht auch Multimode
 
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ja oder so ;)
Grundaussage bleibt aber gleich, bei einer 100m Direktverbindung würde ich OM3 nehmen, außer man bekommt OM2 wesentlich günstiger. OM1 ist bei 100m auf nur 1G beschränkt und schafft (laut "Norm") keine 10G mehr, OM3 sollte bei 100m auch noch für 40G gut sein (wer weiß, wie und wie schnell sich das entwickelt)
 
Ja, das Kabel kommt mit 4 anderen Kabeln in ein Leerrohr. An einen Elektriker, der das Kabel beschafft, hatte ich auch schon gedacht, aber da der Preis in dem Fall erfahrungsgemäß verdreifacht wird, wird es schnell sehr teuer. Problematisch ist, dass das Kabel nie getauscht werden kann. Wenn es dort liegt, dann bleibt das bis zu meinem Lebensende so.
 
Druckluft. Jeder gut sortierte Haushalt hat:
Druckluftkompressor

Und wenn es besonders lang wird kann man am anderen Ende noch mit dem Staubsauger unterstützen. Und ein kleines Papiersegel am Kabel kann dann helfen
 
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Habe auf der Arbeit gute Erfahrungen mit patchkabel.de gesammelt. Einige hundert LWLs von ihnen im Einsatz und bisher keine Probleme.
Ich würde mir das Universalkabel UDQ ansehen. Lässt sich entsprechend konfektionieren und vor allem direkt mit Einzugshilfe bestellen. Der Einzug dann klassisch mit Zugdraht einziehen/einblasen und Fasern an diesem ins Rohr bekommen.

Noch ein kleiner Tipp: Wenn die Fasern für die Ewigkeit liegen sollen spare nicht an der Faserqualität. Sprich entsprechend Reservefasern einplanen und lieber OM4 ordern.
 
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Soll sonst noch etwas mit ins Leerrohr?
Wenn nein würde ja ein 32mm Kabuflex Rohr reichen.
Bei vorkonfektionierten Kabel muss man ja immer an die Stecker denken, die da auch durchs Rohr passen müssen.
Wenn noch andere kabel mit durchs Rohr sollen, dann ab 50mm bis aufwärts.
https://www.fraenkische.com/de-DE/p...-450-gbd?context=underground-cable-protection

Tip: Wenn du das Rohr verlegt hast und die Leitungen einziehst, dann leg auch noch einen Zugdraht /Schnur mit rein für die Zukunft.
 
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Nimm aber ein Kabuflex plus und kein normales Kabuflex, außen schwarz innen grün. Fängt bei der Nennweite 40 an was für die drei Kabel reichen sollte.
 
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In das Leerrohr, in das die Glasfaser eingezogen werden soll, plane ich keine weiteren Kabel einziehen zu wollen.
 
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Passt jetzt nicht so ganz zum Thema Netzwerk, aber wenn du schon die 100m zwischen den Gebäuden auf buddelst und die irgendwie miteinander verbindest, überleg, ob du in den Graben ne Erdung mit rein wirfst. 100m Erdband und ne direkte Verbindung zwischen den Gebäuden, nen niedrigeren Erdungswiderstand wirst du nie wieder bekommen.
 
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conf_t schrieb:
Druckluft. Jeder gut sortierte Haushalt hat:
Der Staubsauger reicht dafür auch. Das Ende mit einem Pfropf aus Lumpen versehen und dann mit dem Staubsauger durchsaugen. Auf diese Weise haben wir LWL schon in wesentlich längere Rohre als nur 100m eingezogen.
 
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Mickey Mouse schrieb:
also erstmal willst du vermutlich kein OS (sorry, autokerrektur hatte da OM draus gemacht) Kabel, das ist für weite Strecken von mehreren (zig) Kilometern, bei 100m ist OM (Multimode) "normal", das vorgeschlagene Kabel von @REM2024 passt schon sehr gut.
Ich würde heutzutage kein Multimode mehr verlegen. Alle ISP verlegen bei FTTH Singlemode. Wenn man die Verbindung irgendwann mal dazu nutzen möchte, um einen Anschluss direkt und ohne irgendwelche Konverter in das andere Gebäude weiterzuleiten, dann geht das nur damit.

Außerdem halte ich allgemein Singlemode für zukunftsfähiger. Die Datenraten werden schließlich nicht kleiner.

Zudem würde ich darauf schauen, dass das Kabel nicht nur zwei Fasern hat. So ein Stecker ist schnell mal abgeknickt oder die Ferrule beschädigt und dann ist man richtig froh, wenn man noch Reserve hat.

conf_t schrieb:
Das kann ma bei Singlemode so allgemein nicht sagen. Ein 2 km SFP bekommt schon bei mehreren Patchfeldern durch die Steckverbindungen schnell ein Dämpfungsproblem, da reichen aber schon 100m von sowas. Wär eher sagen, für direkt Verbindungen reicht auch Multimode
Ja mei, wenn man so viele Stecker einbaut, dann muss man eben welche für 10km ordern. Das ist ja nichts, was man nicht vorher einigermaßen planen kann. 1dB Dämpfung pro Steckverbinder veranschlagen und die Daten der SFP kann man nachlesen.
 
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@thom53281 wie man eine Powerbudgetberechnung durchführt brauchst du mir nicht zu erklären. Und du hast auch den Punkt meines Posts nicht verstanden: Ich intervenierte dagegen, dass man Singlemode immer mit langen Strecken gleichsetzt. Du kannst jeden SFP, auch die für 70km an ihre Grenzen bringen. Und die 2km SFP im Beispiel habe ich nur gewählt, weil die noch für Privatpersonen einigermaßen erschwinglich sind und sinnvoll in dem Fall des TE einsetzbar wären.

Den Rest deines Posts kann ich so unterschreiben.
 
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